Frage von FrischerFritz, 54

Sind "besorgte Bürger" in Wahrheit einfach unzufrieden, weil sie in ihrem Leben versagt haben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dataways, 13

"Besorgte Bürger" mögen keine Veränderung, schon gar keine Globalisierung. Sie haben Angst, in einer sich ständig veränderden Welt unter die Räder zu kommen und suchen ihr Heil in Abgrenzung.

Besorgte Bürger kaufen auch gerne bei Amazon, IIKEA, H&M und Primark ein, weil es so schön bequem und billig ist. Diese Konzerne treiben aber die Globalisierung voran.

"Besorgte Bürger" rufen auch gerne "Merkel muß weg!", obwohl andere Parteien auch nicht viel anders machen würden als Merkel.

"Besorgte Bürger" protestieren gegen Flüchtlinge und Asylanten, obwohl diese Opfer der Umstände sind. Gegen Opfer zu demonstrieren, finde ich unfair.

"Besorgte Bürger" lassen sich kritiklos durch zwielichtige Elemente wie Lutz Bachmann instrumentalisieren. Mich würden solche Typen stören, wenn ich ein "besorgter Bürger" wäre.

"Besorgte Bürger" nennen alle etablierten Zeitungen und die öffentlich rechtlichen Sender "Lügenpresse, glauben aber alles, was der Propagandasender RT-Deutsch ausstrahlt. Ich würde mich nicht gerne von Propagandasendern manipulieren lassen.

Ich verstehe "besorgte Bürger" nicht. Sie sind so inkonsquent.

Kommentar von dataways ,

Danke FischerFritz

Antwort
von DocShamac, 29

Das ist genauso sehr zu pauschales Schwarz-Weiß-Denken, wie man es ihnen anlasten würde.


Antwort
von Partiana, 27

Nee, glaube ich nicht. Wieso sollte das so sein?

Antwort
von oxygenium, 41

Gegenfrage:

"Wie kommst du denn darauf das besorgte Bürger versagt haben?"

Kommentar von FrischerFritz ,

Meistens ungebildet und in prekären Arbeitsverhältnissen, dadurch wenig Geld und noch weiger Geld im Alter. Daran sei die Politik schuld. In Wahrheit sind sie doch selber schuld.

Kommentar von oxygenium ,

warum sind sie selber schuld?

Das Kinder in sozial schwachen Familien aufwachsen müssen ist nicht selbst verschuldet,denn oft stehen dahinter auch traurige Geschichten.

Und die Politik  hat schon damit was zutun,denn Randgruppen sind nun mal vom Staat schlechter dran und von anderen Menschen  werden diese auch ausgegrenzt.

So verallgemeinern darf man das nicht.





Kommentar von Walum ,

Solche Typen sind nicht die "besorgten Bürger" - Du meinst das Präkariat.

Die "besorgten Bürger" sind ganz durchschnittliche Leute, die mit einem Durchschnitts-Einkommen eine Durchschnittsfamilie durchbringen und einen durchschnittlichen Zweitwagen in ihre durchschnittliche Reihenhaus-Einfahrt stellen und damit Deutschland zur Spitzen-Nation in Europa und der Welt machen.

Kommentar von oxygenium ,

gehe ich recht in der Annahme das du der Typ bist,dem es gut geht mit Reihenhaus und Mamas Zweitwagen in der Garage?

Kommentar von Walum ,

Spielt das eine Rolle?

Deine "Angst der Leute, in ihrem Leben versagt zu haben", ist in doch allen denkbaren Gruppen immer gleich.

Die Argumente sowohl der "besorgten Bürger" als auch der ge-BILD-eten Hartz4-Neonazis und deren Ziele sind doch völlig verständlich.

Einige "besorgte Bürger" sehen in eigenen Kindern ja schon ein Armutsrisiko. Dass die Belastungen durch die Flüchtlingskrise uns nur schadet oder das drohende Renten-Desaster tatsächlich mindern kann, muss sich erst langfristig zeigen. Klar ist, dass die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge in den ersten Generationen viel Geld kosten.

Migranten sind für die Pegida-Panikmacher das gefundene Fressen, um ihre Propaganda in Szene zu setzen.

Und Gutmenschen kann man eh alles schönreden.

Aber auf keinen, der hier protestiert - und zu Protestieren ist das gut Recht aller Beteiligten - wurde jemals geschossen.

Keine kann auf dem Sofa nachvollziehen, was die Leute durchgemacht haben, egal, ob sie irgendwie über das Mittelmeer oder die Balkan-Route mussten. Die Leute, die aus Bürgerkriegsgebieten kommen, haben zum Teil wirklich fiese Schicksale hinter sich.

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