Frage von grosseltern2015, 34

sind älteres ehepaar mit eigenem wohnhaus.was passiert mit eingetragenem nießbrauch bei erbfall?

was passiert wenn sohn nach todesfall eines elternteils seinen pflichtteil fordert?muß der überlebende trotz eingetragenem nießbrauch im grundbuch das haus verkaufen um pflichtteil zahlen zu können?,

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Speckbulle, 24

Hallo,

Also ganz salopp, der Niessbrauch garantiert Euch und dem Hinterbliebenenn Partner lebenslanges Wohnrecht und ggf. alleinige Mieteinnahmen. Er verhindert auch das der Sohn einziehen oder das Haus sonst wie nutzen darf.

Wichtiger ist erstmal ein gegenseitiges Testament zwischen den Eheleuten am bestem beim Notar und dann beim Amtsgericht hinterlegt, damit es nicht verschütt gehen kann oder gemopst wird. Wichtig ist das der Sohn durch dieses Testament quasi enterbt wird.

Hier die folgen:

1. Nehmen wir an euer Haus ist 200000 Euro wert.

2, Im Grundbuch stehen beide Elternteile zu je zu 50% drin

3. Heisst jeder hat 100000 Euro Besitz

4. Wenn einer stirbt gehen normal dessen 50 %(100000 Euro) hälftig an den Sohn (50000 Euro) und an das verbliebene Elternteil (50000 Euro).

5. Doch halt hier greift das Testament welches abweicht vom gesetzlichen Standard. Ein "Enterbter Sohn" hat nur Anspruch auf die Hälfte des gesetzliche Pflichtteils.

6. Also stehen dem Sohn nicht 50000 Euro sondern nur 25000 Euro zu.

Ich denke diese Summe kriegt auch ein alter Rentner von seiner Bank wenn er ein ganzes Haus als Sicherheit im Rücken hat.

Und falls der verbliebene Ehepartner einen Kredit für die 25000 Euro aufnehem muss, soll er einen auf 20 Jahre nehmen und monatlich die niedrigsten Rate tilgen, damit er sein Leben geniessen kann.

Die Bank wird mitspielen da selbst bei vorzeitgen Tod es letzten Ehepartners das Haus als Sicherheit da ist.

Dann muss halt der Sohn gegebebenfalls die Restschulden nach dem Tod des letzten Elternteils berappen, wenn er das Haus erben will. Die Bank kriegt immer Ihr Geld.

Also nach euch die Sintflut ;-) 



Kommentar von grosseltern2015 ,

danke für die hilfreiche antwort.werden genau so verfahren.werden jetzt nießbrauch noch im grundbuch nachtragen lassen und fertig.vielleicht kannst du uns ja auch noch die etwaigen kosten sagen die bei der nachtragung beim notar anfallen werden. mfg

Antwort
von LiselotteHerz, 34

Das Nießbrauchrecht sagt aus, dass der überlebende Ehepartner ein lebenslanges Recht hat, in diesem Haus wohnen. Wenn der Sohn plötzlich sein Pflichtteil haben möchte, würde ich einen Anwalt zu Rate ziehen.Wäre nach meinem Rechtsverständnis insofern möglich, dass er zu Lebzeiten des überlebenden Ehepartners das Haus zum Teil überschrieben bekommt. Aber das vermute ich nur, ich würde mich da genau erkundigen. lg Lilo

Kommentar von schleudermaxe ,

... und was bitte hat der Sohn mit dem Nießbrauch am Hut? ...wieso sollte er hier erben können?

Antwort
von schleudermaxe, 20

... das verstehe ich nun nicht; wer ist denn bitte im Grudbuch eingeschrieben und Nießbrauchgeber und wenn dies nicht der Sohn ist, hat er doch auch mit einem Erben dann nichts am Hut, oder?

Antwort
von experience56, 33

Nein, der Nießbrauch soll ja genau das verhindern. "Die häufigste Form des Nießbrauchs ist ein lebenslanges Recht, eine Wohnung oder ein Haus zu bewohnen und alle Nutzungen aus dem Grundstück zu ziehen!"

Antwort
von atzef, 16

Nö, wieso? Das Söhnchen erhält dann halt den Pflichtanteil am Hauseigentum. Das kann er dann ja gerne selber versuchen, weiterzuverkaufen... :-)

Kommentar von schleudermaxe ,

... und warum sollte der Sohn von einem fremden Haus etwas Erben können?

Kommentar von atzef ,

Wenn es sich wirklich um ein fremdes haus handelt, stellt sich das Problem aber immer noch nicht. :-)

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