Sind Arbeitsplätze in Gefahr, wenn Mindestlöhne eingeführt werden?
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Wenn unten kein Geld ankommt, dann kann es nicht ausgegeben werden. Mindestlöne haben in den Ländern, wo es sie gibt, sicherlich bei ihrer Einführung zu gewissen Verschiebungen geführt. Aber dank Mindestlöhnen entstehen neue Jobs und die, die Arbeit haben, können davon leben. Indem das Geld ausgegeben wird, werden neue Jobs geschaffen. Ich denke nicht dass wir fünf Postunternehmen brauchen, sondern Jobs, die den Menschen ein halbwegs akzeptables Auskommen garantiert und nicht zu "workin poors" degradieren.
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Was zuallererst in Gefahr gerät, sind die Gewinne der Unternehmer.
Kommentar von Indy72Indy72 13.12.2007Korrekt!
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Das "kleine Volk" wird wohl wie immer für recht dumm gehalten. So funktioniert es auf jeden Fall, auch denen immer Angst zu machen, die noch einen bezahlten Arbeitsplatz haben von dem sie leben können. Hier wird wie immer Solidarität gefordert. Scheinbar klappt es auch häufig. Die letzten Jahre war es doch so, dass selbst bei Gewinne der Betriebe, Arbeitsplätze abgebaut werden. Warum wohl? Leider interessiert, die Aktionäre nicht, wo das Geld herkommt. Immer wieder interessant finde ich, dass gerade die, die von ihrem Einkommen nicht leben können, ihre eigenen Arbeitsplätze subventionieren sollen in Form von Steuern, um ihren eigenen Arbeitsplatz zu erhalten. Denn was bedeutet es, wenn ich trotz Arbeit noch Hartz beantragen muss, dass dieses Geld was die Arbeit wirklich wert ist, an die Aktionäre geht, oder? Womöglich sehe ich das ja auch falsch? LG Lotusblume
Kommentar von ladianaladiana 13.12.2007DH
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08.12.2007 | 15:54 Uhr
Der Tagesspiegel: IMK: Hartz-Gesetze begünstigen Ausweitung der Niedriglohnbeschäftigung
Berlin (ots) - Das Institut für Makroökonomie- und Konjunkturforschung (IMK) hält Teile der Hartz-Gesetze für Konstruktionsfehler, weil immer mehr Menschen neben ihrer Arbeit auf Sozialleistungen vom Staat angewiesen sind. "Die Hartz-Gesetze haben die Ausweitung eines Niedriglohnsektors stark begünstigt", sagte Hartmut Seifert, Arbeitsmarktexperte des gewerkschaftsnahen Instituts, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Denn die Unternehmen könnten davon ausgehen, dass - auch wenn sie niedrige Löhne zahlen - der Staat die Gehälter aufstockt. "Aber es war nicht vom Staat geplant, ein Kombilohn-Modell auf diese Weise einzuführen", sagte Seifert. Das Problem werde sogar weiter zunehmen. "Es ist realistisch anzunehmen, dass es bei einer weiteren Erholung auf dem Arbeitsmarkt immer mehr Aufstocker geben wird", sagte Seifert. Der Arbeitsmarktexperte hält eine Überarbeitung der Hartz-Regelungen daher für sinnvoll. "Der Staat muss sich überlegen, wie unser Erwerbssystem in Zukunft aussehen soll."
In der vergangenen Woche hatte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) eine Studie veröffentlicht, wonach im Januar 2007 rund 1,3 Millionen Personen Hartz-IV-Leistungen bezogen, obwohl sie einer Beschäftigung nachgingen. Das waren rund 400.000 mehr als im Jahresdurchschnitt 2005.
(presseportal.de)
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Eindeutig ja, denn in manchen Bereichen, für die Mindestlöhne gefordert werden, geht es um unqualifizierte Arbeit, die besonders einfach zu mechanisieren oder ins Ausland zu verlagern ist.
In anderen Bereichen (Friseurinnen im Osten) werden die Kunden bei höheren Preisen die Leistungen seltener in Anspruch nehmen, sich von der Nachbarin oder einer arbeitslosen Friseurin in Schwarzarbeit frisieren lassen, sodass die "offiziellen" Arbeitsplätze wegfallen.
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das wird sich alles einspielen, das ist meine Meinung. Anfangs gehen einige Arbeitsplätze verloren, nach einer Anlaufzeit werden wieder neue geschaffen.
Für alle, die gegen Mindestlöhne sind: Wenn es KEINE Mindestlöhne gibt, "normale" Gehälter so niedrig sind, dass die dazugehörige Arbeit nur noch von Arbeitern/Angestellten angenommen wird, die in anderen Ländern mit noch niedrigeren Löhnen ansässig sind - was ist daran gewonnen? Das Ergebnis ist für den "normalen" deutschen Arbeitnehmer dann das Gleiche: Keine Arbeit!
