Sind Kurden und Deutsche mit einander verwandt ( Rasse und Sprache )?

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14 Antworten

Es gibt keine "menschlichen Rassen" (nur Hunde oder auch Katzen, Pferde usw. haben Rassen, da sie das Ergebnis einer bewussten Züchtung sind).

Sprachlich gesehen sind Kurdisch und Deutsch in der Tat entfernt verwandt. Deutsch gehört zu den germanischen Sprachen (gemeinsam mit Englisch, Schwedisch und mehreren anderen Sprachen). Kurdisch ist mit dem Persischen verwandt und gehört zu den "iranischen Sprachen". Diese sind wiederum mit vielen nordindischen Sprachen (Hindi, Urdu, Nepali, Bengali usw.) verwandt. Diese Übergruppe nennt man "indo-iranische" Sprachen.

Als man diese Verwandtschaft erkannte, nannte man diese Gemeinschaft die "indogermanische Sprachfamilie" (die man auch indoeuropäische Sprachfamilie nennen kann, denn nicht nur die germanischen Sprachen sind daran beteiligt, sondern auch die lateinischen Sprachen, die slawischen Sprachen, die baltischen Sprachen, und ein paar andere (Albanisch, Armenisch, Tocharisch). 

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Zunächst einmal sind die Sprachen verwandt, weil sie beide auf eine rekonstruierte Ursprache "Protoindogermanisch" zurückgehen. Daraus kann man noch nicht auf eine engere biologisch-genetische Verwandtschaft schließen. Verwandt sind die Deutschen übrigens auch mit den Afrikanern. Dieselbe Mutter. Nur schon eine Weile her.

Arier sind zunächst die Sprecher von indoiranischen Sprachen (indisch, persisch, auch kurdisch). Über komplizierte pseudohistorische Thesen hat sich bei europäischen Rassisten die Verwendung des Begriffs für "nordische Völker" eingebürgert. Muss man nicht verstehen, ist auch zu kompliziert, das hier aufzudröseln.

Was die Nazis hätten ist schwer abzuschätzen. Da herrschte keine Einheitlichkeit, sondern oft Chaos und Willkür. In der Wikipedia steht dazu:

Zu den „nicht-arischen“ „Fremdrassigen“ wurden neben den Juden auch „Zigeuner, Zigeunermischlinge und nach Zigeunerart herumziehende Personen“ sowie „Rheinlandbastarde“ und andere Menschen mit dunkler Hautfarbe gezählt. Unterschiedlich wurden in der Ära des Nationalsozialismus (als Einzelfallentscheidungen) Perser, Afghanen und Japaner bewertet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschblütig

Interessant finde ich hier die Erwähnung "nach Zigeunerart herumziehende Personen" - rein nach der Lebensweise konnten hier Menschen rassisch aussortiert werden, wenn man was gegen sie hatte.
Die Sinti sprechen eine indische Sprache, sind also genau genommen eher Arier als der blondeste Deutsche. Trotzdem wurden sie von den Nazis verfolgt bis in den Völkermord.

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Kurden und Deutsch sind verwandt. Übrigens sind auch Deutsche und Chinesen, Deutsche und Kongolesen, Deutsche und australische Aborigines etc.. miteinander verwandt, da es alles Menschen sind.

Ob Kurden eine indoeurop.Sprache sprechen, weiß ich nicht. Wenn aber Kurdisch mit dem Persischen verwandt ist, dann ist auch Kurdisch eine indoeurop. Sprache.  (Man sagt indoeuropäisch, nicht indogermanisch.)

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Ich denke sie wären verschont geblieben, Wenn mich nicht alles täuscht wurden Armenier und Iraner als "Arier" eingestuft, Sinti und Roma hingegen nicht - diese wurden letztlich wie die Juden verfolgt. Alles ziemlich willkürlich, NS eben. Einwandern hätte man aber sicherlich niemand lassen. Aber für Geschäftsleute etwa war eine solche Privilegierung natürlich wertvoll. Die Sprachen sind in der Tat eng verwandt, wenn Du einen deutschen Satz auf Kurdisch oder Persisch übersetzt und dann z.B. noch auf Türkisch und Arabisch übersetzen lässt sollte das augenfällig sein. Bis heute gibt es offensichtlich ähnliche Wörter in allen indoeuropäischen Sprachen. 

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Da nur die Nachfahren eines Mannes überhaupt überlebt haben sind alle Menschen auf diesem Planeten verwandt.

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Rasse im Sinne der Nazis ist unwissenschaftlicher ideologischer Schwachsinn. Dementsprechend hätten die Nazis auch nach Belieben ihre "Reinheitsnoten" verteilen können. Der Führer war offensichtlich auch ein "echter Arier".

In der ehutgen Zeit ist dieser Unfug nur als gefährliches Hrngespinst as vergangenen Tagen zu betrachten.

