Frage von banamana, 121

sich spirituell weiterentwickeln?

Hallo Community,

sich seelisch weiterentwickeln ist in unsere Kultur modern geworden,. Jeder möchte sein Teil dazu beitragen und ich auch. Sich wieder mit sein inneres "ICH" ausseinanderzusetzen und damit auch Frieden, Balance und Liebe in sein stressigen Alltag zu bringen. Es ist nicht leicht alles gerecht zu werden. Seelische Instabilität sind zurzeit Norm, denn wir hören zu wenig auf die innere Stimme. Ich habe noch nie so viele Menschen, die Physische und Psyschische Probleme haben: Sucht, Depressionen, Belastung in denen wir zerbrechen. Der Körper ist unsere physische Hülle, wir sollten effektives tun damit diese solange wie möglich in Einklang mit unsere Seele verbunden ist aber was ist, wenn wir uns dabei verlieren? Ich habe das Gefühl das es mehr in uns ist als wir bewusst sind und ich bin auf der Suche danach. Ich bin auf der Suche nach mich selbst. Und ich weiß nicht ganz wie ich das anstellen soll. Habt ihr ähnliches erlebt und seid ihr im Augenblick in dem selben Prozess. Bitte um Antwort

Antwort
von pingu72, 80

ThaiChi, ansonsten nicht darauf hören was andere sagen sondern nur tun was gut für dich ist! Miste aus: "Freunde" die keine sind, Gegenstände die negative Erinnerungen wecken und Kleidung in der du dich nicht mehr wohl fühlst, das reicht oft schon aus....

Kommentar von Fantho ,

ansonsten nicht darauf hören was andere sagen

Interessante Aussage, welche beinhaltet, dass er auch Deine Ratschläge nicht beachten soll...

Obwohl Du eigentlich mit Deinen Ratschlägen schon recht hast...

Dieser Teil der Aussage sollte man nicht erwähnen, denn man holt sich ja Ratschläge ein, welche ein 'zuhören' voraussetzt, sonst braucht man keine Ratschläge und verschiedene Meinungen und Ansichten einzuholen...

Gruß Fantho

Kommentar von pingu72 ,

Da hast du recht! Ich meinte natürlich, dass man nichts tun soll was man nicht will nur weil andere es sagen usw. Aber stimmt, das war dumm ausgedrückt bzw hätte ich es näher erläutern sollen....oder eben weglassen

Kommentar von Fantho ,

Jetzt ist es besser ;-)

Gruß Fantho

Kommentar von pingu72 ,

Danke :D

Antwort
von Fantho, 15

'Auf der Suche nach sich selbst sein' erfolgt durch die Achtsamkeit und die Bewusstwerdung seiner Selbst...

Hilfsmittel sind erlaubt ;-)

Ich spreche dabei von Hilfsmitteln, wie zB Meditation, Autogenes Training, Kontemplation

Aber auch die Welt um uns herum ist ein Hilfsmittel, sich selbst 'kennen zu lernen', wenn wir

achtsam und bewusst jede Situation, welche in unser Leben eintritt und mit der wir 'korrespondieren', wahrnehmen und beobachten...

Spiritualität 'erlernen' ist gar nicht so schwer...

Schwer ist nur das auseinandersetzen mit sich selbst, denn hier können einiges an schmerzhaften Erfahrungen im Leben auftauchen und kann sogar sein gesamtes aufgebautes Kartenhaus zum Einsturz kommen...

Davor haben (bewusst / unbewusst) die meisten Menschen, im Besonderen Atheisten, die größte Angst und verbleiben lieber im Schneckenhaus, denn bewusste Spiritualität bedeutet nicht Einsperrung in ein bestimmtes Gefüge und Gedankenkonstrukt, sondern Erweiterung und Befreiung seines Selbst über sich (als mechanistisch denkender Mensch) hinaus...

