Frage von Annuk 31.01.2012

sich bedanken außer Mode?

Ein Hinweis zur Frage

Liebe/r Manguma,

Deine Frage ist durchaus interessant und originell zu lesen. Leider trifft sie nicht wirklich den Kern unserer Plattform. gutefrage.net steht für das Suchen, Geben und Finden von gutem Rat und dem Helfen bei echten Problemen aus dem Alltag. Alles weitere, beispielsweise interessante Erörterungen und originelle Sachverhalte usw. können und sollen besser in unserem Forum besprochen werden: http://www.gutefrage.net/forum

Als alter Hase in unserer Community weißt Du darüber sicher selbst schon lange Bescheid. Deine Frage wurde daher nun geschlossen. Im Forum kannst Du sie erneut stellen und mit den Nutzern frank und frei besprechen. :-)

Herzliche Grüsse

Amelie vom gutefrage.net-Support

Die Frage wurde geschlossen.
  • Antwort von lichtschatten 31.01.2012
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Danke-Sagen ist eine ständige Herausforderung: wahrhaftiges Danken lässt sich nicht in Worte gießen, man ringt nach Ausdrucksoptionen, die wieder verfallen - bis sie untergehen, nicht selten in Scham oder Unbeholfenheit, bis man in der Tat beschämend und unbeholfen reagiert, indem man den Dank verschluckt.

    Bei "alltäglichen" Gefälligkeiten wie Tür-Aufhalten, etwas für den anderen aufheben usw. nicke ich meistens auch "nur" zu, allerdings schon beobachtend, ob der dahintersteckende Dank ankam. Nicht Dankbar-Sein an anderen nehme ich kaum war, bei eigenen Nehmen achte ich allerdings darauf, dass - nicht auf inneres Kommando, aber mit der Zeit - der Dank in irgendeiner Form Ausdruck findet, bis einem etwas einfiel, als "nur" "Danke" zu sagen oder zu schreiben, bei Taten oder Gedanken, die mehr als ein flüchtiges Wort "verdienen". Langfristige Dankbarkeit spürt man im miteinander schon; ein undankbarer Mensch wird auch an anderen Stellen der Kommunikation hinken und Defizite aufweisen. Die meisten Menschen registrieren, wenn sie etwas nehmen und reagieren, wenn man sie fordert, im richtigen Moment ebenfalls mit Gegenangeboten.

  • Antwort von Undsonstso 31.01.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich muss sagen, dass ich diese empfindung schlichtweg gar nicht teile....

    mir ist weder aufgefallen, dass leute sich weniger bedanken, noch dass sie sich weniger entschuldigen beim rempeln....

    und ich würde eher behaupten, dass grade ältere mit einem gewissen altersstarrsinn sich unhöflicher verhalten, da sie meinen, in ihrem alter stehen ihnen mehr rechte zu.....

    und wenn man jemandem die tür aufhält o.ä. und sich selbst artikuliert mit einem freundlichem "bitte, kommen sie erst mal durch", bedanken sich die leute fast automatisch und lächeln auch meist....

    ich bedanke mich schliesslich auch lieber bei einem lächelndem menschen als bei einer person, die mir mißmutig notgedrungen die tür aufhält.

  • Antwort von egl2091 31.01.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich glaube es kommt nicht auf das Alter an, es scheint allgemein nicht mehr viel Wert darauf gelegt zu werden.

  • Antwort von HektorPedo 31.01.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich habe immer wieder mitbekommen, dass Eltern ihren kleineren Kindern einen mechanischen Gebrauch von "Danke" und "Bitte" versuchen anzutrainieren - ein schroffes "Wie heißt das?!" hört man öfter mal.

    Ich erlebe selten, dass Menschen sich (gerade für solche Kleinigkeiten!) nicht bedanken. "Undankbarkeit" könnte man eher in anderen Gebieten und (größeren, gewichtigeren...) Zusammenhängen feststellen. Wobei der Impuls zum Vorwurf der Undankbarkeit meist ja in der eigenen (falschen...) Erwartungshaltung und dem eigenen "Sich-empören-Wollen" zu suchen ist.

  • Antwort von Siebenschlaf 31.01.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "Wie der Herr, so das Gescherr", sagt man bei uns.

    Wenn es die Eltern einen nicht vorleben oder beibringen, wo soll es dann herkommen ? Das Jungvolk schreit eher nach seinen Rechten, denkt aber nicht an seine Pflichten und Höflichkeit ist uncoool.

  • Antwort von doretti 31.01.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    meiner Meinung nach ist das eine reine Erziehungssache.

    Meine Eltern haben mir rechtzeitig beigebracht, wie und wann man eine andere Person grüßt und sich bedankt für was auch immer.

  • Antwort von MerveManeater94 01.02.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Gegen Null tendiert würde ich nicht sagen; es gibt durchaus jüngere Menschen, die sich bedanken, sei es eine Tür aufhalten oder etwas anderes.

