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Sind Energiesparhäuser stärker Schimmelgefährdet?

gefragt von SeppMustermann am 08.07.2008 um 16:51 Uhr

Ich habe gehört, dass man in Energiesparhäusern ein anderes "Lüftungsverhalten" an den Tag legen muss, bzw. öfter lüften muss, weil sich sonst schneller Schimmel bilden kann, woran liegt das?


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anonym
beantwortet von Hahn1 am 8. Juli 2008 16:53
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Das liegt daran, dass die Fenster und Türen sehr dicht schließen und somit die ganze Feuchte im Haus sich besser ansammeln kann. Lieber öfter mal Stoßlüften, dann passiert auch nicht mit Schimmelbefall.


anonym
beantwortet von AALFI am 8. Juli 2008 17:09
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Das ist völliger Blödsinn. Die Schimmelgefahr in Nullenergiehäusern ist meist sogar geringer weil eine mechanische Belüftungsanlage integriert wird die einen kontinuierlichen Luftaustausch gewährleistet.

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4smallcritter am 8. Juli 2008 17:24

Richtig!

Kommentar von 6d37b037b2184af7bf00ec4a8dd64e05smalloohpss am 5. August 2008 10:58

Und zwar total richtig, auch wenn die Texte bei den Falschantwortern viel länger sind.
Beispielsweise isnd ie Fenster auch mit so Durchlüdtungseinrichtungen versehen. Man bekommt das Haus nur mit Bösartigkeit "Luftaustauschdicht".


Pestopappa
beantwortet von Pestopappa am 8. Juli 2008 16:54
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Für mich stellt sich immer wieder die Frage.... warum sind denn die Häuser, die man um 1900 erbaute, sie heute noch mit beachtlich gutem mauerwerk stehen ausser dem Energieverlust gemessen SOOO schlecht gewesen ??? Heute Zimmert man sooon Katen mit Blähbeton hin, isoliert ihn. Lüftet wenig / zuviel oder NUR falsch und wundert sich, warum die Dinger rotten... Sehr bedenklich... Alles Neue ist nicht alles gut !

Holz.... Das ist immer noch die beste Alternative... Das hat schon was...

Kommentar von hochglanz am 8. Juli 2008 16:57

schade, dass man nur einen DH geben kann...

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 8. Juli 2008 17:00

Hab Dank...

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 8. Juli 2008 17:04

Auch von mir, außer dem einen gegebenen, noch viele virtuelle Daumen! Wer sich mal über die Dämmstoffmafia informiert hat, der weiß, wie Häuser heutzutage kaputtsaniert werden.

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 8. Juli 2008 17:09

Kinners... Es gibt noch ein paar Tricks... so ist es wichtig, zu Hinterlüften... Auch weiß kaum jemand, dass man z. B. bei den Dachpfannen / Ziegeln / Steinen oder Platten etwa alle 100 cm in der Traufe und am First belüften MUSS... d. H. : Je meter nen Lüfterstein... schut mal aus Eurem Fenster... Naa???? Klingelts ??? Genau DA spart der Bauherr und wird nicht ausreichend informiert... Cave... Brötchentüte im Discounter... Warum ist denn die perforiert ??? Und... Trotzdem kondensiert es adarin... also... Man löchert etwas nach und gut is.... Das gleiche gilt fürs Häusle... Nur in GROSS... Nachteil... Man verschwendet einen Teil der Energie... Fazit: Katen bleibt aber trocken... Wer DAS verstanden hat.... dem gammelt keine Ecke mehr ;oo))))


anonym
beantwortet von penelope am 8. Juli 2008 16:54
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Ja, sind sie. Wir haben eine einfache Lüftungsanlage einbauen lassen - sehr zu empfehlen!

Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrow am 4. August 2008 23:47

Worin besteht die Einfachheit?


anonym
beantwortet von frankundfrei am 8. Juli 2008 17:19
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Die Schimmelgefahr verursacht das Feuchtewesen Mensch. Wir geben ja doch jede Menge Wasser an unsere Umgebung ab. Und vor lauter Dämmung und Dichtung kann das nicht entweichen.

Deshalb ist die kontrollierte Be- und Entlüftung bei Niedrig- und Nullenergiehäuser ein absolutes Muss.

Mit einem manuellen Lüftungverhalten ist das kaum zu schaffen - es sei denn man verhält sich schon äußerst diszipliniert.

Die Schimmelgefahr kommt von Verarbeitungsfehlern, die leider in der Praxis vorkommen. Durch Leckagen bei der Dampfbremse/-sperre kann punktuell die feuchte Raumluft in die Dämmung eindringen, dort auskühlen und dann das Schwitzwasser entstehen lassen.

Man spricht dann von Wasserfallen...

Grüße Frank


Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrow am 4. August 2008 23:51

Frank:

  1. Nicht nur Mensch, auch die Pflanzen und Tiere verdunsten.

  2. Schwitzwasser im Mauerwerk: kann im Winter zum Sprengen der Mauerung führen (Eis dehnt sich aus gegenüber "nur Feuchtigkeit"). Das gibt sehr böse, strukturelle Hausschäden.


Qetan
beantwortet von Qetan am 8. Juli 2008 16:54
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Du musst sehr regelmäßig lüften, da diese Häuser absolut dicht isoliert sind.


antoniusg
beantwortet von antoniusg am 8. Juli 2008 17:23
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Richtig gebaut, ist die Schimmelgefahr geringer, wie in alten Häusern von 1900.

