Frage von Tragosso, 77

Sind (fast) alle psychischen Erkrankungen auch schon bei Kindern möglich?

Huhu.

Mir ist klar, dass es Kinderpsychologen gibt, und die Therapien natürlich ganz anders aussehen als bei Erwachsenen. Allerdings denke ich, dass vieles bei Kindern unentdeckt bleibt, weil sie sich zu wenig äußern können oder etwas als Phase oder Entwicklungsverzögerung angesehen wird. Ich frage mich, was in einem so kleinen Kopf schon alles falsch laufen kann, so dass es Auswirkungen auf das spätere Leben hat.

Wenn ich zurückdenke habe ich schon in frühem Alter ähnliche Symptome gezeigt wie jetzt, vom Gefühl her war es genauso, nur hat es niemanden interessiert, natürlich nicht, welches Kind sagt auch nicht ab und zu, es möchte irgendwo nicht hingehen. Angst zu äußern fand ich z.B sehr schwer. Wie schlimm es dem Kind wirklich geht ist, denke ich, für die Eltern schwierig zu erkennen, besonders wenn das Kind sowieso öfter mal weint.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Lachsente, 43

Guten Quack!

Das denke ich schon. Wenn man sich mal die emotionale und die kognitive Entwicklung anguckt, kann man erkennen, dass der größte Teil der Entwicklung bis zum Jugendalter passiert. Das heißt dort kann auch vieles gewaltig schief laufen und das zieht sich dann bis in das hohe Alter.

Ja, das bei Kindern zu erkennen ist oft schwer. Allerdings denke ich schon, dass da der Ursprung liegt. Mal abgesehen von Traumata wie Unfälle o.ä., die Folgen mit sich ziehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Lachsente

Antwort
von skogen, 38

Also ich hab als Kind ganz deutlich schizophrene und depressive Symptome gezeigt. Ich denke eher, dass man es bei Kindern eher sieht, da sie sich nicht verstellen.

Kommentar von Tragosso ,

Bei mir äußerte sich das z.B darin, dass ich wenig gesprochen habe
und den Kontakt mit anderen Menschen, insbesondere aber mit anderen Kindern, gemieden habe. Lautstärke mochte ich auch schon damals nicht.
Aber das wurde halt einfach als Schüchternheit abgetan.

Ich denke es kommt eben auf die Symptome an. Einiges kann falsch gedeutet werden.

Kommentar von skogen ,

Bei mir war das ein Misch masch zwischen: Ja, okej dann spielen wir" und "Ne, ich versteh nicht was die von mir wollen." War immer nur so Gruppenzwangmäßig, weil mich meine Eltern zwangen. Naja, das ich öfters Verfolgungswahn und Halluzinationen hatte, war mir eigentlich gut anzumerken. Ich meine, das ist ja auch das erste was einen bei Schizophrenie in dem Sinn kommt. Aber meine Eltern hassen mich halt dafür, so wie ich bin. Haben gedacht hab nur zu große Fantasie und jetzt hab ich es immernoch, auch wenn nicht mehr mit kindlicher Fantasie gemischt. Ich denke man sollte merken, wenn was nicht stimmt. Menschen sind verschieden, aber trotzdem merkt man wenn jemand ganz abdriftet. Kinder suchen ja auch meist Schutz bei ihren Eltern.

Antwort
von hertajess, 29

Seriös ist zwischen endogenen und exogenen psychiatrischen Erkrankungen zu unterscheiden. 

Endogene Erkrankungen sind organische Erkrankungen. 

Exogene Erkrankungen sind durch äußere Einflüsse entstandene Erkrankungen. 

Endogene Erkrankungen können durchaus angeboren sein. 

Exogene Erkrankungen gerade im psychiatrischen Bereich werden oft im frühen Kindesalter manifestiert. Zunehmend gehen Fachmenschen deshalb weltweit von Folter im frühen Kindesalter aus. Die harte Begrifflichkeit ist dabei durchaus Absicht. Denn manche schon lange veröffentlichte Erkenntnisse zur menschlichen Entwicklung kommen in den Gesellschaften viel zu schlecht an. 

