Frage von frax18, 240

Sind heterosexuelle Menschen gleichzeitig auch homophob?

Ich hatte kürzlich eine hitzige Debatte mit jemanden bzgl. der Homosexualität. Ich bin zwar heterosexuell, akzeptiere homosexuelle Menschen aber auch ohne Probleme in meinem Freundeskreis und tolliere ihre gleichgeschlechtliche Orientierung, denn es kommt mir mehr auf den Menschen an sich an. Dennoch verspüre ich, nunja eine gesunde Abneigung, gegenüber dem gleichen Geschlecht, wenn es um das Thema Sexualität geht. Würde jemand mir gegenüber eine bestimmte Diskretion verletzen, würde sich ein gewisses Unbehagen in mir breit machen - Das kann z.B. sein, wenn sich Homosexuelle direkt vor meinen Augen innig küssen, oder auch schon wenn ich einen Lolli in Penisform zum Lutschen geschenkt bekommen würde (Stichwort: japanisches Penis-Festival), stellt sich im Kopf automatisch die Frage "Was mache ich hier eigentlich?" obwohl es ja eigentlich nur eine leckere Süßigkeit ist... Bin ich nun als klar heterosexueller Mensch also automatisch auch homophob, oder ist es einfach nur eine Folge meiner biologischen Beschaffenheit? Manche meinen ja auch, dass Homophobie NUR ein Phänomen der Erziehung ist, was den Menschen aufgrund seines sozialen Umfelds in der Gesellschaft langsam prägt. Ich bin allerdings überzeugt davon, dass dies nur ein Teil der Wahrheit ist und die Biologie und Naturgesetze da auch ein Wörtchen mitreden, dass Menschen eben so gepolt sind wie sie eben gepolt sind und daher auch die Psyche beeinflusst wird. Manche meinen es auch am Beispiel Kinder bewiesen zu haben, die der Homosexualität völlig unvoreingenommen gegenüberstehen, aber mit zunehmenden Alter von ihren Umfeld z.B. durch Eltern oder Schule geprägt werden. Auch hier würde ich es als Teilwahrheit entkräften können, denn erst mit der Geschlechtsreife im fortgeschrittenen Alter wird Sexualität für einen Menschen ja erst zum Thema... was meint ihr also? Hetero = homophob? Ich würde sagen, dass sich Homophobie nur eher auf Menschen übertragen lässt, die ihr körperliches Desinteresse am gleichen Geschlecht auch offenkundig als gesellschaftliches Desinteresse kundtun und damit eine gewisse Ablehnung bzw. Feindseligkeit demgegenüber zeigen. Ein unbehagenes Körpergefühl, dass der Mensch aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung dabei empfindet und mit seiner Vernunft übermalt würde da wohl eher nicht hineinpassen...

Antwort
von holjan, 78

Ich bin ebenfalls heterosexuell orientiert und habe, wie du, auch überhaupt kein Problem mit homosexuellen Menschen.

Was du mit Unbehagen meinst, wenn du z.b. zwei sich küssende Homosexuelle siehst, verstehe ich, aber auch das ist, denke ich Resultat gesellschaftlichen Einflusses.

Mir ging es früher ähnlich und auch ich habe mich leicht angewidert abgewendet, wenn sich z.b. in Filmen o.ä. zwei Männer küssten. So habe ich es mir wahrscheinlich als Kind/Jugendlicher abgeschaut - das schien angebracht.

Seit mehreren Jahren befindet sich nun aber auch mehrere Homosexuelle in meinem Freundeskreis. Sprich - ich werde relativ häufig mit dem Bild zweier sich küssender Männer konfrontiert, da keiner von ihnen einen Hehl draus macht oder sich entsprechend einschränken lässt und nach einiger Zeit war dann auch dieses Unbehagen verschwunden.

Sprich - heute löst es in mir einfach keine besonderen Emotionen mehr aus, wenn ich sehe wie sich homosexuelle Menschen küssen oder anderweitig Zuneigung zeigen. Ich kann das sogar als schön anzusehen empfinden (ja nach Person/Paar) und mich für die beiden freuen.

Ich nehme also stark an, das auch dieses unbehagen anerzogen ist und allein der Umstand, das die meisten (heterosexuellen) Menschen dieses Bild, zweier sich nahe stehender Homosexueller immer noch als eher ungewöhnlich empfinden, dafür sorgt, das dieses gewisse Unbehagen aufkommt. Es ist halt für viele eher fremd und fremd ist oft erstmal nicht gut.

Vielleicht wird es auch eher verständlich, wenn man die Sache mal von der anderen Seite betrachtet und sich fragt ob Homosexuelle es unbehaglich finden, wenn sich zwei heterosexuelle Menschen küssen. Die meisten würden wohl mit 'nee, ist mir doch egal' antworten, was einfach daran liegt, das sie mit diesem 'Bild' aufgewachsen sind bzw. es einfach gesellschaftlich akzeptiert und ständig und überall zu sehen ist.

Man ist im Übrigen nicht gleich homophob, nur weil man sich unbehaglich fühlt in gewissen Situationen.

