Sich verteidigen, wenn man ausgeraubt wird?

... komplette Frage anzeigen

Das Ergebnis besteht aus 7 Abstimmungen

Nein, ich würde immer mein Geld sofort herausgeben. 71%
Ja, ich würde mich immer zur Wehr setzen. 14%
Ja, unter Umständen würde ich mich wehren. 14%
Man kann sich auch mit Worten verteidigen. 0%

10 Antworten

Nein, ich würde immer mein Geld sofort herausgeben.

Ich persönlich trainiere seit mehreren Jahren die japanische Kampfkunst Aikido und ich teile deine Skepsis - ich halte nichts von unnötigem Heldentum.

Geld oder Leben

Meiner Meinung nach gibt es keinen Grund, weshalb man eine gewaltsame Auseinandersetzung riskieren sollte, wenn es lediglich um Wertgegenstände geht. Die körperliche Unversertheit ist mir wertvoller als etwas Geld.

Persönliche Haltung

Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass eigene Auftreten sollte dazu führen, dass man gar nicht erst in solche Situationen gerät. Wer häufig zum Opfer von Gewalt wird, sollte sich fragen, welche Signale er aussendet.

Eigene Erfahrung

Ich befand mich bislang in drei Situationen, in denen eine Verteidigung erforderlich wurde - und ich hätte jederzeit das Geld ausgehändigt, wenn dadurch der Konflikt vermeidbar gewesen wäre.

Intention

Meiner Meinung nach sollte man die eigene Motivation zum Training hinterfragen. Eine gesunde Selbstbehauptung ist nämlich etwas anderes, als übertriebene Selbstdarstellung um Anderen zu imponieren.

Wer meint, "Respekt" habe etwas damit zu tun, wie viele seiner Mobber man auf dem Schulhof zusammenschlagen kann, ist meiner Meinung nach ebenfalls auf de dem Holzweg. Dadurch wird das Problem nicht gelöst.

Wer meint, als "Rambo" eine Ein-Mann-Armee darstellen und in einem urbanen Dschungel überleben zu müssen, sollte sich lieber mit seinen Ängsten und Minderwertigkeitskomplexen auseinandersetzen.

Abschluss

Ich stimme OnkelSchorsch zu, wenn er sagt, das Training sollte in erster Linie einen persönlich bereichern und Freude bereiten.

Für mich selbst war beispielsweise der Aspekt der Selbstverteidigung gar kein Grund, um mit dem Aikido-Training zu beginnen - ich wollte mir selbst etwas gutes tun.

Ich glaube, mit dieser Einstellung hat man auch viel mehr Freude am Training, anstatt ständig mit dem Zweifel zu leben "ob es denn wirklich effektiv wäre", oder den Wunsch zu hegen "es mal ausprobieren zu können".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Alfred1999
27.03.2016, 19:20

Nun, teilweise stimme ich dir zu, mein Leben steht mir natürlich über meinem Geld. Aber es gibt auch angreifer die eben nicht nur dein Geld wollen. Und es kann auf der Straße auch zu Situationen kommen, inden du mit reiner Ausstrahlung halt nichtmehr weiter kommst. Wie ich schon gesagt habe gilt es immer Abzuwägen, was verlierst du wenn du dich nicht wehrst, und was könntest du verlieren wenn du dich wehrst. Wenn ich nur wenig verliere wenn ich mich nicht wehre, aber mich, wenn ich mich wehre, einem sehr großen Risiko aussetzen würde, dann wehre ich mich nicht und gebe einfach was der Angreifer von mir will. Könnte ich aber etwas verlieren was mir sehr viel bedeutet wenn ich mich nicht wehre, und mich nichtmal einem sehr großen Risiko aussetze wenn ich es tue, dann würde ich mich auch für rein materielle dinge Wehren,

1
Nein, ich würde immer mein Geld sofort herausgeben.

Hallo.

Ich mache zwar kein Krav Maga sondern Taekwondo, wo auch die eine oder andere Selbstschutz Technik drinnen steckt. Ich rate dir nur eins:

Wenn es um Objekte geht (Portmonaire, Handy, etc...) gib es her.

Geht es um Personen (Verwandte, Freunde oder sogar dein eigenes Leben) dann wehr dich sogut du kannst.

Warum?
Auch wenn du der Meinung wärst ein perfekter Selbstverteidigungskünstler zu sein. Ein Risiko besteht dabei IMMER, dass etwas schief läuft! Da kannst du noch so lange Krav Maga trainieren! Und möchtest du wirklich dein Leben für dein Handy oder dein Geld aufs Spiel setzen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Ja, unter Umständen würde ich mich wehren.

