Frage von mylovearehorses, 142

Sind eurer Meinung Hufeisen oder Hufschuhe besser (beide auf allen Hufen) oder findet ihr Barhuf besser?

Ich mach mir jetzt schon Gedanken über die Kosten etc von einem eigenen Pferd. Ich reite seit 8 Jahren und plane mir mit ca 18/19 also in 2 Jahren ein eigenes zu kaufen. Ein potentielles gäbe es schon (schulpferd, dass ich sogut wie immer im unterricht reite). Dieses ist nur vorne beschlagen. Meine reitbeteiligung ist Barhufer. Mit ihm geh ich meist ins gelände oder mach bodenarbeit. Ein weiteres Pferd hat Hufschuhe. Wäre es für das Schulpferd schädlich später Barhuf oder mit hufschuhen zu reiten oder sollte ich (wenn ich ihn tatsächlich kaufe) weiter beschlagen?

Und müsste ich irgendwas beachten wenn ich das Schulpferd aus der Boxenhaltung in einen Offenstall stellen würde? (Bin kein fan von boxenhaltung)

Ich weiß auch wie "riskant" es ist ein Schulpferd zu kaufen. Aber naja...

Danke für eure antworten :)

Antwort
von LyciaKarma, 42

Immer nur barhuf, maximal Hufschuhe zum Übergang oder evtl noch zum Wanderreiten etc. Niemals Eisen. 

Weil das Eisen den Huf anhebt und der Hufrand das komplette Pferdegewicht tragen muss. Wichtige Hufstrukturen wie z.B. der Strahl als Stoßdämpfer verlieren ihre Funktion und bilden sich zurück. Das Pferd läuft also ungedämpft, das Eisen verstärkt den Aufprall noch zusätzlich. Du kannst dir sicher vorstellen, wie ungesund das für die Gelenke ist! 

Der Beschlag schränkt den natürlichen Hufmechanismus ein. Dadurch wird die Durchblutung herabgesetzt. Die Beinstrukturen bleiben unterversorgt mit Nährstoffen (Blut ist das Transportmedium), es treten eher Sehnen-, Gelenkprobleme auf als bei unbeschlagenen Pferden und die Regenerationsphase dauert massiv länger!

Zudem findet keinerlei Abrieb mehr an der Hufsohle statt. Da jeder Huf versucht, sich ins natürliche Gleichgewicht zwischen Abrieb und Wachstum zu bringen, produziert er weicheres, dünneres Horn, damit es sich möglichst schnell doch noch abreibt, was es aber durch das Eisen nicht kann!
Kein Wunder also, dass die Hornqualität unter einem Beschlag leidet und immer schlechter und bröseliger wird. 

Werden nun die Eisen abgenommen, wird das Pferd fühlig oder gar lahm gehen. Der Huf erfährt dann plötzlich den Bodengegendruck an Strahl und Sohle, die dafür aktuell überhaupt nicht ausgelegt sind und vor allem den Abrieb, der er nicht erwartet hätte. Es reicht nicht das Pferd mal eine Beschlagsperiode ohne Eisen zu lassen, dann aber wieder welche rauf zu nageln, weil das Pferd ja sooo empfindlich ist und ohne Eisen nicht zu Recht kommt. Das ist falsch. Der Huf braucht lediglich Zeit und damit sind mehrere Monate, bis hin zu einem Jahr gemeint!

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 76

Hallo, 

Hufeisen sind fast immer schlecht und schädlich. Jedes Pferd sollte Barhuf gehen, welcher regelmäßig von einem Huforthopäden d(kein Schmied) der Difho oder DHG bearbeitet wird. Wenn es einen empfindlichen oder kranken Huf hat, dann nimmt man zur Not gut angepasste Hufschuhe. 

An die Umstellung von Boxen - in Offenstallhaltung gibt es eigentlich nichts zu beachten. Wobei es kommt drauf an wie lange dein Schulpferd in der Box steht. Eine Bekannte von mir hat sich einmal ein Pferd aus Boxenhaltung gekauft, es in den Offenstall gestellt woraufhin es sich so gefreut hat, dass es sich in den ersten 10 Minuten schon vertreten hat (fing prima an..^^). In so einem Fall würde ich vorher schon schauen, dass das Pferd etwas ausgelastet ist. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von Weymez ,

Also das ist Blödsinn...  Eisen sind überhaupt nicht schädlich wenn das Pferd richtig beschlagen ist...  

