Frage von Stefii, 266

SF-Klasse KFZ-Versicherung?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage bezüglich der SF-Klassen bei KFZ-Versicherungen, vielleicht kann mir ja jemand helfen...

folgender Fall:

mein Freund ist 24 Jahre alt und hat im September 2015 erstmals den Führerschein erworben. Seitdem ist seine KFZ-Versicherung für einen Audi A3 1.4 TFSI auf seine Mutter für 571,83 EUR jährlich angemeldet.

Diese besitzt seit 36 Jahren den Führerschein, hat jedoch noch keine KFZ-Versicherung auf sich laufen. Sie fährt seit mindestens 30 Jahren kein Auto mehr.

Sein Audi ist jetzt mit SF36 und einem Beitragssatz von 20% versichert.

Als sie das Auto angemeldet haben, wurde auf seine Mutter vom Versicherungsberater ausgehend ein alter VW Polo für 1 Woche auf sie angemeldet und anschließend anscheinend wieder abgemeldet, da dadurch die Kosten angeblich geringer ausfallen werden.

Die Versicherunggesellschaft ist KRAVAG.

  • ist dies möglich, dass seine Mutter in diesem Fall gleich mit SF36 und 20% einsteigt?
  • was könnte es auf sich haben, mit der Anmeldung und Abmeldung eines anderen KFZ vor dem Abschluss der eigentlichen Versicherung vom Audi?

Danke im Voraus!

Expertenantwort
von siola55, Community-Experte für Versicherung, 54

Hallo liebe Stefi,

die Erklärung ist ganz einfach für diesen Fall, wenn man/frau die Kfz-Bedingungen (AKB der Kravag) ein bißchen kennt! Die Kravag bietet für ein weiteres Fahrzeug die Sonder-Ersteinstufung für Pkw, Camping-Kfz, Krafträder und Leichtkrafträder in dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug!

Als sie das Auto angemeldet haben, wurde auf seine Mutter vom
Versicherungsberater ausgehend ein alter VW Polo für 1 Woche auf sie
angemeldet und anschließend anscheinend wieder abgemeldet...

Der VW Polo wurde natürlich die 1 Woche auf den Vater angemeldet und versichert, da nur der Vater Anspruch auf die SF 36 hat bei einem weiteren.
Allerdings mit der Einschränkung: nur er (der Vater) darf mit dem Polo fahren und zudem mind. 23 Jahre alt sein muß!

Da jedoch der Sohn mit dem Audi A3 fahren soll, wird nun der Audi auf die Mutter angemeldet und versichert, wobei eine Rabatt-Übertragung vom SFR des Polos erfolgt, also die SF 36 vom Vater auf die Mutter übertragen wird (sie hat ja bereits seit 36 Jahren den Führerschein)!

Der Sohn wird im Fahrerkreis bei der Mutter eingetragen und alles liegt im grünen Bereich - alles eigentlich ganz einfach, wenn man/frau sich auskennt.

Gruß siola55

Kommentar von NochWasFrei ,

Eine Voraussetzung für eine SFR Üertragung ist immernoch, dass glaubhaft gemacht wird, dass derjenige der den SFR erhält sich diesen auch erfahren hat. Würde mich wirklich interessieren wie man 36 schadenfreie Jahre bei einem 1 Monat alten Vertrag glaubhaft macht...

Naja wenns funktioniert, funktionierts kann man da wohl nur sagen.

Kommentar von NochWasFrei ,

Achja, fast vergessen: Mutti steht im Zweitwagenvertrag des Polo ja nicht mal als Mitnutzerin drin (denn die Regelung sieht ausdrücklich nur den VN als Nutzer vor). Und dann soll trotzdem ohne großen Aufwand der SFR auf sie übertragen werden?

Da kann ich mich  nur wiederholen: Sehr merkwürdig...

Kommentar von siola55 ,

Achja, fast vergessen: Mutti steht im Zweitwagenvertrag des Polo ja nicht mal als Mitnutzerin drin (denn die Regelung sieht ausdrücklich nur den VN als Nutzer vor).

Sorry liebe/r NochWasFrei - da hast du leider noch gar nichts verstanden: Der Polo ist nur das Hilfsmittel zum Zweck der Übertragung des SFR! Natürlich darf weder die Mutter noch der Sohn beim Polo als Fahrer eingetragen werden, sonst hätte der Vater ja nicht den SFR von 36 Jahren erhalten können - nur er darf den Polo fahren wg. der Sonder-Ersteinstufung!

