Frage von Daniel9191, 108

Sind diese Schmerzen Art von Schmerzen psychisch bedingt?

Hallo liebe User,

Mir gehts seit so einigen Monaten irgendwie gar nicht gut, kann es aber auch nicht wirklich begründen, aber ich fang mal von ganz vorne an.

Ungefähr irgendwo Mitte März 2015 hatte ich plötzlich starken Schwindel und Kopfschmerzen, war aber auch etwas stärker erkältet derzeit und wurde ins Krankenhaus gefahren, dabei wurde ich untersucht und die haben alles auf eine stärkere Grippe geleitet.

In Ordnung, habe meine Tabletten alle so genommen wie es sein sollte, aber irgendwie ging der Schwindel und hinzukommende Brustschmerzen nicht weg.

Die Schmerzen in der Brust sind eher stechend, und ich kann fast immer ganz genau sagen wo, meistens eine breite Stelle hinter dem Brustbein aber auch links in der Seite ab und zu die vorletzte Rippe. Manchmal strahlen diese in den Rücken und linken Arm aus. Die Schmerzen vergehen nach einiger Zeit aber wieder, manchmal sind diese auch recht dumpf, in dem Moment krieg ich irgendwie Panik weil ich sofort ans Herz denke oder sonst was schlimmes.

Hab das dann noch ein paar Wochen mit diesen Gefühlen versucht und bin wieder ins KH mit diesen Brustschmerzen, wobei ein EKG gemacht wurde, späterhin auch ein Belastungs-EKG, Röntgen der Lungen, Lungenkapazität gemessen, Blutabnahme, Urin, Magenspiegelung, Ultraschall des Herzens und Abdomens, ... bei denen so ziemlich alles in Ordnung ist und war, außer bei der Magenspiegelung, da wurde Helicobacter festgestellt, worauf hin ich die gewöhnliche Triple Therapie erhalten habe und nach 2 Monaten kam ich wieder zur Kontrolle, Breath Test sowie auch Magenspiegelung, diesmal aber ohne Helicobacter pylori aber noch immer dieselben Schmerzen und Gefühle.

Sodbrennen und Magenschmerzen hab ich oft, der Arzt tippt wohl darauf dass alles davon kommt, denn alles andere ist in Ordnung, ... da ich aber recht ängstlich bin und nicht irgendwie auf eine Meinung vertraue war ich noch bei einem anderen Arzt und in einem anderen Krankenhaus, wobei genau dasselbe festgestellt wurde, und zwar nichts.

Mein Blutdruck ist meistens normal, außer ich stehe etwas unter Stress dann schlägz er manchmal auch in die Höhe bis zu maximal 150/100, aber sonst 130/85 (auch nicht das beste aber ok).

Ist das wirklich alles psychisch? So starke, linksseitig stechende Schmerzen mit Schweißausbrüchen und Schwindel? Aus Angst? Durch Stress? Gestresst bin ich meiner Meinung nach nicht, aber ich hätte mir nie vorstellen können dass ich so psychisch erkranke, weil ich mich eben ganz anders eingeschätzt habe.

Was sagt ihr dazu, ist das alles Psyche? Würde mich auf ähnliche Erfahrungsberichte freuen.

Danke im Voraus, MfG Daniel

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Silo123, 50

Diese Schmerzen in der Brust, die Du beschreibst, sind geradezu typisch für muskuläre Verspannungen, wo dann auch teilweise die NN. intercostales abgeklemmt werden.

Ein guter Arzt würde bei solchen Schmerzen als erstes, vor! jedem EKG erstmal bestimmte Druckpunkte abtasten. Und bei einem Aufschrei Deinerseits dabei u.U. gleich die Diagnose stellen können.

Aber kaum ein Arzt ist heutzutage mehr zu einer manuellen Untersuchung in der Lage.

Was aber nicht so richtig dazu paßt ist der Schwindel. Könnte es sein, daß Du dann wegen der starken Schmerzen hyperventilierst? Dann könnte tatsächlich auch noch Schwindel dazukommen und sogar Schweißausbrüche.

Durch diese Muskelverspannungen kann sogar Sodbrennen begünstigt werden, da durch die dadurch erfolgende Brustkorbenge ein Druck auf den Magen ausgeübt werden KANN

Zur Ursache solcher Schmerzen, wenn es das ist, was ich vermute: Klar werden die durch Stress begünstigt- bei Stress verspannt man eher, aber sie können auch ganz ohne Stress auftreten.

Durch den Schmerz wird dann weiter verspannt... ein regelrechter Teufelskreis.

Haltungsfehler, falsche Matratzen... begünstigen das auch.