Kommentar von VanyVeggie ,

Eisen sind nicht schädlich? Sie weichen nur das Horn auf, es kommt zu Durchblutungsstörungen, das Pferd hat kein Gefühl in seinen Beinen bzw. Hufen, den Gelenken schadet es (das kann durchaus sogar zur Arthrose führen), der gesamte Hufmechanismus ist gestört. Aber sonst schadet es nicht... 

Kommentar von Weymez ,

Wie soll das bitte zu durchblutungsstöringen führen?  Wenn das Pferd korrekt beschlagen ist.. 

Der Hufmechanismus ist nicht eingeschränkt..  Wenn du mal Eisen nach dem laufen abnimmst und dort die vergleichst wo das Eisen auf dem huf lag...  Wirst du sehen wie schön der Hufmechanismus geklappt hat..  An der "Schmutzline"  auf dem Eisen..  

Pferde werden seit hunderten von Jahren beschlagen.. 

Kommentar von jassi913982 ,

Meiner Meinung nach sind Eisen nicht tiergrecht und barhuf ist eh ohne Frage viel gesünder für das Tier

Kommentar von VanyVeggie ,

Ganz einfach, weil sich die Hornkapsel nicht mehr bewegen kann und die Sinne - der Huf ist Pferdes Tastsinn - eingestellt sind. Dementsprechend wird nix angeregt. 

Vor Jahrhunderten mussten unsere Pferde auch noch schuften bis zum geht nicht mehr. Damals gab es ausserdem auch keine Hufschuhe. Heute muss kein Pferd mehr den halben Tag arbeiten und es gibt Hufschuhe - die man anziehen kann, wenn man arbeitet und wieder ausziehen kann wenn das Pferd wieder für sich ist. 

Kommentar von Weymez ,

Das ist so nicht richtig..   

Das würde passieren wenn man alle acht Löcher mit Nägeln Beschlägt da man aber nur auf beiden seit zwei bis drei Nägel nimmt ist der Hufmechanismus nicht eingeschränkt..  Da der meinste Dehnungsdruck in der Mitte des Hofes.. Stattfindet...  

Kommentar von VanyVeggie ,

Äh nein der meiste Druck geht auf den Hufrand. 

Indem das Pferd seine Hufen nicht natürlich abreiben kann usw (ich hab es schon alles aufgezählt) ist der Hufmechanismus gestört. Ob du das jetzt glaubst oder nicht. 

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 26

Ein guter Hufbearbeiter kann dich da sicher beraten. Es kommt auch darauf an, wie lange das Pferd vorher beschlagen war. Eine mehr oder weniger lange Umstellungszeit ist dann nötig.

Aber die Umstellung kann man ja mit Hufschuhen gewährleisten. Ich kenne auch ältere Pferde, die immer, wenn sie ausgeritten werden, Hufschuhe tragen. Dagegen ist nichts einzuwenden.

Ich gebe allerdings zu, dass ich jetzt keine Barhufideologin bin. Obwohl mein Pferd noch nie beschlagen war. Aber ich reite halt auch ein Pferd einer Rasse, von der ich erwarte, dass sie es können muss. (Araber).

Aber dass jedes Pferd unter allen Umständen barfuß gehen kann, sehe ich jetzt nicht. Die Evolution ist seit ca 1000 Jahren, seit der Erfindung des Hufeisens einfach in eine andere Richtung gegangen. Seitdem sind eben auch Pferde in die Zucht gekommen, die hervorragende Eigenschaften hatten, aber eben keine guten Hufe. Und das haben sie vererbt. Ich kenne Pferde, die bei normalem Boden, fühlig bis lahm laufen zum Steinerweichen. Sollen die jetzt  ewig leiden in der Hoffnung, dass der Huf härter wird? Oder soll der Besitzer nur in der Halle reiten?

