Hallo ich wollte in meinen Bolerwagen einen Elektromotor einbauen nun weiß ich nicht ob da einer mit 9Nm reicht. Der Bollerwagen wiegt ca.100-120kg und soll so schnell fahren als ein Mensch geht. Ich hab mich ma umgeguckt und wollte diesen E-Motor von Conrad nehmen Artikelnummer:198095-36. Was würdet ihr dazu sagen? Vielen dank in Vorraus Jan-Hendrik
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, brauchst Du Räder mit 80 cm Durchmesser ;-) Am Abtriebsende macht der Motor noch 40 U/min, das ist etwas wenig. 9 Nm sollten reichen, bin mir aber nicht ganz sicher, ob die Drehmomentkennlinie eines DC Motors für Deinen Anwendungsfall geeignet ist. Muss ich mal nachschauen. Du brauchst noch irgendwas für eine Drehzahlverstellung.

Dolabella hat recht (ich hab´s gerade mal überschlagen). 9 Nm reichen für ein weitgehend konstantes Rollen durchaus aus; beim Anfahren müsstest du schon etwas schieben, wenn der Bollerwagen später eine befriedigende Geschwindigkeit erreichen soll.

Meine Radmuttern am KFZ ziehe ich mit 2,4 an... dann ja. Es ist viel ( zu viel ) ???? Da kommen aber noch bessere Antworten... Sonst ... Google ?