Kommentar von frax18 ,

Ich denke du hast schon dahingehend Recht, dass sich ein gewisser Scham entsteht, vor allem wenn man in entsprechenden sozialen Kreisen ist, bekommt man mit diesem Thema eher ungern in Berührung. Meine engen Freunde sind zum Glück, aber alle sehr liberal und menschlich, auch wenn seltenst trotzdem mal ein Schwulenwitz über den Tisch fliegen lassen, da nun mal alle offenkundig hetero, aber auch nicht alle Latten am Zaun haben - Deswegen mag ich sie ja so :D

Ich muss dir aber widersprechen. Dieses Unbehagen von dem ich spreche, ist auch privat, wenn ich allein bin. Ich könnte mir z.B. nie einen Schwulenp*rn* ansehen. Es wäre nicht nur neutraler Blick auf das Video, sondern auch meine Psyche würde es nicht richtig mitmachen... Ich könnte mich zwar dazu zwingen es anzugucken und sagen "alles selbstverständlich", aber was habe ich dann davon. Mein "Körper" sagt mir dann, dass es das doch nichts für mich ist... Ich denke vllt. geht es einem Homosexuellen bei der Betrachtung von P*rn*s mit Heterosexuellen genauso. Die Akzeptanz, dass etwas da ist, ist ja doch was anderes, als es sich unmittelbar anzusehen.

Bei Menschen anderer Ethnizitäten, Asiaten, Schwarzen usw. stellt sich bei mir doch auch nicht so ein Gefühl ein. Komischerweise bin ich anderen Ethnizitäten zu 100% aufgeschlossen und würde  meiner Partnerwahl nicht von der Herkunft der Frau abhängig machen.

Kommentar von holjan ,

Ich glaube du hast mich da falsch verstanden. Dieses Unbehagen ist ja auch nicht abhängig davon ob du gerade in Gesellschaft von anderen Menschen bist, sondern es war viel mehr so gemeint, das diese Empfindungsweise antrainiert wurde. Wenn man als Kind oder Jugendlicher immer wieder mitbekommt, wie alle andere einen auf 'ihhh die küssen' sich machen, nimmt man diese Verhaltens- und Denkweise eben an und ist halt dann auch davon überzeugt, das es eben irgendwie eklig ist.

Es muss ja auch überhaupt nichts für dich sein. Sprich - es geht ja nicht darum, das du es für dich selbst in Betracht ziehst, sondern lediglich darum, wie gut oder schlecht du mit entsprechenden 'Bildern' umgehen kannst. 

Ich würde auch keinen Kerl küssen, weil ich eben nicht auf Kerle stehe, dennoch finde ich es nicht schlimm, wenn andere Kerle vor meinen Augen einen Kerl küssen bzw. finde es mitunter eben auch schön anzuschauen (im Sinne von 'ach wie toll, die lieben sich').

Einen Schwulenporno schaue ich mir z.b. auch nicht an - warum sollte ich auch - er macht mich nicht an. Liefe aber irgendwo einer und ich würde zufällig einen Blick erhaschen, würde ich es aber auch nicht ekelhaft finden.

Dazu sei gesagt, das ich durchaus auch schon einen Schwulenporno gesehen habe, einfach aus Neugier. Wie gesagt, die Erkenntnis war, das es mich nicht tangiert, was ich da sehe - hätte auch genauso gut ne Tierdoku sein können - mal überspitzt gesagt :)

Wie gesagt - ich denke es halt viel mit Gewohnheit zu tun. Schau dir doch einfach mal gezielt mehrere Männer an die sich z.b. küssen (auf Youtube findet man da sicherlich was). Vielleicht findest du es eine Weile lang noch unbehaglich aber irgendwann hast du dich so an den Anblick gewöhnt, das dieses Unbehagen verschwindet und du das Ganze einfach nüchtern betrachten kannst :)

Kommentar von frax18 ,

Wer weiß. Ich denke man kann sich an alles in Gegenwart gewöhnen. Ich meine, Menschen, die morden oder an Kriegen teilnehmen, stumpfen auch irgendwann mal ab - mal so salopp dahingesagt - während ich schon beim Anblick einer offenen Fleischwunde oder zu viel Blut die Fassung verliere. Eine Leiche könnte ich mir vermutlich gar nicht ansehen... Ich weiß, dämlicher Vergleich und zu extrem gedacht, aber worauf ich hinaus wollte ist eigentlich, dass befremdliches prinzipiell erstmal kritisch beäugt wird. Da ist was Wahres dran. Würde ich im Leichenschauhaus arbeiten, dann wäre es wohl ziemlich schnell ganz normal für mich, aber vermutlich würde ich vorher erstmal 2 bis 3 mal in Ohnmacht fallen... kein Traumjob für mich. Für andere dagegen vllt. der Kick schlechthin... xD

Antwort
von grafelli, 14

Ich denke zu dem Thema gibts keine "richtige Antwort". Aber sehr viele Meinungen.

Hier ist meine :)

Also ich selber (weiblich), und sexuell absolut nicht verklemmt, würde keinen Penislolli lutschen wollen. Keine Ahnung ist so. Liegt aber denke ich eher an dem Gedanken dass ich kein Geschlechtsteil essen will. Würde auch keinen Hirnlolli lutschen wollen.

