Frage von hundeliebhaber5, 83

Sind 21000 kWh für Wassererwärmung für 23 Personen viel oder ok?

Hallo zusammen,

bei mir im MFH haben wir für 23 Personen Wasser mit 21000 kWh in 2015 erwärmt. Das kann ich im Heizungsraum ablesen - ich bin Hausmeister. Wie viel Wasser kann ich erst sagen, wenn die Verwaltung die Abrechnung schickt.

Kann man da eine Aussage treffen ?

ciao

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Previa3, 41

Mit 50 Liter/Tag und Person komme ich auf 2,90 kWh.
Um 1000 Liter um 1 ° zu erwärmen braucht man 1,16 kWh.
Um 1000 Liter um 50° zu erwärmen braucht man 58 kWh.
Die 1000 Liter reichen für 20 Leute, wenn jeder 50 Liter/Tag verbraucht.
Also 58 kWh / 20 Pers. = 2,9 kWh.
Zum Duschen reichen mir ca. 30 Liter.
Wenn der Geschirrspüler ans Warmwasser angeschlossen ist, braucht der auch zwischen 15 und 25 Liter/Tag und Haushalt. Damit sind wir schon bei den 50 Litern/Tag. In D sind Zirkulationspumpen installiert und brauchen im Einfamilienhaus ca. 1000 kWh/Jahr, im Mehrfamilienhaus evtl. das Doppelte, also 5,5 kWh/Tag / 23 Verbraucher, also 0,24 kWh und so läppert sich das zusammen. Noch ein versteckter Verbrauch: Das Warmwasser wird samt allen Rohren einmal pro Woche auf ca. 70°C aufgeheizt. (Schutz vor Legionellen) Je höher die Temperatur, umso höher Kosten und Verluste. Nicht zu vergessen sind die Anlagenverluste. Die sind im Sommer am höchsten, weil die "Heizung" nicht läuft und nur für das WW immer heiß ist...

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Du meinst also Verbrauch ist völlig ok?

Kommentar von Previa3 ,

Ja, genau. Mit meinen Angaben zur Wassererwärmung kannst du die kommende Abrechnung prüfen. (Warmwasserverbrauch und die kWh zur Erzeugung)

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Ich brauche so 22m3 Warm und 60m3 kaltes Wasser. Ist nicht zu viel oder?

Kommentar von Previa3 ,

Bitte selber rechnen. Meine Ausführungen sind lang genug... Zeitaufwand usw.

Antwort
von Simko, 11

Die Darstellung von Previa3 ist korrekt.
Allerdings stellt diese den Bedarf, also was benötigt wird, dar.

Der reale Energieverbrauch ist höher, da Wärmeenergie nicht verlustlos erzeugt bzw. bereitgestellt werden kann.

Verbrauch (kWh) = Bedarf(kWh) x Anlagenaufwandszahl n(-).
Bei Verbrennungswärmeerzeugern ist n > 1, bei WP < 1.

Antwort
von Simko, 33

Das ist relativ und hängt von den spezifischen Umständen ab.

Sind die 21000 kWh Bedarf oder Verbrauch?

Interessant wäre auch, auf wieviel l WW sich die Angabe bezieht.

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Wie viel Wasser an den 21000 kWh hängen kann sogar ich als Hausmeister erst rausfinden, wenn die Verwaltung die Abrechnung schickt.

Antwort
von Midgarden, 38

Nun ja, das sind 2.5 kw pro Kopf und Tag und nicht gerade wenig, wenn es nur Warmwasser und nicht auch Heizung ist

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Ja, ist nur der Zähler für die Boiler. Heizungen haben je Wohnung extra Zähler.

Kommentar von Midgarden ,

Der durchschnittliche Warmwasserbedarf pro Person liegt bei 50 Liter/Tag, der kw-Bedarf im Jahr bei 870-1.1000 kw, also bei der Hälfte Deiner "Zielgruppe"

Dürften also durchweg kaum energiebewußte Mieter sein ;-)

Kommentar von realistir ,

oder eine extrem schlechte Anlagenkonstruktion ;-) Soll es vereinzelt auch geben.

Antwort
von GuenterLeipzig, 36

Läuft die zentrale WW-Bereitung alles mit Elektroenergie? Dann wird es einen Zähler dazugeben.

Mit welchem Energieträger wird geheizt?

Aus meiner Sicht besteht hier Handlungsbedarf auf einen sinnvollen Primärenergieträger umzustellen (Gas, Fernwärme, Öl), für Raumheizung und WW. sollte beides elektrisch laufen.

Bei einer unterstützenden Wärmpumpe müßte geprüft werden, ob Randbedingungen stimmig sind (nur bei Niedertemperatursystemen einsetzbar).

Günter

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Die Wärme im Haus wird über einen Gasheizkessel bereitgestellt.

Das sind die kWh auf dem WMZ im (Heiz-)Kreislauf des Boilers. Also in dem Kreis, der den Speicher aufheizt.

Mit Strom werden wird sicher nicht heizen. Denn dann zahlen wird das Doppelte. Wir haben Heizkörper - somit ist eine Umstellung auf Wärmepumpe nicht sinnvoll.

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Der Anteil WW ist ca. 18 ... 20 % vom Gesamtbedarf.

Den Gesamtbedarf kannst Du dem Gaszähler entnehmen.

Ich unterstelle mal den Anschluss ans Erdgas-Niederdrucknetz bei ca. 22 mbar => 1m³ ist rund 11 kWh.

Ich unterstelle weiter einen hoffentlich korrekten Einbau des Wärmezählers im Heizmittelkreislauf.

Günter

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Bei uns macht das eine Firma, Hekon heißt die glaube ich. Ich geh mal davon aus, dass das korrekt eingebaut ist. Immerhin zahlen wird ein Haufen Geld, für die Zählerwartung usw...

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Firma hin oder her.

Ich habe leider schon viele falsche Einbauten auch von Firmen gesehen, da ich in bei einem Netzbetreiber im Zählerwesen arbeite.

Wie gesagt, der Wärmezähler muss im Heizmittelkreislauf eingebaut sein - nicht im Trinkwasserkreis.

Bei Vorhandensein eines 3-Wege-Mischers, müssen Durchflußteil und Fühler im geichen Bilanzkreis sein.

Ferner müssen die Fühler direkteintauchend sein - als ohne Tauchhülse (Vorschrift aus der Eichgesetzgebung).

Das kannst Du ja leicht optisch überprüfen.

Günter

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Der Boiler hat keinen Mischer. Auch der Fühler sitzt beim Boiler und bei Heizung richtig. Habe ich überprüft - ich mache ja die Hausmeisterdienste und habe auch einen Zugang zum Heizraum.

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Dann sollten die erfassten Werte korrekt ermittelt sein.

Günter

Antwort
von Daguett, 29

Nur für Warmwasser ist das ganz schön heftig.......Das wären etwa 3 Kwh pro Tag und Nase, grob gerechnet.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community