In meiner Reitgegend gibt es leider viel Schotter. Da können die wenigsten Pferde ohne Hufschutz laufen.

Aber, man sollte halt genau hingucken, ob es wirklich Eisen sein müssen. Nicht immer ist dies der Fall.  Auch mein Pferd trägt je nach der Strecke, die ich reiten will, dann Hufschuhe.

Der Fehler, der oft gemacht wird, ist, dass man sich vom Barfußäufer Geldersparnis erhofft. Meine Stute, wie gesagt, Naturbarfußläuferin, wird einmal im Monat von einer Hufbearbeiterin gemacht.  50 Euro. Das ist nicht billiger, als ein BEschlag alle acht Wochen.

Wenn ich mir noch mal ein Pferd kaufen würde, würde ich immer nur einen Barfußläufer akzeptieren. Also eine Rasse wählen, die das wahrscheinlich kann.  Ich hätte keine Lust, ein Pferd erst mühsam auf Barfuß umzustellen.


Offenstall: wunderbar. Bei einem Boxenpferd solltest du das aber nicht vor dem Frühling machen. Oder jetzt noch.  Und der Offenstall darf nicht zu viele Pferde "enthalten". 

Kommentar von Baroque ,

Beim Offenstall bin ich anderer Meinung. Bei uns ziehen zu jeder Jahreszeit neue Pferde ein und noch keines hatte ein Problem. Probleme haben immer nur die Besitzer, die ihre Tiere mit Höhlenbewohnern verwechseln. Würden alle immer im Frühling einziehen wollen, würden die Plätze dann über den Winter leer bleiben und woanders sich die Pferde stapeln.

UND: Kleine Gruppen gehen nur, wenn das Pferd zufällig rein passt. Je größer die Herde, desto mehr Familien bilden sich und jedes Pferd kann eine Familie finden, in die es passt. Also integrieren ist bei Herdengrößen ab 25 Pferden deutlich leichter.

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde & Pony, 16

nur ganz wenige Reit- bzw Freizeitpferde benotigen Hufeisen und wenn, dann meist aus medizinischen Gründen oder weil sie in so steinigem Gelände laufen müssen und so viel arbeiten müssen, daß der Huf auch nach 1 Jahr eingewäöhnung NICHT allein damit klar kommt; aber da sind dann eher Treckingpferde oder Touristenpferde, also doch Arbeitspferde

Hufschuhe sind ein prima Schutz, wenn's mal für eine kurze Zeit not tut, wie im Winter oder bei nem vorübergehend steingem Geläuf

biete deinem Pferd ganzjährig sowohl einen immer feuchetn Stehplatz UND einen stets steinharten Stehplatz an, dann therapiert es seine Hufe selbständig

Antwort
von sukueh, 59

Die meisten Pferde lassen sich wohl auf Barhuf umstellen. Das dauert halt vielleicht unter Umständen eine Zeit, aber man zieht es halt dann durch.

Die Nutzung finde ich aber auch nur bedingt entscheidend für die Frage ob Hufschuh oder Alternativen. Es kommt auf das jeweilige Pferd an. Wie dessen Hufe beschaffen sind. Vielleicht brauchst du in der Umstellungsphase Hufschuhe und kannst darauf verzichten, sobald die Umstellung erfolgreich abgelaufen ist. Vielleicht könntest du aber auch ein Pferd haben, was auf bestimmten Untergründen immer ein wenig fühlig laufen wird und deshalb weiterhin Hufschuhe brauchen dürfte...

Kommentar von Dahika ,

Man zieht es durch. Wenn das eigene Pferd, das man schon länger hat, umgestellt werden soll.  Aber ich würde mir nie ein Pferd kaufen, das ich erst umstellen müsste.

Antwort
von Sukeemon, 11

Hallo,

ob du ein Pferd beschlagen oder Barhuf gehen lassen solltest hängt von verschiedenen Faktoren ab.

