Frage von Realer, 221

Sind die Pädophilen oder die Schwulen die kranken Menschen?

Bei Schwulen sagt man immer, das kann man nicht heilen, die sind ganz normal Menschen wie andere auch, die sind überhaupt nicht krank und ticken eben nur anders.

Aber wenn jemand sagt das ist ein Pädophiler dann geht das ganze Dorf dagegen auf die Straße, im Sinne der ist doch nur vollkrank, den wollen wir hier nicht.

Nur woran macht man das aus medizinischer Sicht bitte fest? Sollte man nicht allen Menschen das gleiche Verständnis für ihren Tick entgegenbringen?

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Sexualitaet, 58
  • Pädophilie ist definitiv eine Störung, die unnatürlich und krankhaft ist. Der Schutz von Kindern funktioniert kulturübergreifend und sogar sehr viele Tierarten praktizieren Welpenschutz. Ein Sexualverhalten, das nicht einvernehmlich ist und den Sexualpartner traumatisiert hinterlässt, ist einfach nicht in Ordnung und darf zu recht als gestört bezeichnet werden. Ich kann und will es nicht akzeptieren, dass Vergewaltigungen oder Kindesmissbrauch irgendwie als "Neigung" schöngeredet werden anstatt klar zu benennen, dass hier ein anderer Mensch geschädigt wird.
  • Der Vergleich von Pädophilie mit Homosexualität ist perfide und irreführend. Man darf und sollte über alles nachdenken, aber hier muss man auch klar erkennen, dass hier mit falscher Psychologie gespielt wird.
  • Der entscheidende Punkt ist die Einvernehmlichkeit der beiden sexuell aktiven Personen und die ist bei Kindern generell nicht in dem nötigen Maße denkbar. Quasi immer liegt Missbrauch mit traumatischen Folgen für die Kinder vor, oft sogar Körperverletzung. Fast immer werden die Kinder sogar zu den sexuellen Handlungen gezwungen oder mindestens unter Ausnutzung ihrer Unreife entsprechend manipuliert.

  • Sexualität vor Erreichen der sexuellen Reife ist unnatürlich. Das sollte auch dir eingängig sein.

  • Bedenke auch, dass Hetero-, Homo- und Bisexualität sexuelle Orientierungen sind, nämlich aussagen, auf welches Geschlecht sich das sexuelle Interesse richtet. Dagegen ist Pädophilie eine Sexualdevianz und Pädophile sind ebenfalls hetero-, homo- oder bisexuell. Auch Pädophilen ist das Geschlecht des Kindes im allgemeinen nicht egal. 

Kommentar von Realer ,

Ich finde das ein bisschen scheinheilig. Es gibt auch Vergewaltigung in der Ehe, die den Sexualpartner traumatisiert hinterlässt, nicht nur an Kindern. Aber welcher "normale" Vergewaltiger wurde jemals dafür für unnatürlich, krank und gestört erklärt und befindet sich deswegen jetzt in der Therapie?

Ich glaube das Problem liegt auch darin, es gibt eine gesetzliche Altersgrenze für die Volljährigkeit ab 18 an der sich alles misst. Die ist aber nicht zwangsläufig biologisch bedingt. Pedos liegen mit ihrer sexuellen Fixierung einfach deutlich unter dieser Schwelle. Wie will man die hormonell auch fest machen?

Am Häufigsten gibt es Kindesmißbrauch anscheint auch in der Kirche: https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller\_Missbrauch\_in\_der\_r%C3%B6misch-katho...



Kommentar von Kajjo ,

Nein, das Argument der gesetzlich und damit rein formal definierten Volljährigkeit hat mit Pädophilie rein gar nichts zu tun.

Sexueller Missbrauch an Kindern richtet sich nach der gesetzlichen Definition des Kindes, nämlich dem Alter 14.

Medizinisch richtet sich die Definition an der Erregung durch Personen VOR der sexuellen Reife und VOR der Pubertät. Pädophile erregen sich an Kindern, die noch keine reifen Geschlechtsmerkmale (z.B. Schamhaare, Brüste) haben. Diesen Entwicklungszustand des Opfers kann man durchaus eindeutig medizinisch definieren.

Dein Argument der Scheinheiligkeit greift ebenfalls nicht, dann ANDERE Straftaten haben ja gar nichts mit Pädophilie oder Kindesmissbrauch zu tun. Natürlich gibt es auch viele andere Sexualstraftaten mit anderen Motiven.