Ich finde es auch, wie schon in einer anderen Antwort geschrieben, allgemein unnötig sich in der Öffentlichkeit fast "aufzufressen" (egal ob hetero oder homo)

Ich finde Liebe ist Liebe. Egal ob es gleichgeschlechtlich ist oder nicht. Und ich finde es übertrieben sich als homophob zu bezeichnen nur weil man sich in einer Situation unwohl fühlt mit der man eben selten bis nie konfrontiert wird. Vielleicht ist es auch einfach die Tatsache dass man es sich für sich selbst nicht vorstellen kann, die einem ein etwas unwohles Gefühl bereitet. Als homophob würde ich es bezeichnen wenn es dich anekelt. Nicht aber wenn es einfach nur ein bisschen unbehagen auslöst.

Ich denke  es liegt auch am Charakter. Leute die generell neugierig, spontan und unbekümmert sind gehen mit Ungewohntem vllt einfacher um. Und Andere die sich halt in geregelten Bahnen und Routine wohl fühlen tun sich schwerer. Und solange Homosexualität tabuisiert wird gehört es eben nicht zum Normbereich an dem wir uns von klein an orientieren.

Also ich würde sagen es ist anerzogen wie wir damit umgehen und charakterabhängig wie schnell wir uns daran gewöhnen wenn wir dann mal mit Homosexualität konfontiert werden.

Biologie will ich ausschließen. Denn wenn Homophobie biologische Ursachen hätte würde es Homosexualität als etwas widernatürliches abstempeln. Ähnlich einem Gendefekt oder einer fehlenden körperlichen Schutzreaktion bei Schwulen und Lesben und diesen Ansatz halte ich für absoluten Quatsch.

Antwort
von Attagus, 3

Eine jede Phobie ist eine krankhafte, zwanghafte Angst, Abneigung oder Hass gegenüber einer konkreten oder abstrakten Sache, die in den meisten Fällen dazu führt, dass der Erkrankte kein normales Leben mehr führen kann, da die Phobie seinen Alltag negativ beeinflusst. Eine Phobie erzeugt beim Betroffenen Qualen und ist keine freiwillige Geisteshaltung und keine Meinung, sondern eine Angststörung.

Das heißt, dass heterosexuelle Personen nicht automatisch homophob sind, so wie Personen, die Katzen mögen nicht automatisch Angst vor Spinnen haben.

Antwort
von ComteCagliostro, 16

Die These lässt sich relativ leicht entkräften.

Wäre dem so, dass jede/r Heterosexuelle automatisch homophob wäre, würde es im umgekehrten Fall ja auch so sein, jede/r Homosexuelle wäre automatisch heterophob, dem ist jedoch nicht so.

Desweiteren gilt es zu bedenken, dass es viele Heterosexuelle gibt, die nicht homophob sind. Damit ist also nicht davon auszugehen, dass diese beiden Dinge automatisch miteinander verknüpft sind.

Homosexualität ist vollkommen normal und natürlich, dem folgend ist die Ablehnung dieses normalen und natürlichen Phänomens eine unnatürliche und unnormale Störung des Verhaltens, eine psychische Erkrankung, unter der sowohl der davon Betroffene leidet als auch seine Umwelt, eine Phobie eben.

Homosexualität ist nicht heilbar, da keine Krankheit, Homophobie dagegen schon.

Auch bitte ich zu bedenken, Homosexuelle haben keine Wahl, sie sind wie sie sind, Homophobiker haben diese Wahl, sie können ihre Homophobie jederzeit ablegen oder therapieren lassen.

Antwort
von Kugelflitz, 61

Du bist zuerst einmal schrecklich verklemmt, was dich in eine leichte Homophobie drängt.

Mir macht sowas z.B. alles nichts aus, ob es nun Lebensmittel in Geschlechtsform sind oder zwei Menschen, die sich innig küssen. Was ich allerdings tatsächlich nicht leiden kann sind solche Hanseln - egal ob hetero- oder homosexuell, die sich bei jeder Gelegenheit fast besteigen. Also an der Supermarktkasse, an der roten Ampel...

Kommentar von frax18 ,

Nunja, als Discounter-Produkt würde ich es nun nicht gerade kaufen, aber auf Parties mit Freunden wäre es ein illustres Spaßinstrument im Sortiment der Süßigkeiten :D

Und ob verklemmt oder nicht, dass kann dir ja egal sein.

Kommentar von Kugelflitz ,

Ich habe dir eine Antwort auf deine Frage gegeben.

Du bist verklemmt und dadurch in einem gewissen Maß homophob. Weniger verklemmte Menschen sind offener und akzeptieren so etwas eher.

Kommentar von frax18 ,

Ist ja gut... Ich habe deine Meinung dazu zur Kenntnis genommen und dir auch ein Dankeschön dazu gegeben. Dass ich ein wenig verklemmt wirke mag auch ein wenig daran liegen, dass ich selbst noch Jungfrau bin und sehr konservative Ansichten habe - Schon beinahe christlich, obwohl ich mich eigentlich nicht als religiös bezeichnen würde. Aber das ist ein anderes Thema und gehört hier nicht weiter rein. :)

Antwort
von monttgomery, 70

deine sexuelle orientierung hat nichts damit zutun ob du homophob bist. aber vllt solltest du daran arbeiten, dich nicht mehr unbehaglich zu fuehlen, wenn sich homosexuelle paare in der oeffentlichkeit kuessen.

