Sind die Afd und die Pegida Beweise für eine misslungene Erinnerungskultur in deutschland?

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13 Antworten

Die meisten Rechten gibt es im Osten, wo man die alten Nazis einfach mal in den Westen rübergedichtet hat. Eine Gemeinsamkeit mit Österreich und Ungarn. Le Pens Anitsemitismus in Frankreich ist nur denkbar, weil die Zusammenarbeit vieler Franzosen mit den Nazis dort nie diskutiert wurde.

Der NS - Staat entstand aus der Unzufriedenheit von vermeindlichen Verlieren aus dem Kleinbürgertum, dem Hass auf demokratischen Strukturen, dem Ruf nach autoritärer Führung und Suche nach Sündenböcken.

Die Reduktion dieser Zeit auf die vordergründige Rassentheorie halte ich für ein Problem der mangelnden Auseinandersetzung. Man verwechselt die Ursache Fremdenhass mit der daraus resultierenden Theorie.

Es ist sicher kein Zufall, wenn die AfD die Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte in unseren Schulen zurückdrängen möchte.

Mangelndes Geschichtsbewusstsein ist aber sicher nicht die einzige Ursache dieser neurechten Bewegungen.

Viele Menschen sind mit der modernen Entwicklung überfordert. Emanzipation von Frauen und Homosexuellen machen ihnen Angst. Der beschleunigte soziale Wandel ist für die Schwächeren in unserer Gesellschaft eine Überforderung.

Ich sehe da auch die Gemeinsamkeiten zwischen Rechtspopulisten und religiösen Fundamentalisten in der islamischen Welt.

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Ich denke, wir haben das verhältnismäßig gut gemacht. Aber scheinbar noch nicht gut genug.

Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern relativ weit vorne, was Erinnerungskultur angeht. Aber es scheint immer noch nicht differentiert genug gebildet. Fast alle Menschen wissen, dass die Nazis schlecht waren, doch leider reicht das Wissen oft nicht darüber hinaus. So erkennen viele Menschen die Zusammenhänge nicht zwischen der heutigen Zeit und der Zeit der Weimarer Republik.

Hoffen wir, dass es uns in Zukunft gelingt, auch diese ~12% zu erreichen. Es muss ein Mittelweg gefunden werden zwischen Bildung und Anregung zur Selbstinitiative.

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Vor allem wurde es im der ehemaligen DDR  falsch aufgearbeitet.  Denn da kommen die meisten rechten Wähler  her. 

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Du scheinst eine falsche historische Erinnerung an das 3. Reich und dem WK 2 zu haben.

Während des Krieges und dem Bombenangriffen auf die Zivilbevölkerung sind kaum Menschen emigriert, erst nach dem Krieg setzte die Vertreibung ein. Natürlich gab es deutsche Emigranten, die aus rassistischen oder politischen Gründen vor dem und während dem WK2  Zuflucht in anderen Ländern suchte. In einigen Ländern waren sie ganz und gar nicht gern gesehen. Die Schweiz z.B. schloss die Grenzen.

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Nee, Querulantentum hat nichts mit irgendwelchen Kulturen zu tun.

Der Ruf nach einem "Führer" wird nie ganz verschwinden.Pöbeln ist einfachen als Denken....

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In keinster Weise. Jedes europäische Land würde Sturm laufen, wenn man ihm zumutet, innerhalb eines Jahres 2 Millionen Moslems bzw. Afrikaner aufzunehmen und davon die meisten ein Leben lang auf Steuerzahlerkosten durchzuversorgen. Und über den Familiennachzug sind das ruckzuck 5 Millionen.

Es besteht keinerlei logischer Zusammenhang, daß man im Jahr 2015/16 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen muß, nur weil Vorväter einen Weltkrieg verloren haben.

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Wieso soll das so sein?

Zum einen haben sich die Bürger der ehem. DDR zwar immer von der NS-Vergangenheit distanziert, diese aber nie so intensiv aufgearbeitet wie die Bundesrepublik.

Zum anderen geht die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit an denen vorbei, die es nötig hätten. Sie verweigern sich schlicht und ergreifend dieser Arbeit und distanzieren sich von der deutschen NS-Vergangenheit weniger durch Leugnung als vielmehr durch Nichtbeschäftigung mit der NS-Zeit - auch eine Art der Distanzierung.

AfD und PEgIdA sind durchaus Zeichen einer "misslungenen Erinnerungskultur" des letzten Vierteljahrhunderts, die aber nur einen Teil der deutschen Bevölkerung betrifft, und zwar eine deutliche Minderheit. Eine deutliche Mehrheit andererseits, die weder AfD wählt noch PEgIdA unterstützt, ist ein deutliches Zeichen für eine "gelungene Erinnerungskultur"!

MfG

Arnold

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Naja, Opfer schlechter Bildungspolitik gibt es leider immer ...

Im übrigen halte ich nicht alle, die dort teilnehmen, für ausnahmslos rechte Spinner. Mit einigen wird man wohl reden können. Mit wieder anderen aber nicht.

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Kommentar von Angel941
22.06.2016, 19:55

Ich denke sogar das die wenigsten dort Rechte sind.

Es gibt massig Protestwähler, welche die alten antideutschen Blockparteien (Gleichschaltung) mehr als nur satt haben.

Wenn man das Parteiprogramm der AfD liest wird sowieso klar das die eigentlich nicht wählbar sind.

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Nein, AfD und Pegida spiegeln nur einen kleinen Teil der Bevölkerung wieder. Der Rest weiß, wie der die Parolen einzuordnen hat.

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Sie sind eher Beweise dafür, dass es in Deutschland viele Dummköpfe gibt.

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Mich würde mal interessieren, wo konkret der Zusammenhang zwischen einer Bürgerbewegung wie Pegida, einer neuen rechtskonservativen Partei wie  der AFD  und der " NS Zeit " bestehen soll......

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Kommentar von Angel941
29.06.2016, 00:05

das würde mich auch interessieren

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Nein, für misslungene Immigrations- und Integrationspolitik. 

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Jedes Land hat nationalistische Parteien und in vielen Ländern regieren auch diese Parteien.

Warum sollte es Deutschland verboten sein, auch Nationalstolz zu zeigen, aufgrund ihrer Vergangenheit.

Das soll nun keinesfalls AFD und Pegida gutheißen. Diese vertreten Ansichten, die meiner Meinung nach ziemlich daneben sind.

Aber ich finde deine Frage weit hergeholt.

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