Ich denke, es kommt nicht so sehr auf die Stärke des Antriebs an, als auf die Übersetzung und die damit verbundene Drehgeschwindigkeit, die evtl. Regelung und die Festigkeit der einzelnen Antriebsteile. Du mußt schon genau wissen, wie hoch die Drehgeschwindigkeit ist und diese Umrechnen auf die Übersetzung und die Räder. Die Sache ist nicht so einfach, wie sie sich anhört, vor allem, wenn die keine Regelung mehr mit einbaust.
erstmal vielen dank für eure antworten. als drehzahl regler wollte ich einen fahrtregler aus dem modellbau nehmen weil dann kann ich den bollerwagen auch fernsteuern. ich wollte eigentlich eine übersetzung von 1:7 nehmen. vielen dánk jan-hendrik
Wenn Du einen Fahrtregler nimmst, achte auf die zulässige Strombelastung. Dein Motor nimmt ca 8A bei Nennlast auf und 48 A beim Start. Kurzschlussbetrieb (beim Bremsen) würde ich vermeiden, aber ich glaube der Motor hält es wahrscheinlich noch aus. Wenn Du sowieso eine eigene Übersetzung baust, nimm einen anderen Motor (aber auch einen permanenterregten Gleichstrommotor), Schneckengetriebe haben einen relativ schlechten Wirkungsgrad. Mit der Übersetzung ändert sich übrigens das Drehmoment ;-)
Hast Du Platz für einen Riementrieb (so etwas wie ein Keilriemen, Kette geht natürlich auch, vielleicht könntest Du Teile vom Fahrrad oder Mofa nehmen)? Dann solltest Du vielleicht besser einen Motor ohne Getriebe nehmen (198526 - 62), Schneckengetriebe fressen Leistung. Dein Getriebemotor hat einen mechanischen Wirkungsgrad unter 50%. Mit dem anderen Motor kannst Du doppelt so lange fahren. Du bräuchtest dann in der Tat eine Übersetzung von 1:7. Das Anfahrmoment ist hier niedriger (2,8 Nm), aber mit Deiner Untersetzung bist Du bei 19,6 auf der Achse, das ist schon ganz ordentlich. Der Getriebemotor hätte (wegen notwendiger 2:1 Übersetzung) nur 15 Nm. Du könntest den Fahrtregler eine Nummer kleiner nehmen (40 A)
Platz für einen Riemenantrieb habe ich. Aber der motor den du mir empfohlen hast hat doch nur ein drehmoment von 0,75Nm. Das wird dann doch schwierig wegen dem anfahrtsmoment mit 2,8 Nm und die drehzahl würde sich dann versiebenfachen bei einer übersetzung von 1:7 vielen dank Jan-Hendrik
Nein, genau anders herum. Du setzt die Drehzahl (1000 bei Nennleistung) im Verhältnis 1:7 herab, damit steigt Dein Drehmoment um den selben Faktor. 1:7 ist eigentlich ein Bruch, die resultierende Drehzahl ist 1/7 der Ausgangsdrehzahl. Damit hast du eine Drehzahl von 142,8 pro Minute oder 2,4 pro Sekunde. Mit 80 cm Umfang sind das 1,9 m/s. Das Drehmoment am Rad ist 0,75 * 7 (wenn Du die Drehzahl durch ein Getriebe herabsetzt, erhöhst Du das Moment um den entsprechenden Faktor) = 5,25 Nm. Der Motor mit 80 U/min hatte ein Moment von 6 Nm, da Du seine Drehzahl aber mit 2:1 heraufsetzen musst, hast Du nur noch 3 Nm am Rad. Das Anfahrmoment ist bei dem Motor ohne Getriebe 2,8 Nm, an der Achse wieder um den Faktor sieben höher (Dein Getriebe) = 19,6 Nm. Der Getriebemotor hätte sich nur dann gelohnt, wenn Du das Rad direkt hättest antreiben können, das geht aber nicht, weil Deine Räder zu klein sind.
ah jetz hab ich das verstanden also sollte ich den motor ohne getriebe kaufen und mache ein 7 mal kleineres zahnrad an den Motor als an die achse.
was für eine batterie würdest du denn empfehlen mit wie viel ah.sodass ich 2h beide motoren benutzten kann.
Aktuell sind wir irgendwo bei 150 W. Bei 12 V sind das 12,5 A. Du kannst die Batteriekapazität wahrscheinlich nur zu 50-70% ausnutzen (die Spannung fällt irgendwann ab), damit brauchst Du pro Stunde etwa 18 Wh. Also vielleicht eine ab 36 Wh. Aufladen dauert ca. 10 Stunden.
ich hab jetz ein Motor gefunden der hat 2400 umdrehungen pro minute.Der Motor hat ein Drehmoment von 0,65Nm. Nach meiner rechnung hab ich dann ein Anfahrtsdrehmoment von 6,5 Nm und auf der Achse ein Drehmoment von 65Nm.
Ebay:Artikelnummer: 310015864812
wie verändert sich das drehmoment denn und mein reifendurchmesser beträgt 25cm demnach ist der umfang 78,5cm wenn ichmich nicht verrechnet habe. Was könnte ich denn benutzen um kurzschlussbetrieb zu vermeisen vielen dank jan-hendrik
25 cm Durchmesser, damit kommst Du auf eine Endgeschwindigkeit von 1,05 m/s oder 3,8 km/h also etwa halb so viel wie geplant. Du könntest einen Riementrieb und zwei Keilscheiben benutzen, um die Drehzahl zu erhöhen, ich würde aber maximal 2:1 nehmen, sonst musst Du wirklich anschieben.
Um einen Motor zu bremsen, legt man seine Klemmen auf einen Widerstand. Er "verbrennt" damit die gespeicherte kinetische Energie zu Wärme. Manche Fahrtregler schließen die Klemmen einfach kurz. Bei kleinen Motoren kein Problem, die haben einen ausreichend hohen Innenwiderstand, bei größeren tödlich. Bei Deinem dürfte dann ein Strom in Höhe des Anlaufstroms (48 A) fließen, das ist noch OK.
Ein anderes Problem: meine Tabellensammlung sagt, dass Dein Getriebe eine relativ grosse Selbsthemmung aufweisen dürfte. Du musst Deinen Fahrtregler also so gestalten, dass es unmöglich wird, ihn aus voller Fahrt unmittelbar auf Null zu fahren. Da muss eine Verzögerung von 1-2 Sekunden drin sein. Nimm also keinen Joystick, wie bei Flugreglern, sondern irgendwas zum Drehen oder Schieben, was ein bisschen schwergängig ist. Dein Getriebe wird es Dir danken. Wenn Du einen Riemen als Antrieb nimmst, wirkt der als Drehmomentbegrenzer für den Notfall ;-)
Du solltest besser den Motor mit 80 U/min nehmen (198122-36), damit kommst Du eher in die Nähe der gewünschten Geschwindigkeit. Der Motor dreht 80 U/min bei Nennlast, 100 U/min im Leerlauf, bei 40 cm Raddurchmesser erreichst Du 2 m/s, also etwa 7 km/h. Du müsstest eigentlich in 1-2 Sekunden aus dem Stand auf die Nenndrehzahl kommen. Die Drehmomentkennlinie ist gigantisch, der Motor hat ein Anlaufmoment von 30 Nm. Du solltest unbedingt mit Anfahrwiderstand (vielleicht 2-stufig) arbeiten, der Motor scheint es zwar auszuhalten, aber das ruckelt gar furchtbar. Pass auf die Verlustleistung auf, beim Anfahren zieht der Motor 48 A Strom. Als Anlasswiderstände könnte man vielleicht 0,5 und 0,25 Ohm, stufenweise abgeschaltet (erst den großen, dann den kleinen überbrücken), benutzen. Verlustleistung min. 40 W (0,5 Ohm) und 20 W (0,25). Zum Abbremsen legst Du den Motor auf einen ähnlich dimensionierten Widerstand (e.g. 1 Ohm /10 Watt). Widerstände notfalls selber wickeln, ich weiss nicht ob es so etwas im Handel gibt. Bei der Verkabelung auf kurze Wege und große Querschnitte achten (Querschnitt sollte in der Größenordnung eines Starthilfekabels liegen)
@dolabella: DH für diese Antworten!
und überhaupt ich verstahe nicht warum ich wiederständer einbauen soll.
erstmal vielen dank aber das mit den wiederständen das verstehe ich noch nicht ganz. ich verstehe nicht wie ich das verkabeln soll.
Die Widerstände sind dazu da, den Anfahrstrom zu begrenzen. Das hat sich aber erledigt, das macht Dein Fahrtenregler.