Shaina am 29.05.2009 um 22:29 Uhr
...weil sie es ihnen zu verdanken haben, dass sie leben? "Eigentum" ist vielleicht etwas seltsam ausgedrückt. Aber gehen sie davon aus, dass sie ihnen ihr Leben zu verdanken haben, sonst nichts und niemandem?
(Bin selbst Atheistin, aber würde gerne mal die Meinung von anderen hören.)

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit seiner Macht, damit Seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.
.
Kahlil Gibran
Ein Mensch kann nie Eigentum eines anderen Menschen sein. Egal ob Atheist oder was auch immer... Dass man seinen Eltern das Leben zu verdanken hat, versteht sich von selbst, doch Eigentum ist etwas anderes....
Shaina am 29. Mai 2009 22:32 Ist mir schon klar. Ich meinte das im Bezug auf Atheismus, da ein Atheist keinem Gott dafür dankt, dass er lebt. Also kann es auch sein, dass er bei seinen Kindern genau dasselbe denkt.
Auch ein Atheist betrachtet Kinder deshalb nicht automatisch als sein Eigentum... Verstehe die Logik hinter deiner Frage leider nicht so ganz...

Ich bin der Meinung, dass diese Frage berechtigt ist, aber nicht in Bezug auf den Atheismus. Natürlich kann kein Mensch Eigentum eines anderen sein. Aber denken nicht vielmehr viele fanatische, fundamentalistische Gläubigen, Mitglieder von Sekten, dass ihre Kinder automatisch ebenfalls in diese Sekte gehören und später notfalls mit Zwang darin eingebunden werden müssen, eben weil es ja "ihre" Kinder sind?
playswithwolves am 31. Mai 2009 11:24 Yep!

Hm, ich glaube du hast deine Frage ein wenig ungeschickt formuliert, was ich aber gut verstehen kann, da sie tatsächlich nicht leicht zu formulieren ist. Darf ich es mal kurz versuchen? Also: Gott-Gläubige Menschen sehen ihre Kinder als ein Geschenk Gottes. Wie verhält es sich mit jemanden, der eben nicht an Gott glaubt? Meintest du es in etwa so? Zu meiner Meinung: siehe bei @Soli den Vers von Gibran. Genau so!

An alle, die meinen "Ja, das denken sie."
Eigentum individuellen Lebens ist der erste große Schritt zur Sklaverei. Verabscheuungswürdig!
Abgesehen davon, Eigentum ist eine Illusion.
Ich bin selbst Atheist, aber ich denke, dies hat weniger etwas damit zu tun, ob man seine Kinder als Eigentum betrachtet oder nicht.

Quatsch. Nicht an Gott zu glauben, heisst doch nicht Menschen als Eigentum zu betrachten...
Du hast eine blühende Fantasie ;))
Egal ob Religion oder nicht, (bin Atheistin): Kinder sind eigenständige Wesen und gehören niemand. Sie leben bei jemand.