Man muss immer abwägen ob es dass was du verlieren würdest wert ist dafür zu kämpfen. Wenn es nur ein bisschen Geld ist dann ist es mir egal, dafür riskiere ich doch nicht mein Leben. Ist es etwas mir sehr wertvolles, oder will der Angreifer gar etwas körperliches von mir oder Leuten die mir nahe stehen, dann wehre ich mich aufjedenfall! Auserdem spielt es eine Rolle wie hoch ich meine Chansen schätze. Sehe ich, dass ist ein kleiner möchtegernräuber der ohne Waffe versucht mich abzuziehen, dann wehre ich mich auch wenns um Geld geht. (Es sei gesagt ich praktiziere Krav Maga). Ist es aber ein Kerl der 5 mal soviel wiegt wie ich und mit ner Schusswaffe vor mir steht, dann gebe ich ihm halt meinen Geldbeutel.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Nein, ich würde immer mein Geld sofort herausgeben.

Also das kommt auf die Person an, aber in der Regel würde ich mir gegen einen bewaffneten Räuber schlechte Chancen ausrechnen. Ich hab kaum Wissen oder Techniken über Kampf und habe es auch nie trainiert. 

Ich bin aber groß und kräftig, also würde ich gar nicht erst als Opfer in Frage kommen. Außerdem halte ich mich nicht in solchen Gegenden auf. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Nein, ich würde immer mein Geld sofort herausgeben.

Lieber nicht wehren, manche Leute sind unberechenbar und mein Leben ist mir mehr wert..!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von willom
27.03.2016, 23:45

Deine Antwort ist unlogisch.

Wenn diese Leute ( wer ist denn " diese "....? ) ja angeblich nicht berechenbar sind, dann kann man sich für eine entsprechende Situation auch kein pauschal " bestes " Verhalten zurechtlegen.

0

Dieses ganze "mit unserer supertollen SV-Wunderkunst kann jede Wurst sich gegen den brutalsten und gefährlichsten Angreifer wehren" ist imho nichts weiter als ganz dumme Werbung.

Damit locken die Besitzer gewerblicher Studios Kunden an, verkaufen denen Jahresverträge und wenn die Kunden dann nach drei Trainings nicht wiederkommen, ist denen das schnuppe, weil - das Geld haben sie ja sicher.

In einer guten Schule oder einem guten Club ist der Aspekt des Straßenkampfes, der der "Selbstverteidigung", der des realen Einsatzes der Sportart oder Kunst völlig nebensächlich. Es geht vielmehr darum, den Kampfsport, die Kampfkunst auszuüben, weil das Spaß macht und für einen insgesamt gut ist.

Ich betreibe seit einigen Jahrzehnten Kampfsport, mit Dan-Grad, mit offizieller Lehrberechtigung und so. In den letzten Jahren wurde ich insgesamt zweimal angegriffen, in beiden Fällen tat ich gar nichts bis auf ruhig bleiben und den Angreifern gelassen ins Auge zu schauen. Was in beiden Fällen dazu führte, dass die aggressiven Schläger, als sie auf etwa anderthalb Meter rangekommen waren, zögerten, aufhörten, sich umdrehten und wegliefen. Meine Körpersprache, die klar ausdrückte, dass ich nicht in deren "Opferschema" passte, reicht aus, um deren üble Absichten zu vereiteln.

So geht das nämlich mit der "praktischen Anwendung".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Alfred1999
27.03.2016, 19:13

Das was du sagst ist nicht 100% richtig. Im Krav Maga trainieren wir nur für die Straße und für den Ernstfall. Klar das training macht auch Spaß, aber Krav Maga ist nunmal kein Sport, sondern ein reines Selbstverteidigungssysthem.

2
Kommentar von jonas5555
27.03.2016, 19:42

Ich meinte auch Onkelschorsch

0
Nein, ich würde immer mein Geld sofort herausgeben.

Dieses "immer" beziehen sich ausschließlich auf bewaffnete Überfälle, wo erkennbar lediglich mein Geld gefordert wird.

Ich sehe keinen Sinn darin, bei bewaffneten Überfällen die Heldin spielen zu wollen, trotzdem ich schon jahrelang eine Selbstverteidigung trainiere. Da ist mir mein Leben mehr wert.

Mein "Können" würde ich nur in unabwendbaren Situationen anwenden oder dies zumindest versuchen. Also wenn mein Leben auf dem Spiel steht, meine körperliche Unversehrtheit oder ich mir zutraue Nothilfe leisten zu können.


