Neulich gab es einen Bericht darüber dass Indianer schwindelfrei wären. Stimmt das? Wie heisst der Moderator bei SWR3 der mit Anke Engelke abends gespräche führt

Nur die Mohawks, das ist aber auch nur die halbe Wahrheit.
http://www.zeit.de/stimmts/1999/199903stimmtsindianer
Tatsächlich sind viele US-Wolkenkratzer von indianischen Arbeitern errichtet worden, vor allem von Irokesen - genauer gesagt Mohawks aus dem Kahnawake-Reservat.
Die Tradition geht zurück bis ins Jahr 1886, als eine kanadische Firma eine Eisenbahnbrücke über den St.-Lorenz-Strom errichtete, und noch heute arbeiten viele junge Indianer in der Hochbaubranche.
Es gibt sogar ein speziell auf sie zugeschnittenes Trainingsprogramm im US-Staat Illinois, bei dem sie sich in einem 14wöchigen Kurs auf die Kletterarbeit vorbereiten können...

NEIN
http://www.zeit.de/stimmts/1999/199903stimmtsindianer
Nichts spricht jedoch dafür, daß den amerikanischen Ureinwohnern unser Schwindelgefühl abgeht. Tatsächlich ist es wohl einfach eine Sache der Übung und eine Frage des Mutes. Zu diesem Schluß kam 1958 der Anthropologe Morris Freilich in einer Feldstudie, bei der er indianische Arbeiter befragte. Sein Fazit: Auch der Indianer kennt die Angst vorm Fallen - er schluckt sie halt mannhaft herunter.

Nur die eines bestimmten Stammes. Die Mohawks. ein Stamm der Irokesen

Die trainieren das besonders gut und werden daher auf Baustellen gerne genommen. Aber die Ursache ist nicht genetisch bedingt! Wer keine Arbeit findet, geht auch größere Risiken ein und irgendwann wird ein Beruf zur Familientradition.

Viele Wolkenkratzer in den USA sind von Indianern gebaut worden, weil sie schwindelfrei sind.

Keine Ahnung ob sie das sind. Der Moderator heißt Kristian Thees.