Was tun? Lasse Dir ein Rezept für Krankengymnastik ausstellen und da dann für manuelle Therapie, am besten ist "tiefe Querfriction nach Cyriax" und gehe zum Krankengymnasten, der sowas kann.

Wenn meine Vermutung richtig ist, wird der Krankengymnast/die Krankengymnastin Dir sofort sagen können, ob meine Vermutung richtig ist.  Die Therapie ist sehr schmerzhaft, bringt aber in der Regel sehr schnellen Erfolg.

Falls meine Vermutung falsch ist, schadet die Therapie aber auch nicht- du gehst damit also kein Risiko ein.

Punkto dem Magen rate ich unabhängig  davon zu einer Therapie mit dem Sud von Birkenporlingen- schadet auf keinen Fall, hilft aber vielen, wenn auch nicht allen.

Ich hoffe, daß es Dir bald besser geht.

Kommentar von Daniel9191 ,

Hey danke für deine ausführliche, interessante Antwort. Meine Hausärztin/Internistin hat da so bisschen auf der Brust und am Rücken abgetastet, jedoch habe ich dabei keinerlei Schmerzen verspürt, wahrscheinlich hat die's auch nicht richtig gemacht, bzw. gar nicht mit dem Ziel sowas abzutasten?

Ja, ich geh mal davon aus dass diese Schmerzen in der Brust dann sofort psychisch auch diesen Schwindel mitbringen, schließlich geht es mit den Brustschmerzen los, dann erst kommt der Schwindel, Kotzgefühle, Schweißausbrüche, etc. dazu...

Bzgl. falscher Haltung, ich bin Programmierer und verbringe so ca. 8 Stunden täglich am PC, seit 8 Jahren nun, da ist dann einige Male auch eine falsche Haltung angesagt.

Nehmen wir an es ist diese Art von Muskelverspannung oder was es auch sein mag, kann das seit März 2015 bis heute anhalten?

Ich muss mal schauen ob ich das bei meiner Ärztin bekomme, denn die hält mich mittlerweile für etwas krank im Kopf, war schon 100x bei der.

Soll ich sie nur fragen für Krankengymnastik oder direkt für "tiefe Querfriction nach Cyriax".

Für den Magen nehm ich zur Zeit Luvos Heilerde magenfein (Granulat), hilft mir recht gut, ich nehm aber auch Mal dein Vorschlag und schaue was mir besser hilft.

Danke nochmal..

Kommentar von Silo123 ,

Ja, das kann untherapiert sehr lange anhalten, wie gesagt der Teufelskreis unterhält sich dann selbst.

Zum Abtasten: Beachtlich, daß sie es zumindest versucht hat, aber man muß dann echt schon sehr genau wissen, wo und wie stark man drücken muß , um zur Diagnose zu kommen. Es gibt Ärzte, die kennen zwar sogar die Stellen, drücken dann aber nur ganz leicht, so daß sie nur das Unterhautfettgewebe leicht drücken, den Muskel aber gar nicht treffen und dadurch dann zu falschen Schlüssen kommen. Wenn  der Muskelansatz beim Drücken gar nicht  gedrückt wird, kommt man zu keiner richtigen Diagnose.

Zum Rezept: Ärztlicherseits sollte nur "manuelle Therapie" draufstehen- das reicht.

Daß Ärzte, wenn sie nicht mehr weiterwissen, alles auf die Psyhe schieben, ist leider normal. Aber wenn sie ein bißchen Verstand hat, wird sie sich dem Vorschlag der Krankengymnastik nicht entgegenstellen. Weil Du hast echt beste Chancen , damit "geheilt" zu werden, wenn meine Vermutung stimmt. Und eine einmalige Verordnung dürfte auch ihr Budget nicht stark belasten.

Du wirst sehr schnell wissen, ob der Ansatz der Richtige ist

Welcher Krankengymnast, welche Krankengymnastin die "Tiefe Querfriction nach Cyriax" machen und können, muß da erfragt werden. Nicht jeder hat die entsprechende Ausbildung.

Programmierer- 8 Stunden am PC-  vielleicht wäre da auch mal versuchsweise eine Haltungsschulung angesagt, hilft auch manchen.

Kommentar von Daniel9191 ,

Ich werds auf jeden Fall mal versuchen, ob ich aber auch diese Therapie nach Cyriax finde in meiner Nähe ist fraglich... nehme aber auch längere Wege in Anspruch.

Wieviele Sessions muss man da hingehn um evtl Besserung zu verspüren, bzw. wie oft geht man wöchentlich hin?

Danke dir auf jeden Fall! :)

Kommentar von Silo123 ,

Wenn es bei Dir anschlägt, und es das ist, merkst Du in der Regel nach 2-3 Mal eine deutliche Besserung. Nach dem ersten Mal ist es häufig vorübergehend sogar noch schlimmer.