Der Kravag ist es doch in erster Linie nur wichtig (und nur das wird geprüft anhand der Führerscheinkopie), dass die Frau (Mutter) tatsächlich seit 36 Jahren ihren Führerschein besitzt! Alles andere ist erst mal zweitrangig und wir nicht geprüft - wie oft wird eine Rabattübertragung durchgeführt vom Opa auf den Enkel, obwohl der Enkel noch gar nie das Auto vom Opa tatsächlich gefahren hat...(Papier ist geduldig). Nur die Führerscheinkopie des Enkels ist wichtig für den Versicherer und wird nachgeprüft anhand der einzureichenden Kopie seines Führerscheidatums.

Hör ich da immer noch ein Neidgefühl...?

Schönen Tag noch und Gruß von sioa55 ;-)

Expertenantwort
von siola55, Community-Experte für Versicherung, 44

Die Versicherunggesellschaft ist KRAVAG.

ist dies möglich, dass seine Mutter in diesem Fall gleich mit SF36 und 20% einsteigt?
was könnte es auf sich haben, mit der Anmeldung und Abmeldung eines
anderen KFZ vor dem Abschluss der eigentlichen Versicherung vom Audi?

Ja, dies macht die Bedingungen der Kravag möglich mit der Sonder-Einstufung in dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug!

Der Kfz-Vertrag für den Polo wird nur benötigt um die SF 36 zu erhalten als weiteres Fahrzeug vom Vater! Da hier jedoch die Einschränkung gilt, dass nur der Vater mit dem Polo fahren darf (also kein Sohn!), wird deshalb der Audi mit einer Rabattübertragung auf die Mutter angemeldet und versichert sowie der Sohn jetzt als weiterer Fahrer angegeben... ;-) Alles ganz einfach, wenn man/frau Bescheid weiß - dafür gibt es zum Glück noch erfahrene Versich.vertreter ;-)

Gruß einer ehem. Versich.vertreterin

Kommentar von bestkeefeapin ,

Diesen Kfz-Versicherung Vergleich http://tinyurl.com/osoHv rate ich Dir. LG

Antwort
von MoechteAWissen, 117

Habe einen Verdacht!

Kann es sein, das der Polo über den VATER und nicht die über MUTTER angemeldet war?

Sprich, kurzeitig liefen beide Fahrzeuge über den Vater?

Wenn ja, ist die Antwort vermutlich relativ einfach ;-)   

Kommentar von Stefii ,

kann gut möglich sein... wie gesagt, so genau hat er mir es nicht erklärt.

Was wäre denn dein Verdacht?

Kommentar von NochWasFrei ,

Kurzer Blick in die AKB der Kravag ergibt, dass die eine Zweitwagenregelung haben bei der das Zweitfahrzeug in die selbe SF Klasse wie das Erstfahrzeug eingestuft wird.

Voraussetzungen sind u.a.:

- Fahrzeug muss auf den VN (also Vater) zugelassen sein.

- Fahrzeug darf nur vom VN (also Papa) genutzt werden

Das kann also klappen, wenn Junior (und auch Mutti) nicht als Fahrer angegeben wird (was natürlich riskant ist...). Aber mir erschließt sich der Sinn nicht, warum man das vorab mit einem anderen Auto machen muss? Auch eine Übertragung des SFR auf Mutti ist später nicht möglich.


Also was genau ist deine Idee? Bin neugierig.

Kommentar von Stefii ,

das Auto (Audi) ist definitiv auf seine Mutter zugelassen und versichert. Irgendwas läuft da nicht mit rechten Dingen zu...

Kommentar von MoechteAWissen ,

Vorausgesetzt meine Vermutung stimmt und die Fahrzeuge
wurden BEIDE über den Vater angemeldet, dann sollte folgendes passiert sein ….

Fast alle Versicherungsunternehmen  bieten ihren Kunden  Sondereinstufungen für NEU HINZUKOMMENDE Fahrzeuge an
(2. Wagen-Regel)

Die KRAVAG sagt zu diesem Thema:

Wir stufen das 2. Fahrzeug mit dem gleichen SFR (Prozente) wie das 1. Fahrzeug ein, sofern der 2. Wagen nur von dem Versicherungsnehmer gefahren wird.

