Frage von Bananikus666, 91

Sind das bei einer Psychologin nur Routine Fragen, wenn man gefragt wird ob man Hetero oder Homo ist?

Hallo, ich war gerade beim Vorstellungsgesprach bei einer Psychologin und sie hat mich komische Dinge gefragt. Ob ich schonmal eine Beziehung hatte, ob ich Hetero oder Homo bin. Ich bin 23, wieso sollte ich keine Beziehung gehabt haben und wieso fragt sie ob Ich Hetero oder Homo bin?

Mein Grund wieso ich da bin, sind genau solche blöden Bemerkungen. Ich bin da weil ich mit unhöflichen Menschen nicht gut klar komme und dann kommt die mit so einer frage, die ich genauso unhöfflich finde, klar es gibt Homosexuelle und Heterosexuelle, von daher ware das eigentlich eine berechtigte frage, aber diese hat leider nichts mit meiner Diagnose zu tun.

Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber ich habe mich einfach diskriminiert gefuhlt, weil ich als Junge etwas lange Haare habe, aber wiederrum auch nicht so lang. Der Pony geht etwas uber die Augenbrauen und die seitlichen Haare da sieht man auch noch genug Gesicht meiner Meinung nach und wie gesagt ich bin dahin wegen blöden Bemerkungen und weil ich nachtragend bin und genau dann tut sie mir sowas an.

Ich habe sie auch gefragt, wieso sie das fragt, obs wegen den Haaren ist, meinte sie "nein, das ist eine Routine frage, ich hoffe sie glauben mir das". Nur wie gesagt diese frage hat rein nichts mit meiner Diagnose zu tun. Sie hat ja nicht gefragt obs schlechte Erfahrungen gab oder so. Nur ob Homo oder Hetero nachdem die mich so blöd angeguckt hat.

Und nochmal ich habe nichts gegen Homosexuelle. Es geht mir nur darum, dass ich das Gefuhl hatte, sie wurde mich diskriminieren wegen den Mittellangen Haaren. Bitte lasst blöde Bemerkungen, denn ich bin sehr nachtragend, wie gesagt deswegen bin ich ja da. Danke schonmal im Voraus fur antworten :) Ahja meine Tastatur ist bisschen kaputt, deswegen paar Fehler.

Antwort
von Dahika, 27

aber diese hat leider nichts mit meiner Diagnose zu tun.

Du kannst dich natürlich wehren und der Psychologin sagen, dass du diese Frage (für den Anfang) übergriffig empfindest. Du musst sie auch nicht beantworten. Das REcht hast du.

Allerdings, wenn Patienten alle Fragen ablehnen würden, die angeblich nichts mit der Diagnose zu tun haben, dann bliebe vermutlich wenig zu fragen übrig. Das klingt jetzt vermutlich arrogant, aber welche Fragen für welche Diagnose wichtig sind, solltest du schon den Fachleuten überlassen.

Antwort
von km11111, 4
aber diese hat leider nichts mit meiner Diagnose zu tun.

Das kann ein Psychotherapeut im Erstgespräch ja nicht wissen, es geht ja erstmal darum, überhaupt zu einer Diagnose zu kommen, dazu müssen Fragen gestellt werden. Ebenso braucht ein Therapeut einen Überblick über die aktuelle Lebenssituation (Partnerschaft, Eltern, Geschwister, Wohnsituation, Beruf, finanzielle Situation usw.).  

Außerdem geht es da nicht einfach nur um die Symptome einer psychischen Erkrankung, gegen die man dann ein Medikament verschreibt, sondern um eine Psychotherapie, die neben Symptomen zur Diagnose vor allem nunmal primär mit Beziehungen und damit auch mit Sexualität etwas zu tun hat. 

Möglicherweise suchst du aber auch eher eine Therapieform, die weniger beziehungsorientiert ist? Hier käme dann eher eine verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Tagesklinik oder Klinikambulanz in Frage, wo relativ kurz neben einer Medikation ein Umgang mit Symptomen erlernt wird und einige Bewältigungsstrategien vermittelt werden (z.B. Entspannungsverfahren, Meditation, Tagesstruktur, Aufbau positiver Aktivitäten, Umgang mit depressions- oder angstfördernden Gedanken usw.). Das wird dann nicht so nah und stellt nicht so sehr das Thema Beziehungen ins Zentrum.

VG

Antwort
von TailorDurden, 44

Ich gebe Dir nur einen sehr guten Tipp: Vertraue der Therapeutin. Wenn sie danach fragt, hat es eine gewisse Relevanz für ihre Therapie. Und ich könnte mir auch gut vorstellen, warum diese Informationen haben möchte.

Wie Du selbst sagst, ist Dein Problem viel mehr, dass Du sehr schnell verurteilst und wertest. Das ist normalerweise der Fall, wenn man sich aufgrund von wenig Selbstwertgefühl für Dinge im Leben schämt, oder wenn man generell richtung Depression eine hohe Erwartungshaltung an sich und andere hat.

Vielleicht hat sie die Frage sogar nur gestellt, um zu sehen, wie Du reagierst. Das soll nicht böse gemeint sein, aber jemand mit einem ausgeglichenen, ruhigen Selbstbild lacht eben eher über die Frage und beantwortet sie vielleicht sogar mit einem Flirtspruch, während Du Dich angegriffen fühlst. Dass Du das selbst sofort auf Deine Haare beziehst, zeigt eigentlich nur, dass Du die Therapie wirklich machen solltest.

Habe das selbst schon hinter mir und meine das insofern auch überhaupt nicht böse. Ich weiß, wie es ist, wenn man sich schnell angeggriffen fühlt. Daher kann ich Dir auch nur raten: Denk nicht mehr drüber nach, mach die Therapie unbedingt weiter und Du wirst bald sehen, dass es Dir besser gehen wird.

Vielleicht sogar noch ein kleiner Tipp in eine andere Richtung: Zu Beginn war ich enorm skeptisch beim Therapeuten, weil er nicht sehr stark auf meine "Probleme" eingegangen ist. Ich fühlte mich ganz schön falsch behandelt und fehl am Platz. Das ist aber normal und gehört so. Erst nach einer Zeit habe ich begriffen (und nachgelesen), dass eine Therapie nicht an den Problemstellen ansetzt, sondern viel mehr versucht, die positiven Seiten an Dir zu verstärken, wodurch die "Problemstellen" von selbst verschwinden. Mach also bitte auch weiter, wenn es Dir am Anfang nicht so gefällt und lass Dich von solchen Fragen nicht sofort abschrecken.

Alles Gute, Tailor Durden

Antwort
von Astriiiiide, 52

Huhu

ich würd das nicht wirklich persönlich nehmen. Wahrscheinlich braucht sie das für sich als Info und mal ehrlich: nur weil Du so halblange Haare hast bist Du ja nicht gleich homosexuell. Das wird auch die Psychologin schon längst wissen, sie therapiert ja nicht erst seit heute und stellt wahrscheinlich schon länger diese Frage.  ;-)

Alles Gute Dir!

Antwort
von Hyp3rn0v4, 44

Wenn du dir wegen deiner Haare so unsicher bist, solltest du über eine andere Frisur nachdenken.

Kommentar von TailorDurden ,

Ja, das meinte ich im Subtext eben auch: Du hast das selbst auf Deine Haare bezogen, das sind DEINE Gedanken und haben zu 99% überhaupt nichts mit ihrer Intention zu tun. Du bewertest Dich selbst so.

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