ich glaube, in der freien, westlichen Welt denken "normale" Menschen generell nicht so, egal was sie glauben oder nicht glauben. Jedes Menschenleben ist individuell zu betrachten und da wir in einer freien Welt leben ist jedes Menschenleben auch als frei zu betrachten.
Wer hier Orange anklickt weiß nicht, wovon er spricht.
erstens: man sollte sich gelegentlich mal an das erinnern, was man in der schule gelernt hat. es gab und gibt immer noch staaten, in denen die allmacht gottes auf den landesherren, der in gottes namen regiert, übertragen wurde und eine person über seine untergebenen absolute macht hat, bis hinein in die familie. so betrachtet(e) der gottesgläubige vater alle seine familienangehörigen als sein eigentum und hat(te) die macht über deren leben und tod. "logischerweise" betrachtet dann ein atheist seine kinder nicht als sein eigentum, weil er ja auch nicht an die allmacht gottes glaubt? die lösung wird wohl sein, dass es ganz verschiedene gründe gibt, seine kinder als eigentum zu betrachten oder es eben nicht zu tun. damit kommen wir zu...
zweitens: ein schönes beispiel für schubladendenken ist diese frage! die annahme, dass man nur eine kleinigkeit von einer person wissen muss, um sie komplett zu kennen, ist sehr falsch.
Shaina am 30. Mai 2009 22:14 Das weiß ich selbst. Das hier ist ja schließlich auch eine Umfrage, in der ich erfahren will, was ihr denkt. Dass ihr mit eurer Meinung nicht für alle Menschen sprecht, habe ich weder gesagt, noch gemeint.
wenn man dir die meinung nicht sagen darf, dann starte keine umfrage. und ich finde, diese frage sagt schon etwas über dich selbst aus. würdest du nicht schubladendenken, würdest du nicht auf so eine blöde frage kommen.
wenn man dir die meinung nicht sagen darf, dann starte keine umfrage. und ich finde, diese frage sagt schon etwas über dich selbst aus. würdest du nicht schubladendenken, würdest du nicht auf so eine blöde frage kommen.

Die Geburt an sich, hat doch nichts mit dem Glauben zutun. Versteh ich grad nicht. Der Gedanke ist ein bisschen weit hergeholt. Ich denke mal, für so ein "Denken" gibt's andere Gründe als den Glauben.

Welche Denkweise muß man haben, um so eine Frage zu stellen ?
Shaina am 30. Mai 2009 00:32 Vielen Dank, zum Glück ist Denken noch nicht verboten ;)
playswithwolves am 31. Mai 2009 11:29 Zumindest gibt es noch Menschen, die denken, anstatt alles als gegeben hinzunehmen.

ich bin christin, ABER....MEINE KINDER SIND MEINE KINDER... bis sie mal ausziehen....heul....klar sind sie auch dann noch meine kinder, aber sie sollen ja selbständig werden

wie kann ein mensch das eigentum eines anderen menschen sein ? ich meine, klar ohne eltern wäre man nicht auf der welt, aber das dann als eigentum zu betrachten ? definitiv nein

das ist aber nicht generell eine religiöse Frage sondern einfach der Lebensauffassung denke ich.
Shaina am 29. Mai 2009 22:33 Ist mir schon klar. Ich meinte das im Bezug auf Atheismus, da ein Atheist keinem Gott dafür dankt, dass er lebt. Also kann es auch sein, dass er bei seinen Kindern genau dasselbe denkt.
Shaina am 29. Mai 2009 22:33 Ist mir schon klar. Ich meinte das im Bezug auf Atheismus, da ein Atheist keinem Gott dafür dankt, dass er lebt. Also kann es auch sein, dass er bei seinen Kindern genau dasselbe denkt.
;)

na, wem ist es sonst zu verdanken ?

keine ahnung
Shaina am 29. Mai 2009 22:31 gute Antwort xD

Ein Mensch kann niemals jemandes Eigentum sein - daher ist m. E. die Fragestellung förmlich ein wenig misslungen. Aber ich vermute, deine Frage zielt mehr auf das ab, was ich in ihrem dritten Satz lesen konnte:
>>Aber gehen sie davon aus, dass sie ihnen ihr Leben zu verdanken haben, sonst nichts und niemandem?<<
Ich bin Atheistin und bin überzeugt davon, wenn es Vater und Mutter nicht gäbe, dann gäbe es auch keins ihrer Kinder. Im Umkehrschluss bedeutet das, das mein Partner und ich dafür verantwortlich sind, ob es unsere Kinder gibt oder nicht. Natürlich kann ich kaum Einfluss darauf nehmen, welche meiner Eizellen mit welchem seiner Spermien verschmelzen wird und was für ein Kind dann folglich daraus entsteht - aber es gibt da auch niemand anderen, der darauf mehr Einfluss hätte als ich. Das folgt einfach den Naturgesetzen.