Der Polo wurde nur angemeldet, damit ihr   den 2. Wagen SFR bekommen konntet (die  SF 36)

Weiter ….

Jetzt zu dem Trick!

Da  das 2. Fahrzeug nur von dem Versicherungsnehmer  gefahren
werden darf, geht man als Vermittler hin und teilt der Versicherungsgesellschaft einen „ Ringtausch“ mit. (= Tausch des SFR zwischen dem 1. und 2. Fahrzeug)

Danach kann der Fahrernutzerkreis bei dem 2. Wagen auf die
gewünschten Fahrer umgestellt werden und der „ Fahranfänger „ bekommt den gleichen SFR (jedoch passiv) wie das 1. Fahrzeug.

Kommentar von NochWasFrei ,

Das würde wohl prinzipiell in der Form klappen. Aber warum die Nummer mit dem Polo? Das hätte doch genau so auch gleich mit dem Audi funktioniert.

In der Konstellation würde der Junior nun mit dem "richtigen" SFR auf dem Audi fahren. Wenn er damit einen Unfall baut wird sich Papa aber freuen...hoffentlich wurde dem das richtig erklärt. Interessant ist hier, was mit dem Zweitwagen SFR passiert, wenn der Erstwagen einen Schaden hat. Konnte dazu nichts ausdrücklich finden, also vermute ich der wird nicht zurückgestuft.

Hinzu kommt, dass in der Version der Junior nie selbst einen SFR übernehmen kann (es sei denn Papa gibt seinen "richtigen" auf, was er wohl so schnell nicht vor hat).

Unterm Strich kann man sagen, dass diese Variante (wenn sie denn so durchgeführt wurde) für den Moment bestimmt die günstigste ist, aber in der Zukunft kann es da zu Stress kommen.

Bleibt die Thematik, dass das alles nur geht, wenn Papa bei beiden Verträgen VN ist, was ja scheinbar nicht der Fall. Oder vl. hat sich die Fragestellerin da einfach nur geirrt, wer weiß.

Kommentar von MoechteAWissen ,

Weshalb der Polo angemeldet wurde kann ich auch nicht
abschließend beantworten.

Zwar gibt es Situationen in denen man ein 3. Fahrzeug
benötigt um an den „ günstigen SFR“ heranzukommen, jedoch nicht bei der KRAVAG.

Sollte ein SFR pflichtiger Schaden eintreten, dann betrifft
dies nur den  Vertrag des jeweiligen Fahrzeuges. Eine nachträgliche Anpassung der „Sondereinstufung“ wird nicht durchgeführt.

Ein Problem bleibt dabei natürlich bestehen, der passive SFR! 

Bei jedem VU – Wechsel, muss der Kunde darauf achten, dass das neue VU die Sondereinstufung übernimmt, ansonsten gibt es eine böse Überraschung ;-)

Anderseits hat der Kunde durch diese Konstellation die
Möglichkeit, seinen eigenen SFR „aufzubauen“ und vorerst in den Genuss einer günstigen Versicherungsprämie zu kommen.

Es kann sein das der Vermittler „ gemogelt „ hat.  Vielleicht aber auch nicht  ….

Vielleicht wurde aber auch ein TB28 eingereicht und dadurch die Eingangs-Voraussetzungen geschaffen.

Vermutlich werden wir es nie erfahren.  

  

Kommentar von siola55 ,

Das würde wohl prinzipiell in der Form klappen. Aber warum die Nummer mit dem Polo? Das hätte doch genau so auch gleich mit dem Audi
funktioniert...

Der Polo wird nur als "Zwischenlösung" angemeldet und versichert wg. dem SFR , da nur der Vater den Polo fahren darf und keine andere Person! Jedoch will ja der Sohn mit dem Audi fahren, deshalb der Kurzvertrag mit dem Polo und dann anschließend die Rabattübertragung SF 36 auf die Mutter und der Sohn als weiterer Fahrer für den Audi eingetragen...;-)

Kommentar von siola55 ,

Das würde wohl prinzipiell in der Form klappen. Aber warum die Nummer mit dem Polo? Das hätte doch genau so auch gleich mit dem Audi funktioniert. 

