Frage von vermieter2016, 122

Sind Kinder ein Grund für Widerspruch einer ordentlichen Kündigung aufgrund von dauernd verspäteter Zahlung?

Aufgrund von andauernder verspäteter Mietzahlungen (bei 24 Monaten über die Hälfte verspätet bezahlt) hat ein Mieter eine ordentliche Kündigung erhalten. Nun widerspricht er der Kündigung mit der Begründung

  1. die andauernden verspäteten Mietzahlungen sind kein Kündigungsgrund und
  2. in seinem Haushalt wohnen drei Kinder, das jüngste 5, das älteste 14 Jahre alt.

Wie sieht die gesetzliche Grundlage aus? Kann man pauschal sagen, dass Kinder ein Grund für den Widerspruch der Kündigung sind?

Der Widerspruch sowie die Kündigung sind fristgerecht eingegangen und entsprechen der Schriftform.

Vielen Dank schonmal für die Hilfe

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht & Vermieter, 42

Sind Kinder ein Grund für Widerspruch einer ordentlichen Kündigung aufgrund von dauernd verspäteter Zahlung?

Nein.

MfG

Antwort
von Spuky7, 93

Der Widerspruch ist an den Haaren herbeigezogen. Kinder sind kein Grund für Widerspruch. Wird die Miete mehrmals unpünklich gezahlt, kann dem Mieter gekündigt werden. Nimm dir einen Anwalt. Räumungsklage.

Antwort
von whabifan, 83

Wieviel verspätet ist er denn genau? War er teilweise ganze Monatsmieten hintendrin oder hat er ab und zu am 2ten anstelle vom 1sten gezahlt?

Kommentar von vermieter2016 ,

Nein, die Miete wurde teilweise 6 Monate hintereinander mit 7 bis 21 Tagen Verspätung gezahlt (ich gehe vom dritten Werktag als letztmöglichen Zahlungstag aus), dann 5 Monate püntklich und jetzt erheblich später mit eine Verspätung von 23 und 26 Tagen, wobei wir uns im vierten Monat Verspätung befinden

Kommentar von whabifan ,

Okay, das ist ein Kündigungsgrund. Da gibts keine Diskussion. Lg 

Antwort
von berlina76, 74

Wenn es eine Ordentliche Kündigung ist mit 3 Monaten Kündigungsfrist, sollte das Argument Kinder nicht zählen.

Ist es allerdings eine Fristlose, dann schon, denn mit Kindern ist es immer schwierig eine kurzfristige Unterkunft zu bekommen.

Antwort
von jens79, 33

Jede Monatsmiete für sich ist eine Forderung des Vermieters an den Mieter. Im BGB ist geregelt, dass der Vermieter erst anmahnen muss. ISt die Miete dann gezahlt, ist das Problem gelöst. Ein Grund zur Kündigung liegt nicht vor.

Es mag ärgerlich und lästig sein, aber einen Richter wirst du so nicht überzeugen. Sei lieber froh, dass überhaupt Geld kommt.

Frag doch mal nach woran es liegt. Manche Leute bekommen ihr Gehalt erst zur Monatsmitte oder auch unregelmäßig.

Kommentar von Sheireen1990 ,
  1. Ist die Miete eine Bringschuld. Der Vermieter muss also gar keine Mahnung schreiben. Zahlt der Mieter nicht pünktlich kann der Vermieter rein prinzipiell sofort das gerichtliche Mahnverfahren einleiten.
  2. Kann ein Vermieter sehr wohl kündigen (sogar fristlos!), wenn der Mieter andauernd zu spät die Miete zahlt. Dafür muss er den Mieter zwar vorher abgemahnt haben, ein Kündigungsgrund ist es aber trotzdem. 
Kommentar von jens79 ,

Deine Sicht gibt die Regelungen des BGB wieder, aber die Rechtsprechung ist sehr mieterfreundlich und entsprechende Urteile zeigen, dass bei verspäteten aber regelmäßigen Zahlungen eine Kündigung als ungerechtfertigt gilt.

Kommentar von bwhoch2 ,

@jens79: Dann bitte konkrete Urteile und dazu die konkreten Einzelfälle. Richter können Recht sprechen oder was sie dafür halten, aber sie können nicht Recht beugen.

Kommentar von vermieter2016 ,

Der Mieter wurde abgemahnt, allerdings ohne Erfolg. Nun kommt die Miete bereits im vierten Monat erheblich zu spät. Woran es liegt? Der Mieter hat kein Geld und er denkt, es ist egal, wann er zahlt. Zum Amt gehen ist ihm aber zu aufwändig. Im Gespräch hat er zumal versichert, dass er sein Zahlungsverhalten für die Zukunft nicht ändern kann und daher die Kündigung vorzieht. Nun kommt ein Schreiben vom Mietverein, er widerspricht der Kündigung, weil er Kinder hat und so keine Wohnung findet. Jede weitere Kommunikation hat er abgestellt und ist nur noch über den Mietverein zu erreichen. 

Kommentar von bwhoch2 ,

Der Mieter wurde also bereits abgemahnt. Dann ist die ordentliche Kündigung gemäß § 573 eindeutig möglich. Gerade wenn man Kinder hat, sollte man keinesfalls die mietvertraglichen Pflichten vernachlässigen.

Kinder sind also kein Widerspruchsgrund. Sie können allenfalls dazu helfen, dass er, bevor er geräumt wird, von der Kommune zwangseingewiesen wird, wenn absolut kein anderer Wohnraum zu finden ist und die Familie sonst obdachlos wäre.

Antwort
von Alexuwe, 79

Nein , die Pflicht zur regelmäßigen pünktlichen Bezahlung ergibt sich aus dem Mietvertrag .

da ich weder die Verspätung der Zahlung werten kann noch die Absprache nutzen Sie den Mieterbund und oder Haus und Grund 

da werden Sie , nach Vorlage aller Unterlagen rechtliche Bewertung erfahren

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