Frage von schuetz247, 54

Sind Aktiengesellschaften Psychopathen?

Was meint ihr dazu: Aktiengesellschaften sind juristische Personen, haben keine Gefühle\Mitleid mit Mitmenschen, handeln nur für den eigenen Vorteil, lügen um sich einen Vorteil zu verschaffen, können keine langfristigen Bindungen eingehen, .... Alles Merkmale von Psychopathen.

Ich suche außerdem ein Buch zu dem Thema!

Ich meine aber nicht das Buch The Corporation von Joel Bakan! Ich glaube es war ein österreichischer(eventuell deutscher) Autor und er war vor ein paar Monaten bei Willkommen Österreich (Stermann u. Grissemann) zu Gast! Vielleicht erinnert sich jemand daran oder kennt das Buch!

Liebe grüße und Danke im voraus!

Antwort
von berkersheim, 18

Psychopath kann nur eine natürliche Person sein und nicht eine juristische Person. Dass Aktiengesellschaften evtl. "rational kälter" agieren als Personengesellschaften liegt an ihrer Verfassung. Allerdings können Vorstände von Aktiengesellschaften für ethisches Fehlverhalten genauso belangt werden wie Inhaber von Personengesellschaften. Wenn Du Deine globalen Behauptungen vor Gericht behaupten müsstest, fürchte ich, hättest Du wenig Chancen, weil Deine Beweislage "dünn" ist. Wenn Du als Verantwortlicher ausgemacht würdest für alle Arbeitsplätze, die wegfallen, weil AGs geschlossen wurden, würdes Du wahrscheinlich gesteinigt.

Kommentar von schuetz247 ,

Danke für die Antwort,

Aber auch eine juristische Person kann Psychopatisches Verhalten an den Tag legen...

Also kann man es so zusammenfassen, Eine AG hat als juristische Person viele Rechte einer natürlichen Person, muss sich aber nicht an zwischenmenschliche Regeln halten weil sie Arbeitsplätze schafft.

Könnte man AGs nicht dazu verpflichten einen Teil ihrer Gewinn für das Menschliche Gemeinwohl zu verwenden? Oder entspricht das nicht unserer neuen Religion der freien Marktwirtschaft?

Natürlich bin ich nicht daran interessiert alle AGs schließen zu lassen :D

aber die meisten AGs sind nicht mehr das wofür die Aktiengesellschaft "erfunden" wurde. Nach meinem Verständnis war die Grundidee (vereinfacht) folgende:

Menschen die eine Idee und kein Geld haben, mit Menschen zusammenzubringen, die Geld und keine Idee haben.

Ich empfehle ihnen aber durchaus das Buch "the Corporation" (Auf Deutsch:Das Ende der Konzerne: Die selbstzerstörerische Kraft der Unternehmen) das ich oben erwähnt habe.

Eine Kritik des Magazins The Economist schrieb über den Film der gleichzeitig mit dem Buch entstand: (Quelle Wikipedia)

Das als sehr wirtschaftsfreundlich bekannte Magazin The Economist schrieb über den Film: „Beide Lager der Globalisierungsdebatte sollten aufmerken. The Corporation ist ein überraschend rationaler und intelligenter Angriff auf die wichtigste Institution des Kapitalismus

Liebe Grüße

Kommentar von berkersheim ,

Deine Logik ist umwerfend. Großer Antikapitalist, was? Aber lassen wir' s. Dieses Geschwätz ändert gar nichts. Das ist als Ablenkung Wasser auf die Mühlen derer, die Du reglementieren willst.

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