Als Einstieg empfehle ich gerne den 'ver-rückten' und leider verstorbenen Thaddeus Golas und dessen kleines und feines Büchlein 'Der Erleuchtung ist es egal, wie Du sie erlangst'

Aber auch 'Selbstbetrachtungen' von Marc Aurel und 'Der Prophet' von Khalil Gibran sind lesenwerte Einstiege, um überhaupt sich mit bestimmten Verhaltensweisen und Lebenseinstellungen zu befassen...

Gehe Schritt für Schritt in diese Materie, tauche peu à peu darin ein, befasse Dich step by step mit Dir und Deinem Bezug zu und den Reflektionen aus Deiner Umwelt...

Spiritualität ist ein fortwährend sich entwickelnder Prozess, welcher ein Leben lang (an)dauert (und darüber hinaus)...

Du kannst dabei auch Enttäuschungen erleben, aber diese sollen einen nicht entmutigen, sondern 'bemutigen' weiter zu gehen, denn Enttäuschungen sind Teil des Lebens und gehören ebenso zur Entwicklung seines Selbst dazu...

Ein Mensch, welcher zB in der Liebe enttäuscht wurde, wird nicht aufhören, eines Tages einen neuen Lebensbegleiter an seiner Seite zuzulassen...

Derjenige aber, der dies nicht mehr zulassen möchte und / oder kann, hat aufgehört zu lieben und somit auch aufgehört zu leben...

Gruß Fantho

Kommentar von banamana ,

Genau wie du es beschrieben hast, stürzt mein Kartenhaus ab. Egal wie oft ich mein Kartenhaus baue, es stürzt immer ab. Egal was ich mache, es stürzt ab. Ich stelle dann alles in Frage

Zurzeit steht alles drunter und drüber, auf und ab, quer durcheinander.

Ich stelle Fragen auf, fragen die meine Seele antworten haben will und sie gibt keine Ruhe. Ich bin rastlos aber extrem müde. Ja, auch seelisch instabil aber jetzt ist die Zeit gekommen darüber zu reden, sich zu hinterfragen und sein leben von vorne anzufangen aber mit der richtige Bausteine.

Ich habe es satt immer wieder anzufangen, falsch, wie es mir aufgefallen ist. Ich bin eine sehr zuversichtlicher Mensch, ich kann viel geben. Ich habe unendlich viel Liebe in mir aber irgendwas hindert mich daran mich zu entfalten aber in der richtige Richtung. Wenn du mich fragst, wo ich stehe dann antworte ich: Ich stehe im Mitten von Nichts, irgendwo und nirgendwo, genau dazwischen. Ich stecke fest. Ich gehe nicht nach vorne und nicht zurück. Es ist frustierend. Mir war das lange nicht bewusst gewesen.
Aber jetzt sehe ich das ein.

Eine persönliche Krise, wenn du verstehst was ich meine. Ich bin eine erfolgsorientierten Mensch. Ich verfolge das Ziel beruflich, ich bin nicht materiell eingestellt aber ich bin auch kein Asket. Ich weiß das alles ein Sinn ergibt... Ich bin auf der Suche nach meinen Sinn. Nach mein Platz und ich will das mein Kartenhaus nicht mehr einstürzt und es bedeutet wie du selbst beschrieben hast, sich mit viele schmerzhafte Dinge ausseinanderzustzen, ich bin aber bereit.

Kommentar von banamana ,

Ich stelle nicht der Sinn des Lebens in Frage sondern ganz bewusst "MICH". Diesmal und zum Ersten Mal stehe ich im Vordergrund und wie ein Kind muss ich lernen damit umzugehen und ich weiß nicht wie.

Ich bin blind , taste aber mich wie ein Kind mit eine innere Unruhe vorsichtig voran und dabei stoße ich mich immer wieder schmerzlich... AUTSCH!!! lach*

Kommentar von Fantho ,

Das kann ich allzugut nachempfinden.

Letztendlich wird auch Dir die Erkenntnis kommen, dass man nicht nach dem Ideal suchen soll, sondern dass Du selbst das Ideal bist,

welches nur eine Frage zu beantworten hat: Bin ich zufireden?

Aus dieser Beantwortung heraus entwickelt sich Dein Leben:

  • Bin ich zufrieden mit dem, was ich arbeite?
  • Bin ich zufrieden mit dem, was ich esse?
  • Bin ich zufrieden mit dem, wie ich wohne?
  • Bin ich zufrieden mit dem, wie ich schlafe?
  • Bin ich zufrieden mit dem Lebenspartner?
  • Bin ich zufrieden mit meinem Aussehen?
  • Bin ich zufrieden mit meiner Umgebung?
  • Bin ich zufrieden mit meiner Wahl an Freunden?
  • Bin ich zufrieden mit dem Augenblick?
  • und und und

Jedes Thema, welches in eine Verneinung der Zufriedenheit mündet, sollte überdacht und korrigiert werden...

Aber ich lese, dass Du das schon richtig machst, denn Du fängst an, Dich in den Vordergrund Deines Fokus zu stellen (ohne dabei 'Deine' Welt zu vergessen)...Nur so wirst Du zu Erkenntnissen kommen...

Asketismus ist der ganz falsche Weg. Karriere machen ohne sich dabei zu vergessen und ohne sich darin zu verlieren, ist vollkommen legitim...

Aber: Keine Karriere machen zu wollen und dennoch zufrieden zu sein, ist ebenso legitim...

Es sollte immer die Frage gestellt werden: Ist etwas von Nutzen, oder von Schaden (mir und / oder anderen gegenüber)...

Unzufriedenheit schadet eher; nicht nur sich selber, sondern letzten Endes auch seiner Umwelt, seiner Familie gegenüber...

  • Den Fokus nur im Außen zu richten und sich dabei zu vergessen - schadet
  • Den Fokus nur nach Innen zu richten und die Welt draußen nicht in sein Leben zu lassen - schadet
  • die Symbiose ist das Optimale, denn die 'Welt da draußen' ist ein Hilfsmittel für die geistige und seelische Entwicklung

Aber das weißt Du ja alles selbst schon...

Warum schreibe ich dann so viel?  ;-)

Gruß Fantho

Antwort
von Berny96, 66

Eine sehr gute Frage. Ich denke Meditation hilft einen dabei sehr. Das System in dem wir leben lässt einen nur sehr schwer im Einklang mit sich selbst leben. Andauernd gibt es Stress, man muss sich ums Geld kümmern etc. Vieles davon was man heutzutage machen muss um teil der Gesellschaft zu sein spricht einfach gegen unserer Natur. Ich denke man muss man lernen wie man trotz der ganzen unnatürlichen Pflichten die wir tragen spirituell gesund bleibt. Jemand der sich nie die Zeit nimmt sich mit sich selbst zu beschäftigen wird irgendwann einsam weil er sein Glück auf äußerliches setzt. Sein Glück ist quasi abhängig von dem was er besitzt etc. Das muss man vermeiden, man muss lernen sich selbst zu lieben. Ich weiß auch nicht ob das auch nur ansatzweise deine Frage beantwortet aber eigentlich ist es so das es gar keine Antwort darauf gibt. Wüsste man die Antwort wäre das Leben kein Abenteuer mehr. Das Leben ist die Musik und du bist der Tänzer. Man muss lernen einfach zu Tanzen anstatt herauszufinden woher die Musik kommt.

Kommentar von banamana ,

Richtig man sollte sich selbst lieben und doch sehen wir schreckliches Leid, Menschenwerk. Ich weiß, das man unendlich Philosophieren darüber  kann und das will ich gar nicht aber ich weiß, dass es für alles eine Erklärung gibt, viele Dinge die in mein Leben geschieht, war mir vorher nicht bewusst waren kommt gerade jetzt  die Erkenntnis, warum das so gerade passiert ist. In mir macht sich ein Bewusstsein offen, ich kann es dir nicht erklären, weil ich es selber nicht wirklich durchblicke, das macht mir Angst. Ich tanze bereits aber ich höre noch nicht die Musik das mich begleitet.

