Frage von Melanie99, 20

Sind die Wohnungswände Gemeinschaftseigentum oder Sondereigentum?

Eine Miteigentümerin hat Schimmel an oder in ihren Wänden, den sie jetzt beheben lassen will. Sind ihre Wände Gemeinschaftseigentum, so dass alle Miteigentümer die Kosten mittragen müssen? Unterscheidet man zwischen Innen- und Außenwand? Gibt es einen Unterschied zwischen tragender und nicht tragender Wand in Bezug auf das Gemeinschaftseigentum? Die Wände sind in der Teilungserklärung nicht erwähnt. Danke für alle Antworten.

Antwort
von landregen, 16

Falls der Schimmelbefall innen, also innerhalb der Wohnung an den Innenwänden liegt, muss die Wohnungseigentümerin vermutlich per Gutachter erst einmal nachweisen, dass die Ursache baulicher Art sind und nicht etwa falsches Heiz- und Lüftungsverhalten.

Kommentar von Melanie99 ,

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Die Miteigentümerin sagte bereits, dass der Schimmel erst nach Einbau der neuen Fenster kam und dass die neuen Fenster viel dichter seien als die alten. Sie sagte, sie würde häufig und lange durch Kipplüften lüften, worauf ich sagte, dass sei das schlechteste, was sie überhaupt machen könne. Man muss mehrmals täglich durch übereck Stoßlüften lüften. Dies Gespräch war während der Eigentümerversammlung, so dass ich diese Äußerungen wohl ins Protokoll aufnehmen werde.

Kommentar von landregen ,

Das kann sicher nicht schaden. Die wirkunsvolle und sinnvolle Art zu lüften ist ja mehrmals täglich "Stoßlüften".

Es ist darauf zu achten, dass in Räumen, in die Feuchtigkeit  des Wohnuns zieht (Kochen, Bad, Ausdünstüngen aus Haut und Lunge, insbesondere beim Schlafen - das allein macht bis zu mehreren Litern Feuchtigkeit pro Nacht aus) in der kalten Jahreszeit ausreichend geheizt wird, denn in kalten Räumen schlägt sich viel mehr Feuchtigkeit nieder als in wärmeren - was Schimmelbildung begünstigt.

Neue Fenster können wohl keine Baumangel sein. Wenn vorher das Problem nicht aufgetreten ist, gab es ziemlich sicher auch keinen Baumangel, sondern es hängt offenbar mit mangelnder zusammen.

Bei dieser Sachlage gehe ich davon aus, dass sich die Hausgemeinschaft für dieses Problem gar nicht "interessieren" muss, so lange Bewohnerin nicht über einen selbstbeauftragten und bezahlten Gutachter nachweist, dass der Schimmel andere Ursachen hat als fehlerhaftes Verhalten.

Aber ich bin keine Juristin und darf keine Rechtsberatung geben. Dies ist nur eine Einschätzung nach gesundem Menschenverstand.

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