Kommentar von frax18 ,

Ich sage mal so: Ich würde mein Unbehagen einem solchen Pärchen gegenüber deshalb trotzdem nicht kundtun und es einfach dulden bzw. innerlich wegstecken. Mir wird dadurch ja nicht geschadet, also sei's drum.

Kommentar von Miramar1234 ,

Tolle Einstellung und ein super Menschenbild ! Respekt!

Kommentar von monttgomery ,

aber warum fühlst du dich unbehaglich? würdest du dich genauso unbehaglich fühlen, wenn ein hetero paar das machen würde?

Antwort
von nolimit06, 65

Es ist ein Problem der Erziehung und der Gesellschaft da es immer noch verpönt wird und als Krankheit dargestellt wir in Schweden und Norwegen wird mit dem Thema viel offener umgegangen und auch im Unterricht behandelt wodurch ein viel besseres miteinander entsteht.

Kommentar von frax18 ,

Ich denke es als Thema in der Biologie mal anzusprechen, wäre wirklich mal eine gute Sache in der Schule. Vor allem die Hintergründe dazu aufzuklären. Bildung ist immer eine Waffe gegen unnötige Feindseligkeiten. Homosexualität ohne Vorbehalte als Krankheit zusehen, machen nun aber auch nur die krassen Menschen, die offenkundig gegen Homosexualität sind. Ich denke, da schätzt du die Mehrheit insgeheim falsch ein.

Kommentar von nolimit06 ,

Ich korrigiere *und unter anderem als Krankheit gesehen* zwar nur von absoluten Gegnern aber dennoch ist der Kreis relativ groß. einfach ein offener Umgang mit dem Thema und mehr im Unterricht darauf eingehen würde helfen.

Antwort
von Miramar1234, 64

Quatsch! Heterosexuell,sagt nur aus das gegengeschlechtlicher Sex auschließlich oder überwiegend gewollt bzw.praktiziert wird.

Homophob ist man,wenn man intolerant,ungebildet,nicht aufgeschlossen ist ,und dazu seine Abneigung,seinen Hass gegenüber bisexuellen,und / oder homosexuellen,nicht nur im Stillen,sondern nach außen tragend,und seien es abwertende,abschätzige Blicke zur Schau stellt. Allerdings muss man sagen,das es schwule gibt,die Ihre Sexualität in einer Art und Weise öffentlich darstellen,das sich auch neutral eingestellte Menschen verletzt fühlen können,und sich provozieren lassen. Beste Grüße.

Kommentar von frax18 ,

Dann stimmst du ja meiner Meinung diesbezüglich zu 90% zu. Ich wahr bei dieser Diskussion am Ende doch schon ein wenig am Zweifeln, weil mir immer wieder unterstellt wurde homophob zu sein, weil ich eben von der gefühlten Abneigung bzw. der Diskretionsverletzung eben jener öffentlichen Darstellung der Sexualität in einer provozierenden Art und Weise mitgeteilt habe und der Meinung war, dass Toleranz nur geschaffen werden kann, wenn sich beide Seiten gegenseitig in ihrer Diskretion nicht verletzen und dahingehend respektieren. Größter Streipunkt war da das intime Küssen in der Öffentlichkeit, was bei homosexuellen schon oft kritischer gesehen wird als bei heterosexuellen... das wäre zwar schon eine Form der Diskriminierung, allerdings eben für viele schon eine Provokation.


Kommentar von Miramar1234 ,

Ja,ich denke sogar nach Deinem Kommentar stimme ich zu 99,9 % zu.Das selbige Trauzimmer für alle Lebensgemeinschaften,tut nicht gerade dazu beitragen,für Respekt,Achtung und Toleranz zu werben.Tuntiges Gehabe in der Öffentlichkeit kann man auch sein lassen,oder?^^

Kommentar von frax18 ,

Jup, indes wohl wahr. Das ist bei den Aktivisten für Feminismus letzten Endes nicht anders, wo es hier in Deutschland doch schon lange die Rechte zwischen Frau und Mann gleichgestellt sind. Dennoch wird immer wieder in der Öffentlichkeit protestiert und gemacht. Dass sich Auswirkungen noch auf die Gesellschaft zeigen ist weniger Schuld der Politik. Dennoch wird dieses Thema immer wieder zum Brandherd auch in unserer moderenen Gesellschaft z.B. wegen unterschiedlichen Löhnen, Mutterschaftszeiten etc. etc. ...aber na gut. Soweit gehe ich mal besser nicht in die Materie rein. Sonst bekomme ich gleich von jemanden einen Deckel auf den Kopf. xD

Antwort
von TheFreeman, 19

Ich würde dich jetzt wegen so etwas homophob nennen...

Wenn du allerdings auf die Idee kommen würdest: "ich könnte diese 2 innig küssenden menschen anrempeln" dann ist es homophob.

Aber ich denke du verstehst den Begriff falsch. Denn der begriff "phob" also wie eine "Phobie" steht nicht direkt für eine angst(störung) sondern vielmehr für eine starke Abneigung die meistens etwas mit Gewalt und Gruppenzwang zu tun hat (in deinem Fall jetzt zwar nicht) 

Aber wenn man sich so unter Freunden über diese Schwulen unterhält (im negativen sinne) wird es schnell beleidigend weil keiner eine Ahnung hat von was er da eigentlich redet und sich überhaupt keine Gedanken macht ob ein Mensch in seinem Freundeskreis vielleicht komplett ungeoutet dabei steht. Auf die Frage warum sie über diese Menschen so ablästern ist die antwort meistens weil es alle tun... (Oft auch der komplett ungeoutete der dabei steht)

Fazit: Eine Abneigung ist normal vor allem wenn es intim wird... viele Heteros ekeln sich auch wenn sie ein anderes Hetero Pärchen rum machen sehen ;D

Homophob wirds erst wenn du etwas dagegen unternimmst (egal ob gewaltfrei oder anrempeln)

Beleidigungen sind genau so homophob... auch wenn sie nicht ernst gemeint sind wie im falle des "Mitläufers der sich nicht outen will" kommt es auf jeden Fall für andere so rüber.

Kommentar von TheFreeman ,

Dazu muss ich noch sagen dass die Aussage: "ich hab ja nichts gegen Homosexualität solange ich nix davon sehe" zu 100% homophob ist.

Antwort
von MaxMW997, 54

ne hetero ist net gleich homophop in zunehmenden alter manifestiert sich halt die Heterosexualität (ab 17 und dann ab 21 jahren richtig es gibts zb homosexuelle die nach 17 bir und dann ab 21 hetero werden:) ) und das mit denn unbehagen sein wenn du die küssen siehst
ich finds auch net schön und ekle mich aber das ist ganz normal :D man muss nicht was sein was man nicht ist:D
also mach dir kein kopf;)

Kommentar von ComteCagliostro ,

Du sagst also, dass hetero und homophob nicht zusammengehören, um Dich gleich im nächsten Atemzug als heterosexueller Homophober zu erkennen zu geben und diese Einsstellung als normal zu deklarieren. Krass...

Antwort
von YoungLOVE56, 50

Eine Abneigung ist normal und nicht homophob. Homophob wäre, wenn du aufgrund der Sexualität einen Menschen in eine Schublade steckst. Also im Prinzip genau das, was gefördert wird von den Medien.

Kommentar von frax18 ,

Hm. Also ich würde nicht sagen, dass es die Medien fördern... Gerade im öffentlich, rechtlichen Rundfunk wird die Toleranz gegenüber Homosexualität immer wieder in Form von Diskussionsrunden propagiert.

Gerade die liberalen Geister in den Medien, auch solche in Online-Medien wie z.B. Youtube setzen sich für Gleichberechtigung von Homosexualität ein, um ihr Image aufzupolieren.

Das Schubladendenken und die Generalisierung von Menschengruppen liegt wohl eher in der Natur des bildungsresistenten Menschens, der nichts hinterfragt. Das kann so ziemlich bei jedem unabhängig vom Sachverhältnis zutreffen.

Kommentar von YoungLOVE56 ,

Sehr viele Menschen denken, sie seien tolerant, aber wieso sollte man etwas tolerieren, was irelevant für das eigene Leben ist und was nicht mal groß in den Medien sein müsste (mit wem man schläft, ist doch komplett uninteressant). Dadurch, dass das aber alles so groß besprochen wird, wird natürlich auch das Schubladendenken gefördert, weil jeder Mensch in seinem Gehirn zu bestimmten Dingen bestimmte Assoziationen schafft. Und die Assoziationen die die Medien halt provozieren, sind immer die gleichen. Dann wird noch darüber geredet, dass Analsex unter zwei Männern komplett normal sei, anstatt dem 'armen' Heterosexuellen seine persönlichen Empfindungen einfach zu lassen.

Kommentar von frax18 ,

Durchaus ein wahrer Grundgedanke darin. Wenn das Prinzip "leben und leben lassen" auch wirklich für alle gelten würde. Aber es gibt durchaus Kreise, wo homosexuelle Menschen regelrecht wie Dreck behandelt werden z.B. in sehr christlich-konservativen Familien, oder häufig in Familien mit Migrationshintergrund, wo noch sehr mittelalterliches Gedankengut herrscht und Frauen sogar der Familienehre ermordert werden, wenn sie sich auf einen Mann anderer Herkunft einlassen. Aber das sind eher nur die Extremfälle.

Antwort
von Zischelmann, 5

Dazu kann ich nur eines sagen: NEIN;nicht alle heterosexuellen Menschen sind homophob-genausowenig wie alle Christen...Es gibt jedoch auch leider auch homophobe Menschen die selbst homosexuelle Züge haben-man denke an den Amokläufer aus dem Nachtclub in Orlando/USA.

Antwort
von SotisK1, 43

Hallo,

als erstes möchte ich dich bitten das nächste mal mit Absätzen zu schreiben. Das strengt wirklich an so zu lesen!

Zu deiner Frage.......

Ich finde es total in Ordnung dass du eine sexuelle Abneigung gegen das andere Geschlecht hast und es ist ganz normal.

Bei
mir ist es so, dass ich in einem Freundeskreis aus "richtigen Kerlen"
(ihr wisst was ich meine) aufgewachsen und das Wort "Schwul" eher eine
beleidigung war. Trotzdem habe ich absolut nichts gegen sie und akzeptiere sie. 