Wichtig ist eine Luftdichheit, damit nur kontrolliert gelüftet werden kann und ein optimale Dampfbremse. Die Dampfdichte muss von innen nach außen geringer werden, damit Wasserdampf nach außen weg kann. Gut sind daher auch Naturdämmstoffe, die Feuchtigkeit aufnehmen und weiterleiten können. Wenn das stimmt, ist keine große Schimmelgefahr da. Eine automatisch Lüftung, mit oder ohne Wärmerückgewinung ist sehr sinnvoll, aber nur wenn das Haus Luftdicht ausgeführt wurde.

Häuser von 1900 entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard, insbesondere bei der Wärme und Feuchtigkeit im Haus (Bad). Durch diverse Umbauten sind häufig Fehler gemacht worden, die heute saniert werden müssen.

Häuser von 1900 waren für die Zeit vielleicht gute Häuser, aber einige wurde auch als Spinner abgetan. Die bessernen Häuser sind aber ohnhin Fachwerkhäuser, die schon vor längerer Zeit gut gedämmt wurden und weit aus länger wie 100 Jahr halten.

Ein massive Bauweise ist heute schon deshalb ein Fehler, weil jeder Architekt weiß, dass Häuser nach 30-50 Jahren erstmals umgebaut werden (neue Menschen, neue Technik, neue Standards...). Massive Bauten lassen sich nur aufwendig umbauen, während Holzrahmenhäuser auch in 30 Jahre einfach umgebaut werden können.

Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrow am 5. August 2008 00:07

"... während Holzrahmenhäuser auch in 30 Jahre einfach umgebaut werden können.". wenn sie nicht dann schon längst weggegammelt sind, weil beim Umbau die Bauphysik zig-mal mißachtet wurde.

Als Beispiel mag die problematische Innendämmung bei Holzrahmenhäusern dienen, bei denen durch die Anbringung der Innendämmung der Taupunkt von außen nach innen verlegt wird. Oftmals wird dabei durch fehlende oder unvollständige Dampfsperre soviel Feuchtigkeit in Isolierung und Wandaufbau geleitet, dass es dort zu Schimmelbildung, Feuchtigkeitsansammlungen und Frostschäden kommt: Totalschaden!


andre7619
beantwortet von andre7619 am 21. Juli 2008 18:30
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In den neuen Niedrig-Energie-Häusern (NEH) gibt es keine Schimmelbildung, wenn bei der Montage der Lüftungsanlage alles fachgemäss installiert wurde und nicht irgendjemand ein Fenster zum Lüften aufmacht.

Wer in so einem NEH die Fenster zum Lüften aufmacht, sollte sich das Geld für ein solches Haus sparen.

Reinweg die Lüftungsanlage(kontrollierte Be- und Entlüftung) ist für das Lüften (Luftaustausch) verantwortlich. Die Anlage wird so eingestellt, dass die Zuluft an den Zulufträumen (Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer, ...) zugeführt wird und in den Ablufträumen (Küche, Bad, WC, ...) die Abluft entnommen und diese im Lüftungsgerät über einen Kreuz- oder Gegenstromwärmetauscher die Frischluft vorwärmt. Somit geht beim Luftwechsel kaum Energie verloren.

Wenn Du neu bauen solltest lass Dich bitte gut beraten, bei der Wahl deiner Heizungs- und Lüftungsanlage. ggf einfach melden


badkenny
beantwortet von badkenny am 8. Juli 2008 16:56
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joa


anonym
beantwortet von hutte70 am 8. Juli 2008 20:51
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die Schimmelgefahr ist in diesen hermetisch abgeriegelten Häusern gering solange sich kein Mensch und Tier darin befindet welche durch Atemluft und Transpiration Feuchtigkeit abgeben. Also einfach bauen verriegeln und möglichst nicht darin wohnen.


anonym
beantwortet von clausrutan am 26. Juli 2008 11:01
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zu einem richtig geplanten Energiesparhaus gehört definitiv eine Anlange zur kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung dazu. Schließlich sind ja bis zu 30 % des Wärmeverlustes eines Gebäudes auf Lüftungswärmeverluste zurückzuführen. Mit einer Wärmerückgewinnung kann man ca. 50 % davon wiedergewinnen - in Kombination mit Wärmepumpe sogar noch mehr. Schimmel entsteht durch Feuchtigkeit. Grobe Sünden sind z.B. Wäschetrocknen in der Wohnung oder hohe Schränke an den Aussenwänden. Lüften sollte man wenn die Luft draussen kühl ist und möglichst viel Feuchtigkeit aufnehmen kann - also lieber morgens und nicht zur Mittagszeit. Beim Kochen und nach dem Duschen/Baden muss natürlich sofort gelüftet werden.

Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrow am 4. August 2008 23:58

Wir lernen Neues: "Lüften sollte man, wenn Luft draussen kühl ist und möglichst viel Feuchtigkeit aufnehmen kann!"

Früher hörte ich immer, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Gemeint war vielleicht, nicht die warme, feuchtigkeitsgesättigte Außenluft durch den Keller mit kalten Wänden schicken (dort schlägt sich die Feuchtigkeit dann nieder).


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