- die Gesundheit des Pferdes und die Hufsubstanz

- die Nutzung des Pferdes in Art und Dauer

- die Bodenbeschaffenheit des Platzes und des Reitgeländes

Wenn es geht Barhuf, das ist natürlich fürs Pferd und deinen Geldbeutel am besten. In der Regel ist auch eine Umstellung von Pferden die über viele Jahre Eisen hatten unproblematisch. Und solange die Hufe und das Pferd gesund sind und keine Schmerzen haben würde ich immer zu Barhuf raten.

Hufschutz (Hufeisen/Hufschuhe usw.) ist dann angezeigt wenn

- der Huf sich schneller abnutzt als nachwächst. Das kann durch "scharfe" Böden begünstigt sein und hängt natürlich davon ab wieviel das Pferd laufen muß.

- du bestimmte Disziplinen im Pferdesport machen möchtest (Springen, Western, Polo...)

was die Schreckensmeldungen über Eisen betrifft :

Ja, die Durchblutung und der Hufmechanismus werden dadurch eingeschränkt, ABER  in so geringem Maße das es dem Pferd nicht schadet!! Das ist vergleichbar wie wenn du dir einen Schuh anziehst, dann wird auch die natürliche Funktion und Durchblutung deines Fußes beeinträchtigt. trotzdem ziehst du jeden Tag Schuhe an.

Der Hufmechanismus Funktioniert auch auf dem Hufeisen. Um den Hufmechanismus zu unterbinden benötigt es einen speziellen Beschlag.

Unterbunden wird vom Eisen wenn überhaubt die longitudinale Flexibilität des Hufes.

Die Wärmebilder kannst du getrost vergessen, das Pferd dürfte ein anderes Problem haben als Hufeisen. das blaue Bein kommt sicherlich nicht vom Beschlag.

Fazit:

Frag deinen Schmied, sag im du möchtest es ohne Eisen probieren, und wenn du merkst das dein Pferd ohne Eisen nicht mehr laufen mag dann lässt du ihn wieder beschlagen.

Kommentar von Sukeemon ,

Ein kleiner Nachtrag zu Hufschuhen:

Mittlerweile gibt es gute Hufschuhe die auch was taugen. Leider passt nicht jeder Schuh auf jeden Huf. wenn du dich für Hufschuhe entscheiden solltest dann lasse Dir unbedingt jemanden kommen der verschiedene Modelle mit hat und sie dir anpasst!!

Antwort
von beglo1705, 41

Nein. Freizeitpferde brauchen im Normalfall keinen Beschlag. 

Meine Stute wird täglich 8h zum holzrücken eingespannt und trägt Sommer wie Winter keine Eisen, keinen Beschlag und keine hufschuhe. Dafür steht alle 6 Wochen der DifHo im Hof und bearbeitet die Hufe. 

Gibt nix besseres für ein Pferd als offen- oder aktivstall und dann auch noch barhuf laufen zu dürfen. 

Kommentar von LyciaKarma ,

Eisen bei einem Rückepferd wären ja lebensgefährlich.. Eieiei.

Kommentar von beglo1705 ,

manche schwören auf aufgestollte Eisen. Hatte noch nie Probleme mit barhuf, egal ob Sommer oder Winter, darum bleibt das auch so. 

Kommentar von LyciaKarma ,

Ich hab öfter mal beschlagene Pferde über geraden Asphalt geführt und wie die da schon teilweise wegrutschen, das ist nicht mehr feierlich. Ich will mir nicht vorstellen, wie das im Wald aussieht, wenns auch mal steiler bergauf und bergab geht, Stollen hin oder her. 

Kommentar von beglo1705 ,

Problematisch wird das erst richtig, wenn auch die Stollen nicht mehr greifen sagen wir mal auf Eis und bergab. Das Pferd (900kg Ca) rutscht, findet keinen Halt mehr, verkrampft und hinten drücken nochmal 2-3t nach. 

Beinbrüche, Bänderrisse und Verletzungen jeglicher Art sind vorprogrammiert. 

Und ja, Asphalt oder Kopfsteinpflaster ist das letzte was ein mit Eisen beschlagenes Pferd für die gangsicherheit brauchen kann. 

