Frage von xyxICHxyx, 147

Sind diese vermehrten Unwetter folgen vom Klimawandel/ Erderwärmung?

In den letzten Tagen kam sehr oft in den Nachrichten irgendwas von wegen Unwetterwarnungen und Überschwemmungen. Und mir ist aufgefallen das sich in den letzten Jahren sich so einiges geändert hat. Mir kommt es so vor als gäbe es immer mehr und schlimmere Unwetter. Ist da was drann? Wenn ja sind das dann die Folgen von der Erderwärmung/ Klimawandel? Ich mache mir langsam sorgen über die Zukunft. Das kam jetzt innerhalb von ein paar Jahren dass das Wetter so aggressiv wechselt. Wie sieht das Ganze dann erstmal in 10 Jahren aus? Und warum werden keine Grenzen gesetzt? Ich meine wenn das wirklich so ist, dann sind wir Menschen doch daran schuld, dass die Erde so kaputt geht, oder?

Danke schon mal im Voraus :) (Bitte nur ernst gemeinte Antworten)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von realfacepalm, Community-Experte für Klima & Klimawandel, 17

Im Allgemeinen? Ja.

Es gibt weltweit und auch hier in Deutschland eine Zunahme an Extremwettereignissen; siehe die angehängten Grafiken der Münchner Rück. Dort kann man die Zunahme an klimatischen und hydrologischen Ereignissen deutlich erkennen - während die Anzahl an geologischen Ereignisse gleich geblieben ist.

Dennoch kann man für ein einzelnes Ereignis, wie aktuell in Franken und Süddeutschland die Starkregen und Überschwemmungen, nicht den Klimawandel allein oder zu 100% verantwortlich machen.

Da ist es wie beim Rauchen: Auch dort kann man den einzelnen Krebsfall nicht direkt und ausschließlich mit dem Rauchen verbinden, das deutlich höhere Krebsrisiko für Raucher im Allgemeinen aber sehr eindeutig.

Die Mechanismen dafür sind auch schon bekannt: Die bereits jetzt gegenüber der vorindustriellen Zeit um fast 1°C wärmere Atmosphäre kann mehr Wasserdampf aufnehmen - zur Zeit sind das etwa 4%.
Eine wärmere Atmosphäre hat auch schlicht mehr "Energie", und damit werden z.B. stärkere Gewitter wahrscheinlicher. Auch verändern sich durch die globale Erwärmung die Jet-Streams (schnelle Windsysteme in großer Höhe) und führen dabei zu häufigeren und längeren Blockade-Wetterlagen. http://www.scilogs.de/klimalounge/extremwetter-durch-planetare-wellen/

Auch beim gegenwärtigen Ereignis ist zu beobachten, dass sich die beteiligen Wettersysteme nur sehr langsam bewegen. 

Wir Menschen sind dabei praktisch vollständig für die globale Erwärmung seit 1950 verantwortlich:

Es gibt jetzt noch größere Sicherheit (>95%), dass der Mensch die dominante Ursache der globalen Erwärmung ist. Natürliche interne Schwankungen und natürliche äußere Antriebe (z.B. die Sonne) haben zur Erwärmung seit 1950 praktisch nichts beigetragen – den Anteil dieser Faktoren kann IPCC auf ± 0,1 Grad eingrenzen.

http://www.scilogs.de/klimalounge/der-neue-ipcc-klimabericht/

Mit fortschreitender globaler Erwärmung und dem daraus folgenden zusätzlichen und beschleunigten Klimawandel werden solche Ereignisse noch häufiger und noch stärker werden - und Deutschland tut gegenwärtig immer weniger dagegen. Gerade aktuell wird die Energiewende und dass EEG absichtlich und bewusst abgewürgt, und das Erreichen der selbstgegebenen Ziele aus dem Abkommen von Paris 2015 praktisch unmöglich gemacht. http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/21332-eine-energie-wende-rueckwa...

Kommentar von realfacepalm ,

Danke für den Stern! :-)

Antwort
von kami1a, 29

Hallo! Es kann schon auch lokale Extreme geben aber es ist schon Fakt dass 1° mehr schon das Unwetterpotential erheblich erhöht.

Auch gibt es Folgen die noch gravierender sind. Dabei  ist der Anstieg globaler Temperatur nicht mehr zu stoppen. 

