Sind Diskriminierung und Rassismus natürlich?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Diskriminierung hat seine Ursache in der Abgrenzung zum Fremden und der Ausgrenzung des Fremden. Schau dazu in die Geschichte der Menschen. Da haben Clans gegen Clans gekämpft und Stämme als Zusammenschluss von Clans (nicht immer freiwillig) gegen Stämme und später Länder gegen Länder. Die eigene Gruppe stiftete Identität. Lies mal die Geschichte und das Scheitern Alexander des Großen unter dem Aspekt, dass er die Abgrenzung gegen die Perser und die Identität der Griechen vernachlässigt hat. Lies im Alten Testament, wie Gott vom Stamm der Hebräer verlangt, dass sie nach einer Eroberung auch Frauen und Kinder, ja sogar das Vieh töten, statt sie als Sklaven und Eigentum zu nehmen. Da kommt die ganze Härte der alten Welt zum Ausdruck. Das Eigene ist Schutz und Gemeinsamkeit (auch wenn man sich gegenseitig die Augen auskratzt), das Fremde ruft Misstrauen vor feindlicher Übernahme hervor.

Rassismus dagegen ist eine Theorie über Rassen, in der das Fremdartige verbunden wird mit anderem Aussehen, anderer Kultur, anderen Werten und der Annahme, dass dieses Fremde immer Herrschaft anstrebt. Die Menschenwelt ist ein Kampf der Rassen. Die eigene Rasse wird immer höher gestellt und die andere immer niedriger. Doch Vorsicht: Auch Religionen haben eine Tendenz dazu. In den Augen der chrislichen Eroberer Amerikas waren die Indianer minderwertige Menschen, weil ungläubig und roh. In den Augen des IS sind "Ungläubige" minderwertig und zur willkürlichen Verfügung (Missbrauch, Verkauf als Sklaven, abschlachten) freigegeben. Da wird der einfache Dualismus "hochstehend-minderwertig" des Rassismus auf religiöse Zugehörigkeit übertragen, indem nur die eigenen Gläubigen wahre Gläubige sind und der ganze Rest ungläubig und minderwertig. Man befrage nur unsere eigene Sprache: Heiden - das waren alle nichtchristlichen Menschen, wobei als abgefallene Christen = Ketzer die Ausgrenzung noch brutaler war.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Diskriminierung und Rassismus sind nicht angeboren, dies hat man längst herausgefunden.

Was aber wohl angeboren ist, ist der Umstand, dass lediglich 5 - 10 % des gesamten Eindruckes durch das Gesagte bestimmt werden. Die anderen 90 - 95% werden durch nonverbale Kommunikation entschieden; darunter Fallen zum einen die Körpersprache (Körperhaltung, Mimik, Gestik), aber auch Intonation, das Aussehen (empfindet man sein Gegenüber als attraktiv oder gutaussehend), Geruch, Kleidung etc..

Entscheidend für die Beurteilung eines Menschen ist der erste Eindruck und dieser spielt sich innerhalb von ein paar Sekunden ab in denen sich entscheidet ob wir einen Menschen mögen oder nicht. Daran anschließend bleibt noch ein kurzer Zeitraum von 3 Minuten in denen sich dieser verfestigt. Danach ist alles Vergebens, man braucht mehr als 70 Stunden um den ersten Eindruck zu revidieren.

Unter diesen Bedingungen erscheint es ganz natürlich, dass Vorurteile oder Rassismus auftreten. Unser Gehirn lässt sich eben leicht beeinflussen, man denke nur z.B. an die Werbung. Wir glauben alle, dass wir uns nicht von Werbung beeinflussen lassen, doch unterschwellig geschieht das doch und so kommt es, dass vielleich 4 Produkte sich im Regal befinden und alle 4 sagen wir Stiftung Warentest "gut" erhalten haben, genauso wie Ökotest etc. und wir entscheiden uns für eines auf Grund der Werbung und Aufmachung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kann innerhalb der Familie vorkommen, dass tatsächlich jemand dazwischen ist, der eine komplett andere Lebenseinstellung hat, als der Rest der Familie; und das von Geburt an, ohne äussere Einflüsse.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, aber manche werden von ihren Eltern so erzogen, das ist das Problem.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, das Verhalten kommt zum größten Teil aus dem (sozialen) Umfeld.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?