Aber auch da: jeder Mensch ist anders: Aber nach einem Rezeptdurchgang solltest Du auf jeden Fall eine Besserung bemerken. Wenn Du Glück hast, ist es dann sogar schon erledigt und Du brauchst nichtmal ein 2. Rezept.

Falls es "nur" besser ist, aber nicht erledigt: ein 2. Rezept nachschieben.

In der Regel dürftest Du danach eine ganze Zeit Ruhe haben, wobei natürlich Rezidive bei Deinem Job nicht unwahrscheinlich sind. Vielleicht würde da dann die Haltungsschulung was bringen.

Zur Therapiehäufigkeit: Mit einmal in der Woche machst Du nichts falsch.  U.U. hilft 2 Mal in der Woche schneller, aber es kann auch eine Überforderung an Deinen Körper sein. Lasse das dann ggf. den Krankengymnasten /die Krankengymnastin entscheiden. Die können das am besten situationsbezogen beurteilen.

Ja, die "tiefe Querfriction nach Cyriax" ist auch einen weiteren Weg wert. O.K. vielleicht keine 900 km, aber 50 km allemal.

Zu meiner Krankengymnastin- ich bin froh, daß die nur 15 km entfernt ist, ich habe die Therapie da auf Dauer,( aber wegen was anderem, aber auch muskulär bedingt- ich bekomme sogar Rezepte außerhalb des Regelfalles und mein Schmerzmittelkonsum ist seitdem auf unter 10 % (oder sogar 5%) von vorher gesunken) . Da kommen aber sogar Leute von weit her, die machen dann hier ihren Urlaub und zahlen das teilweise sogar privat, wenn der Arzt nicht mitspielt. Die kommen einmal pro Jahr für 2-3 Wochen und dann geht es den Rest des Jahres. Das alleine sagt schon viel über die Wirksamkeit.

Kommentar von Daniel9191 ,

Hey, ich war heute mal sofort bei meiner Hausärztin, die hat zugestimmt und kennt das Verfahren sogar, und das tollste, Sie hat mir sogar eine Adresse dazu gegeben! 18km, lt. Google Maps von mir entfernt, obwohl's ne Dorfgegend hier ist. xD

Auf jeden Fall bin ich dann mal kurz dorthin und wollte erst 'n Termin machen, ... irgendwie macht das wohl kaum jemand, die haben nämlich schon morgen Zeit? Das hat mich bisschen skeptisch gemacht aber versuchen werd ichs, ich hab 8 Besuche verschrieben bekommen und die "Therapeutin" dort meinte 2x die Woche muss ich wohl hin.

Die hat mich auf der Brust abgetastet, seitlich auf den Rippen, vorne am Brustbein, Rippen, und dann am Rücken mittig bis ganz unten entlang, Schmerzen hatte ich keine, jedoch hat Sie wohl "blockaden" in der Wirbelsäule, sowie auch "verspanntes Muskelgewebe" im Brustbereich, sowie auch im Schulter- und Rückenbereich, Febricit oder so hat die auch erwähnt, was auch immer das sein mag. Und das ich etwas mehr Bewegung brauch (Spatziern, Joggen, Laufen).

Auf jeden Fall bedanke ich mich bei dir für deinen Tipp - mal schauen ob's hilft! :)

Kommentar von Daniel9191 ,

Ich war jetzt schon 4x, leider spür ich nur irgendwie "minimal" eine Besserung. Die Therapeutin dort meinte dass mir das auf jeden Fall helfen wird, muss es nur bis zum Ende durchziehen, aber naja.

Es ist schon schmerzhaft, so schmerzhaft, dass ich manchmal sogar "leicht aufschreie" oder Sie abbrechen muss, als würd die mir ihre Nägel den Muskel entlang durchschieben.

Antwort
von CBA123ABC321, 46

Wenn es keine andere Ursachen haben kann, könnte es durchaus psychisch sein. Ich hatte mal 1 1/2 Tage ziehende und stechende Brustschmerzen und bei mir stellte sich nach einer Magenspiegelung eine starke Magenentzündung heraus. Meine Mutter hat häufig mit Kopfschmerzen zutun, aber bei ihr konnte nichts festgestellt werden. 

Ich habe neulich ein Tag an den ich öfters mit Bruststechen zutun hatte. Bei mir konnte auch nichts festgestellt werden und man schob es auf ein muskuläres Problem. 

Kopfschmerzen kann auch wetterabhängig sein oder durch starke Aufregung vorkommen. Ich habe zeitlang ein komischen Kopf gehabt, keine Kopfschmerzen, habe Johanniskraut genommen, weil ich dachte, es wären Depressionen. Es hat auch in der Hinsicht geholfen, also ich bin meinen komischen Kopf zumindest wirklich losgeworden.