Bedenke zudem, dass nicht jeder Kindesmissbrauch pädophil motiviert ist und insbesondere auch viele der von Dir hervorgehobenen Fälle in der katholischen Kirche auch Jugendliche und nicht nur Kinder betreffen.

Antwort
von MrHilfestellung, 84

Beides sind sexuelle Neigungen, die von der Norm abweichen.

Der Unterschied ist, dass es völlig in Ordnung ist, wenn zwei Schwule freiwillig zusammen sind und Sex haben, während ein Kind nicht die geistige Reife hat die Konsequenzen, die Sex mit einem Erwachsenen haben kann zu begreifen.

Kurz gesagt: Homosexuelle Handlungen schaden keinem Menschen, während pädophile Handlungen dies sehr wohl tun.

Antwort
von randomhuman, 74

Wenn man schwul ist dann schädigt man damit normalerweise keine Kinder. Denn meistens wollen es beide und die Personen sind wie bei Heterosexuellen in einem ähnlichen Alter und somit gibt es keine Bedenken. Zu heilen gibt es bei Homosexualität nichts, weil man weder psychische noch physische Störungen/Erkrankungen hat. 

Bei Pädophilen kann man das ganze als psychische Störung ansehen und oft können die Leute nichts dafür, dass sie einen Drang danach haben Kinder zu missbrauchen. Deswegen kommen die meisten Pädophilen auch nichts ins Gefängnis sondern werden therapeutisch betreut (oder beides), damit das ganze nicht wieder vorkommt. Die meisten können leider nichts für ihre Pädophilie aber manche machen es eben bewusst.

Antwort
von theantagonist18, 86

Verständnis ist ja schön und gut, aber der entscheidende Unterschied ist der Schaden, der anderen zugefügt wird. Ein homosexueller Mensch schadet mit seiner sexuellen Orientierung keinem, ganz im Gegensatz zu einem Pädophilen. 

Antwort
von misterbobo, 64

also schwule menschen schaden keine. Das was schadet sind "PEDOS" sie schaden anderen Menschen vorallem Kindern. Also mann kann das auch nicht in die gleichstellung bringen weil das sind zwei andere richtungen. schwule ist ein anderes Thema als Pedophile

Kommentar von Realer ,

Es gibt doch auch diese japanischen Kinder-
Sexdolls, damit wird niemanden geschadet aber bezahlt die auch die Krankenkasse? Vielleicht liegt das ja nur daran!

Antwort
von reblaus53, 36

Die Frage ist hier nicht "Krank" oder nicht. Die Frage ist die Auswirkung auf andere Menschen. Schwule schädigen niemanden. Sie finden sich unter gleichgesinnten, und gut ist es. Pädophile vergreifen sich an Kindern. Die sind nicht einwilligungsfähig in derartige Praktiken und müssen deshalb geschützt werden.

Antwort
von michi57319, 103

Sexuelle Vorlieben gibt es ja nun reichlich. Als krankhaft wird übrigens keine bezeichnet, auch nicht die Pädophilie.

So lange jemand mit seiner Orientierung niemandem einen Schaden zufügt, ist das auch kein Thema.

Es liegt jedoch leider in der Natur der Sache, dass ein Mensch, der Sex mit Kindern bevorzugt, irgendwann zum Täter wird. Dann wird es auch erst strafbewehrt und es gibt einige Opfer mehr, deren Leben verpfuscht ist.

Täter wird so jemand dann, wenn seine Phantasie nicht mehr ausreicht und er sich im ersten Schritt Bilder und Videos beschafft. Vielleicht reicht das irgendwann nicht mehr und er will es live.

Unter sämtlichen anderen Vorlieben trifft man sich sozusagen auf Augenhöhe. Bei der Pädophilie ist das nicht machbar und es kommen Kinder zu Schaden.

Deshalb wird es massiv geächtet. Da verliert ein Erwachsener die Kontrolle und zerstört das Leben eines Kindes.

Kommentar von MSsleepwalking ,

Sodomisten haben ein ähnliches Problem

Kommentar von michi57319 ,

Ja, auch sie schaden den Objekten ihrer sexuellen Begierde nachhaltig.

Antwort
von nooppower15, 83

Naja erstmal ist es so wenn 2 Homosexuelle ihre sexuelle Präferenz in gegenseitigen einverständniss ausleben ist das gesselschaftlich völlig unproblematisch, es gibt schliesslich kein Opfer.

Ein Pädophiler hingegen welcher seine neigung auslebt bzw ausleben möchte stellt nunmal eine potenzielle Gefahr dar, denn sie schaden damit andere Menschen.


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