evistie am 18.02.2008 um 14:16 Uhr
Immer wieder höre und lese ich (gerade jetzt auch auf GF), Pflanzen im Schlafzimmer seien schädlich. "Sondern schädliche Stoffe ab", "verbrauchen Sauerstoff" und derlei Begründungen mehr. Diese erschienen mir bisher nicht stichhaltig, sondern mehr der Gerüchteküche entstammend. Daher meine Frage: gibt es plausible und belegbare Begründungen dafür, dass Grünpflanzen in Schlafräumen schädlich sind?
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Stichwort Photosynthese. Grünpflanzen machen die Luft bei Tageslicht sauerstoffreicher. Für diesen Vorgang wird Licht benötigt. Sie verwandeln dann die "schlechte" Luft in "gute". Wenn bei der Photosynthese kein Licht vorhanden ist, funktioniert das nicht, die Pflanzen schlucken dann nur die Luft, sie nehmen uns praktisch die Luft weg. Im Schlafzimmer ist i.d.R. kein Licht, daher schlecht, dort Pflanzen zu haben.

Das ist mir zwar auch neu aber ich hab gleich mal gegooglt... Also was ich gefunden habe ist, dass Pflanzen zwar bei Licht Sauerstoff protuzieren... bei Dunkelheit aber Kohlendioxyd... also sollten möglichst wenig bis keine Pflanzen im Schlafzimmer stehen, weil diese zusätzlich Sauerstoff rauben bzw. KOhlendioxyd produzieren. Ausserdem erhöhen Pflanzen als Staubträger Atsmaanfälle bei Allergiker etc.: http://www.lungenzentrum.ch/content.php?doc=asthma ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen...
evistie am 18. Februar 2008 14:51 Danke für Deine Antwort! Ja, klar, bei Hausstauballergikern/Asthmatikern ist ohnehin Vorsicht geboten ebenso wie bei jenen, die schimmelpilzallergisch sind. Aber sonst... (sh. meine Gedanken zu der Antwort von Retzlaff)? grübel
ghostwriter am 18. Februar 2008 16:42 Hab mal in einem Gartenheft gelesen, dass nur Orchideen ideal für´s Schlafzimmer wären.Den Grund weiß ich jetzt leider nicht mehr.
Ich kann einfach nicht glauben, daß das bißchen Sauerstoff, das nachts von den Pflänzchen gebraucht wird, und das bißchen Kohlendioxid, das nachts von ihnen produziert wird, die Luft dermaßen verschlechtern sollen, daß ich davon nicht mehr gut schlafen könnte...
Eine Plantage habe ich allerdings nicht im Schlafzimmer. Und es wachsen dort auch keine intensiv duftenden Gewächse.
Weder bin ich bisher erstickt, noch schlafe ich schlecht - und wenn, dann würde ich das auf andere Umstände zurückführen.
Tagsüber ist in meinem Schlafzimmer genug Licht. Und lüften müßte ich sowieso - mit oder ohne Pflanzen.
littletiger am 18. Februar 2008 15:03 genau - DH

Grundsätzlich stimmt diese These nicht. Aber man sollte keine intensiv duftende Pflanzen im Schlafzimmer züchten. Viele Menschen vertragen das Schlecht. Ich empfehle Farnen.
evistie am 18. Februar 2008 14:42 Das mit dem Geruch klingt einleuchtend. Dem könnte man durch nichtblühende Blattpflanzen entgehen. Ist für Farne nicht meist die Luft zu trocken in Schlafräumen?
Indy72 am 18. Februar 2008 14:48 Nein, im Gegenteil Mit farnen lässt sich die Luft wunderbar und sanft befeuchten und nebenbei zu ionisieren. In vielen Büros werden die Farnen gezielt zu diesem Zweck eingesetzt. Allerdings man sollte sie schon regelmäßig gießen. Klar, dass man die richtige Farnensorte auswählen sollte.
evistie am 18. Februar 2008 15:02 Meine letzten Farne haben sich gekränkt in braun gekleidet, weil ich sie nicht oft genug eingenebelt habe. Gibt es tatsächlich heutzutage Farne, die normaltrockene Stubenluft nicht übelnehmen? Dann sag mir doch bitte mal eine solche Sorte und ich erneuere meine eingeschlafene Freundschaft mit Farnen! ;o)
Was wirklich schädlich ist, sind stark duftende Pflanzen und die Keime und eventuelle Schimmelpilzsporen, die durch die Blumenerde entstehen. Du kannst dich ja auch noch mal im Internet über Fengshui informieren, was für Pflanzenund ob die welche empfehlen.

Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, obwohl das mit dem Sauerstoffverbrauch schon stimmt. Nur verbrauchen die Pflanzen ja nicht massenhaft, also besteht kaum eine Erstickungsgefahr.
Ich hab sechs relativ große Grünpflanzen in meinem Zimmer und lebe immer noch und es geht mir gut. Außerdem befinden sich in meinem Zimmer noch eine Stereoanlage, ein Computer, zahlreiche Uhren, sehr viele Bücher, drei Hausspinnen und hinterm Bett vermutlich eine Wasserader...;-)
evistie am 18. Februar 2008 15:04 Du hast in Deinem Schlafzimmer wirklich alles, was der Mensch braucht! ;o) Sind die Spinnen handzahm?
Die Hausspinnen, die atmen doch auch - und die machen tagsüber nicht mal als Ausgleich Photosynthese...
littletiger am 18. Februar 2008 15:21 Handzahm noch nicht, aber ich arbeite dran...:-)
Wir leben in Symbiose. Ich geb Obdach und warmes Zuhause, dafür ärgern mich keine Fliegen und Mücken...:-))
evistie am 18. Februar 2008 15:25 @littletiger: Könntest Du mir vielleicht eine ausleihen? Ich hab seit Tagen eine Mücke im Schlafzimmer... jeden Tag hab ich nen anderen Stich! heul
evistie am 18. Februar 2008 15:23 @anjanni: Und wie die atmen... hoffentlich schnarchen sie nicht!
littletiger am 18. Februar 2008 15:30 Klar, ich schick dir mal eine rüber...den Walter (Hermann und Thekla haben sich versteckt)...aber nicht erschrecken, ist ziemlich groß und haarig.
evistie am 18. Februar 2008 16:21 Seit ich GF kenne, kann mich nichts mehr erschrecken! :o)))
littletiger am 18. Februar 2008 16:47 lol ...versteh ich gar nicht...;-)

Ich möchte auf lebendes Grün im Schlafzimmer niemals verzichten.
Die Sauerstoffzehrung nachts ist so gering, das ist völlig vernachlässigbar, desgleichen die Mengen an Kohlendioxid.
Wenn die Topferde nicht in kaltem Luftzug steht, und nicht übermäßig gegossen wird, wachsen auch keine Schimmelpilze auf der Erde.
Da nachts sowieso frische Luft hereinsollte durch ein gekipptes Fenster spielt der Gasaustausch durch die Pflanzen wirklich keine Rolle.
Lediglich darauf achten solltest Du, daß die Pflanzen die kältere Luft auch verkraften, ein Ficus benjamini wirft da alle Blätter weg. ;-) Auch Orchideen vertragen keine kalte Luft.
Gute Erfahrungen habe ich gemacht mit: Farnen, hängenden Euphorbien, und einer Art Riesenasparagus - komme schon fast nicht mehr ans Fenster hin, so wächst der Kerl!
Na bitte, sag ich doch die ganze Zeit!! :-))
Danke für das Stichwort! Nachdem ich bei Wiki alles dazu gelesen habe stöhnenddenkopfhalte, stellt sich mir jedoch die Frage, ob der "Sauerstoffraub" auch einer ganzen Fensterbank voller Pflanzen nicht zu gering ist, als dass da jemand ins Japsen kommen könnte? Tagsüber ist das Schlafzimmer hell (sonst wäre eine Pflanze ohnehin schnell hinüber)und gelüftet wird darüber hinaus wohl auch.
Das glaube ich wohl, daß auch eine Batterie Pflanzen auf der Fensterbank nicht so viel Sauerstoff raubt, daß es schädlich ist. Denn nachts ist es zwar dunkel, aber tagsüber ist es doch hell genug... Ich bin noch nicht erstickt.