Es muss aber wirklich nicht sein, dass ich sie küssen, oder Händchen halten sehen muss. Das finde ich einfach abnormal und Eckelhaft.

Ich finde, dass die Gesellschaft das tolerieren sollte, jedoch nicht noch
zusätzlich das ganze Hypen sollte bzw. diese Gehirnwäsche annehmen sollte. Jetzt siehst du schon in der Werbung
Schwule die sich küssen und zärtlich berühren?!?!?!?!

Was bitte
soll ich meinem Kind erzählen wenn es groß ist bzw. wieso wird so etwas
als "normal" hingestellt wenn es das nicht ist? Wenn es normal wäre,
dann würde man auch mit gleichgeschlechtigen Menschen Kinder zeugen
können , oder nicht? Denn wir reden doch von der Natur des Menschen.

Das
liegt nicht in der Natür des Menschen sorry und ich habe ein Recht
darauf, damit nicht belästigt zu werden, oder dass es meinen Kindern
nicht als "normal" eingeredet wird, denn dass ist es nicht.

Für mich ist es einfach eine sexuelle Neigung die im Gegensatz zu einigen anderen nicht verboten ist und hier das ganze im gegenseitigen einvernehmen passiert.

Genauso finde ich Schwule verhaltensgestört die mehr als "Frau" machen als Frauen selber. Was soll das bitte?!

Klar lacht an darüber, aber diese Typen sind abseits der Kamera auch so.

Das ist also völlig ok wie du bist und denkst.

Lass dich nicht als schlecht oder falsch hinstellen nur weil manche erreichen wollen das Schwul sein In wird.

Kommentar von frax18 ,

Danke für dein Kommentar. Das mit den Absätzen versuche ich zu beherzigen. Bin nur leider etwas ungeschickt sie an der richtigen Stelle zu setzen, deswegen setze ich sie überhaupt nicht... ^^

Naja, was normal ist und was nicht, dass kann man in der Form ja nicht sagen. Auch hier gibt es Debatten, dass auch andere Säugetiere in der Natur zu Bi- oder Homosexualität neigen und trotzdem ihre Daseinsberechtigung haben. Ich kann davon aber nichts belegen. Ist nur eins der beliebtesten Argumente, die ich als glaubwürdig erachte, aber in meiner Situation schwer nachvollziehbar sind.

Aber prinzipiell stehe ich da stark hinter deiner Meinung... dass ich prinzipiell gegen die öffentlich, provokative Zurschaustellung oder sogar Verherrlichung in Medien oder wo auch immer bin. Körperliche Berührungen oder Händchenhalten in der Öffentlichkeit finde ich da noch okay... aber der Griff in den Schritt des anderen oder der intime Kuss wäre schon eine provokative Geste. Das man sowas aber bei heterosexuellen Paaren eher duldet und bei homosexuellen nicht, gilt ja bei Aktivisten für Gleichberechtigung vei der Homosexualität schon oft als Ungerechtigkeit, ebenso wie z.B. die Verweigerung der Ehe und der erlaubten Adoption von Kindern in einer Ehe... beliebte Brennthemen, wo man schnell in der homophoben Ecke landet.

Kommentar von holjan ,

Was bringt dich denn zu der Annahme es wäre nicht normal?

Was hat denn die Fähigkeit Kinder zu zeugen damit zu tun? Es gibt doch auch heterosexuelle Menschen, die unfähig sind Kinder zu zeugen und der Großteil der Menschen verhindert die Zeugung sogar bewusst.

Wo ist also der Unterschied?

Und wie kann etwas, das durch die Natur hervorgerufen wird, nicht in der Natur des Menschen liegen? 

Homosexualität wird doch nicht anerzogen oder irgendwann einfach angenommen. Es sucht sich auch keiner aus. Homosexualität kommt auch im Tierreich vor - gar nicht mal so selten.

Es spricht also so ziemlich alles gegen die These, das Homosexualität nicht natürlich wäre.

Was wäre denn verkehrt daran deinen Kindern beizubringen, das es normal ist? Wovor fürchtest du dich? Das sie auf die Idee kommen könnten selbst homosexuell zu werden?

Man kann nicht homosexuell gemacht werden - man ist es einfach. 

Und ja- manche Schwule sind eher feminin, sowie manche Lesben auch eher maskulin sind. Muss man nicht mögen (bin auch kein Fan davon), aber es tut doch auch niemandem weh. Ich mag auch keine Anabolika-Bodybuilder oder oberflächliche Tussies, die nur Schminke im (und am) Kopf haben - dennoch würde ich sie nicht als verhaltensgestört bezeichnen. Ich umgebe mich dann eben einfach lieber mit anderen Menschen und gut ist. Man muss ja nicht jeden mögen ;)

Kommentar von SotisK1 ,

@Holjan

Wieso ich es für "nicht normal" halte erwähnte ich ja schon. Ich habe auch keine Angst davor dass meine Kinder schwul werden, wenn es so ist dann ist es so. Lieben werde ich sie trotzdem über alles.