Und, viele sogenannte Fachmenschen für den von Dir erfragten Bereich sind entsprechend gut ausgebildet um endogene Erkrankungen erkennen zu können. Besonders bei uns in D ist es ein skandalöser Zustand. Der, nebenbei festgestellt, durchaus weltweit in der Fachwelt bemängelt wird. Aber so lange sich die Gesellschaft nicht bereit findet sich dafür zu interessieren kann es zu keinen Veränderungen kommen. 

Den Eltern, das möchte ich ausdrücklich betonen, aber auch den Erzieherinnen und Menschen in den Jugendämtern, ist hier die geringste Schuld zuzuweisen denn ihnen werden schlicht die nötigen Voraussetzungen von der Mehrheit der Gesellschaft zu erarbeiten gerne verweigert. 

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Deine Frage mag implizieren ob bessere und effektivere Hilfe möglich wäre würde eine entsprechende Erkrankung sehr frühzeitig erkannt. 

Es gab bis Mitte der 1980-iger Jahre eine wissenschaftliche Studie die bei Erwachsenen angefangen hatte. Sie war so weit gediehen dass sie sich Deiner Frage hätte widmen können. Dann aber verweigerte die bisher zahlende US-Regierung weiteres Forschungsgeld denn sie wollte unbedingt in Afrika und im Nahen Osten mit ihrem Vernichtungsfeldzug beginnen. 

Es gibt folglich bis heute sogenannte Studien die aber - noch - nicht so umfangreich sind dass sie als wissenschaftlich in der Zusammenfassung bezeichnet werden können. Denn wie angedeutet führt Wissenschaft da einen zähen Kampf um Forschungsmittel. 

Die genannte Studie weist allerdings einige Ergebnisse nach welche Deine hinter der gestellten Frage vermuteten Fragen bejahen. Es könnte also unter gewissen Umständen durchaus für die Betroffenen aber auch ihr Umfeld und die Gesellschaft insgesamt äußerst nützlich sein so früh als möglich diagnostizieren und helfen zu 

So lange wir aber so Subjekte wie von der Leyen unsere Steuergelder zu Vernichtungszwecken missbrauchen lassen stehen die Chancen tatsächlich schlecht dass wir eine Änderung erleben. 

Kommentar von DottorePsycho ,

Und, viele sogenannte Fachmenschen für den von Dir erfragten Bereich sind entsprechend gut ausgebildet um endogene Erkrankungen erkennen zu können. Besonders bei uns in D ist es ein skandalöser Zustand. Der, nebenbei festgestellt, durchaus weltweit in der Fachwelt bemängelt wird.Aber so lange sich die Gesellschaft nicht bereit findet sich dafür zu interessieren kann es zu keinen Veränderungen kommen. 

Den Absatz verstehe ich nicht. Fehlt da was?

Es liest sich so, als sei es skandalös, dass die Fachmenschen in D gut ausgebildet sind.

Da vermute ich mal, dass Du das so nicht schreiben wolltest.

Kommentar von hertajess ,

Du bist selbstverständlich herzlichst eingeladen gut in Anführungszeichen zu lesen. Sei versichert dass ich die Letzte bin die Dich daran hindert. :))))

Antwort
von webheiner, 22

Ja, fast alle psychischen Erkrankungen sind auch im Kindesalter möglich, aber es gibt einige Erkrankungen, die nur bei Kindern vorkommen. Was bei Kindern nicht oder neu sehr selten vorkommt, sind Persönlichkeitsstörungen, die üblicherweise erst im Jugendalter auftauchen und sich über lange Zeit entwickeln.

Antwort
von My177, 9

So ziemlich das ganze Spektrum psychischer Störungen kann im Kindes- und Jugendalter auftreten. Die Prävalenz ist hier jedoch bei den meisten Störungsbildern eine andere und zwar meist geringer. 

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