Frage von fragnela, 126

Sind Flüchtlinge Migranten?

Sind Flüchtlinge Migranten oder sind Migranten Flüchtlinge?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Yamato1001, 59

Hallo

Einige sind sowohl als auch, anderr nur Migranten.
Ein Migrant ist jemand der in einem anderem Land lebt als er geboren wurde.
Wenn ich also beschliesse nach Deutschland auszuwandern (ich lebe in der Schweiz) dann bin ich in Deutschland ein Migrant.

Wenn jemand vor politischer Verfolgung flieht und z.B. in die Türkei kommt ist er ein Flüchtling und Migrant.

Flieht er aber aus anderen Gründen als politischer Verfolgung ist er laut Genfer Flüchtlingskonvention KEIN Flüchtling aber natürlich trotzdem ein Migrant.

Ein Spezialfall gestaltet sich noch durch das Schengen - und Dublin - Vertragswerk.
Das ist so eingerichtet, dass ein Flüchtling, der laut Genfer Konvention ein selbiger ist, nur im ersten Land Asyl beantragen kann, das er betritt.
Kurz gesagt. JEDER der zu Fuss Deutschland, Österreich oder die Schweiz erreicht ist ein Migrant, der in das Erstankunftsland zurückgeschafft werden darf. (selbst wenn er ursprünglich ein Flüchtling war).
Das heisst man kann Deutschland nur per Flugzeug oder via die Nordsee erreichen ohne seine Asylberechtigung bereits im Voraus zu verlieren.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Lg

Kommentar von Yamato1001 ,

Danke für den Stern :)

Antwort
von DonkeyDerby, 68

Flüchtlinge sind Migranten (wikipedia: Als Migranten werden jene Menschen bezeichnet, die von einem Wohnsitz/Land zu anderen Wohnsitzen/Ländern wandern beziehungsweise durchziehen.). Beileibe nicht alle Migranten sind Flüchtlinge.


Kommentar von Laestigter ,

Wikipedia ist nun nicht gerade eine gute Quelle, das ist sozusagen die "Bildzeitung" des Webs..

Kommentar von DonkeyDerby ,

Aha, also ist die Definition falsch - oder was möchtest Du mir damit sagen? Dann bitte ich um eine bessere Definition mit Quellenangabe.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Dann eben der Duden, wenn Dir Wikipedia solches Bauchweh bereitet:

Mi­g­rant, der

Wortart: Substantiv, maskulin
    (besonders Soziologie) jemand, der in ein anderes Land, in eine andere Gegend, an einen anderen Ort abwandert
    (Zoologie) Tier, das in ein Land, eine Gegend einwandert bzw. daraus abwandert
Kommentar von Laestigter ,

Habe Ich irgendwo geschrieben, dass die Definition falsch sei? - Nein, aber Du würdest auch nicht schreiben "in der Bildzeitung stand aber dies und jenes.."

Geht doch - wollte nur drauf hinweisen, dass man Wiki nicht unbedingt so als quelle angeben sollte, weil da so viele Fehler und Lügen drinstehen..

Da wurden sogar Kriege drin frei erfunden und erst nach über 5 Jahren ist das aufgefallen..

Jeder kann da was reinschreiben (habe Ich auch schon mehrfach gemacht..)

http://www.t-online.de/computer/internet/id\_61720052/wikipedia-luegen-die-zehn-...

Kommentar von DonkeyDerby ,

Naja, aber so sehr haut mich das nicht vom Hocker. Ein falscher Vorname des Herrn Guttenberg, na und? Und dass Spaßeinträge in seriöse Werke eingearbeitet werden, ist doch schon lange Tradition. Die Loriot'sche Steinlaus hat es bis in den Pschyrembel geschafft und der ist nicht gerade "Open Source"...

Antwort
von BVBDortmund, 2

Afrikanische Flüchtlinge sind manchmal ausgestossen worden

diese können sich gar nicht migriren

Antwort
von elagtric, 57

ersteres. Wobei "Flüchtling" eigentlich ein Scheisswort ist. Jene fliehen vor Krieg, Terror, Umweltzerstörung. Suchen sich also einfach nur einen besseren/sicheren Platz auf der Welt. Aber in der Vorstellung des Otto-Normal-AFD-Wählers wollen die nur "unseren" Wohlstand abgreifen.

Zurück zum Thema : Migration ist ein anderes Wort für Verdrängung. Ob in der Physik oder gesellschaftspolitisch.

Das wirklich wichtige ist die Ursache der Migration.

Zum Teil erwünscht (billige Arbeitskräfte), zum Teil verdammt ( ja, die müssen ja auch irgendwas essen )

Vor 89 waren "Republikflüchtlinge" noch Helden, heutzutage werden immer neuere und teurere Mauern hochgezogen., um Europa vor allzuviel "Helden" zu schützen.