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Leider ja, allerdings größtenteils nicht unbedingt aus zwingender Notwendigkeit seitens der betroffenen Arbeitgeber sondern um die Regierung zu erpressen. ("Kommt der Mindestlohn auch für unsere Branche, werden wir ... oder alle unsere Mitarbeiter entlassen") Das ist schließlich einfacher, als sinnvolle Konzepte zu erabeiten, die steigenden Lohnkosten sinnvoll abzufangen bzw. auf Gewinnanteile (vor allem das passt denen mit Sicherheit nicht) zu verzichten.
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Ich würde mir einfach mal die entsprechende Wikipedia-Seite anschauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohn
Da das Thema umstritten ist, hier meine persönliche Meinung mit minimaler Begründung:
Mindestlöhne KÖNNEN Arbeitsplätze gefährden, wenn die Mindestlöhne über dem Wert der dafür verrichteten Arbeit liegen.
Letztes Beispiel ist der gepl. Mindestlohn im Postbereich (der entsprechende Link zu einem Beitrag der Tagesschau wurde als Spam gewertet. -.-)
Kommentar von schurkeschurke 13.12.2007Du kannst nur einen Link pro Antwort posten, für weitere nutze das Kommentarfeld unter Deiner Antwort.
Kommentar von kunstixkunstix 13.12.2007Diese Meinung, dass Mindestlöhne Jobs gefährdeten, sehe ich als kurzsichtig an. Billiglohnspirale nach unten hat ganz negative Folgen für die Gesellschaft: immer mehr Menschen verarmen, immer mehr Menschen müssen zwei oder drei Jobs annehmen, immer mehr Eltern haben immer weniger Zeit für ihre Kinder, immer mehr Kinder verrohen, immer mehr Asozialität (Kriminalität und Gefühlskälte) in einer Gesellschaft. Die, die einen gut bezahlten Job haben, sind auch gestresst, weil sie das Gefühl bekommen, nicht mehr sicher zu sein.
In einer Gesellschaft, in der alle gestresst sind, möchte niemand leben. -
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Auf jeden Fall! Denn die Mindestlöhne sind nur für die Arbeitnehmer ein Erfolg, für Arbeitgeber jedoch ein riesen Minus. Andere Firmen die nur noch auf Geringfügig einstellen, sollte der Mindestlohn erzwungen werden.
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Das ist mit Sicherheit so, denn vor Allem viele kleinere Unternehmen können sich zumindest in der Startphase, aber wahrscheinlich auch später, die neuen Mindestlöne nicht leisten. Das bedeutetet, die Personalkosten werden im Verhältnis zum tatsächlichen oder zum zu erwartenden Umsatz zu hoch. Die logische Folge sind dann Entlassungen von Arbeitnehmern! Diese Kostenrechnungen können sich aber auch bis zu Grossbetrieben negativ auswirken!
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Bestimmt! Da werden wahrscheinlich einige ins Gras beißen müssen, weil sich einige Unternehmer das nicht leisten können.
Kommentar von Indy72Indy72 13.12.2007Würdest Du gerne für ein Lohn arbeiten, dass dich nicht ernährt?
Kommentar von steffiHobbylossteffiHobbylos 13.12.2007Ich würde mir einen anderen suchen...!
Kommentar von wj2000wj2000 13.12.2007Richtig!
Kommentar von schurkeschurke 13.12.2007Fair bezahlte Jobs liegen ja auch auf der Strasse, man muss sie nur aufsammeln.
Kommentar von steffiHobbylossteffiHobbylos 13.12.2007Welche davon, hast du denn schon gefunden?
Kommentar von schurkeschurke 13.12.2007Das ist nur mein Kommentar auf Deinen und Wolfgangs.
Kommentar von strick4astrick4a 13.12.2007das war doch wohl mit einem leichten Schuss Ironie...
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Ich denke schon, wenn Betriebe sich das nicht leisten können, werden eben Stellen gestrichen!!!
Kommentar von Indy72Indy72 13.12.2007In der Summe, werden wohl nicht mehr Stellen verloren gehen als durch den Zuwachs an Kaufkraft entstehen.
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Ganz eindeutig vernichten Mindestlöhne die Arbeitsplätze von Personen, deren Leistungsfähigkeit unter dem Mindestlohn liegt. Jeder Arbeitnehmer muß mindestens seine Lihnkosten erwirtschaften. Wenn er das nicht kann, wird er auch nicht angestellt. So einfach ist das.
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Antwort von martinbach 11.03.2008
Wie wäre es, einfach mal zu schauen, was die Wirtschaftswissenschaftler sagen? Deren Meinung ist ziemlich einhellig: Mindestlöhne vernichten Arbeitsplätze. Details siehe z.B. http://www.mindestlohn-blog.de/thema/experten/
DH! DH! DH! DH! DH!
Schade. Ich kann ja nur einen vergeben.
Aber einige der anderen Antworten gehen ja gar nicht.