Frage von KathimitKatze, 108

Sind Kampfhunde Kampfhunde?

Der ewige Streit über Kampfhunde: http://www.schlimmerkater.de/standpunkt/warum-ein-kampfhund-ein-kampfhund-ist/ Was denkt Ihr? Steckt einem Pitbull der Kampf im Blut oder nicht?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dsupper, Community-Experte für Hund, 26

Hallo,

grundsätzlich wird ein Hund zu dem, was der Mensch daraus macht.

Aber natürlich sind die unterschiedlichen Hunderassen dadurch entstanden, dass der Mensch für verschiedene Aufgaben eben auch verschiedene Hunde mit ganz speziellen rassetypischen Charaktereigenschaften brauchte: als Hütehunde, als Jagdhunde, als Wachhunde etc.

So hat man Rassen herausgezüchtet, die von ihrem Wesen und ihrem Charakter eben ganz besonders stark der jeweiligen Aufgabe entsprach.

Bereits in grauer Vorzeit gab es Hunderassen, die für die Kriegsführung verwendet wurden, später dann für Hundekämpfe - gegen andere Hunde oder andere Tiere.

Natürlich hat man dann in der Zucht immer die kampfstärksten und mutigsten Hunde miteinander verpaart, in der Hoffnung, noch "bessere" Hunde herauszuzüchten.


Dabei wurde dann besonderer Wert auf die Herauszüchtung einer recht geringen Beißhemmung gelegt, über Beißkraft verfügen diese Hunderassen ja ohnehin reichlich.

Ja und dann kam es leider dazu, dass diese Rassen für ihre ursprüngliche "Aufgabe" gar nicht mehr gebraucht wurden - es irgendwann aber dann z.B. viele Menschen gab, die ihr eigenes nicht wirklich vorhandenes Selbstwertgefühl durch einen starken, aggressiven Hund aufpolieren mussten.

Und durch das menschliche Zutun, etwa eine sinnfreie unkontrollierte Vermehrung (auch von charakterschwachen Tieren, die sich besser nicht vermehrt hätten), eine falsche Erziehung und eine falsche Haltung kam es dann leider zu vielen Beißvorfällen, die diesen Rassen dann ihr schreckliches Image eingebracht haben.

Die Medien haben damals im "Sommerloch" noch den Rest dazugetan!

Und auch mittlerweile finde ich es erschreckend, wie viele Menschen immer noch unbedingt einen dieser Hunde halten möchten (kann man fast täglich hier im GF lesen) - und meistens spiegelt sich in diesen Fragen fast immer wieder, dass es sich darin auch um Menschen handelt, die scheinbar überhaupt keine Ahnung von Hunden, ihrer Haltung und Erziehung haben, sondern so einen Hund aus einer nicht nachvollziehbaren Motivation heraus halten möchten. Meist ist auch der Ton dieser Nutzer dann bei kritischen Antworten mehr als bedenklich - so dass dieser Teufelskreis ("falscher" Hund in falschen Händen) sich wieder zu schließen scheint.


Kommentar von xttenere ,

Perfekte Antwort.

Antwort
von Kallie5, 50

Also meine Meinung zu Sowas sitze das es keine Kampfhandlungen gibt seit denn die Hundehalter missbrauchen Hunde zu Sowas.

Klar zb. Der Pitbull wird gerne für Sowas Missbraucht aber kein Hund ist von Geburt an ein Kampfhund sonder dass was das Herrchen / Frauchen raus macht. 

Ich finde auch Pitbulls sind tolle Rassen und finde es unterallersau wenn Leute hunde als kampfgeräte missbrauchen (hundekämpfe)

Antwort
von KadessaMepha, 53

Ich denke das es eher mit der Erziehung zu tun hat, ob ein Hund nun ein Kampfhund wird oder nicht. Man kann im Grunde sogar aus einem friedfertigen Golden Retriever einen Kampfhund machen, wenn man die "richtigen" Knöpfe drückt. Bei den Listenhunden ist aber der Körperbau viel kräftiger und somit auch mehr "Kampfkraft". Ob die nun automatisch aggressiver sind kann ich pauschal nicht sagen.

Ich persönlich hab bisher gute Erfahrung Staffordshire gemacht. Die ich kenne sind sehr lieb und anhänglich. 

Antwort
von DieNiniiii, 46

Aufjedenfall nicht!

Du kannst quasie jeden Hund zu einem Kampfhund erziehen.
Und man kann jeden Hund zu einem Familienhund erziehen.
(Halt wenn du ihn nicht zb. dir holst wenn er schon 5JAhre ist und zuvor ein Kampfhund war dass ist etwas schwierig denke ich)

Aber prinzipiell wenn du dir einen Welpen holst und du ihn brav erziehst bleibt er auch Brav.

Ist ja mit den Kindern das selbe, erziehst du sie brav sind sie brav erziehst du sie zu kleinen Tyrannen dann werden sie Tyrannen (bis sie dann halt selber ihren weg gehe, was ein Hund in dem Sinne nicht machen wird)

Kommentar von Goodnight ,

Da irrst du dich gewaltig, jede Rasse hat ein anderes Potenzial. Selbst beim Menschen ins 1/3 ererbt, 1/3 Umfeld und 1/3 Erziehung. In der Genetik legt sich eindeutig Erlebtes  der Vorfahren nieder. 