Leider habt ihr alle den Sinn dieser Regelungen (Anwendung der AKB von Kravag) noch nicht verstanden :-((

Der Polo wird nur für den Erhalt des selben SFR für ein weiteres Fahrzeug vom Vater benötigt! Dies kann natürlich nicht gleich für den Audi gemacht werden, da ansonsten ja der Sohn als Fahrer ausgeschlossen wird! Deshalb der Polo als "Zwischenlösung" vom Vater für den Erhalt  und die Rabattübertragung auf die Mutter. Sie hat ja zum Glück bereits 36 Jahre ihren Führerschein und deshalb werden ihr auch 36 schadenfreie Jahre übertragen - alles klar?

Hoff' ich doch ganz arg - sonst einfach mal wieder die Bedingungen der Kravag lesen...

Gruß einer ehem. Versich.maklerin

PS: Diese Sondereinstufungen haben wir bereits vor 20 Jahren mit Erfolg bei den Fahranfängern praktiziert und erfolgreich angewendet in etwas anderer Form...

Kommentar von siola55 ,

Jetzt zu dem Trick!

Lieber MoechteAWissen, hier handelt es sich überhaupt nicht um einen Trick, sondern es geht allein um das Wissen und die richtige Anwendung dieser Regelung bei Kravag!

Wir haben schon vor 20 Jahren in ähnlicher Sachlage für Fahranfänger die Sonder-Ersteinstufung für Pkw, Camping-Kfz, Krafträder und Leichtkrafträder in dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug mit Erfolg angewendet, wenn natürlich die Voraussetzungen stimmen: Der Vater meldet das Fahrzeug für den Sohn an incl. dem Fahrerkreis (Erstfahrzeug!) und versichert mit seiner SF Klasse dieses Fahrzeug. Sein Fahrzeug versichert er als weiteres Fahrzeug mit selbigem SFR, jedoch mit der Bedingung: kein weiterer Fahrer als nur er selbst und er mind. 23 Jahre alt!

Wo's passt - wieso sollte man den Kunden eine beitragsgünstige Lösung vorenthalten???

Gruß einer ehem. Versich.maklerin

Kommentar von MoechteAWissen ,

Huhu Siola55,,

STIMMT ! Trick ist wirklich der falsche Ausdruck... 

Kommentar von siola55 ,

das Auto (Audi) ist definitiv auf seine Mutter zugelassen und versichert. Irgendwas läuft da nicht mit rechten Dingen zu...

Liebe Stefii, les' ich da denn evtl. ein Neid gegenüber deinem Freund??? Der Versich.vertreter hat hier nur sein Wissen richtig angewendet... sollte dich eigentlich freuen, dass dein Freund hiermit einen günstigen Versich.beitrag bezahlt ;-)

Gruß einer ehem. Versich.maklerin

PS: Diese Sonder-Ersteinstufung für Pkw, Camping-Kfz, Krafträder und Leichtkrafträder in dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug haben wir im Versich.maklerbüro auch schon vor über 10 Jahren mit Erfolg bei den Fahranfängern angewendet - wo eben die Voraussetzungen auch passen!

Schönen Abend noch...

Kommentar von SaVer79 ,

Kannst du mit Sicherheit ausschließen, dass die Mutter irgendwann schon mal ein Auto auf sich versichert hatte? Und nochmal: wenn dir das so wichtig ist, warum fragst du nicht deinen Freund nach den Details?

Antwort
von NochWasFrei, 125

Das erscheint alles ein wenig merkwürdig. Wie lange ist das nun her, also wann wurde der Polo und dann der Audi angemeldet /und damit versichert)?

Die SF36 gibts nicht für 36 Jahre Führerschein, sonder dafür dass 36 Jahre lang eine schadenfreie Versicherung bestand. Ist das bei der Mutter der Fall. Nur weil Sie 30 Jahre kein Auto fährt, kann sie ja trotzdem eins versichert haben.

Was es mit dem Polo auf sich hat ist noch seltsamer. Da kann ich mir nur vorstellen, dass diese Anmeldung noch im letzten Jahr war, weil sonst zum 01.01. der SFR verfallen wäre (das passiert wenn man mehrere Jahre kein Auto versichert hatte). Aber schon allein dadurch wäre es ja dann unmöglich SF36 zu haben.

