Sind Eltern eines ausserehelich geborenen Kindes gesetzlich verpflichtet die Vaterschaft eintragen zu lassen?

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8 Antworten

Um es dir genau zu sagen: nein!

Ein Kind das außerehelich geworfen wurde, bedarf nur der Eintragung der Mutter. Der Vater kann sich optional hinzufügen lassen. 

Ein genaues Gesetz gibt es hierfür auch:


Art. 8 NEhelG – Änderung des Personenstandsgesetzes

Das Personenstandsgesetz wird wie folgt geändert:

  1. Absatz 2 Nr. 2 erhält folgende Fassung:


    die Vor- und Familiennamen sowie Wohnort oder letzter Wohnort der
    Eltern der Ehegatten; ist ein Ehegatte nichtehelich, so wird sein Vater
    nur eingetragen, wenn er am Rande des Geburtseintrags des Ehegatten
    vermerkt ist; ist die Geburt des nicht ehelichen Ehegatten nicht im
    Geltungsbereich dieses Gesetzes beurkundet, so wird der Vater
    eingetragen, wenn die Voraussetzungen für eine Eintragung des Vaters in
    das Geburtenbuch vorliegen,".


    Verweis: https://www.jurion.de/gesetze/nehelg/8/


    Langtext:



    Art. 8 NEhelG


    Gesetz über die rechtliche Stellung der nichtehelichen Kinder





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Kommentar von DrPetri
07.04.2017, 20:08

- bitte löschen -

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wenn die eltern zusammenleben und das gemeinsame sorgerecht haben und leben, dann wurde die vaterschaft seitens des vaters anerkannt. wenn nicht, würden die eltern kein gemeinsames sorgerecht haben. dann hätte nur die mutter das alleinige sorgerecht.

eltern eines kindes sind in der regel verpflichtet die vaterschaft anzuzeigen, denn das kind hat ein recht auf beide eltern. tun sie es nicht, wird es erst probelematisch, wenn das kind irgendwann drauf besteht und auskunft ersucht, wenn nötig einklagt.

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Kommentar von wilees
27.08.2016, 12:15

Und was hat Deine "Antwort" inhaltlich jetzt mit der Fragestellung zu tun? Richtig - absolut nichts !

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Wenn ein Mann nicht dazu bereit ist, die Vaterschaft für sein Kind eintragen zu lassen, also anzuerkennen, warum sollte ihm dann das Sorgerecht zugesprochen werden? Er wäre ja rein rechtlich nur der "Freund der Mutter".

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Kommentar von wilees
08.05.2016, 22:00

Mir geht es um die gesetzliche Frage. Die Eltern sind sich einig.

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Wenn sie das nicht machen, dann haben sie keine gemeinsame Sorge.

Dann hat die Mutter alleine die elterliche Sorge.

Das Kind kann dann auch keinen Unterhalt einklagen und ist nicht erbberechtigt.

Hier bleibt aber eine Frage:

Die Mutter hat die Rechte des Kindes abzusichern.

Tut sie das nicht, ist da ein Grund für einen Sorgerechtsentzug.

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Kommentar von Menuett
10.05.2016, 13:20

Und noch ein ganz wichtiger Aspekt:

Sollte der Mutter etwas passieren, hast du keinen Anspruch aufs Kind.

Dem blüht dann eine Pflegefamilie.

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Überleg doch mal anders. Soll das Kind vom Erbe des Vaters ausgeschlossen sein?.

Willst Du deinem Kind den leiblichen Vater verschweigen?

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Kommentar von wilees
08.05.2016, 21:59

Die Eltern leben zusammen und das Kind wird über den Vater aufgeklärt.

Das Erbe läßt sich per Testament regeln. Ein notariell hinterlegtes  Schriftstück bestätigt die Vaterschaft.

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Es gibt keine entsprechenden Gesetze, weil niemand die Mutter zwingen kann, den Vater anzugeben.

Der nicht eingetragene Vater hat dann zwar keine Pflichten, aber auch keine Rechte dem Kind gegenüber. Die Mutter hat dann keinen Unterhaltsanspruch, kann auch keinen Unterhaltsvorschuß bekommen. Das Kind ist beim Vater nicht erbberechtigt etc... Es hat eigentlich nur Nachteile für das Kind, und auch für die Mutter.

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Kommentar von Paguangare
09.05.2016, 07:03

Kein Mensch kann zu irgendetwas gezwungen werden. Das hindert jedoch den Gesetzgeber im Allgemeinen nicht daran, sehr viele Daseinsbereiche gesetzlich zu regeln.

Also ist auch "...weil niemand die Mutter zwingen kann, den Vater anzugeben" keine valide Begründung dafür, warum es keine Regelung geben sollte.

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Die Frage kann man schlecht beantworten, weil, wie Bitterkraut an anderer Stelle schon schrieb, keine Pflicht für die Mutter besteht, den Vater zu nennen.

Es wäre vielleicht einfacher, wenn du erklären würdest, aus welchem Grund du fragst. 

Es fragt sich doch, warum der Vater die Vaterschaft nicht eintragen lassen will.

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Kommentar von wilees
08.05.2016, 23:27

Eine reine Interessefrage: Der Vater hält sich beruflich häufig im Ausland auf und möchte damit Freiraum schaffen, dass Mutter alleine agieren kann.

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Kommentar von scharrvogel
27.08.2016, 12:08

die mutter hat die gesetzliche pflicht den vater anzugeben. deine antwort ist also falsch. das recht hat ein gesetzliches recht zu wissen wo es herkommt.

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guten Abend ich kann dich da sehr doll beruhigen sowohl sie als auch er sind nicht verpflichtet das eintragen zu lassen nur sie ist dann unterhaltspflichtig gegenüber des Kindes wenn es ihr eigenes ist unterhaltspflichtig wird der Vater nur dann wenn er die außerirehleische Vaterschaft anerkennt dann ist auch er unterhaltspflichtig gegenüber des Kindes.

hier noch ein kleiner Tipp geh mal ins Internet und gebe ein Fachanwalt für Familienrecht da gibt es auch verschiedene Foren wo Rechtsanwälte gerne Fragen beantworten dazu..

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Kommentar von wilees
03.04.2017, 00:11

Hauptsache man schwafelt ein wenig - auch wenn es komplett an der Sache vorbeigeht. - Wo siehst Du in der Frage etwas zum Thema Unterhalt?

Sei Dir sicher ich weiß garantiert besser als Du, wie ich im Bedarfsfall einen kompetenten !! Fachanwalt finde.

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