Sind Depressionen vererblich?

... komplette Frage anzeigen

17 Antworten

Ja und Nein. Die vulnerabilität (sozusagen die Anfälligkeit oder das Risiko) an einer Depression zu erkranken ist genetisch vererbar. Dies heisst jedoch nicht, dass es zwingend zu einer Depression kommen muss.

Oft kommen bei einer Depression mehrere Faktoren zusammen, dass sie tatsächlich ausgelöst wird. Weitere häufige Faktoren sind Stress, Trauma und/oder Rauschmittelmissbrauch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das kann man noch nicht genau sagen. Man hat einige Gene gefunden die mit Depressionen zusammenhängen, aber nur weil man die entsprechende Genetik hat, bedeutet das nicht zwingend das man selbst oder die eigenen Kinder an Depressionen leiden werden.

Das hängt nämlich nicht nur von der Genetik, sondern auch vom Leben ab das man führt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du Verwandte hast die an Depressionen leiden kannst du die depressiven Veranlagungen erben. Allerdings nicht die Depressionen selbst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich war vor kurzem bei einem Psychologen, um mein Risiko einschätzen zu lassen, an Depressionen zu Erkranken. Leider ist es ziemlich hoch :-(
In meiner Familie sind alle Frauen mütterlicherseits seit mehreren Generationen daran erkrankt und viele haben selbstmord begangen.
Der Psychologe erklärte mir, dass Depressionen nicht erblich im Sinne vom Erbgut ist. Aber es ist sehr wahrscheinlich trotzdem daran zu erkranken, wenn dies in der Familie vorkommt. Er erklärte es so: es ist fast immer so, dass man seine Familien Mitglieder nachahmen möchte und in die Fußstapfen treten möchte (zum Beispiel auch im Beruf) leider geschieht dies auch mit negativen Sachen unterbewusst. Man möchte seinen Vorfahren zeigen, seht her Vorfahren, mir geht es nicht besser als euch. Man möchte seinen Vorfahren nicht hintergehen und zeigen, dass man es viel besser hat. Das geschieht alles unterbewusst. Und ist natürlich eigentlich Schwachsinn. Aber so ist das unterbewusste eben. Man sollte sich klarmachen, dass die Vorfahren sich wahnsinnig angestrengt haben in der Erziehung seiner Nachkömmlinge, dass sie es mal besser haben. Und man macht das Gegenteil...
Falls du noch ein paar fragen hast, kannst du gerne noch mal schreiben.

Alles Gute

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Google mal "Vulnerabilität". Das ist eigentlich ganz gut erklärt, bekomme ich jetzt aber nicht mehr ohne weiteres zusammen. Es ist aber schon so, das genetische Dispositionen dabei eine Rolle spielen.  Aber das ist eben nur ein kleiner Teil, eines immer größer werdenden Turms.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich wüsste nicht, das eine genetische Disposition bekannt ist.

Allerdings ist es so, dass Kinder die mit einem depressiven Elternteil aufgewachsen sind auch vor allem depressive Lösungsstrategien für Probleme erlernt haben. Was dazu führen kann, dass sie auch selbst in eine Depression abrutschen wenn sie im Leben an schwierige Momente kommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Joachim!

Mir ist zumindest eine Familie bekannt, wo alle Generationen vom Opa bis zum inzwischen ca. 40 Jahre alten Enkel an Depressionen litten. Ob und wie das allerdings tatsächlich vererbt werden kann, weiß ich nicht.

Da aber auch gewisse Hobbys oder Charaktereigenschaften auch in anderen Familien sich tlw. quer durch alle Generationen ziehen, halte ich es nicht für ausgeschlossen dass auch Depressionen vererbbar sind. Es gibt auch durchaus Krankheiten, die vererbbar sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Digarl
28.08.2016, 12:59

Die Depression wird im Laufe des Lebens erworben. Mit den Genen hat sie nichts zutun. Wenn Enkel und Großvater immer viel Zeit miteinander verbrachten, während der Großvater an Depressionen litt, könnte der Enkel dies unbewusst übernommen haben (sofern er keinen guten Ausgleich hatte). Denn Menschen mit Depressionen kommunizieren genauso wie andere Menschen unterbewusst mit z.B. Körpersprache o.Ä. Diese kann bei depressiven Menschen durchaus ein Bild von Leid übertragen, was ein Kind stresst. 

Denn es kann auch sein, dass man Depressionen hat ohne es zu bemerken da sie nicht sehr ausgeprägt sind.

2

Man nahm an, dass die Veranlagung, depressiv zu erkranken (Vulnerabilität) genetisch vererbbar ist. Inzwischen ist das aber auch schon wieder umstritten.

Viel nachhaltiger scheint es zu sein, wenn direkte Bezugspersonen während sensibler Phasen der Entwicklung depressiv erkrankt sind. 

Gut untersucht sind in der Säuglingsforschung die Folgen einer depressiv erkrankten Mutter auf den Säugling (bzw. genauer das Interaktionsverhalten) und die weitere Entwicklung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nicht in dem Sinne , wie Hautfarbe/ Haarfarbe / Augenfarbe.
Aber die Wahrscheinlichkeit an Depression zu erkranken , ist natürlich höher , wenn diese Krankheit in der Familie öfter auftaucht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich glaube schon. Ich hatte mal in der geschlossenen Psychiatrie gearbeitet. Da war ein Patient der wollte ständig Selbstmord begehen,  genauso wie seine 6 Brüder und sein Vater und Großvater schon. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was sein kann ist, dass man einen 'Hang' dazu hat. Richtig vererbbar sind die aber nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Depressionen an sich sind nicht verärblich!
Allerdings die geistige Stärke und Frauen sind auch generell anfälliger für Depressionen.
Das ganze hängt auch damit zusammen wie groß die Belastung der Familie auf der einzelnen Person liegt.
Jeder Mensch ist anderst, aber gleicher in der Familie!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Parnassus
28.08.2016, 14:43

Die Statistik sagt das Männer sehr viel häufiger Selbstmord begehen als an Depressionen erkrankte Frauen... soviel zu geistiger Stärke 

0
Kommentar von MelieMe
28.08.2016, 17:25

Ja das stimmt! Allerdings trägt ein großer Teil dazu bei das über 10.000 Schwule wegen Ausgrenzung usw sich umbringen

0

Ja, das wurde durchaus schon häufiger festgestellt, dass Depressionen familiär gehäuft vorkommen. Direkt vererbt werden sie nicht. Es muss also nicht zwangsläufig so sein, dass das Kind automatisch an Depressionen leidet, wenn es auch bei den Eltern der Fall war, aber es könnte vorkommen.

Hier ist mal ein Bericht darüber:

http://www.onmeda.de/psychische\_erkrankungen/depression\_ursachen-koennen-depressionen-vererbt-werden--17233-3.html

Alles Gute

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die sind genauso wie Essstörungen und Borderline vererblich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein. Das hängt immer von der persönlichen Entwicklung ab.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein ist es nicht. Wenn jemand aber viel mit depressiven Menschen zutun hat, könnte dies durchaus "abfärben", wenn man keinen Ausgleich hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, es kann genetisch bedingt sein, aber das ist eher seltener.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?