Frage von pampirocker, 188

Siedepunkt von Weinsäure?

Ich muss für die Schule einen Steckbrief über Weinsäure verfassen. Dass der Schmelzpunkt bei 170 °C liegt, habe ich bereits herausgefunden. Aber wo liegt der Siedepunkt? Und was ist das Besondere an Weinsäure? Außerdem ist noch gefragt, was man bei der Herstellung von Gummibärchen auf Basis von Weinsäure beobachten kann und was das Ergebnis daraus ist.

Danke für jede Antwort! :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von vach77, Community-Experte für Chemie, 127

Wie PWolff schon andeutete, hat die Weinsäure keine Siedetemperatur. Sie zersezt sich beim Erwärmen oberhalb von +170 °C.

Wie wäre es, wenn Du Dir im neuen Jahr vornehmen würdest einmal selbst im Internet zu recherchieren, wenn Du den Steckbrief einer Verbindung benötigst?

Als Anfangshilfe von mir zum Thema "Weinsäure":

Gehe zur Datenbank gestis:

http://gestis.itrust.de/

Klicke dort "GESTIS-Stoffdatenbank im Fenster öffnen" an und gebe oben in Kleinschreibweise weinsäure ein.


Antwort
von PWolff, 87

Bist du sicher, dass Weinsäure überhaupt einen Siedepunkt hat? Vielleicht zersetzt sie sich ja, bevor sie siedet.

Hast du schon https://de.wikipedia.org/wiki/Weins%C3%A4ure gelesen?

Besonderheiten:

An Weinsäure wurde erstmals entdeckt, dass es chemisch identische Verbindungen gibt, die sich nur darin unterscheiden, dass sie spiegelbildlich zueinander sind - sog. "chirale" Verbindungen. (Herkunft des Wortes "Racemat" für ein Gemisch solcher Verbindungen)

Als mehrwertige Säure chelatiert sie Schwermetalle.

Wie bei vielen chiralen Verbindungen darf bei Lebensmitteln nur eins der "Enantiomere" zugesetzt werden. (Bei Medikamenten muss seit dem Contergan-Skandal sogar sichergestellt sein, dass während des gesamten Produktionsprozesses nur eins der Enantiomere überhaupt entsteht und in den Anlagen vorhanden ist.)

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