    Ich jedenfalls finde ein ''Danke'' wichtig; was wohlmöglich auch der Grund dafür ist, dass ich mich immer bedanke. :-) LG

  • Antwort von freezyderfrosch 01.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich glaube das ist ein Einzelfallproblem. Man ist ja sehr schnell im Urteile-Fällen über die Jugend. Kennt man drei schlechte Jugendliche die kein Danke gesagt haben, bleiben die im Kopf, während 100 Jugendliche die Danke gesagt haben oder zumindest ein Dankeschön mit der Körpersprache signalisiert haben verdrängt werden. Man hat vielleicht das Gefühl es sagen wenig Danke, weil man sich nur an die unhöflichen Undankbaren zurückerinnert, während Leute die Danke sagen, ja selbstverständlich sind und somit schneller in unser Unterbewusstsein gelangen. Ich glaube nicht dass es aus der Mode ist. "Danke" ist immer noch etwas was reflexartig aus den Mündern geschossen kommt, auch wenn die Eltern einem nicht beigebracht haben Danke zu sagen, so lernen wir es aus der Tradition der Gesellschaft, dass eben ein Dankeschön selbstverständlich ist. Es gibt aber hier zwei große Unterschiede. Ein Dankeschön nach dem ich einem die Tür aufgehalten habe ist ein anderes Dankeschön, als wenn ich einem bei einem schweren Problem helfe. Das Dankeschön dass kommt, weil man die Tür aufgehalten hat, ist bei den meisten sehr reflexartig gesagt. Wenn ich aber mit jemandem sehr lange ein Problem bespreche und ihn minutenlang unter die Arme greife, dann kann es sein, dass man dem anderen dankbar ist, aber man vergisst diesen Begriff auszusprechen, weil man sich die ganze Zeit auf die Hilfe konzentriert hat die einem in dem Moment wichtiger erscheint, als ein Dankeschön. So kann ich mich stundenlang darüber freuen wie ratgebend der Therapeut ist und trotzdem vergessen Danke zu sagen. Ich finde daher, dass es eben einfach passiert, dass man es mal vergisst zu sagen und das ist menschlich, das finde ich, hat nicht unbedingt mit der Erziehung der Eltern zu tun.

  • Antwort von cuckoo 01.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Zwei Ansatzpunkte habe ich dafür:

    zum einen werden einem Freundlichkeiten immer seltener entgegengebracht, und ich hab schon oft erlebt, dass man für eine freundliche Geste nur mit großen, ungläubigen Augen angeguckt wird (so mit dem Ausdruck: was war das denn jetzt) - da wird der Dank schon vor lauter Schreck vergessen ;))

    zum anderen steht die fehlende Dankbarkeit für Kleinigkeiten möglicherweise auch in Zusammenhang mit der - auch hier - so oft gestellten Frage: was steht mir zu? Eine Frage der inneren Haltung zur Eigenverantwortung. Es wird anscheinend immer mehr zur Selbstverständlichkeit, dass andere für das eigene Wohlergehen verantwortlich sind - wozu dann also bedanken....ist doch schließlich angemessen? ;)

  • Antwort von kiniro 01.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wirklich alle anderen?

    Vielleicht ist mein Blickwinkel ein anderer: aber ich erlebe oft genug Menschen im Rentenalter, die den Mund fürs Bedanken oder andere Dinge nicht aufbekommen.

  • Antwort von Sylwia771 31.01.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Was das Hänschen nicht lernt.. liegt wohl daran, dass in der Kindheit keinen großen Wert darauf gelegt wurde.

  • Antwort von Ryan2210 01.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ihren Eindruck kann ich bestätigen, insbesondere wenn ich privat unterwegs bin. Zu vergleichen wäre m. E., dass kaum noch ein Mensch hierzulande nach einer Rempelei o. ä. sich zu entschuldigen für nötig erachtet.

  • Antwort von Kristall08 01.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das Problem haben aber nicht nur Jüngere, wobei es mir da auch verstärkt auffällt, grade hier auf GF. Da gibt es User, die jeden Tag Dutzende von Fragen raushauen, sich aber nicht einmal für eine Antwort bedanken. In unserer Gesellschaft ist es vielfach Mode, sich nur nach Oben zu orientieren. Andere haben mehr, verdienen mehr, fahren das größere Auto. Wozu bedanken, wo man doch selber zu kurz kommt? Nur bringt einen diese Einstellung nicht weiter. ;-)

  • Antwort von Hammelwutz 01.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich hab auch schon öfters erlebt, dass sich nichtmal ältere Leute bedanken, wenn man ihnen hilft!

  • Antwort von GoldFireDragon 31.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da denkst du völlig richtig, bei der heutigen Jugend ist es wirklich so, dass sie immer weniger manieren zeigen und sich für Aufmerksamkeiten nicht mehr richtig bedanken können. Natürlich gibt es noch anständige Jungedlichen aber die werden leider immer seltener. Kann viel an der Erziehung der Kinder liegen, also sind wahrscheinlich die Eltern schuld daran.

  • Antwort von Zierie 01.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich finde nicht, dass sich Menschen zu wenig bedanken. Es sollte nur bewusster, und ehrlicher gesagt werden, und öfter in engen Beziehungen, statt ein sprödes lediglich angelerntes Danke, wie ja das Wort oft verwendet wird.