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 5

Generell würde ich nie mehr wieder ein Pferd beschlagen. Das heißt, es gibt einen einzigen Grund: Bei Hufbeinbrüchen vorübergehend, denn da ist völliges Ruhigstellen nötig, sonst muss man das Tier erlösen. Aber sobald das verheilt wäre, käme das Ding wieder runter.

Beschlag hat Nebenwirkungen. Ist einfach so. Da er 24 Stunden täglich drauf ist, haben diese Zeit, sich zu entwickeln. Als ich Kind war, hat der Dorfschmied beschlagen, zu ihm führte man die Pferde und selbst der wusste, dass man mindestens genausolang im Jahr beschlagsfreie Periode machen muss wie die Beschlagsperiode ist, weil sonst das Pferd gesundheitliche Nachteile davon hat. Holzrückepferde waren im Winter beschlagen und im Sommer verrichteten sie leichte Arbeiten barhuf. Ackerpferde waren im Sommer beschlagen und gingen im Winter barhuf und hatten da ihre leicht-Arbeits-Zeit, in der sie sich auch muskulär erholten (schließlich waren die Pferde für die Bauern kostbar, sollten bis zum 30. Lebensjahr eingesetzt werden können und man wusste darum, dass kein Lebewesen permanent top Leistungen erbringen kann). Jagdpferde wurden nur im Herbst beschlagen, Dressurpferde gar nicht, Springpferde im Sommer, falls der Tragrand nicht ausreichend war.

Ein Barhufer muss aber kompetent bearbeitet werden, denn sehr viele Hufbearbeiter scheitern einfach an der Herstellung eines Hufs der funktioniert. Da der Beschlag den unteren Teil der Beine ziemlich taub stellt, laufen die beschlagenen Viecherl dann gleich wieder. Daher Barhuf vom Barhufexperten machen lassen. Das ist der Schmied nicht, zumindest kenne ich keinen, dessen Barhufer korrekt stehen und gut laufen - ok, ich kenn auch keinen, dessen beschlagene Pferde korrekt stehen.

Aber sie laufen auch einfach über alles drüber und ramponieren sich durch blöd auftreten mit eh schon nicht so gut stehenden Gelenken die Beine, wohingegen der Barhufer sagt "oh, mit dem Stein lande ich blöd schief" und das Bein wieder runter zieht. Das wird dann oft als "oh je, der kann barhuf nicht laufen" bezeichnet und schnell wieder was drauf genagelt. Mir hingegen ist lieber, wenn sie auf ihre Beinchen aufpassen. Reicht schon, dass man praktisch kein Pferd zwischen 8 und 10 Jahren mehr zu kaufen bekommt, bei dem in den Beinen gesundheitlich noch alles stimmt. Würde die AKU nicht ein Standardverfahren sein, das zwar vieles findet, aber nicht alles, wäre vielleicht das Bewusstsein dafür besser. Aber da trotz ihrer Befindlichkeiten viele Pferde die AKU bestehen, wird das Problem der Pferde nicht erkannt.

Wenn ich mein Pferd auf allen Böden barhuf laufen lassen möchte, muss ich dafür sorgen, dass es lernt, diese Böden zu nutzen. Dass es lernt, was grobere Schottersteine bedeuten, denn sonst wird es nicht einschätzen können, ob das geht und wird die auch fies finden. Das ist sein gutes Recht. Wir laufen am ersten Urlaubstag auf den Steinchen am Strand auch erst mal recht blöd. Habe ich nicht die Chance, sie das trainieren zu lassen, z.B. weil in ihrem Auslauf sowas nicht vorkommt, kann ich ihnen für solche Böden Schuhe drauf ziehen. Die schränken den Hufmechanismus nicht ein, wie es ein Beschlag macht und ich nehme sie nach dem Reiten gleich wieder runter, sodass ich nichts dauerhaftes drauf habe. So viel es geht, reite ich aber barhuf, grade auch weil die Hufe so tollen Grip haben, wie ich es weder vom beschlagenen noch vom beschuhten Huf kenne und weil es am schonendsten ist für den Bewegungsapparat, wenn nicht am Ende der Gliedmaße, wo der Hebel am größten ist, zusätzliches Gewicht ist.

