Frage von HaukePauke, 50

Sind die Schulden sofort und ohne Ratenzahlung zu bezahlen?

Hallo,

ein in den miesen geratenes Gemeinschaftskonto ( Eheleute) wurde durch die Trennung einseitig von Ehefrau gekündigt, da kein Einkommen. Ich weiß das geht rein rechtlich nicht so, aber nehmen wir es einmal an. Es wäre so.

Der Ehemann kann doch sicherlich eine Ratenzahlung vornehmen, oder muss er die Summe (ca, 6000€) sofort bezahlen? Das geht doch eigentlich gar nicht...

Daher mal die Frage

Antwort
von Kirschkerze, 30

"Trennung einseitig von Ehefrau gekündigt,"

Wie du selbst sagst: Rechtlich nicht möglich. Um ein Konto aufzulösen müssen BEIDE Kontoinhaber zustimmen. Aber nichtsdestotrotz: Jede Bank darf einem Kunden den Dispo fällig stellen und die offene Überziehung einfordern, jetzt mal komplett unabhängig von der Kontolöschung (damit wir ein realistisches Szenario haben ;) )

Eine Ratenzahlung muss seitens der Bank da nicht bewilligt werden (für eine Dispo-Kündigung müssten es aber 2-3 Monate Kündigungsfrist sein, soweit ich weiß)

Kommentar von Kirschkerze ,

EDIT: Und da beide Kontoinhaber sind/waren: die Bank darf auch von nur einer Person den Betrag verlangen (da beide voll haftbar für diese Schulden)

Kommentar von Hugito ,

Das ist dann eine "gesamtschuldnerische" Haftung.  D.h. die Bank kann sich aussuchen,  von wem sie sich das Geld holt. Sie kann von jedem den vollen Betrag verlangen (natürlich nur einmal).

Rechtlich kann diejenige Person, die alles zahlt von der anderen Ausgleich verlangen (das hängt ab vom  "Innenverhältnis")

Kommentar von mepeisen ,

Rechtlich kann diejenige Person, die alles zahlt von der anderen Ausgleich verlangen

oder auch nicht. Das kommt dann auf viele Details an, beispielsweise was bei der Scheidung sonst noch so eine Rolle spielt, wie das mit der Zugewinngemeinschaft ist, wer von dem Schulden-Machen profitiert hat usw.

Aber im Grundsatz ist das so richtig dargestellt, ja.

Kommentar von mepeisen ,

für eine Dispo-Kündigung müssten es aber 2-3 Monate Kündigungsfrist sein, soweit ich weiß

Bis auf ganz wenige Ausnahmen (Verdacht auf Geldwäsche u.ä.) mal abgesehen. Sie 2-3 Monate stehen vorrangig so in den Sparkassen-AGB.

Gesetzlich vorgeschrieben sind es "nur" 30 Tage.

Antwort
von brummitga, 25

beide müssten sich auf eine Variante einigen, sofern nicht gesetzliche Vorgaben einzuhalten sind.

Antwort
von Hugito, 30

Wenn das Konto wirksam gekündigt wäre, dann müßte das Soll zurückgezahlt werden.

Die Bank könnte zwar sofortige Zahlung verlangen. Aber es ist auch Verhandlungssache. Eine Bank wird sich auch auf eine Ratenzahlung einlassen. Man muss das mit denen eben vereinbaren.

Kommentar von HaukePauke ,

das klingt plausibel... wie soll man auch sonst, so eine Summe in 24 Stunden aufbringen.... da man dort auch 30 Jahre Kunde ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten