Frage von Neutralis, 44

Sind Koalitionen nicht unfair in der Politik?

Antwort
von Ollamasi, 11

Das kann man so oder so sehen. Wenn eine Gruppe dagegen ist, dass ein Wald abgeholzt wird, eine andere dafür, ist dies ein klarer Konflikt.

Findet sich eine Mehrheit von 90 % gegen die Bäume, dann werden sie abgeholzt. 

Sind 20 % für die Bäume, 40 % ist es gleich und  40 % sind dagegen und die 20 % schließen sich mit den 40% neutralen zusammen, können sie ihr Projekt behaupten, obwohl sie in der Minderheit sind.

Gäbe es diese politische Vielfalt und die Koalitionsmöglichkeiten nicht, dann könnte die Bürokratie jede Maßnahme eines politischen Einheitsstaates sofort durchsetzen. 

Durch Koalitionsbildung wird die Politik "gezwungen" Kooperationsmöglichkeiten zu finden und dadurch zu Lösung zu gelangen, die vorher noch nicht bekannt waren.

Antwort
von alexklusiv, 19

Sie machen Politik meiner Meinung nach erst möglich. Die Alternative wäre nämlich, immer die stärkste Partei regieren zu lassen, was etwas mau wäre. Mit diesem Beispiel hier erklärt:

Die Grünen und die SPD sind politisch sehr ähnlich und unterscheiden sich primär in ihren Schwerpunkten. Wenn aber nun ein Wahlergebnis folgendermaßen ausfällt?

CDU 26%, SPD 25,5%, Die Grünen 25%

Dann regiert eine Partei, die nur von einem Viertel der Wähler unterstützt wird - und das kann es nicht sein. Das würde SPD und Grüne dazu zwingen, sich zu einer Partei wiederzuvereinigen, und das wiederum das wäre nicht besser, als die SPD mit der KPD zur SED zu vereinigen, wie es in Ostdeutschland seinerzeit gemacht wurde.


Antwort
von Wolli1960, 2

Im Gegenteil. Koalitionen erfordern Kompromisse zwischen den Partnern. Wenn eine Partei längere Zeit allein regiert - auf Länderebene gab es das ja schon - dann schleicht sich auf Dauer Filz ein. Und diesen Filz gibt es sowohl in rot als auch in schwarz.

Antwort
von voayager, 5

Ist wie so manches Anderes auch ein Stock mit 2 Seiten.

Antwort
von MatthiasHerz, 16

Sind Fragen über Politik nicht unfair?

(o:

Koalitionen dienen der Mehrheitsfindung und finden ja meist nicht spontan statt, sondern meist erst nach schwierigen und langwierigen Verhandlungen, je nachdem, wie vom Souverän gewählt wurde.

Antwort
von Philippus1990, 8

Nein. Sie sind notwendig, weil ansonsten keiner regieren könnte.

Antwort
von DocSummer, 25

Nein, sie sind notwendig um die meisten Leute zufrieden zu stellen.

Antwort
von TUrabbIT, 2

Ich muss einigen meiner Vorredner widersprechen, Politik ist auch ohne Koalitionen möglich, aber schwieriger.

Koalitionen sind möglicherweise unfair, denn dadurch können Parteien Regieren ohne das eine einzelne die (absolute) Mehrheit der Bevölkerung hinter sich hat, es können sich Gebilde wie die große Koalition bilden, die dann die Parlamente derart dominieren, dass Opposition kaum Chancen hat.

Koalitionen sind aber auch förderlich, verteilen sie doch die Macht auf mehrere und machen regieren zu einer Herausforderung, nicht wegen der parlamentarischen Opposition denn wegen der steten Notwendigkeit sich in Themen und Positionen mit den Koalitionspartner zu finden und Kompromisse zu finden.

Selbst wenn keine Regierungskoalition vorhanden ist, wie in den USA, müssen und werden doch zeitweise Koalitionen mit teilen der Opposition geschlossen um die Parlamente zu erhalten und eigene interne Opposition auszugleichen.

Antwort
von Tripper, 15

Ist die Politik nicht unfair? Fragen über Fragen...

Antwort
von dasistsparta5, 12

warum sollten sie das sein. Wie will man sonst regieren, wenn keiner die absolute Mehrheit hat. Die Parteien müssen in einer Koaltion eben Kompromisse finden und sich einander annähern. Eine andere Lösung gibt es nicht.

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