Antwort
von Goodnight, 14

Kampfhunde gibt es sie wurden schliesslich für Hundekämpfe gezüchtet.

In der Genetik lagert sich auch Erlebtes der Vorfahren. Das weiss man heute sicher.

Alles was in eine Rasse gezüchtet wurde kann zum Vorschein kommen und tut es eben auch häufig. Das unvermittelt und oft auch ohne Vorwarnung.

Bei Kampfhunden ist das einfach fatal.

Als kleines Beispiel wie so etwas abläuft. Unser Golden ging 2 Jahre lang nie ins Wasser, fand er blöd und soo eklig nass und überhaupt, muss ja nicht sein..!

Bei strömendem Regen und saumässiger Kälte  mitten im Winter lag eine halb tote Ente auf dem Wasser. Mein Golden zischte ab  schwamm über den Teich und apportierte sie mir in perfekter Form, wie wenn wir das ständig mit ihm üben würden. 

Der Grossvater unseres Golden Retrievers ging in England original wie es die Bestimmung des Goldens mit seinem Besitzer zur Entenjagd.

Die Bestimmung eines Lebewesens darf man niemals unterschätzen.

Antwort
von xttenere, 30

Kein Hund ist von Natur aus aggressiv oder bösartig.

Er wird durch falsche Haltung und Erziehung bösartig gemacht.

Es gibt auch keine *Kampfhunderassen*...nur Listenhunde.

auch ein Yorki kann zu einer beissenden Bestie werden, wenn der Mensch ihn dazu macht !!!


Kommentar von Goodnight ,

Da muss ich widersprechen. Der Polizeihund eines Bekannten konnte nicht zum Beissen gebracht werden, er ist aus dem Polizeidienst ausgeschieden.

Yorkis sind potenziell angriffige Hunde und keineswegs lammfromme Hündchen. Nur verursachen sie nicht annähernd so schwere Verletzungen wie Kampfhunde.

Die Listenhunde stehen auf der Liste der Kampfhunde, wird beim Veterinäramt so geführt.

Kommentar von xttenere ,

Auf einigen dieser Listen sind auch Schäferhunde mit drauf....und das sind und waren noch nie *Kampfhunde*

Ich halte selber seit Jahrzenten Listenhund Mischlinge....und noch kein einziger meiner Hunde ist je auffällig geworden...weder mit noch ohne Leine

Das Problem liegt IMMER am anderen Ende der Leine

Antwort
von Viktoria15rus, 50

Ich habe einen. Und er ist ein sehr toller Familien Hund, der sehr unterwürfig und verspielt ist. Seine Zähne benutzt er nur beim essen..sche*ß Vorurteile...

Antwort
von leon3221, 38

Nein keinem tier liegt die aggressivität zu grunde... das ist erziehung... die tiere sind halt so gezüchtet das sie "angst einflößend" aussehen und muskulöser sind... aber wenn man sie dem entsprechend erzieht sind diese hunde genau so lieb wie ein mops.... und den mops kannst du auch als wachhund erziehen das er total aggressiv ist, aber das macht keiner, deswegen gilt der mops zb. nicht als kampfhund bzw. auch weil er eben nicht so gebaut ist....

Antwort
von extrapilot351, 65

Kampfhunde wurden nur zu einem Zweck gezüchtet. Für den Hundekampf. Das ist bei uns verboten.

Natürlich benötigen einige Personen zur Verbesserung ihres Ansehenstatus so einen Hund um sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Vielleicht auch um sich sicherer zu fühlen da diesen Hunden ein gewisser Ruf voraus eilt. Nicht umsonst werden von  den Haltern hohe Steuern und Auflagen zur ´Haltung gefordert.

Antwort
von Apfelwerfer, 21

Ich bin schon der Meinung, dass die Züchtung dieser Hunde in Richtung Kampf ging. Sicherlich gibt es viele charakterlich einwandfreie und liebe Hunde darunter, die keinem gefährlich werden. Allerdings steckt trotzdem ein gewisses Gefahrenpotential in diesen Rassen. Einmal liegt es an der reinen Kraft - auch Beißkraft - die sie entwickeln können und zum anderen an der Empfindungslosigkeit gegen Schmerz. Das ist angezüchtet. Sollte es also Probleme mit einem solchen Hund geben, dann ist das Gefahrenpotential natürlich ungleich höher als bei einer gleichgroßen Hunderasse, deren Züchtung nicht auf Kampf ausgerichtet war. Ich weiß selbst, was es bedeutet, einen Hund zu besitzen und sehr an ihm zu hängen. Aber ich persönlich würde mir keinen Hund aus einer dieser Rassen anschaffen.

Antwort
von oki11, 19

Nein sind sie nicht - es sind leider bedauernswerte Lebewesen, die von bescheuerten Menschen dazu gemacht wurden.

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