Trotzdem ist es meiner Ansicht nach nicht normal. Wenn du mir jetzt erklären willst dass es normal ist, dann musst du mir im gleichen Zuge aber erklären wieso Pädophile oder Objektsexuelle nicht normal sein sollen, immerhin wurde ihnen diese Vorliebe ja auch nicht in die Wiege gelegt oder?

Was das "Verhaltensgestört" angeht, hast du auf jeden Fall Recht. Eine oberflächliche Tussi, oder ein Steroidpumper sind es genauso, jedoch nur was ihren Charakter angeht. Es ist so eine Art Charakterschwäche und nicht  so dass sie eine komplett andere Rolle annehmen, die nix mit ihrem Ursprung zutun hat.

Kommentar von frax18 ,


@Holjan

Lass das mal lieber hier eine solche Diskussion anzuzetteln.. Das gehört nicht ins Thema und zur Frage. Seine hier aufgezählten Ansichten sind durchaus berechtigt, wie auch deine.

Ich meine das gleichgeschlechtrige Paare keine Kinder zeugen können, ist wohl kein Ding, das zu widerlegen ist. Streng genommen können nur gesunde Menschen auf natürliche Weise überleben, die sich auch fortpflanzen können.
Das Menschen prinzipiell unabhängig davon sozial unfähig sein können Kinder großzuziehen ist ein anderes Thema und auch ein beliebtes, neuzeitliches Phänomen...
Und sicher wird es für Homosexualität wie für alles in der Natur eine Erklärung und Daseinsberechtigung geben, nur trifft es nicht auf die Mehrheit zu.



Kommentar von frax18 ,

*dass :)

Kommentar von YoungLOVE56 ,

@SotisK1

Also über deine Argumente kann ich nur schmunzeln.

Ich frage mich:

Warum sollte man einem Kind erklären MÜSSEN, was das knutschende Paar da gerade macht? Das Kind ist nicht doof, es weiß, dass es sich um einen Kuss handelt. 

Warum ist Knutscherei bei Heterosexuellen "erlaubt"? Schaust du DENEN gerne zu? (Denn scheinbar guckst du genau hin, bei sowas^^)

Schon mal nachgedacht, dass nicht jeder Mensch die gleichen Grundlagen hat wie du? Dass nicht für jeden das natürlich ist, was für dich natürlich ist? 

Kommentar von SotisK1 ,

@YoungLOVE

Das waren jetzt wirklich keine Argumente die eine Basis für ein verbünftiges Gespräch legen.

Trotzdem gehe ich kurz darauf ein....

Ich habe nicht geschrieben dass ich dem Kind den Kuss erklären soll, sondern das Verhalten dieser Menschen. Wieso wird krankhaft versucht uns einzureden dass Homosexualität "normal" sei?

Nein, es ist nicht normal, es soll jedoch als normal hingestellt werden!

Wenn es normal wäre, dann wäre das jeder. Ich habe aber auch keine Lust dass die Medien, oder Leute wie du die Sexualität der neuen Generation steuern, indem sie öffentlich im Fernsehen zeigen, dass es normal ist einen Mann küssen zu dürfen, oder das Sex nur Vergnügen ist und man es so früh wie möglich, mit sovielen wie möglich tun sollte.

Die ganze Frühsexualisierung ist schon schlimm genug. Ständig liest du:

"Hallo, ich treffe mich mit jemanden zum ersten mal, soll ich ihm beim ersten Treffen einen Blasen? Gruß Sandra W/14" oder Ähnliches!

Das sind alles Ergebnisse unserer Taten. Was du erntest das sähst du heißt es doch oder?

Wo soll das enden?

Jeder nagelt jeden und alle Geschlechter durch?

Ach, heute habe ich eine Frau, morgen hole ich mir mal einen Mann und übermorgen mache ich nen 4er mit Männer, Frauen und einem Auto?

Ich bitte Dich...................

Ja, jeder sieht die Welt anders, aber es gibt Dinge die sind einfach so. Die Farbe Blau ist auch blau, auch wenn einige wenige Pink sehen.

Kommentar von YoungLOVE56 ,

Wenn du lesen könntest, wüsstest du, dass ich selbst Kritiker bin. Ich wollte deine Argumente nur nicht einfach so stehen lassen, weil mich Dinge wie ("Die Natur des Menschen...") einfach nerven. Diese Bio-Nazis die ständig denken, der Mensch wäre kein Mensch, bevor er sich fortpflanzt - ätzend ist das.

Antwort
von testwiegehtdas, 47

Also ich würde sagen, dass ich nicht Homophob bin.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen Schwulen, ein schwules Pärchen und eine Lesbe, die sehr gerne flirtet. Wenn die jemanden des gleichen Geschlechts küssen ist mir das komplett egal. Für mich wäre es absolut nichts, aber sie können machen was sie wollen. Übermäßiges "Abschlecken" wenn andere dabei sind finde ich eh nicht gut, egal wer es mit wem macht (ob Mann+Mann, Mann+Frau oder Frau+Frau)... Sowas muss in der Öffentlichkeit nicht sein.

Ich würde sie auch nicht beim Sex sehen wollen, das würde ich bei meiner besten Freundin und ihrem Freund aber auch nicht wollen...