Ich kann leider nicht ankreuzen "Nein das denke ich nicht !"
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Wie alle andere Atheisten das sehen, weiss ich nicht.
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Ich bin meinen Eltern dankbar, das sie mich geboren haben und mich ernährt haben und sich um mich gekümmert haben.
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Ein Mensch darf niemals Eigentum eines anderen Menschen und schon gar nicht das Eigentum eines unsichtbaren nicht existierenden Gottes sein, der von Menschen verwaltet wird!
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Meine Kinder sind die Kinder von meiner Frau und mir,... aber damit kein Eigentum und erst recht keine Sache, sondern lebendige Wesen!
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Ob sie mir dankbar sind, hängt wohl damit zusammen, wie sehr ich mich um meine Kinder gekümmert habe und welche Werte ich Ihnen vermittelt habe.
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Wer die Erde mit seinen Gefahren kennt(Erdbeben, Springfluten, Blitzschläge, Orkane, Sumpflöcher und vieles mehr) darf seinem unsichtbaren Gott für sein Bemühen, das Elend auf dieser Erde aufrecht zu halten, gerne dafür danken!

Ein Mensch ist grundsätzlich nie Eigentum Anderer!

Das hat mit dem Glauben überhaupt nichts zu tun!
Shaina am 29. Mai 2009 22:42 Ich sage nicht, dass das was mit dem Glauben zu tun hat, siehe drei meiner Kommentare. Ich bin selbst Atheistin und könnte mir die Frage für mich beantworten. Das Einzige, was ich mit dem Wort "Atheisten" meine, ist eben, dass sie an keinen Gott glauben, dem sie bzw. ihre Kinder das leben zu verdanken haben. Aber wahrscheinlich denken sie trotz Gott eh so frei, dass sie sie nicht für ihr Eigentum halten...

Ich glaube nicht, dass sich das so ableiten lässt bzw. dass Atheisten das machen. Nach Wiki bin ich wohl zu den Agnostikern zu zählen, vielleicht trügt das aber auch meine Wahrnehmung ;-))

weis jez nicht genau ob du meinst dass die eltren das denken oder die kinder, aber menschen sind genau wie tiere keine gegenstände und gehören niemandem.

Gott sei dank bin ich Atheist!....Ne,bin Katholisch und mach mir über sowas eigentlich keine Geadanken.
na das haben Gläubige ja so an sich...

Ich bin kein Atheist, aber ohne meine Eltern wäre ich auch nicht auf der Welt. Eigentum ist natürlich etwas Krass ausgedrückt.

Solipsist am 30. Mai 2009 00:26 Unüberlegt hässliche Antwort.

Solipsist am 30. Mai 2009 00:26 Unüberlegt hässliche Antwort.

Solipsist am 30. Mai 2009 00:26 Unüberlegt hässliche Antwort.
Indigo am 30. Mai 2009 05:26 Quetan macht das nur um in der Rangliste oben zu sein, völlig wurscht wie die Frage lautet,.. Hauptsache Punkte. Deshalb in den seltensten Fällen Text oder Erklärungen. Sonst kommt man auch nicht auf 200 Antworten am Tag!
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Also nicht so ernst nehmen ;-)
valentin301 am 30. Mai 2009 17:40 Da muss ich Dir mal voll Recht geben, solche Typen gibts hier leider viel zu viele.
Du triffst mal wieder den Nagel auf den Kopf ;-). Ich hab nach Worten gesucht, die dies aussagen und obwohl ich den Propheten im Regal stehen hab.... daran dachte ich grad nicht. Genauso empfinde ich auch.
Hallo Soli, dieser ganz wunderbare Text, den ich auch kenne, aber der mir hierfür sicher nicht eingefallen wäre, trifft diese Frage so genau, dass jedes weitere Wort überflüssig ist. DH für diese geniale Antwort!
Ich bin mit von der Partie. Solis Zitat ist nichts hinzuzufügen...Great Job
yeppp die wahrheit als schrift :) zusehen