Frage von SunBro19999, 19

Sind die folgende Mikrofon etc. - Zusammenstellung miteinander und mit meinem Pc kompatibel?

Hey Community, da mir zur Zeit ziemlich langweilig ist, wollte ich es mal mit "Let's Plays" versuchen. Hierfür benötigt man jedoch einiges an Zeug, bevor man "qualitativhochwertige" Videos produzieren kann. Meine Pc-Hardware reicht hierfür komplett aus.

Nun zur Frage: Ist diese Ausstattung in Ordnung, sollte ich vielleicht was verändern, fehlt mir noch etwas, ist es mit meinem Pc kompatibel?

Als Anmerkung, ich besitze keine externe soundcard, sondern nur die im Mainboard integrierte Soundhardware.

Mein Mainboard: MSI Z97 GAMING 5 Intel Z97 So.1150 Dual Channel DDR3 ATX Retail

Kondensator: Neewer® 1- Channel 48V Phantom Leistungversorgung Schwarz mit Adapter und Einem XLR Audio Kabel für alles Kondensor Mikrofone Musik Rekorder Ausrüstung Music Recording Equipment

Mikrofon: https://www.amazon.de/Pronomic-Gro%C3%9Fmembranmikrofon-XLR-Kondensatormikrofon-...

Mikroständer: Neewer® Mikrofon Aussetzung Boom Scissor Arm Ständer (Mikrofon NUR STÄNDER, kein Mikrofon oder Pop Bildschirm enthalten)

MIkrofonkabel: Mikrofonkabel High Quality - 3 Meter - 1x XLR Male - 1x XLR Female

  • Produktnamen sind einfach über Amazon zu finden.

Dann danke ich schon mal euch im Vorraus, und hoffe auf baldige Antworten. Mit freundlichen Grüßen, (Hier beliebigen Personennamen einfügen)

Antwort
von KarlKlammer, 7

Hallo,

wenn du "qualitativ hochwertige" Videos produzieren willst, könntest du mit dieser Ausstattung Probleme bekommen.

Abgesehen davon, dass das Mikrofon auch einen guten Briefbeschwerer abgeben würde, ist die 48V Phantomquelle für dein Vorhaben keine gute Lösung.

Wenn du mit dem symmetischen Signal aus deinem Mikro in die On-Board-Soundkarte gehst kann das klappen. Muss aber nicht. Vom Klang einmal abgesehen.

Ich versuche es kurz zu machen; Das Mikrofon ist zwar, im gegensatz zu den Auna-Teilen laut Angaben mit 32mm ein Großmembraner, aber was willst du denn damit? Es ist ein Blender.

Anstatt eines Großmembraners der untersten Kategorie würde ich dir eher zu einem guten Einsteiger Kleinmembraner raten. Z.B. das MXL 606. Damit machst du nichts verkehrt.

Generell gilt; Wenn du nicht weißt wieso es ein Großmembraner sein soll, ist das Kleimmembraner immer besser.

Und bevor du dir diese Phantomspannungsversorgung kaufst; Für wenig Geld mehr bekommst du z.B. ein Behringer U-Phoria Interface. Das funktioniert als USB-Soundkarte und liefert Phantomspannung an dein Mikro. Ausserdem hast du dann keine Probleme mit symmetrischen Signalen und der Vorverstärker dürfte immer noch wesentlich besser sein als der deiner On-Board Soundkarte.

Auf den Mikroständer gehe ich jetzt nicht ein. Da wirst du mit ein wenig suchen sicher fündig.

Kommentar von SunBro19999 ,

Erstmal, vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Kannst du mir vielleicht erläutern, was den Unterschied zwischen Klein- und Großmembraner ausmacht? Wie viel sollte man mindestens für einen Großmembraner zehlen? Hast du eventuell einen guten im Kopf?

Kommentar von KarlKlammer ,

Gerne!

Der Unterschied zwischen einem Groß- und Kleinmembrankondensatormikrofon ist, wer hätte es gedacht, die größe der Membran.

Das klingt ersteinmal nicht sehr kompliziert. Doch könnte man das Thema bis zum jüngsten Tag erläutern.

Ab einem Membrandruchmesser von ca. einem Zoll, also ca. 2,5cm spricht man von einem Großmembraner, alles darunter ist ein Kleinmembraner.

Die Membran ist das Bauteil im Mikro welches die eintreffenden Schallwellen auffängt und letztlich den Klang deines (elektrischen) Signals bestimmt.

Eine große Membran hat den Vorteil, dass sie eine höhere Spannung ausgeben kann als eine kleine. Somit hat man in der Theorie weniger Brummen.

Allerdings hat eine größere Membran auch mehr Masse und ist somit auch träger. Also muss die Schallquelle lauter, bzw. näher an der Membran sein um Feinheiten im Klang nicht zu "verschlucken".

Durch sogenannte "Partialschwingungen" kommt es bei Großmembranern öfters dazu, dass sie das Signal grade in den hohen Frequenzen nicht korrekt abbilden. Das klingt bei guten Mikrofonen dann nach "seidigen Höhen".

Die kleine Membran verbiegt den Frequenzgang nicht so sehr wie eine große Membran. Der Klang ist linearer. Durch ihre geringe Masse kann die kleine Membran auch noch aus hoher Entfernung den Klang dynamisch abbilden.

Kurzum: Beide haben Vor- und Nachteile. Aber ein günstiges Kleinmembraner ist einem günstigen Großmembraner meistens überlegen. Frequenzen die einen stören kann man nachher immer herausfiltern. Aber wenn sie nie aufgenommen worden kann man wenig machen.

Bei einem Kleinmembraner kommen öfters Probleme á la "ich höre meine Tastatur" oder "zu viel Hall". Generell sollte jedes Mikrofon so nah wie möglich an der Klangquelle positioniert sein. (Nahbesprechungseffekt | https://de.wikipedia.org/wiki/Nahbesprechungseffekt )

Da Kleinmembraner linearer agieren als ihre großen Brüder ist ihre Verwendung relativ universell. Je nach Stimme muss ein Großmembraner aber einfach "passen", wie ein Paar Schuhe.

Wir haben selber im Studio das MXL 770. Das ist für den Preis wirklich OK. Mit einer Punksängerin hab ich damit, weder meiner Erwartungen, sehr gute Ergebnisse erzielt.

Generell wäre das Audio Technica AT-2020 auch eine gute Wahl für wenig Geld.

Kleinmembraner mit super Sound für Vocals; Oktava MK 012
dazu gibt es eine Großmembran Kapsel; das Oktava MK 102.

Aber ohne deinen Arbeitsplatz bzw. deine Aufnahmeumgebung zu kennen ist ein Ratschlag sehr schwer.

Mitunter sind dynamische Mikrofone wie das RE20 einfach besser...

Kommentar von SunBro19999 ,

Bzw. weshalb ist das Mikrofon schlecht? Ich habe eine Review dazu gesehen und es klang total in Ordnung.

Kommentar von KarlKlammer ,

Es hat einen schlechten Rauschabstand. Engl. Signal to Noise Ratio (SNR). Das heißt; es brummt und das nicht zu wenig. Mit diesem Signal kannst du in der Nachbearbeitung keinen Blumentopf gewinnen. Außerdem ist der Sound einfach nicht gut. Grade bei der menschlichen Stimme bemerkt man kleine Unterschiede sehr schnell. Bei einem Mikro das Frequenzen nicht linear wiedergibt, wie bei einem Großmembraner üblich, ist es wichtig, dass es die richtigen Frequenzen überbetont oder absenkt. Sonst klingt es unangenehm.

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