Wenn ich Süßigkeiten in Form von Geschlechtsteilen sehe, dann finde ich das eher lustig. Ob ich da einen Penis, Brüste oder Vagina sehe ist mir egal, ich mag Süßigkeiten... Hauptsache der Geschmack stimmt!

Kleine Frage an dich: Stört es dich als Mann nur, wenn es um Männer oder Penisse geht oder widern dich auch z.B. Lesben im P*rn* (* = o) an?

Ich kenne nämlich einige Jungs, für die Mann+Mann gar nicht geht, aber wenn sich im Filmchen zwei Frauen vergnügen, egal ob mit Mann dazu oder ohne, dann finden sie es "sehr schön"... ;-)

 

Kommentar von frax18 ,

Damit habe ich auch argumentiert. Ich hatte bereits einen homosexuellen Freund und homosexuelle Bekannte, mit denen ich wie mit normalen Menschen kommunizieren und Spaß haben konnte... ich galt trotzdem als "homophobes A*schl*ch".

Das Flirten, Hädchenhalten oder ein einfacher Kuss auf Lippen oder Wange, wäre auch kein Ding für mich. Einen intimen Zungenkuss würde ich bei einem Heteropärchen allerdings schon eher dulden, auch wenn es in gesellschaftlicher Runde bei beiden für den einen oder anderen schon eher Fehl am Platze wäre. Gerade wenn angeschlagene Singles in der Runde sind eher taktlos. :D

Und zu deiner Frage: Nein, mich stört die Vorstellung oder das Betrachten von sexuellen Handlungen zwischen Lesben auch nicht! Im Gegenteil. Ist ja für einen heterosexuellen Mann auch nicht ungewöhnlich... der würde sich ja am liebsten dazwischen setzen.

Allerdings in der Öffentlichkeit einer Gesellschaft wäre es wie bei Männern genauso provokativ, bei Überschreitung der gleichen Grenzen. Ist halt so ein zweischneidiges Schwert...

Kommentar von testwiegehtdas ,

Bei mir macht es bei einem intimen Zungenkuss keinen Unterschied, wer sich da küsst. Ich toleriere es bei beiden gleich wenig.

Vielleicht liegt es einfach an deiner Wortwahl.

mit denen ich wie mit normalen Menschen kommunizieren und Spaß haben konnte

Solche Sprüche kommen einfach nicht ganz offen rüber. Ob gewollt oder ungewollt.

Immerhin stoßen Homosexuelle in unserer Gesellschaft noch immer auf große Ablehnung. Da werden manche sehr empfindlich, auch wenn es nur eine kleine und vielleicht sogar ironisch gemeinte Äußerung ist. Der eine vom dem Pärchen geht bei einem blöden Satz schon fast an die Decke, wenn er einen schlechten Tag hat...

Vielleicht kam die Einschätzung durch deine Wortwahl und evtl. auch unbewusste Handlungen.

Als ich erfahren habe, dass die Bekannte lesbisch ist, war ich auch erst am überlegen, ob ich Umarmungen von ihr nun anders deuten muss und ob ich so engen Körperkontakt noch gut finde. Auch wenn wir uns beim DVD Abend auf dem Sofa enger zusammen kuscheln müssen, damit alle gut gucken können. Ich habe für mich aber entschieden, dass sie noch genau der gleiche Mensch ist und sich da für mich nichts ändern wird. Viel später meinte sie mal, dass sie gerade im Bereich Umarmungen (also diese kurzen zum Begrüßen und Verabschieden) sehr unterschiedliche Reaktionen erlebt hat, aber alle nachvollziehen kann. Manche von unserer Mädelgruppe sitzen auch nicht gerne auf dem Sofa neben ist, obwohl sie sonst kein Problem mit ihr haben. Mittlerweile weiß ich auch, dass ich eh nicht ihr Typ wäre... :D

Kommentar von frax18 ,

Okay, ich habe mich unbewusst in der Wortwahl wegen dem Wörtchen "normal" vergriffen. Sorry. Das war wirklich keine Absicht. Aber das ist ja wieder das Ding in der Wortdeutung. Prinzipiell ist normal, eben das übliche... Unnormal bzw. unüblich zu sein ist deswegen noch lange nichts Schlechtes, sondern oftmals sogar was Gutes. Wer neigen nur aus eigenen Erfahrungen heraus dazu immer erstmal so zu denken, wie wir es "üblicherweise" bzw, "normalerweise" kennen - Meistens in dem Fall schlecht. Das liegt immernoch im Interpretationsfreiraum des Gegenübers und am jeweiligen Individuum selbst wie er darüber denkt. Wer sich daran hochzieht, sorry, der ist auch ein bisschen selbst Schuld. Man sollte schon erstmal davon ausgehen, dass hinter so einem Satz keine bösen Vorurteile, sondern vllt. trotzdem ein gute Menschen mit gutem Willen stecken.

Zu deinem letzten Absatz: Ich hätte überhaupt nichts dagegen einen Schwulen zu umarmen. Da muss ich dir widersprechen. Männliche Umarmung ist immerhin noch eine ganz normale freundschaftliche Geste. Einen Kuss auf die Wange, wie bei einer eng befreundeten Frau, würde ich mir aber nicht geben lassen. Das gibt es aber auch bei keinem Mann :)

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