Wir verlieren also permanent Land an Wasser - die bewohnbare Erde wird kleiner. Zudem werden zunehmend die Permafrostböden durch die Steigenden Temperaturen angefressen. Diese enthalten ca. 1700 Milliarden Tonnen organischen Kohlenstoff, Überreste von Pflanzen und Tieren aus Tausenden von Jahren.

 Die schmelzenden Permafrostböden beschleunigen den Klimawandel rasant - eine Spirale die dann nicht mehr zu stoppen ist.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Kommentar von xyxICHxyx ,

Klingt nicht gerade beruhigend. Bedeutet das dass wir das jetzt schon nicht mehr stoppen können ? 

Kommentar von kami1a ,

Sehe ich schon so. Der Wissenschaftsjournalist und Physiker Ranga Yogeshwar sagte kürzlich in Einer Sendung des ARD sinngemäß :  

Machen wir so weiter brauchen wir in nicht mehr ferner Zukunft ( vielleicht schon in 50 Jahren ) 3 Erden. 

Haben wir die==

Kommentar von watchman ,

Politiker wollen auch wiedergewählt werden und denken nur bis zur nächsten Wahl. - Mit Vernunft hat es ja nichts zu tun, wenn es eine Prämie für ein Hybrid-Auto mit über 200 PS gibt. - Und dann wird auch noch der Ausbau der Erneuerbahren Energien gebremmst (besonders in BY) ABER, bei jedem Hochwasser steht man vor der Kamera und macht versprechnungen.

Kommentar von kami1a ,

leider ist das so

Antwort
von soissesPDF, 10

Nein, haben sie nicht.
Das eine ist Wetter, das andere ist Klima.

Das Klima wandelte schon immer in der Erdgeschichte, das lässt sich auch nicht beeinflussen.
Dass sich das Klima in den nächsten 10 Jahren ändert steht nicht zu erwarten, wenn reden wir hier über Jahrhunderte und Jahrtausende.

Dass sich Extremwetterlagen bilden ist auch nicht neu.
Neu ist nur die zunehmende Flächenversiegelung und Flurbegradigung, daher kommt es zu wetterbedingten Schäden.

Antwort
von Arlon, 35

Ja. Es ist eine Folge des Klimawandels. Und ja. Wir Menschen sind daran schuld.

Kommentar von Omnivore10 ,

Unfug! Wer sagt das?


Kommentar von Arlon ,

Das Ausrufezeichen macht dein Wort nicht richtiger, Fleischfresser.

Kommentar von Omnivore10 ,

Es ist und bleibt Unfug! Auch mit 100 Ausrufezeichen, Wasweisichfresser.

Kommentar von Arlon ,

Dann muß sich die Wissenschaft irren und du recht haben.

Kommentar von realfacepalm ,

Dass der Großteil Deiner Posts zum Klima tatsächlich Unfug sind, und dass Du deutlich zu viele Ausrufezeichen verwendest, stimmt. Schön, dass Du das einsiehst.

Antwort
von 486teraccount, 29

geht wieder vorbei. Erdöl ist eh bald alle und dann gibt es weniger Kriege wegen Geld und Luftverpestung

Kommentar von Etter ,

Nah bis dahin gibts Kriege wegen anderer Ressourcen.

Ich würde mir da keine Sorge machen, dass wir Menschen keinen Grund finden uns gegenseitig den Schädel einzuschlagen xD

Kommentar von PatrickLassan ,

So weit denken manche User eben nicht.

Antwort
von Brotmitspeck, 40

Also im Radio habe ich einen Bericht gehört nach dem speziell diese Unwetter reine Wetterphänomene seien. Wer weiß ob das stimmt.

Kommentar von realfacepalm ,

Jedes Unwetter ist ein Wetterphänomen - das ist ein Allgemeinplatz.

Es geht aber darum, ob solche schweren Unwetter durch den Klimwandel häufiger und/oder stärker werden

Kommentar von Omnivore10 ,

Und die Antwort ist nein mr. "Klimaexperte"

Kommentar von realfacepalm ,

Nö, Deine, recht vorhersehbare, Antwort ist "Nein". Die Realität richtet sich allerdings glücklicherweise nach dem Stand der Wissenschaft und nicht nach Dir.

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