    Es regelt grundsätzlich Beziehungen. Kinder kennen die Tragweite von einem Sich Bedanken noch gar nicht. Sie wenden es, wenn sie es sagen nur aus Höflichkeit an oder um zu gefallen, wenn sie sonst gerügt werden würden. Deshalb zeigen jüngere auch selten ehrlichen Dank.

    Wenn ich mich bedanke, bin ich die Schuld, die ich beim anderen habe, los. Und ich kann mich dieser Person "neu begegnen". Daher sollten sich Menschen, in ihren engen Beziehungen mehr Dankbarkeit zeigen, statt vieles als selbstverständlich im Vorneherein anzunehmen.

    Ein Sich Bedanken beim Türaufhalten regelt allerdings keine Beziehung. Sie ist eine Höflichkeitsfloskel. Ein nettes Lächeln statt eines flüchtig hingeschmissenen Dankes kann manchmal auch Wunder bewirken. Ein Türaufhalter sollte keinen Dank erwarten, aber er wird ihn sicher von vielen bekommen.

  • Antwort von wellknownwoody 31.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    in großstädten grüßen die leute sich sowieso nicht, das ist auch klar, man kann schließlich keine 1000 menschen täglich grüßen..im dorf grüßt jeder jeden, gibt natürlich auch ausnahmen...bei mir ists so, dass die leute noch ,,freundlich" sind

  • Antwort von wagemut 01.02.2012

    Ich finde nicht, dass sich bedanken außer Mode gekommen ist.

    Im Gegenteil, ich erlebe das sogar sehr häufig, auch bei jüngeren Leuten - und sogar im Autoverkehr! Das Einzige, was sich verändert hat, ist, dass man heute auf ein Dankeschön eine andere Antwort bekommt als früher.

    Heute kommt als Anwort auf ein Dankeschön - "Gerne". Früher hörte man in gleichem Fall "Bitteschön" oder nur "bitte".

    Es bedarf daher einer Umstellung im Umgang mit dem Wort "Danke". Oftmals bekommt man auch nur mittels einer Handgeste aufgezeigt, dass sich jemand bedankt.

    Dieser unterschiedliche Umgang mit Bitte und Danke täuscht vielleicht über das generelle Verhalten in Sachen Bedanken hinweg.

    Letztendlich liegt es ja auch an uns Eltern, wie wir die Kinder oder späteren Enkelkinder erzogen und beeinflußt haben hinsichtlich solcher Höflichkeitsformen.

    Junge Leute von Heute sind in ihrer Grundanlage nicht schlechter als junge Leute von Gestern !!!!!

    Auch Höflichkeit will gelernt sein, und so kommt den Lehrmeistern die tragende Rolle zu.

    Wie heißt der Satz so schön "Die Kinder werden uns ähnlicher als es uns oft lieb ist"!

  • Antwort von fightgirlxxx 01.02.2012

    Ich bin immer zu schüchtern um i.was zu sagen . . .
    Ich lächel dann immer so schüchtern auf den Boden :D

  • Antwort von Mahola 01.02.2012

    Ich hab das Gefühl Kinder bedanken sich öfter als Erwachsene ...

  • Antwort von AntwortNichts 31.01.2012

    Also ich glaube nicht dass man das aufs Alter schieben kann. Ich bin 14 und bedanke mich immer und habe das auch immer getan. Natürlich vergesse ich es manchmal aber das passiert mir nur sehr selten. Auch hier im forum sage ich immer danke wenn die Antwort mir geholfen hat. Und das meine ich dann auch so. aber es gibt eben Menschen die es sich angewöhnt haben sich nicht zu bedanken. Ich glaube nicht dass diese Menschen absichtlich unhöflich sind, es wurde ihnen vielleicht einfach nur nicht so vorgelebt. Und mit vorgelebt meine ich nicht nur die eltern sondern die ganze Gesellschaft. Bedankt man sich beim Dschungelcamp oder bei DSDS? ^^ In vielen Sendungen gerade von RTL aber auch von anderen Sendern und in vielen Magazinen wird auf Höflichkeit kein Wert gelegt. Viele lassen sich sicher, ob bewusst oder unbewusst, von diesen Dingen beeinflussen.

    LG AntwortNichts

  • Antwort von TimWerther 31.01.2012

    Kommt auf die Einzelperson an, denke ich. Klar gibt es viele die gute Manieren vermissen lassen. Das geht einem höflichen Menschen schon gegen den Strich. Aber sich darüber aufregen ist verlorene Zeit. Man sollte sich einfach darauf besinnen, dass man selbst nicht so ist un sich danach benhemen und wenn möglich andere positiv zu beeinflussen. Ansonsten... immer weiterlächeln. Aber der Sittenverfall ist schon merhfach diskutiert. Da kann man auch vorerst nichts gegen tun, Statistiker allerdings behaupten, es würde zu gegebener zeit wieder zunehmen. Es ist ein Auf und Ab, das sich durch die Jahrzehnte zieht.

Diese Frage und Antworten teilen:

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!