Schon die Abstraktion vom hilfesuchenden Menschen in Flüchtling oder Migrant leistet da jede Menge Vorschub.

Die Erde gehört eigentlich allen, wer Grenzen zieht, ist eigentlich ein Dieb !

Kommentar von kayo1548 ,

"Aber in der Vorstellung des Otto-Normal-AFD-Wählers wollen die nur "unseren" Wohlstand abgreifen."

wenn manche aufgrund besserer Wirtschaftssituationen hierherkommen ist das ja auch so;

ob das legitim ist oder nicht ist eine andere Frage;

generell muss man natürlich sagen, dass wir nicht jedem Wohlstand bieten können und das ist den meisten ja auch klar, weshalb man ja zwischen Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen unterscheidet bzw unterscheiden muss

Natürlich wäre es schön wenn jeder in Wohlstand leben könnte, aber das funktioniert nicht und ist für Menschen evolutionär auch nicht sinnvoll oder machbar

"
Die Erde gehört eigentlich allen, wer Grenzen zieht, ist eigentlich ein Dieb !"

Die Erde gehört niemandem; Besitz ist eine Definitionssache je nachdem sogar relativ abstrakt (Person A hat X verdient zum Beispiel);

letzendlich ist Besitz gerade in unserem alltäglichen Verständnis also nichts das man hat sondern etwas, das man sich selber oder jemand anderem einen zuweist.

Und das wir Grenzen ziehen ist evolutionär und kulturell gar nicht anders möglich.

Würden wir von heute auf morgen ein Land sein würde es innerhalb kürzester Zeit wieder zerbrechen, das sieht man ja schon an den ganzen Untergliederungen.

Die Interessen unterscheiden sich ja erheblich und um da konkurenzfähig zu bleiben gibt es da dann mehr oder wengier abstrakte Gruppen mit deren Identifikation man sich Status oder Ressourcen erhofft.

Daher halte ich "wer Grenzen zieht ist ein Dieb" für wenig irrelevant, da das impliziert das es auch anders gehen würde und dem ist nicht so - da der Mensch so nunmal nicht tickt.

Der Mensch ist halt auch "nur" ein Tier - zwar eines mit viel Verstand und einer unglaublichen Kultur aber letztendens halt doch ein Tier.

Kommentar von elagtric ,

ich zitier mal :

"generell muss man natürlich sagen, dass wir nicht jedem Wohlstand bieten können und das ist den meisten ja auch klar...."

wer ist Wir und wer sind die anderen ?

Kommentar von kayo1548 ,

în Bezug auf den Abschnitt deiner Antwort die ich kommentiert habe ist "wir" Deutschland und die "anderen" die Länder die einen relativ geringeren Wohlstand haben und hier auf bessere Zukunftschancen hoffen (was hier wohl vor allen Dingen auf Gebiete richtung Kosovo zutrifft), obgleich es natürlich auch in Afrika oder im asiatischen Bereich viele Gebiete mit Armut gibt, die aber diesbezüglich für uns eine geringere Rolle spielen.

Kommentar von elagtric ,

also ist Armut für dich eher ein Ding von mangelndem Fleiss statt durch Ausbeutung ? Ich glaube, Du täuscht Dich da ganz gewaltig, was den Wohlstand in Deutschland angeht. Wir entwickeln uns seit der Jahrtausenwende immer mehr zu einem Billiglohnland. Den Reichtum besitzen immer weniger.

Deine Vorstellungen von Wohlstand und Gerechtigkeit basieren daher wohl eher auf Futterneid. Da sind aber weniger alle anderen Ausgebeuteten, vielmehr die "Gewinner" dieses gesellschaftsökonomischen Wahnsinns schuld.

Kann die relativ stark ausgeprägte Armut in Afrika und sonstwo vielleicht etwas mit den kolonialistischen Abenteuern von Deutschland, England und Frankreich von vor ca. 100 Jahren etwas zu tun haben ?

Der Deutsche verhökerte mit Gewinn, was der Afrikaner erschuftete.

So läufts, und nicht in Kategorien wie faul und fleissig.

Kommentar von kayo1548 ,

"
also ist Armut für dich eher ein Ding von mangelndem Fleiss statt durch Ausbeutung ?

"

Armut ist ein soziales, kulturelles und gesellschaftliches Problem.

Eine homogene Verteilung von Gütern wird niemals möglich sein, aber man kann zumindest bessere Bedingungen schaffen wenn man obige Probleme löst.

"
Ich glaube, Du täuscht Dich da ganz gewaltig, was den Wohlstand in Deutschland angeht

"

Natürlich: die Schere zwischen Arm und reich wird größer und soziale Unzufriedenheit steigt in manchen Gebieten.