Antwort
von nowka20, 6

so wie dir geht und gingh es allen jungen menschen

Antwort
von Atraxus, 66

Versuchs doch mal mit Alan Watts. Er ist ein Philosoph und hat sich zu Lebzeiten sehr viel mit diesen Themen auseinandergesetzt. 

Seine aufgenommenen Vorlesungen sind allerdings auf englisch und nicht ganz einfach. Ich hoffe das ist kein Problem. In seinen Vorlesungen gibt er seinen Zuhörern Denkaufgaben (weiß nicht wie ich es anders formulieren soll ^^) die einem Helfen sollen zu finden was man sucht. 

Kommentar von banamana ,

Interessantes Video.. so in Etwa

Kommentar von Atraxus ,

Das sind halt alles Sachen über die man mal nachdenken kann. Schau dir am besten ein paar andere Videos von seinen Vorlesungen noch an. 

Aber nicht alles was er sagt sollte man genau so sehen. 

Kommentar von banamana ,

Er hat Recht. Wir sind ein Teil des Großem. Aber es geht um mich und welcher Teil ich repräsentiere. Ich fühle mich verloren.

Antwort
von paranomaly, 47

Löse dein Ego auf, es ist bei niemanden angeboren und dient lediglich dazu in der materiellen Welt zu agieren.

Menschen bei denen sich langsam das Kronenchakra öffnet, haben bereits ein schwächeres Ego.

Kommentar von banamana ,

und wie kann  ich meine Kronenchakra öffnen?

Kommentar von paranomaly ,

Wenn man wirklich tolernat ist, dann ist man schon auf einem guten Weg. Das fängt schon an, wenn man jemanden auf der Straße sieht, der etwas anders aussieht oder angezogen ist. Leute die über diese Leute herziehen sind nicht tolerant.

Und wenn man jetzt denkt: "Ich will jetzt tolerant sein, ich ziehe nicht mehr über andere her", dann ist dass das Ego. Es muss vom Herzen kommen, nicht vom Verstand.

Antwort
von RobertMcGee, 56

Philosophie, Bewusstseinsforschung, Psychologie, Naturwissenschaften - das alles gibt zwar keine Antworten, wirft aber so viele andere Fragen auf, daß die ursprüngliche Frage an Bedeutung verliert und in Vergessenheit geraten kann.

Suche dich selbst in der Gesamtsumme der Fragen, die du stellst - nicht in den Antworten, die dir andere darauf geben

Kommentar von banamana ,

Aber Erfahrungsaustausch ist wichtig. Ich befinde mich in einem Punkt wo ich durchaus für andere Ideen offen bin und das war nicht so. Es ist ein größer Schritt Robert. Ich denke, dass ich bereit bin aber ich habe keine Ahnung wofür... Es passiert viele Dinge in mein Leben wo mir die logische Erklärung fehlt. Da ist was aber ich weiß nicht wie ich da ran komme. Angst ist auch da.

Kommentar von RobertMcGee ,

Hast du dich schon mit dem Selbst als solchem beschäftigt? Mit der Frage, was das Selbst denn überhaupt ist?

Mit der Erkenntnistheorie?

Mit dem Aufbau des Gehirns?

Mit Spiegelneuronen?

Mit der Sozialisation, der Menschwerdung?

Mit dem Entstehen und Vergehen vom emotionalen Bezügen?

Mit der Symbolik im psychologischen Sinne?

Mit dem Tod - also der Frage, was der Tod eigentlich ist?

Keine Sorge, sind nur rhetorische Fragen, über die du bei Zeiten mal nachdenken kannst, wenn du magst.

Was macht dir Angst? Dabei kann dir vielleicht geholfen werden, auch wenn ich ncihts versprechen will.