Wenn Schuhe nicht halten, dann wurden sie entweder nicht korrekt angezogen oder sie passen schlicht und ergreifend nicht ;-)

Antwort
von netflixanddyl, 36

Kommt ganz auf das Pferd an. Rede mit deinem Hufschmied/Osteo/TA etc.

Meistens sind Hufeisen aber unnötig.

Antwort
von Weymez, 61

Das kommt drauf an...  

Vielleicht Giebt es einen Grund warum das schulpferd Eisen braucht..  

Dann kann man die nicht einfach weg lassen..  

Wenn ein Pferd gut beschlagen ist..  Ist daran nix verkehrt...  Ein Pferd kann durch aus gut mit Eisen Leben...  

Ein Pferd mit gesunden Hufen natürlich auch ohne einen... 

Wenn das schulpferd herdenverträglich ist sollte das halten im offenstall mit Eisen kein Problem sein...  

Kommentar von mylovearehorses ,

in dem stall sind alle schulpferde mindestens vorne beschlagen.

Kommentar von Weymez ,

Das heißt ja nix...  Vielleicht braucht das Pferd ja trotzdem die Eisen vorne..  Da würde ich mich bei dem Besitzer mal schlau machen..  

Kommentar von VanyVeggie ,

Man kann ein Pferd vielleicht gut beschlagen, aber ob´s gut für´s Pferd ist ist die Frage. ;) 

Kein Pferd braucht durchgehend Eisen. 

Kommentar von Weymez ,

Na das sehe ich anders..  

Es Giebt genug Pferde die Krankheits bedingt gar nicht ohne Eisen überleben würden...  

Ein gut beschlagenes Pferd ist überhaupt nicht eingeschränkt..  

Natürlich muss nicht jedes Pferd beschlagen werden...  Aber grundsätzlich ist es nicht schädlich ein Pferd beschlagen zu lassen...  Natürlich nur wenn es gut beschlagen ist...  

Kommentar von VanyVeggie ,

Vorrübergehend vielleicht bei sowas wie einer Hufbeinfissur. Aber nicht dauerhaft und immer. 

Kommentar von Weymez ,

Naja...  Würde ich meinen Wallach die Eisen abnehmen.. Und ihn ohne Eisen laufen lassen.. Kann ich ihn demnächst erlösen lassen..  

Ich habe im Laufe meines Berufslebens genug Pferde gesehen /gehabt die ohne Eisen schon lange im Himmel wären Und mit guten Eisen..  Noch sehr sehr lange leben und auch reitbar waren..  

Kommentar von VanyVeggie ,

Das sagt wer? Dein Hufschmied? Von denen kann man auch nix anderes erwarten. Das sind Schmiede, die sic kaum mit dem Hufmechanismus beschäftigen. Ich empfehle dir einen Huforthopäden der Difho und DHG. 

Kommentar von Weymez ,

Nein das sagt mir meine Erfahrungen.. So wie zich Ta..  

Nein an meine Pferde lasse ich keine huforthopäde... Das hab ich einmal gemacht..  Danach hatte ich zwei Pferde die Stock lahm gingen...  

Kommentar von VanyVeggie ,

Tierärzte kennen sich leider nicht sonderlich gut mit Hufen aus. Sonst könnten sie ja auch die Hufe bearbeiten und komplett behandeln. 

Entweder hast du einen unseriösen Huforthopäden erwischt, welcher gleich direkt alle Eisen herunter genommen hat. Das darf nämlich nicht sein, man sollte langsam umstellen. Deswegen empfehlt man auch nur Difho oder DHG. Oder du hattest keine Geduld. Wenn ein Pferd die Eisen runter bekommt ist es erstmal eine riesige Umstellung. Es spürt schließlich wieder Boden und muss sich erstmal daran gewöhnen. Ebenso muss der Huf sich daran gewöhnen - er wird wieder natürlich abgenutzt und dementsprechend abgehärtet. Bis da ein Pferd wieder normal laufen kann vergehen Monate. 