Kurden sind soe wie die meisten Völker in dem Gebiet das was im Englischen neuerdings caucasian heisst, und ohne dümmliche political correctness einfach wie du wllst: Weisse, Angehörige der "europäischen" Rasse. Deutsce haben auch bekanntlich ein Problem mit dem Wrt Rasse, eben wegen Nazis. Aber biologisch stimmt's nachwievor. Menschen unerscheiden sich. Es gibt nunmal Schwarze und Weisse und sie sehen unerschiedlich aus. Kurden gehören eben zu diesem Stamm der fast alle europäischen Völker umfsst und auch die Araber und diw meisten Turkvölker usw.

Indogemanisch hingegen ist eine Sprachenfamilie und hat nichts mit der ehnischen Herkunft gemein. Ungarn sind z.B. keine "Indogermanen".

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Kommentar von WalterE
22.10.2016, 01:21

Chaplin hat sich ja schon über das Arierideal und die Realität lustig gemacht, der kleine dunkelhaarige Führer ;) 

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Kommentar von Kanatar
22.10.2016, 08:54

biologisch ist es nach wie vor Schwachsinn. Die größte mögliche Einteilung des Menschen besteht in Ethnien. Das Wort "Rasse" ist in der Biologie definiert und die Ethnien unterscheiden sich nicht stark genug, um als Rasse zu zählen. Die gegnerischen Unterschiede zwischen einem Indianer und einem Araber sind nicht mal ansatzweise so groß wie die zwischen einem corgi und einem Windhund.

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Kommentar von OlliBjoern
22.10.2016, 23:23

Das Wort Rasse ist nicht nur "wegen der Nazis" unsinnig, es ist vielmehr auch wissenschaftlich unsinnig. Diese Sache ist schon längst überholt (auch wenn die Amis immer noch an ihrer völlig unwissenschaftlichen Aufteilung mit "Caucasians" usw. festhalten).
Du siehst, hier kritisiere ich die Amis mal explizit.

Natürlich sehen Menschen "unterschiedlich aus". Klar. Aber auch "Caucasians" sehen unterschiedlich aus. Wir sehen auch als Mittel-/Ost- und Westeuropäer eben nicht alle gleich aus, und es gibt gar kein "typisches" "kaukasisches" Aussehen, das für alle gelten würde.

Deswegen ist der Satz "biologisch stimmt's nachwievor" eine ebenso populäre wie biologisch falsche Aussage (weil es gar keine gemeinsame genetische Ausstattung von Europäern gibt).

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Die Indogermanen teilten sich etwa 3000 v. Chr., also vor etwa 5000 Jahren. Die sprachliche Verwandtschaft ist also für Sprachwissenschaftler erkennbar, aber für Normalsterbliche nicht.

Kurden gab es vor etwa 1960 in Deutschland nicht, die Nazis mussten sich da also nichts überlegen.

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Kommentar von WalterE
22.10.2016, 20:39

Das ist für jeden interessierten Laien erkennbar  - Wissen schadet natürlich nicht. Eine Bekannte von mir hat ihres Freundeskreises wegen Farsi gelernt - die meint das sei kein Problem. Das soll man mal mit Arabisch oder Türkisch versuchen... Um solche Ähnlichkeiten zu erkennen reicht es völlig wenn einem die Jugend mit Latein versüßt wurde ;) - wobei Lateinisch relativ eng mit Germanisch verwandt ist, auch wenn Lateinschüler oftmals am Anfang kurz davor sind die Flinte ins Korn zu werfen. 

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Die Indogermanen sind eine Sprachfamilie. Nur weil man die selbe Sprache spricht, ist man aber noch lange nicht miteinander verwandt.

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Na ja halb Europa (größtenteils Osteuropa) sind Indogermanen was due sprache angeht, also wären die mindestens genauso mit uns verwandt.
Wenn man sich anschaut dass hitler im osten die slawen als Minderwertig ansieht und die länder als rechtmäßiger Lebensraum der deutschen glaub ichs eher nicht...aber kann auch sein dass die Verwandtschaftsverhältnisse anders sind...wär jetzt nur meine einschätzung

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Kommentar von guguck
22.10.2016, 00:08

Das frage ich mich auch immer, aber wieso hat er die Iraner als Brudervolk angesehen ( da Indogermanen ) und die Slawen ald Untermenschen. Ich mein die Slawen sind heller als Iraner oder Kurden

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Kommentar von ghandi10
22.10.2016, 00:13

Also iraner/perser und eigentlich auch inder sind die ur-arier soweit ich weiß, eben weil daher des indogermanische/-europäische stammt...aber ich wüssts jetzt auch nicht genau warum...ich würd mich halt mal n bisschen in die themen "kurden" "indogermanismus" und "arier" iwie einlesen wenns dich echt interessiert