Kommentar von banamana ,

Super Fragen! Lach... nein, nicht wirklich aber sieh da, die interessieren mich.

Was mir Angst macht, ist eine andere Lebensweg, andere Bewusstsein, eine andere Intelekt, was nicht schlecht ist aber das sind Änderungen. Bitte, halte mich nicht für Verrückt aber ich spüre manchmal, dass ich nicht alleine bin. Ich spüre ganz eindeutige (Präsenzen?!), manchmal Berührungen, nicht eindeutigen Flüstern oder Lufthauch (als ob man mich anpustet), Duft, unerklärliche Gänsehaut. Ich habe das Gefühl, die wollen sich mir Mitteilen aber ich habe echte Angst davor, ich weiß nicht gar nicht wie das geht. Das ist mir neu, die ganze Empfindungen sind mir neu. Ich weiß, dass ich mein Geist öffnen muss aber ich will mich nicht verlieren, das ist nämlich gefährlich. Ich habe das sehr lange Ignoriert und ich will das nicht mehr, das macht mich müde, zieht meine Energie aus. Ich kann dir das nicht eindeutig erklären aber es ist so. Mein Frieden liegt darin mich zu öffnen.

Kommentar von RobertMcGee ,

Meinst du, dich dem zu öffnen, was du dir nicht erklären kannst?

Zuerst musst du dir selbst die Frage beantworten, ob diese Eindrücke tatsächlich von Außen kommen, oder ob sie aus dir selbst heraus kommen. Ob es nachhallende Erinnerungen sind, die dein Gehirn dich empfinden lässt, oder ob es tatsächlich echte Sinneseindrücke sind.

Die Spiegelneurone könnten für einen Teil dieser Eindrücke verantwortlich sein, wenn auch nicht für alle. Ebenso wäre es möglich, daß du einen Teil deines eigenen Unter- bzw. Vorbewusstseins wahrnimmst.

Die eigentliche Frage ist, nach welcher Art Antwort du suchst - eine wissenschaftliche, materialistische Erklärung oder eine, die objektiv betrachtet als "übernatürlich" bezeichnet werden müsste?

Allein daran kannst du schon etwas über dich selbst herausfinden - es hängt von deiner eigenen Frage ab, von der Art deiner Fragestellung und deiner damit verbundenen Erwartungshaltung, wer du selbst bist.

Kommentar von banamana ,

ich weiß das da was ist...

Kommentar von RobertMcGee ,

Ja

Kommentar von banamana ,

ich habe eine andere Frage: wie kann ich mein Bewusstsein öffnen?

Kommentar von RobertMcGee ,

für was?

Kommentar von RobertMcGee ,

soll heißen, was erwartest du zu sehen, wenn dein Bewusstsein geöffnet ist?

Kommentar von RobertMcGee ,

das Problem ist, daß es mehr als eine Wahrheit gibt...

Kommentar von RobertMcGee ,

Selbstisolation war für mich die Tür zum Pfad der Erkenntnis.

Nicht im Sinne von eingesperrt sein oder Einsamkeit, sondern innere Zurückgezogenheit. Losgelöst von all dem, was den Menschen im seinem Alltag, in seinem Erleben gefangen hält. Außenstehender Beobachter sein, auch wenn man sich in einer Menschengruppe befindet. Das Gesamtbild sehen und das eigene Selbst als Teil des Ganzen wahrnehmen, während man doch stiller Beobachter ist. Sich selbst von Außen wahrnehmen, sozusagen.

Läßt sich schwer in Worte fassen, in reiner Schriftform umso mehr.

Kommentar von banamana ,

hallo Robert,

Das ist eine schwierige Aufgabe, sich von außen betrachten. Ich weiß, dass wir ein Teil vom Ganzen sind.

Vielleicht ist Isolation genau das was ich brauche, eine ruhige Ort indem man mit sich selbst aber auch mit andere Sachen konfrotiert und reflektiert.