Ich vermute mal, dass ist erst vor kurzem passiert, oder? Dann wird wohl bald das böse Erwachen kommen, dass die Versicherung rückwirkend mit SF1/2 oder ähnlichem einstuft.

Ansonsten müsste hier wirklich schon ein extrem verrückter Ausnahmefall vorliegen, dass das mit SF36 gut geht...


Kommentar von Stefii ,

- der Polo wurde Anfang September 2015 angemeldet auf seine Mutter, obwohl diese nicht einmal einen besitzen. Eine Woche später wurde dieses Fahrzeug wieder abgemeldet.

- der Audi wurd gleich danach angemeldet.

ich mag mich deswegen hier mal schlau machen, da er mir dazu keine Antwort gibt..

- Die Mutter hat kein eigenes Auto und auch keine Versicherung, das Auto von Ihnen läuft auf den Vater

deswegen kam es mir auch komisch vor, dass das Auto jetzt mit SF 36 und 20 % auf seine Mutter läuft...

Kommentar von NochWasFrei ,

Also beide Anmeldungen in 2015? Dann fällt mir nichts ein, was das bringen soll.

Wenn Mutti keine Versicherung hatte, kann sie auch definitiv keine SF36 haben.

Das Ganze läuft nun aber schon weit über einhalbes Jahr? Wenn es wirklich ein Fehler wäre, hätte das die Versicherung eigentlich schon früher bemerkt und korrigiert (man kann im Antrag jede x-beliebige SF Klasse angeben, das wird erst hinterher geprüft).

Also wenn das tatsächlich alles klappt...dann freut euch ein Loch in den Hintern. Und frag mal bei dem Berater nach, wie er das gedreht hat. Würde mich wirklich interessieren. (Das muss schon was sehr "kreatives" sein).

Vielleicht ist es ja so eine Story wo der Berater einen kürzlich verstorbenen VN im Bestand hat und den SFR mit reichlich Trickserei übertragen hat, weil es keine Nachfahren gibt (oder diese einfach übergangen wurden). Wer weiß.

Dass das alles mit rechten Dingen zu ging kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber wenns bei der Antragsbearbeitung nicht aufgeflogen ist, sollte es später dann keine Probleme mehr geben. Der SFR gehört ja nun prinzipiell Mutti, so genau schaut später dann keiner mehr drauf erfahrungsgemäß. Zur Sicherheit würde ich die Versicherung aber nie mehr wechseln ;-)

Kommentar von siola55 ,

deswegen kam es mir auch komisch vor, dass das Auto jetzt mit SF 36 und 20 % auf seine Mutter läuft...

Hallo liebe Stefii, dann kennst du leider weder die Bedingungen der Kravag, Sonder-Ersteinstufung für Pkw, Camping-Kfz, Krafträder und Leichtkrafträder in dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug noch die Anwendung in der Praxis :-((

Kommentar von SaVer79 ,

Mit der an- und Abmeldung irgendwelcher Autos hat die Versicherung nichts zu tun! Die Frage kann also nur die Mutter oder dein Freund beantworten

In Betracht käme evtl noch eine sondereinstufung, bei der der Zweitwagen in die gleiche SF Klasse kommt wie der erstwagen. Dabei kann der Erstwagen auf den Vater und der Zweitwagen auf die Mutter versichert sein!

Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum du das nicht mit deinem Freund besprichst, wenn dir das ganze Thema so wichtig ist! Das wäre einfacher als das ratespielchen hier

Kommentar von siola55 ,

Das erscheint alles ein wenig merkwürdig...

Lieber NochWasFrei, da ist gar nichts merkwürdig - man/frau muß nur die aktuellen Bedingungen der Kravag kennen... (siehe Sondereinstufungen für Pkw in dieselbe SF-Klasse wie Ihr Erstfahrzeug)

Antwort
von Apolon, 93

 Sein Audi ist jetzt mit SF36 und einem Beitragssatz von 20% versichert.

Mit Sicherheit nicht.

Wenn er das Fahrzeug auf sich selbst versichert - bekommt er SF 0 und  auf die Mutter - SF 1/2

Eine andere Möglichkeit besteht nicht.

