Frage von Zischelmann, 54

Sind die Kinder von Reichen/Adligen wirklich klüger als die von armen Menschen?

Oder hat das damit zu tun das die Reichen/Adligen besser ihre Kinder fördern und auch sich gute Nachhilfe lesisten können?

Was meint Ihr?

Antwort
von xander1007, 22

Nein. Sie sind nicht zwangsläufig klüger, sondern lediglich privilegierter. Wenn mehr Geld da ist, erhält das Kind natürlich besser Förderung. Erst vor kurzem wurde wieder festgestellt, dass Kinder aus wohlhabenden Familien mehr Möglichkeiten haben und später eher Abitur und Studium absolvieren.

Es ist auch häufig so, dass Kinder aus ärmeren Familien eher in einen Job einsteigen wollen, anstatt zu studieren, weil sie es wichtiger finden als bald Geld zu verdienen. Einfach weil sie von klein auf gelernt haben, dass das Geld nicht auf Bäumen wächst und man sich finanziell absichern muss.

Wünschenswert wäre, dass Kinder aus ärmeren Familien mehr Förderung erhalten, denn es wird einfach zu viel verschenkt und die Kinder werden der Möglichkeit beraubt sich uneingeschränkt zu entwickeln und ihr Potential voll auszuschöpfen.

Antwort
von Pangaea, 23

Von "Adligen" bestimmt nicht. Adelstitel wurden gern auch mal als kleine Anerkennung verliehen, dafür dass ein Mann intensiv wegschaute, wenn der Fürst was mit der Ehefrau des Mannes anfangen wollte. Kostete ja nichts, dem Mann ein "von" vor dem Namen zu schenken, für Verdienste  um das Fürstentum.

Von reichen Menschen: Einerseits haben die mehr Möglichkeiten, die Kinder zu fördern, auch wenn sie ihren Reichtum ererbt haben. Aber andererseits gibt es ja auch Menschen, die durch Intelligenz und Leistung reich geworden sind. Die Intelligenz vererben sie an ihre Kinder, und die Leistungsbereitschaft bringen sie ihnen durch Erziehung bei.

Das hat dann auch positive Auswirkungen auf die Leistungen in der Schule.

Antwort
von Goodnight, 14

Nein sind sie nicht. Natürlich gibt es da aber genug Geld und Möglichkeiten Privatlehrer im eigenen Haus zu beschäftigen.

Ich hatte während meiner Berufsausbildung einen Mathe Lehrer, der in so einem Haus gearbeitet hat. Er fand die Kinds ganz besonders  und erschreckend doof. Er hat sogar von "Inzucht" gesprochen. Den Blaublütern fehlt zuweilen frisches Blut.

Antwort
von Fuchsma, 24

Natürlich liegt es daran, dass diese Kinder besser gefördert werden. Normale Menschen können es sich nicht leisten oder haben kein großes Interesse daran. Es kommt ja auch immer darauf an was du deinem Kind ermöglichen möchtest oder ob du es einfach auf dich zukommen lässt.
Von reichen / adligen Kindern wird mehr erwartet und daher werden sie auch meist mehr gefördert.

Kommentar von Sandkorn ,

Natürlich liegt es daran, dass diese Kinder besser gefördert werden.

Was für ein Blödsinn.

Normale Menschen können es sich nicht leisten oder haben kein großes Interesse daran.
Letzteres stimmt leider.

Es soll sogar in der Unterschicht Kinder geben die, ganz ohne Förderung, begabter sind als Kinder der Oberschicht. Das hat mit angeborener Intelligenz zu tun und nicht mit Geld.

Warum sonst haben "Kinder anderer Nationalitäten" z. T. bessere Noten in Deutsch (und auch anderen Fächern) als sogenannte Ur-Deutsche?

Gerade Kinder die aus anderen Kulturkreisen kommen sind teils stärker an Bildung interessiert als hiesige Kinder/Jugendliche, die meinen aufgrund ihrer Abstammung vieles eh schon zu wissen/können.

Kommentar von Fuchsma ,

Von Natur aus begabte Kinder sind nochmal ein ganz anderes Ding.
Ich spreche von Kindern die in etwa gleichklug sind. Da hat das Kind mit den wohlhabenderen Eltern auf jedenfall die besseren Karten etwas aus sich zu machen.
Die Förderung von eventuell nicht so schlauen Kindern kostet in der Regel viel Geld.

Antwort
von n3kn2dhr, 27

Nein.

Sie haben aber mehr Möglichkeiten Talente zu fördern und Defizite auszugleichen.

Ein Hartz-4 Empfänger kann es sich kaum leisten, die eigenen Kinder zur Nachhilfe zu schicken, wenn die Kinder schlecht in der Schule sind. Der Millionär dagegen kann es sich leisten ein Batallion von Lehrern für Nachhilfe zu engagieren.

Ein Kind aus wohlhabendem Hause kann viele Dinge ausprobieren: Judo, Fechten, Reiten, Turnen, Gitarre, Posaune, Fussball, Bogenschiessen, etc....

Ein Kind aus armen Hause kann nur wenige Dinge ausprobieren, die nicht mit Einsatz von Geld verknüpft sind: lesen, Fussball.