Was du letztlich mit deinen Pferden machst ist deine Entscheidung. Ich möchte jetzt auch nicht unbedingt ewig diskutieren. Ich möchte nur verhindern, dass man hier FragestellerInnen einen Beschlag schön redet und dafür Pferde leiden. Ist nicht bös gemeint. 

Kommentar von Weymez ,

Erstmal hab ich nicht gesagt das dass Pferd bei dem das passiert ist Eisen hatte..  Hatte es nicht...  

Es wäre eher Tier Quälerei Pferde die Eisen brauchen das zu verweigern nur Wall man von etwas überzeugt ist wss so nicht ganz richtig ist...  

Ich rede nix schön..  Ich sehe es realistisch...  

Kommentar von Sukeemon ,

Ja und von den DifHo und DHG kann mann leider garnichts erwarten außer das sie von Beschlägen abraten, denn die dürfen sie überhaubt nicht anbringen.

Im übrigen ist der Begriff Huforthopäde irreführend weil er eine medizinische Ausbildung vorgaukelt die diese Leute nicht haben!

Das sind keine Spezialisten sondern Wochenendlehrgangsabsolventen.

Kommentar von VanyVeggie ,

Ganz bestimmt nicht die von der Difho und DHG! Die setzen sich 2 Jahre lang intensiv mit dem Hufmechanismus usw. auseinander. Und generell von Eisen abraten tun sie auch nicht, da in Einzelfällen übergänglich(!) bestimmte Beschläge nötig sein können. 

Du hast dich also nicht mal richtig mit auseinandergesetzt. 

Antwort
von eni70, 60

Der Beschlag ist abhängig von Gelände, Haltung und vor allem Nutzung.

Du solltest dich erstmal noch fortbilden was Pferdekunde angeht, offensichtlich hast du nicht wirklich Ahnung. Mal schnell ein ein Pferd kaufen, wenn man Geld hat, damit ist es nicht getan.

Gutes Gelingen

Kommentar von mylovearehorses ,

ich weiß halt die basics und kann auch gut tipps beim reiten geben (ich "unterrichte" öfter in den reiterferien anfänger. Natürlich unter aufsicht). aber als außenstehende die nicht wirklich viel mit hufschmied und Ställen(also haltungsvorraussetzungen an die pferde) zu tun. Deshalb frage ich. Ich hab nämlich das mit den hufeisen auf Menschen übertragen, also dass es für uns auch komisch ist, wenn wir nach ewigkeiten mal barfuß laufen. klar pferde haben horn aber es muss ja ein anderes gefühl sein.

Kommentar von VanyVeggie ,

Das hat nix mit Haltung und Nutzung zu tun. 

Zur Haltung: Der Grund sollte schon für Barhufer geeignet sein. 

Zur Nutzung: IdR schränken Barhufen die Nutzung nicht ein. Wenn man viel groben Schotter im Gelände hat o.Ä dann greift man auf Hufschuhe zurück. Reibt sich das Pferd, dann sind die Hufe nicht korrekt bearbeitet. 

Beschlag schadet dem Pferd. 

Antwort
von DerBastian90, 62

Das kommt auf die Haltung und Nutzung an. Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten.

Kommentar von mylovearehorses ,

Nutzung wäre eventuell e-springen (macht er im schulbetrieb auch), ausritte, dressur, bodenarbeit (also auch tricks beinringen) er würde zusammengefasst ein freiteitpferd werden. turniere sind nicht geplant

Antwort
von jassi913982, 52

barhuf

Kommentar von mylovearehorses ,

also das würde dem pferd dann nicht schaden oder ähnliches oder?

Kommentar von jassi913982 ,

Also wenn du Bodenarbeit etc machst dann würde ich sie Barhuf laufen lassen..wenn du ins Gelände gehst oder sie auf hartem Boden laufen lässt würde ich mir passende Hufschuhe besorgen..man muss auch an die Risiken denken außerhalb des reitens, wenn das Pferd beschlagen ist..es muss nur beim "spielen" nach einem anderem austreten und sein "Spielkamerade" trägt größere Schäden davon wie als wenn das nach ihn ausgetretene Pferd Barhuf wäre.

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