Kommentar von Stefii ,

die Beitragsrechnung läuft auf seine Mutter und ich habe sie gelesen, dass es SF36 mit 20 % ist ?!
wie ist das dann möglich?
unter welchen umständen bekommt man SF36 ?

Vielen Dank für die Antwort :)

Kommentar von Apolon ,

Dies wäre nur dann möglich, wenn die Mutter von einer anderen Person einen Schadensfreiheitsrabatt übertragen bekam. z.B. von einem Elternteil oder dem Ehemann.

Dieser Rabatt muss man sich aber dann selbst verdient haben - muss das Fahrzeug dann auch gefahren haben und entsprechend lang einen Führerschein haben.

Kommentar von siola55 ,

die Beitragsrechnung läuft auf seine Mutter und ich habe sie gelesen, dass es SF36 mit 20 % ist ?!
wie ist das dann möglich?
unter welchen umständen bekommt man SF36 ?

Wenn man/frau bereits Kunde bei Kravag ist und die
Sondereinstufungen für Pkw in dieselbe SF-Klasse wie Ihr Erstfahrzeug richtig anwendet ;-)
Nur kein Neid - einfach Kunde bei der Kravag werden...

Gruß siola

Kommentar von siola55 ,

Mit Sicherheit nicht.

Deine Vermutung (wie alle anderen auch) ist leider falsch! Ihr solltet alle bitte mal genauer die aktuell gültigen AKB der Kravag nachlesen unter:
Sonder-Einstufungin dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug!

Gruß einer ehem. Versich.maklerin

Kommentar von Apolon ,

Meine liebe Siola,

auf diesen Text habe ich zuerst geantwortet:

 

auf seine Mutter für 571,83 EUR jährlich angemeldet.

Diese besitzt seit 36 Jahren den Führerschein, hat jedoch noch keine KFZ-Versicherung auf sich laufen. Sie fährt seit mindestens 30 Jahren kein Auto mehr.

und nun bitte ich dich mal deinen Hinweis auf die Kravag näher zu erläutern.

Nur kommen ständig neue Informationen vom TE rüber, die man mit seinen ersten Informationen nicht vergleichen kann.

Gruß N.U.

Kommentar von siola55 ,

Die Lösung der ganzen Vertragsgeschichte ist der Polo:
Der Polo wird nur als "Zwischenlösung" angemeldet und versichert wg. dem SFR , da nur der Vater den Polo fahren darf und keine andere Person!
Jedoch will ja der Sohn mit dem Audi fahren, deshalb der Kurzvertrag mit dem Polo und dann anschließend die Rabattübertragung SF 36 auf die Mutter (sie hat ja bereits 36 Jahre den Führerschein und deshalb kein Problem bei Kravag) und der Sohn als weiterer Fahrer für den Audi eingetragen...;-)

PS: Den Audi gleich als weiteres Fahrzeug auf den Vater anmelden mit Einstufung SFR wie das Erstfahrzeug (wie manche hier fälschlicherweise vorschlagen) funktioniert in der Praxis nicht: der Sohn wäre zwar älter als 23 Jahre, jedoch dürfte dann nur der Vater mit dem Audi fahren... alles klar?

Schönen Abend noch ;-)

Kommentar von siola55 ,

Hier noch die Info zum Nachlesen auf Seite 59f unter dem Punkt 4:


I.2.2 Sonder-Ersteinstufung in eine SF-Klasse in der Haftpflichtversicherung

4. Sonder-Ersteinstufung für Pkw, Camping-Kfz, Krafträder und Leichtkrafträder in dieselbe SF-Klasse wie Ihr Erstfahrzeug

www.kravag.de/ka/kravag/uec/bedingungen/aktuell/kravag-allgemeine-kka\_kfz\_verb...



Kommentar von siola55 ,

Danke für den Daumen-hoch und vllt noch zum besseren Verständnis für diese Vorgehensweise - niemand kann einem vorschreiben, wie lange man/frau ein Auto angemeldet und versichert hat - zum Glück für den Freund! Also alles legal und bedingungsgemäß nach Kravag abgewickelt ;-)

Natürlich müssen die Voraussetzungen hierfür gerade alle passen:

ich persönlich kenne die andere Variante seit über 10 Jahren im Versich.maklerbüro: der Vater (geht i.d.R. nur bei Singles, Witwer oder eben allg. Alleinfahrer) meldet u. versichert bei Kravag das Auto für den Sohn als sein Erstfahrzeug (der Sohn wird im Fahrerkreis mit eingetragen) und der Vater versichert sein Fahrzeug mit der Sonder-Einstufung in dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug! Dabei darf dann natürlich nur noch der Vater
mit diesem Fahrzeug fahren und muß mind. 23 Jahre alt sein!

