Frage von lp2kappo, 20

Sind Krankenkassen für (Passive) Sterbehilfe - Welchen Vorteil hätte das für die Wirtschaft?

Antwort
von Ursusmaritimus, 13

Hier haben sich die Kassen unbedingt rauszuhalten.

Ein "wirtschaftliches" Denken verbietet sich in diesem Bereich unbedingt!

Solltest du diese Wirtschaftlichkeit anstreben bedenke das auch du morgen damit berechnet wirst!

Antwort
von Nightwing99, 12

Es gibt keinen wirtschaftlichen Vorteil für Krankenkassen wenn schwerkranke Menschen plötzlich alle Sterbehilfe in Anspruch nehmen würden. Mal ganz davon ab das Sterbehilfe in Deutschland verboten ist und das seit November letzten Jahres sogar noch verschärft wurde mit klaren Gesetzen die es verbieten sich am Sterbewunsch schwer Kranker auch noch zu bereichern.
Bei passiver Sterbehilfe nimmst du den früheren Tod des Betroffenen entweder als Arzt in Kauf aber willst in nicht herbeiführen, etwa durch Morphium als Schmerzmittel oder du verkürzt das Leben nicht, sondern lehnst eine künstliche Verlängerung beim Betroffenen ab etwa durch eine Beatmungsmaschine die abgestellt wird.
Das sind die Formen die in Deutschland gehen. Und das sollte unter einem "wirtschaftlichen" Aspekt auch so bleiben.
Ich finde die Frage nach wirtschaftlichen Vorteilen im Zusammenhang mit der Entscheidung über Leben und Tod übrigens bedenklich...

Antwort
von Infomercial, 4

Keinen. Es ist wie im Krieg: Es ist unwirtschaftlich, einen Soldaten zu töten, wenn man ihn verwunden könnte. Wenn dir ne Mine den Fuß wegreißt oder ein Stahlmantelgeschoß hinten wieder rauskommt, sind die Überlebenschancen relativ hoch. Wenn es wahrscheinlich ist, daß du dann überlebst, müssen sich deine Kameraden um dich kümmern...und können nicht weiterschießen.

Ähnlich ist es mit todkranken Patienten. Wenn die einfach und schnell sterben würden, könnte das (Private) Krankenhaus keine neue Rechnung mehr schreiben. Die Pharmahersteller könnten weniger Medikamente absetzten,...wirtschaftlich ist es also sinnvoll, auch aussichtslose Fälle solange wie möglich am Leben zu halten.

Einzig die gesetzlichen KKs würden entlastet werden (da sinkende Kosten) und dies hätte - zumindest theoretisch - sinkende Beiträge zur Folge.

Kommentar von Infomercial ,

p.s.: Analog dazu könnte man die (Bekämpfung) der Arbeitslosigkeit betrachten Eine Verwaltung von Arbeitslosen ist doch viel lukrativer, als sie tatsächlich wieder in Arbeit zu bringen. Einschub: wie reden hier vom betriebswirtschaftlichen nicht vom volkswirtschaftlichen Standpunkt. Daß letztlich die Allgemeinheit die Kosten tragen muß, ist klar, aber den Eliten und denen , die daran verdienen egal.

Ein Arbeitsloser, der andauernd zum Amt rennt, in Umschulungen und Weiterbildungsmaßnahmen gesteckt wird, der in einer Leiharbeitsfirma landet,... an dem verdienen doch ne ganze Menge Leute Geld.

Stell dir vor, wir hätten wirklich nur 3 Millionen Arbeitslose und diese würden immer wieder und wieder in richtige Arbeitsverhältnisse gebracht. Dann könnnten wir ab morgen die Anzahl der Sachbearbeiter im A-Amt halbieren. Die "ganzen Maßnahmen" müssten auf einmal sinnvoll und zielorientiert eigenverantwortlich und wirtschaftlich handeln und die Leiharbeitsfirmen hätten nen ziemlich schweren Stand....Das kannst du doch nicht wollen ?! ;)

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