Sind Bauarbeiter verantwortlich für das was sie bauen?

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4 Antworten

Ein Spielgerät (z. B. eine Schaukel), das von jemandem kommerziell hergestellt und innerhalb der Europäischen Union (z. B. in Deutschland)verkauft wird, muss dem Stand der (Sicherheits-)Technik entsprechen. Der Unternehmer, der Dir diese Schaukel verkauft, muss die Konformität (also die Übereinstimmung) mit den dafür maßgeblichen europäischen Gesetzen und Sicherheitsnormen bewerten, über das Ergebnis dieser Prüfung eine Konformitätserklärung schreiben und ein CE-Kennzeichen anbringen.

Außerdem hast Du als Kunde ein Recht auf eine Bedienungsanleitung in Deiner Landessprache, in der insbesondere Hinweise zum sicheren Umgang mit dem Spielgerät enthalten sein müssen (z. B. einmal jährlich auf Defekte, Verrottungen etc. prüfen).

Tut der Verkäufer/der Bauunternehmer das nicht, so handelt er illegal (egal, ob Du als Kunde ihn ausdrücklich dazu beauftragt hast oder nicht).

Wenn Dir jemand kommerziell ein Spielgerät baut, und es kommt zu einem Unfall, dann ist der Verkäufer (in Deinem Fall: Der Bauunternehmer) haftbar, wenn der Unfall ursächlich mit einem technischen Mangel am Spielgerät zu tun hat. Auch wenn das Spielgerät schon etwas älter ist, dann kann sich der Verkäufer nur dann aus der Verantwortung ziehen, wenn er auf notwendige Sicherheitsüberprüfungen hingewiesen hat und Du diese Überprüfungen nicht gemacht hast / Mängel nicht behoben hast. Auch im Fall von mutwilliger Beschädung durch andere Personen ist der Verkäufer aus der Haftung draußen.

Der einzelne Bauarbeiter als Angestellter der Baufirma hat damit erstmal nicht viel zu tun. Er haftet nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit (wenn er z. B. das Schaukelgestell entgegen der Anweisung seines Chefs nicht mit den vorgeschriebenen Schauben, sondern nur mit ein paar dünnen Nägeln zusammengebaut hat, und er aufgrund seiner eigenen Kenntnisse wissen musste, dass das nicht lange gutgehen kann).

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Wenn die Schaukel "Eigenbau" ist, dann ist sie nicht von einer Baufirma gebaut worden...
Aber zu deiner Frage:
Es kommt drauf an, warum die Schaukel kaputt gegangen ist. Wenn du bzw deine Kinder damit Dinge angstellt haben, die eindeutig zur Beschädigung der Schaukel führen, dann bist du selber verantwortlich. Wenn es allerdings an einem Baufehler liegt, dann wird erst mal geklärt, ob der Arbeiter gepfuscht hat oder ob es ein Konstruktionsfehler war. In beiden Fällen bist du als Kunde raus. Der Bauarbeiter ist ja über seine Arbeit versichert, also kann man ihn direkt nichts antun, außer er ist gänzlich unfähig in seinem Job.

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Das kommt auf den Werkvertrag an. Wenn die Firma eine Schaukel nach Maßgabe des Auftraggebers baut, ist der Auftraggeber in der Verantwortung. Ist eine sichere Schaukel in Auftrag gegeben und gebaut, dann haftet die ausführende Firma. (Wenn die Nutzung entsprechend einer Kinderschaukel ist)


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An einem Bau sind alle Beteiligten in unterschiedlichem Maße beteiligt und damit auch verantwortlich. Jeder Beteiligte muss seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen und entsprechend der technischen Regel ausführen.

Wenn der Konstrukteur die Statik der Schaukel falsch berechnet ist den Monteur nicht zwangsläufig schuld. Wenn der Monteur aber die technischen Regeln der Montage nicht einhält kann man nicht zwangsläufig den Konstrukteur haftbar machen.

Da aber die Übergänge hier fließend sind gilt das es zwischen Schwarz und Weiß jede Menge Grau gibt.

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