Kommentar von banamana ,

Mein Bewusstsein öffnen, habe ich eine ganz Eigene Interpretation für mich. Ich will hinter der Fassade sehen. Man sagt, dass unser Schicksal 70% vorherbestimmt wird und lediglich 30 % haben wir eine Entscheidung. Ich wehre mich dagegen. 30% klingt für mich zu wenig. In der Indische Kultur ist es üblich über wichtige Dinge wie: Geburt, Heirat, Beruf die astrologische Karte zu befragen. Astrologie hat eine große Einfluss auf uns, erklärt auch vieles. Ich habe das gefühl mein Potenzial nicht vollständig auszuschöpfen... ich will das ändern. Sich damit zu befassen ist wichtig für jeden von uns!

Kommentar von banamana ,

Ich habe auch Schwierigkeiten die richtige Frage zu stellen!

Kommentar von RobertMcGee ,

Ja, es ist schwierig, die richtigen Fragen zu stellen. Das hat mehrere Gründe:

- die allermeisten Worte haben mehrere Bedeutungen - abhängig vom Gesamtzusammenhang, in dem sie auftauchen. Das Wort "Materialismus" zum Beispiel kann sich einmal auf Geld und Finanzen beziehen, in einem anderen Zusammenhang bezieht es sich aber tatsächlich auf die Materie und physikalische Vorgänge.

- die Semantik, also die genaue Wortbedeutung, setzt sich bei jedem Menschen anders zusammen, abhängig von den Erfahrungen, die man im Laufe seines Lebens gemacht hat und den Assoziationen, die man zu diesem Wort gebildet hat. Dieses Problem wird eingehend erklärt in der Symbolik (im Zusammenhang der Psychologie und Psychoanalyse, NICHT im Zusammenhang von Transzendenz, Okkultismus, Astrologie oder Ähnlichem).

- viele Fragen sind unzulässig und damit nicht zufriedenstellend beantwortbar, weil sie Annahmen implizieren, die schlichtweg falsch sind. Die Frage "Was ist außerhalb des Universums" zum Beispiel ist so eine unzulässige Frage, da das Universum per Definition alles Existierende enthält. Was nicht im Universum enthalten ist, existiert nicht und was nicht existiert kann auch nicht benannt werden. Etwas, das existiert (egal ob nachweisbar oder nicht) ist automatisch Bestandteil des Universums, kann also nicht als Antwort auf die Frage nach dem "außerhalb" gelten. Ebenso die Frage nach der Beschaffenheit des "Nichts" ist unzulässig - da das "Nichts" nicht exisitert, kann es auch keine Eigenschaften haben bzw. alles was eine Eigenschaft hat existiert und kann demzufolge nicht "Nichts" sein.

Du willst hinter die Fassade sehen, okay. Das ist, je nachdem wie man "hinter der Fassade" und "sehen" definiert, möglich - oder auch nicht.

Definieren wir "sehen" als tatsächliches Sehen mit den Augen, also die Wahrnehmung von zurückgeworfenem Licht, so ist es unmöglich "hinter die Fassade" zu sehen.

Definieren wir "sehen" als imaginäre Bilder, als visualisierte Zusammenhänge, als Interpretation der Sinneseindrücke, so ist es durchaus möglich "hinter die Fassade" zu sehen - was allerdings nicht zwangsläufig in der Form richtiger Bilder sein muss, sehr viel häufiger "sieht" man Zusammenhänge, Interaktionsmuster und Datenstrukturen. Anstelle von "sehen" würde ich da allerdings eher den Ausdruck "empfinden" verwenden, der meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang weniger irreführend ist, wenngleich "empfinden" in diesem Falle nichts mit Emotionen zu tun hat.

Definieren wir "hinter der Fassade" als die Welt von Geistern, Dämonen, Engeln und vergleichbaren Wesen, ist das "Sehen" dieser Ebene unmöglich, es sei denn als symbolische, imaginäre Versinnbildlichung physikalischer Sinneseindrücke, Emotionen und Zusammenhänge.