Andererseits weißt auch nie was in hitlers kopf vorgegangen is der hatte n bisschen verqueres denken

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Kommentar von WalterE
22.10.2016, 01:09

Die Abwertung der slawischen Völker hatte rein politische Gründe, man konnte die Slawen nicht als "artverwandtes Blut" einstufen weil man diese ja vertreiben und ermorden oder versklaven,  zum Teil allerdings auch zu Deutschen machen wollte. Eine Rolle im Hintergrund spielen Auseinandersetzungen zwischen den deutschen und slawischen Ideologen, die auch schon vor dem 1. Weltkrieg existierten. Natürlich sind slawische und germanische Sprachen sprachwissenschaftlich gesehen relativ eng verwandt und gerade im damaligen Denken bedeutet das dass Slawen und Germanen als "artverwandt" begriffen werden musst, dass man sich vorstellte dass Deutsche und Polen von gemeinsamen Vorfahren abstammen mussten. Heute stellt man sich das etwas anders vor, man geht von Bevölkerungsschichten aus - es lebten schon lange Menschen in Deutschland ehe die Germanen kamen und diese sind mit der heutigen Bevölkerung offenbar auch verwandt, sie sind also nicht einfach ausgerottet worden. Genauso ist die Verfolgung der Roma und Sinti ebenso fragwürdig auch vom NS Standpunkt, weil ja Iraner und auch Armenier als "Arier" angesehen wurden. Aber eine bösartige Weltanschauung wie der NS und willfährige Verwaltungsfachleute brachten Leute als "zIgeuner" ins KZ  obwohl das für diese Menschen selbst wie auch ihr Umfeld nicht mehr nachvollziehbar war. Wobei heutige Nazis das lockerer sehen, darum gibt es ja auch in osteuropäischen Staaten Nazis. Da ist man eben flexibel - aber bereits damals ging es im Kern eben darum die Kriegspläne ideologisch zu unterfüttern. Mit Wissenschaft hatte das was da betrieben wurde - zumal das was für die Propaganda benutzt wurde - nur am Rande etwas zu tun. Im übrigen waren selbst große Teile des historischen wie heutigen Deutschland lange slawisch besiedelt - man sieht und hört es auch in einigen Dialekten, die bis heute ein Problem mit den Umlauten haben, wie eben auch Slawen die heute Deutsch lernen. Orts und Familiennamen zeugen bis heute davon. Aber damals wollten eben auch die kleinen dunkelhaarigen große Nordmänner sein und aus Skandinavien kommen, der Führer dieses Haufens inklusive ... 

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Nazis sind dumm natürlich wären Kurden Opfer gewesen so weit können die gar nicht zurück denken

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Kommentar von guguck
22.10.2016, 00:03

Na ja. Die Iraner wurden von den Nazis doch auch als Arier angesehen, daher durften sie doch auch in Deutschland studieren ( nur mit Ariernachweis durfte man studieren )

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Kommentar von AbusiveCookie
22.10.2016, 00:04

Die Nazis haben ja sogar Deutsche umgebracht da würde dies kein Problem sein

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Hi,

wie kommst du denn darauf?

Ein Kurde hat mit der dem Idealbild des Ariers (blond, blauäugig) fast nichts gemeinsam.

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Kommentar von guguck
22.10.2016, 00:12

Iraner ( mit Kurden verwandt ) wurden von den Nazis als Arier angesehen

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Kommentar von Dahika
22.10.2016, 14:13

Genau. Man betrachte sich nur das Idealbild des Germanen, wie er mit Adolf Hitler oder Göbbels so wunderbar vertreten ist. Das Blondhaar des Führers, seine blauen Augen, seine hohe, sportliche Gestalt. Wenn man sich den Idealgermanen vorstellt, dann doch wohl im Führer.

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Kommentar von WalterE
22.10.2016, 20:43

Wobei das auch an der NS Propaganda lag, die ein Bild des "Nordischen Menschen" verherrlicht hat. Selbst die NS Rassenkundler haben das differenzierter gesehen und gingen von verschiedenen "arischen " Typen aus. Der nordische Typ wurde zwar als besonders hochwertig angesehen, man muss sich hier vielleicht fragen ob hier nicht in Wirklichkeit einer homoerotischen Phantasie hinterhergejagt wurde.... 

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Es gibt keine Rassen, nur Menschen :)!

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Die Rassenlehre wurde schon vorlanger Zeit abgeschafft 

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Mit Deiner Frage suchst Du irgendwelche Sinnhaftigkeit in der Nazi-Rassenpolitik zu suchen.

Ist Dir nicht klar, das das völlig dummes Zeug war ?

Wenn die Nazi irgendwen als hochwertig eingestuft haben, wieso soll das irgend etwas Sinnhaftes bedeuten sollen ?

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