Zum Filmchen: Es dauerte sechs Minuten und ich habe keine einzige ansatzweise realistische Selbstverteidigung gesehen. 

Wirklich immer fror der Angreifer nach seiner ersten Aktion ein. Weder wehrte, noch bewegte er sich irgendwie, während der Verteidiger 5-6 gezielte Schläge oder Tritte anbringen konnte. Total unrealistisch. Soviel Zeit, für all die Aktionen des Verteidigers bleibt einfach nicht.

Es ist unrealistisch, dass der Angreifer direkt nach der 1.Aktion des Verteidiger total bewegungsunfähig zusammenbricht.

Weiter ist unrealistisch, dass ein Vergewaltiger hinter einem Baum auf sein joggendes Opfer wartet. Ich weiß, dass dies eine der größten Ängste aller (deutschen) Frauen ist. Statisch betrachtet ist diese Situation aber sehr, sehr unwahrscheinlich. Woanders findet man mit Sicherheit leichter Opfer (angequatscht in der Disko, Bekannte...) 

Krav Maga finde ich an sich gut WEGEN dem realistischen Situationstraining. Aber dieser Film ist ein verantwortungsloses Negativbeispiel zum Kundenfang.

Schade! Dieser guten Selbstverteidigung wurde ein Bärendienst erwiesen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Mondmayer
28.03.2016, 01:36

Ja, da war einiges an Schwachsinn dabei wie z.B. auch, dass der eine Mann, obwohl die angegriffene Frau schon geflüchtet ist, auf einmal auf den Typen mit dem Messer losgeht und auch unrealistisch erscheint es mir, dass sich jemand an einen erfahrenen Kampfkünstler einfach so ranschleichen kann, während dieser Geld abhebt.

Was die ein Schlag Techniken anbelangt da gibt es schon einiges von dem man sich nicht so schnell erholt.

Ellenbogen ins Gesicht sind z.B. brutal in der Regel hat man sofort eine Beule oder ein Cut, wenn man richtig trifft (ich glaube nicht, dass jemand der kein Kampfsport trainiert damit klar kommt) und es ist eine riesen Sauerei oder ein Stopfenstoß vor die Kniescheibe (mit anderen Worten Oblique Kick) eine Technik um einen Kampf sofort zu beenden. Nach Tritten in die Weichteile ist sofort Feierabend. Auch Schläge auf den Kehlkopf oder auf den Solarplexus können schon ziemlich brutal sein. Als Hobbysportler hält man ein Knie gegen den Solarplexus irgendwann einigermaßen aus, aber für eine untrainierte Person ist das brutal. Genauso wie Tritte vor den Kopf.

0
Ja, ich würde mich immer zur Wehr setzen.

Also ich habe 10 jahre Kampfsport gemacht. Ich würde mich jeder zeit verteidigen auch wenn jemand nur an mein geld oder handy will, da verstehe ich keinen Spass...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde mich nicht wehren. Ist ja nur Geld.
Und wegen irgendwelchen Gegenständen würde ich mich als 15 jähriger (trotz Kampfsport) nicht gegen einen erwachsenen Mann wehren.

Wir haben einen 30 jährigen im Aikido Training und der ist extrem Kampfkunsterfahren (2. Dan Jiu Jitsu, 1.Dan Karate, 1.Dan Judo, 2.Kyu Aikido). Da kann man sich denken dass er entsprechend kräftig gebaut ist.

Ich glaube der wird sich nach 20 Jahren Kampfsport durchaus wehren. Auch wenn es nur um Geld geht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sich verteidigen.....?

Natürlich....., wenn es die Situation erlaubt.

Sich nicht zu wehren mag zwar dem aktuellen Zeitgeist entsprechen und erzeugt vom sicheren Sofa aus angekündgt vielleicht ein tolles Gefühl persönlicher zivilisatorischer Überlegenheit, ist aber in einer realen Gewaltsituation für nichts eine Garantie.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Mondmayer
28.03.2016, 01:14

Das hat nichts mit einem Gefühl des Zivilisiertseiens zu Tun.

Ich trainiere unter anderem MMA und Muay Thai, weshalb ich kein Problem habe jemanden ausseinander zu nehmen, aber wenn irgendwer ein Messer auspackt und von mir die 30 oder 50 Euro haben will die ich vielleicht in meiner Geldbörse habe, dann würde ich ihm das Geld einfach geben.

Besser als im Krankenhaus zu liegen oder mit einem Richter darüber zu diskuttieren ob es denn notwendig war ihm nach dem ich ihm das Reizgas ins Gesicht gejagt habe, noch mit einem Backstein schlagen musste.

2