Definieren wir "hinter der Fassade" als die Ebene psychologischer Vorgänge, unbewusster/"außersinnlicher" Wahrnehmung (siehe Wikipedia: Spiegelneurone), soziologischer Effekte, gruppendynamischer Zusammenhänge und kultureller Hintergründe, so ist es durchaus möglich "hinter die Fassade" zu sehen. Dabei sollte man aber immer im Hinterkopf behalten, das all dieses "Sehen" auf Spekulation und Interpretation beruht und abhängig von Wissensstand, Kreativität, Intelligenz, unbewusster emotionaler Bewertung (die niemals vollkommen abgestellt werden kann), "subjektiver Wahrheit" und Lebenserfahrung des Sehenden ist und allerhöchstens eine Annäherung an die Realität darstellt, niemals aber exaktes Wissen sein kann (da die Gesamtheit der für exaktes Wissen notwendigen Informationen zwangsläufig die Grenzen der menschlichen Aufnahmefähigkeit um ein Vielfaches übersteigt).

Ja, die Astrologie kann einen starken Einfluss auf das Leben des Einzelnen haben - was ich nicht unbedingt für etwas Schlechtes halte, ähnlich wie bei anderen Scheinwissenschaften/Religionen/Philosophien. Eines sollte man dabei niemals außer Acht lassen: Niemand verfügt über so viele Informationen über dein Leben, wie du selbst - ergo ist auch niemand qualifizierter als du selbst, um deine eigene Situation zu analysieren, zu interpretieren, zu beurteilen und Entscheidungen zu treffen. "Sich selbst verlieren" wie du es genannt hast, heißt (für mich), das Vertrauen in die eigene Urteilsfähigkeit verlieren und sein Leben an der Meinung bzw. dem Weltbild Anderer auszurichten, selbst wenn man dieses nicht von ganzem Herzen teilen kann. Ich selbst zum Beispiel werfe eine Münze, wenn ich mir trotz intesivem Nachdenken nicht über das richtige Vorgehen im Klaren bin, aber eine Entscheidung treffen muss. Nicht, um dem "Urteil" der Münze zu folgen, sondern um herauszufinden, ob bzw. welche Entscheidung mir zuwider ist. Soll heißen, wenn ich nach dem ersten Wurf das Verlangen habe, erneut zu werfen, weiß ich, daß ich dem "Urteil" der Münze nicht folgen sollte. Ähnlich sollte man es, meiner Meinung nach, mit Ratschlägen anderer Menschen halten. Obwohl das Bild, welches man sich von dem Ratgebenden gemacht hat, das eigene Urteil beeinflussen und so zu Fehlentscheidungen führen kann.

Kommentar von RobertMcGee ,

Was die eigene Entscheidungsfähigkeit angeht, sieht es vom materialistisch-deterministischen Standpunkt noch weitaus schlimmer aus: 100% der Entscheidungen beruhen auf den Erfahrungen, die man im Leben gemacht hat, jede Entscheidung ist also durch vorherige äußere Einflüsse exakt und unabänderlich vorherbestimmt. Die Illusion des freien Willens basiert lediglich darauf, daß man sich der Einflüsse nicht bewusst ist bzw. aufgrund ihrer unermeßlich großen Anzahl gar nicht bewusst sein kann. Dazu kommt der Zustand des Körpers/Gehirns im Moment der Entscheidung, beeinflusst durch körpereigene Botenstoffe, deren Ausschüttung wiederum von den Ereignissen unmittelbar davor beeinflusst ist, Streß, Wut, Liebe, Erinnerungen, Unwohlsein, Entspannung, Glück, guten oder schlechten Nachrichten, Raumtemperatur, Hunger, Durst, Libido, Erwartungshaltung, Vorausberechnung anhand vergleichbarer Situationen, Geschichten die man mal gehört hat, Intuition, Anwesenheit anderer Menschen und deren Verhalten/Körpersprache/Persönlichkeit, die Beziehung in der man zu denjenigen steht die von der Entscheidung betroffen sein werden, traumatische Erlebnisse, Träume, Vorahnungen, Blutzuckerspiegel, Giftstoffe im Körper, radioaktive oder elektromagnetische Hintergrundstrahlung die elektrische Ladungen in den Synapsen beeinflusst, Erinnerungen auslösende Gerüche, Lichtverhältnisse, Müdigkeit, gewonnener Erkenntnisse, Moralvorstellungen, Sauerstoffversorgung des Gehirns, Vitaminhaushalt, usw. (die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen, was eine Vorausberechnung menschlicher Entscheidungen zwar unmöglich macht, jedoch nicht bedeutet, daß sie "frei" sind)