Grundsätzlich haben wir aber fast keine absolute Armut; im Gegensatz zu vielen anderen Ländern leben die meisten hier doch recht gut, wenn auch natürlich kaum jeder in Luxus.

Ist halt natürlich die Frage wie man Wohlstand definiert.

"
Deine Vorstellungen von Wohlstand und Gerechtigkeit basieren daher wohl eher auf Futterneid

"

was ist Gerechtigkeit? Davon hat jeder andere Vorstellungen

Und Futterneid hat jeder - ist halt typisch menschlich und war evolutionär sehr sinnvoll.

Das ist auch mit ein Grund warum eine homogene Verteilung aller Güter nicht funktionieren wird; andere Gründe wären das Ausnutzen (Entwicklungshelfer in Afrika können dir eine Menge dazu berichten) und auch der Drang nach Status.

All das ist tief in uns verwurzelt

"
Kann die relativ stark ausgeprägte Armut in Afrika und sonstwo
vielleicht etwas mit den kolonialistischen Abenteuern von Deutschland,
England und Frankreich von vor ca. 100 Jahren etwas zu tun haben ?

"

Mag ein Faktor sein, aber das als alleinigen Grund anzusehen halte ich nicht für möglich.

Generell sind die Bedingungen in Afrika vielerorts nicht für die heutige Lebensweisen ausgelegt was Ressourcen und co betrifft.

Daneben gibt es viele kulturelle Probleme (sicher auch dadurch), alte Gesellschaftssysteme im Umbruch, radikale Religionsgruppen und vieles mehr - all das sorgt mancheroits für ein brodelndes Pulverfass.

Und auch das ausbeuten in Kolonialzeiten war nicht immer nur eine Einwegschiene:  viele Gruppen und Herrscher haben von dem Sklavenhandel (der dort schon seit Hunderten von Jahren praktiziert wird) profitiert und Güter, Waffen und co erstanden.

Das war also in vielen Fällen nicht immer ein Zwang sondern vielmehr ein lukrativer Handel für dortige Stämme

Antwort
von Laestigter, 54

Nein, da gibt es einen Unterschied:

Migranten wollen nicht wieder nach Hause, die wollen für immer hier bleiben!

Echte Flüchtlinge wollen schon wieder in Ihr Heimatland zurück, sobald dort Frieden herrscht, wollen aber im Heimatland nicht selbst dafür kämpfen! (bezogen jetzt nur auf die vielen wehrfähigen Männer, die flüchten und Ihre Frau und Kinder dort zurücklassen)

Kommentar von DonkeyDerby ,

Das Wort Migrant beinhaltet keine Absichtserklärung, da hast Du etwas falsch verstanden. Jemand, der von einem Land in ein anderes Land zieht, ist ein Migrant, egal, ob er das für ein Jahr, für fünf Jahre, für zehn Jahre oder für sein ganzes restliches Leben tut.

Kommentar von MzHyde1 ,

Schön, dass du definierst was "echte" Flüchtlinge sind und was nicht. Das Wort Flüchtling beinhaltet ebenfalls nicht, ob diese Person später einmal in ihre Heimat zurückkehrt oder nicht.

Kommentar von Laestigter ,

Meine eigene Ansicht der Bezeichnungen  - weiter gehe ich nicht darauf ein, weil mich das den nächsten Account hier bei GF kosten würde, die sind da  megatolerant..

Kommentar von MzHyde1 ,

Deine eigene Ansicht war bei dieser Frage auch gar nicht nötig und per offizieller "Ansicht" falsch.

Kommentar von elagtric ,

Achso ... mal eben auf Zeit alle Zelte abbrechen, alles wird gut ?

Bist Du schonmal vor irgendetwas geflohen und hattest gleichzeitig die passenden Rückkehrpläne im Rucksack ?

Dieses beschissene "wehrfähig" mag ich echt nimmer hören !

Ist ja fast wie auf Facebook, wo die Trümmerfrauen 60 Jahre später eine Art Heldenstatus erlangen. Erst einmal alles verwüsten, und die Putzfrauen hinterher adeln ...

Alleine der Begriff Migrant ist doch ein Unding. jeder Mensch auf der Welt sollte das Recht haben, sich dorthin zu bewegen, wo es einen hinzieht.

Nix für ungut, aber in Sachen AfD leuchten bei Dir 6 von 6 grüne Balken.

Kommentar von soprahin ,

Wenn Dir etwas an den ehrbaren Frauen nicht passt, werd doch Migrant (such Dir ein Land aus)

Kommentar von Laestigter ,

Leider zwingt mich der Kodex von GF dazu , nicht zu antworten und so kann Ich meine freie Meinung nicht äussern..

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