Ein Kind aus armen Hause wird vermutlich kein Auslandsjahr machen können. Dem aus reichem Hause stehen nach dem Auslandspraktium in einer Kanzlei in Dubai alle Türen offen.

Nicht der Intellekt ist abhängig vom Wohlstand des Elternhauses, sondern die Möglichkeiten den Intellekt zu fördern und auszubilden.

Kommentar von BigDreams007 ,

Du bringst es auf den Punkt. Super Antwort!:)

Kommentar von Gustavolo ,

Das fängt schon damit an, dass die gut Betuchten großzügiger wohnen. Ihre Sprößlinge haben ein eigenes Zimmer, können sich zurückziehen, zum Lernen, Spielen, Hobby nachgehen, Freunde empfangen usw.

Kommentar von n3kn2dhr ,

Ja genau. Es ist sicher ein ganzes Arsenal von Effekten. Von homöopatischen Effekten hochwertigerer Nahrung, über eine reichhaltigere Spielewelt, bis hin zu alternativen Schulkonzepten. All das dürfte Familien mit wenig Geld nicht in dem Maße zur Verfügung stehen, wie besser verdienenden Familien.

Hinzu kommt aber auch - und das sollte man nicht vergessen - die Erziehung zu Leistungsorientierung.

Natürlich gibt es Leute, die in reiche Verhältnisse hineingeboren werden. Deren Kindern stehen dann natürlich auch Türen offen, die anderen nicht offen stehen; egal ob sie dumm oder klug, stinkend faul oder fleissig sind.

Es fällt aber einer Familie, die ständig am Existenzminimum lebt sicher nicht so leicht ihren Kindern beizubringen, dass sich Fleiss am Ende auszahlt.

In späteren Jahren ist es dann auch noch von Bedeutung, ob der Sprößling nach einem Studium (weil er klug ist) dann mit einem Haufen Schulden ins Leben startet, weil er z.B. seine Ausbildung selber finanzieren musste oder während des Studiums nebenbei arbeiten musste. Der Student aus wohlhabenden Hause konnte sich ganz auf sein Studium konzetrieren, weil für die Lebenshaltung von vornherein gesorgt war. Das führt zu besseren Lernleistungen, das wiederum zu besseren Noten, das zu besseren Stellenangeboten.

Und noch eins. Gerade in der High-Society ist es üblich, dass die Kinder studieren, oder zumindest etwas Prestige-trächtiges machen. Die Kinder von Bekannten von mir (die sich in diesen Kreisen bewegen) haben teilweise nur deshalb Medizin studiert, weil "das da so üblich ist". Jetzt arbeiten sie in völlig anderen Berufen.

Antwort
von maxim65, 26

Die sind nicht schlauer allerdings haben sie in der Regel mehr Möglichkeiten zu lernen. Das heisst aber nicht das sie die auch nutzen. Es sind halt Kinder und gibt es solche und solche.

Antwort
von Nordseefan, 9

Nein, sind sie nicht. Ob einer schlau/klug ist hat nichts mit den Wohlstand zu tun.

Richtig ist aber, das es die reichen Leute wesentlich leichter haben Defizite" ihrer Kinder auszugleichen. Eben weil sie das Geld für spezielle Förderung haben.

Antwort
von Volkerfant, 11

Nicht unbedingt, aber sie können besser gefördert werden.

Antwort
von TestBunny, 18

Ein dummes Kind wird auch durch Geld nicht schlau. In Deutschland spielt das ja auch keine so große Rolle. 

Sicher ein Trost: Menschen aus Harvard, der UNI in der USA, haben nicht bessere Chancen auf ein glückliches Leben wie jemand aus der Hauptschule. ^^

Antwort
von Isipulli, 13

Hallo Zischelmann,

aus meiner Sicht, ja und nein.

Wie schon erwähnt, wird Intelligenz auch vererbt. Doch auch ein einfacher Handwerker kann intelligent sein und es an seine Kinder vererben. Die Intelligenz selbst hat daher nicht ausschließlich mit Reichtum zu tun.

Ein intelligentes Kind aus finanziell schwächer gestelltem Haushalt muss sehr viel mehr Eigeninitiative entwickeln, um dorthin zu kommen, wo ein ebenso intelligentes Kind aus reichem Haus mit wesentlich weniger Anstrengung hin"fällt" (auch schon unten erwähnt).

Antwort
von karim44, 23

Unser ganzes Schulsystem hat absolut garnichts mit Schlauheit zu tun. Wenn man nicht faul ist und den Stoff wiederholt, schafft auch jemand mit einem relativ niedrigen IQ einfach das Abi. Also Schlauheit hat rein garnichts mit dem Vermögen zu tun. 😃

Kommentar von BigDreams007 ,

Tut mir leid aber da hast du wenig Ahnung. Es gibt Kinder die verzweifeln in der Grundschule schon OBWOHL sie sich bemühen, sich anstrengen usw.

Kommentar von karim44 ,

Doch. Denn deinen Genannten Fall nennt man lernschwächen. Welche von manchen als "Krankheit" bezeichnet wird.

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