Mit der Isolation sollte man es nicht übertreiben, wenn man sein psychisches Gleichgewicht nicht verlieren will. Die Isolation wird nicht umsonst als ein Foltermittel benutzt! Sich hin und wieder die Zeit nehmen, allein in der Natur zu sein und für ein paar Stunden völlig abzuschalten, ist gut und entspannend, viel mehr sollte es aber auch nicht sein. Lieber mit guten Freunden, mit denen man auch stundenlang gemeinsam schweigen und den eigenen Gedanken nachhängen kann, am abendlichen Lagerfeuer sitzen und einfach im Frieden der Situation aufzugehen ist sehr viel besser als allein zu sein und beugt der Einsamkeit vor, nicht zuletzt, weil man damit auch immer jemanden hat, mit dem man über tiefgründige Gedanken sprechen kann und nicht Gefahr läuft, den Bezug zur Realität zu verlieren.

Das "sich selbst von außen Wahrnehmen" tut jeder Mensch bis zu einem gewissen Grade automatisch, man muss es sich nur bewusst machen, es als Bild vor dem inneren Auge sehen. Von dem Punkt aus, an dem man sein physisches Selbst von außen "sieht" ist es nur noch ein kleiner Schritt, auch seine eigene Psyche von außen zu betrachten. Vielleicht kennst du das Phänomen, wenn man die Gedankengänge anderer Menschen/Tiere förmlich sehen bzw. spüren kann, nur dadurch, daß man sie anschaut? Ziemlich ähnlich funktioniert es, die eigenen Gedanken "von außen" zu betrachten - ehrlich gesagt sogar einfacher, schließlich kann man die eigenen Gedanken zeitgleich "hören", während man sein physisches Selbst von außen sieht. Um dies zu analysieren und zu überdenken muss man allerdings "in den eigenen Körper zurückkehren", während der Erfahrung selbst ist man passiver Beobachter, wie in Trance, fast so wie im Halbschlaf, wenn man sich seines Körpers und seiner Gedanken zwar bewusst ist, jedoch keinen Einfluss darauf hat und zu keiner Bewegung fähig ist. Vielleicht kennst du diesen halbwachen, beinahe-luciden Zustand, in dem eine bewusste Körperbewegung so viel mentaler Energie braucht, daß es den Zustand selbst zerstört.

Kommentar von RobertMcGee ,

Sich selbst mit Dingen zu konfrontieren halte ich persönlich für kontraproduktiv. Das kommt mir immer eher wie selbstverletzendes Verhalten vor. Besser wäre es, diese Dinge in kleine, emotional wenig bis gar nicht bewegende Teilbereiche aufzusplitten, über die man dann ausgiebig reflektieren kann. Mit der Zeit wird sich dann ein Gesamtbild, ein flexibles Muster ergeben, dem aufgrund der Flexibilität jegliches Konfrontationspotential fehlt. Das Bewusstsein/Unterbewusstsein hat gute Gründe, vor diesen Dingen zurückzuschrecken. Es ist nicht förderlich, sich selbst zu traumatisieren! Tu dir nicht selbst psychische Gewalt an! Was heute nicht von selbst und im Einklang mit dir selbst funktioniert, wird funktionieren, sobald du bereit dafür bist!

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