Kommentar von Daniel9191 ,

Meinste echt das kann psychisch so stark durch die Brust bohren und schmerzen? Das sind manchmal so starke Schmerzen dass es mir das Atmen verschlägt in der Sekunde.

Kommentar von CBA123ABC321 ,

Also ich habe mich deswegen im Krankenhaus begeben und da wurde es halt festgestellt. EKG auch machen lassen, aber wenn die nichts feststellen können, wird ja meist auf etwas anderes geschoben, wie Psyche oder muskulär bedingt.

Kommentar von Silo123 ,

Wenn die Schmerzen so stark sind, daß es Dir fast den Atem verschlägt, unterstützt das meine Vermutung, daß Du dann im Endeffekt hyperventilierst  und daher der Schwindel kommt.

Bei starken Schmerzen  war ich durch dieses Hyperventilieren schon mal fast vor dem Kollaps und habe mir schon die Plastiktüte bringen lassen (erste Notmaßnahme bei Hyperventilation). "Bringen lassen", weil ich zu keinem Schritt mehr in der Lage war.

Kommentar von Silo123 ,

"
Meine Mutter hat häufig mit Kopfschmerzen zutun, aber bei ihr konnte nichts festgestellt werden."

Meine Mutter auch.  Meine ganze Jugend erinnere ich sie nur kopfschmerztablettenfutternd.

Bis sie dann zu einer Krankengymnastin kam, die bei ihr die "tiefe Querfriction nach Cyriax" machte. Die Kopfschmerzen waren dann weg. Es war ein Spannungskopfschmerz gewesen. Danach hatte sie! nichtmal mehr Schmerztabletten in der Hausapotheke. Und es half bei ihr sogar bei Hüftarthrose: Natürlich kann das keine Hüftarthrose beseitigen oder heilen, aber anscheinend rührten bei ihr die meisten Schmerzen dabei von sekundärer Muskelfehlbelastung her und nicht von der Hüftarthrose an und für sich.

Daniel 9191, Du wirst Dich wahrscheinlich jetzt wundern, gegen was das alles hilft: Ich verdiene an der Empfehlung nichts (-;  und es hilft auch nur bei muskulären  Leiden mit Verspannungen.  Und leider hilft es da auch nicht bei JEDEM, aber bei sehr vielen., deutlich über 50% und da dann so gut, daß ich diese Therapie als geradezu phänomenal ansehe- meine Tochter gehört leider zu den wenigen Therapieversagern.  Aber es hilft echt oft.

Antwort
von Wonnepoppen, 46

Angst "könnte" diese Symptome auslösen?

Wenn es immer wieder auftritt u. dich belastet, was ja der Fall ist, solltest du evtl. mal in Richtung Psychologe denken?

Kommentar von Daniel9191 ,

Hey danke für deine Antwort. 

Habe vergessen dass ich bei nem Psychologen (Psychiater?) war, und zwar 12 Sessions lang, der zuguterletzt meinte ich soll mir nicht so viele Gedanken machen, es aber nicht nötig wäre irgendwelche Pillen zu schlucken, außer etwas für die Beruhigung wenn nötig und dass ich evtl mal meine Brust/Rücken/Nacken untersuchen sollte, da es evtl muskulär sein könnte, das hätte er mir auch nach dem zweiten Mal sagen können... 

Kommentar von Silo123 ,

"
das hätte er mir auch nach dem zweiten Mal sagen können... "

Dann hätte er aber weniger verdient (-;

Kommentar von Wonnepoppen ,

Ok, da hätte ich auch drauf kommen können, daß du evtl. mal zum Orthopäden oder Osteopathen gehst?

Kommentar von Daniel9191 ,

Ihr denkt schon ich bin krank, war auch beim Osteophaten der mir erklärte dass all das vom Rücken kommt und in die Brust ausstrahlt, ...auf dem Skelett alles vorgezeigt, mich dann mit paar Handgriffen und seinem bzw. meinem Körpergewicht dann ein paar mal Knacken lassen; und er meinte dass eine Behandlung reicht, maximal zwei Behandlungen wären nötig. Das übernahm die Krankenkasse dann nicht, hat mir aber wie ich das einschätze wirklich geholfen diese Schmerzen für ne Zeit loszuwerden.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Ob du nun körperlich oder psychisch krank bist, ist nicht so wichtig!

auf alle Fälle hast du Beschwerden, die behandelt werden sollten!

Wie wäre es bei einem Physiotherapeuten, in Richtung Krankengymnastik?

Das ist mit einem mal nicht getan u. du mußt nur  eine Zuzahlung leisten?

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