Vorteil: Der Sohn fährt als Fahranfänger zu einem günstigen Kfz-Versich.beitrag ;-)

Nachteil: Sollte der Sohn einen Schaden verursachen mit dem Erstfahrzeug, dann wird quasi "dem Vater sein SFR abgestraft" bzw. rückgestuft :-((

Wo's passt - warum nicht??? Natürlich ist immer Bedingung dabei, dass die Person bereits Kunde bei Kravag ist oder spät. zum nächsten Jahreswechsel Kunde wird!

Gruß siola55

Kommentar von Apolon ,

 Nachteil: Sollte der Sohn einen Schaden verursachen mit dem Erstfahrzeug, dann wird quasi "dem Vater sein SFR abgestraft" bzw. rückgestuft :-((

Vor Jahren versuchte auch der Versicherer Allstate solche Tricks.

2-Fahrtzeug wurde mit dem gleichen SF wie das 1-Fahrzeug eingestuft.

Wurde dann mit einem dieser beiden Fahrzeuge ein Schaden verursacht - wurden beide Fahrzeuge hochgestuft.

Die Kunden waren zu Beginn happy - als dann allerdings beide Fahrzeuge in die Höhe sausten, hagelte es nur noch Beschwerden.

Und innerhalb kurzer Zeit war Allstate vom Kfz-Markt wieder verschwunden.

Lassen wir uns mal überraschen, was mit der Kravag noch so alles passiert.

Gruß N.U.

Kommentar von siola55 ,

Hey lieber N.U. - schon wieder dieser Neid???

Wurde dann mit einem dieser beiden Fahrzeuge ein Schaden verursacht - wurden beide Fahrzeuge hochgestuft.

Ich wiederhol mich ungern, aber dies hat mit Trickserei überhaupt nichts zu tun, sonder ist nur Anwendung von Fachwissen!!!

Und von dir als Versich.fachmann hätte ich den o.g. Kommentar zuletzt erwartet - du weißt doch am besten selbst, daß nur der Kfz-Vertrag, bei wlchem der Schaden gemeldet wurde, zum nächsten 1.1. schlechtergestuft wird! Also reine Panikmache von dir - oder kannst du mir bitte nur mal 1 Gesellschaft nennen, welche so vertragswidrig schlechterstuft??? Vom Wiederholen einer falschen Aussage wird diese nicht richtiger...

Gruß siola55

PS: So langsam bekomme ich den Eindruck hier, dass ihr alle neidisch auf die guten Kravag Kfz-Bedingungen seid...

Antwort
von SaVer79, 102

Nein, es ist nicht möglich, dass man bei erstmaligem Abschluss einer Versicherung auf sich selbst gleich bei SF36 einsteigt. Da muss bereits eine Vorversicherung existiert haben oder die Mutter hat irgendwelche SF-Klassen z.B. Von ihrem Ehemann übernommen.

Kommentar von siola55 ,

Leider falsch deine Vermutung :-(
Die Sonder-Einstufung in dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug macht dies möglich bei der Kravag Allg. Versich.-AG

Expertenantwort
von siola55, Community-Experte für Versicherung, 6

Hallo liebe Stefii,

hätte von dir wenigstens ein kleiner Hinweis/Kommentar erwartet für die Lösung deines unberechtigten Mißtrauen gegenüber deinem Freund; ein kleines Dankeschön wäre ja auch nett - wir machen unsere Arbeit ja nicht nur  zum Vergnügen...

Gruß von der ehem. Versich.maklerin
siola55

Antwort
von Nemo75, 133

SF 20 bekommt man nur wenn man Eigentum hat. 

Da die Frau nie ein Fahrzeug versichert hatte sieht es stark nach Versicherungsbetrug aus. 

Möchte nicht wissen was die Versicherung im Schadensfall macht

Kommentar von SaVer79 ,

Was hat die SF-klasse bitte mit Eigentum zu tun? Und so einfach kann man sich keine SF-Klasse "erschleichen", denn die Versicherung stuft entweder selber ein oder verlangt eine Bestätigung der Vorversicherung

Kommentar von Nemo75 ,

Frag mal bei Deiner Versicherung nach. 

Als normaler VN ohne Eigentum kommt man nicht unter 35 oder 30%

Kommentar von siola55 ,

Als normaler VN ohne Eigentum kommt man nicht unter 35 oder 30%

Sorry lieber Nemo75, dann hast du die Einführung der neuen und auf SF 35 erweiterten Rabattstaffel bereits in 2012! total verpennt!

Für sämtliche Kfz-Neuverträge seit dem Jahr 2012 gelten die erweiterten SF-Klassen, wobei in der SF 35 bei den meisten Versicherern ein Beitragssatz von 20% üblich ist - du solltest unbedingt mal deine neuen AKB (Allg. Kraftfahrtbedingungen) mal genauer durchlesen, speziell das Schadenfreiheitsrabatt-System!

Kommentar von kim294 ,

Das ist kein Versicherungsbetrug, wenn die KRAVAG hier irgendwelche Sonderkonditionen einräumt.

Ein Problem tritt erst dann auf, wenn die Versicherung gewechselt wird oder der Sohn den Vertrag übernehmen möchte, denn diese Sonderkonditionen werden dann nicht weiter gegeben.

Kommentar von siola55 ,

Ein Problem tritt erst dann auf, wenn die Versicherung gewechselt wird oder der Sohn den Vertrag übernehmen möchte, denn diese
Sonderkonditionen werden dann nicht weiter gegeben.

Liebe kim294, der o.g. Kommentar stimmt so leider nicht!
Die Mutter hat bedingungsgemäß den Rabatt vom Mann (Polo als weiteres Fzg. mit Sonder-Ersteinstufung in dieselbe SF-Klasse wie das Erstfahrzeug) übertragen bekommen. Somit handelt es sich bei der Mutter nicht mehr um eine Sonder-Einstufung, sondern vielmehr um eine regulär und bedingungsgemäß erhaltene SF-Klasse vom Mann durch eine korrekte Rabattübertragung!
(Die Sonderkonditionen wurden ja bereits in vollem Umfang an die Mutter übertragen!)

PS: So viele falsche Vermutungen, Neid, Mißgunst (von der eigenen Freundin!) und Unterstellungen hab ich seit Jahren nicht erlebt wie bei dieser Fragestellung von fast allen Antwortgebenden!

Nur noch MoechteAWissen hat sich die Mühe gemacht, ausser dir, mal in den AKB der Kravag nachzulesen - hat aber im Nachhinein die falschen Schlüsse daraus abgeleitet :-(

Kommentar von siola55 ,

Sorry - NochWasFrei war auch erst auf dem richtigen Weg mit den Bedingungen der Kravag, hat jedoch dann auch umgeschwenkt auf ganz haltlose Verdächtigungen und Verleumdungen :-(
wie z.B:

Vielleicht ist es ja so eine Story wo der Berater einen kürzlich verstorbenen VN im Bestand hat und den SFR mit reichlich Trickserei übertragen hat, weil es keine Nachfahren gibt (oder diese einfach übergangen wurden). Wer weiß.

Dass das alles mit rechten Dingen zu ging kann ich mir beim besten
Willen nicht vorstellen. Aber wenns bei der Antragsbearbeitung nicht aufgeflogen ist, sollte es später dann keine Probleme mehr geben. Der SFR gehört ja nun prinzipiell Mutti, so genau schaut später dann keiner mehr drauf erfahrungsgemäß. Zur Sicherheit würde ich die Versicherung aber nie mehr wechseln ;-)

Hier waren leider überhaupt keine Experten

am Werk, wo es doch so wenig Mühe gemacht hätte, mal die AKB der Kravag einfach nachzulesen!?

Kommentar von SaVer79 ,

Ein etwaiges Eigentum kann Einfluss auf die betragshöhe nicht jedoch auch die SF- Klasse haben

Kommentar von Nemo75 ,

Also die Beitragshöhe ist abhängig von der SF Klasse😏

Kommentar von NochWasFrei ,


Also die Beitragshöhe ist abhängig von der SF Klasse

Und vielen anderen "weichen" Kriterien wie z.B. Wohneigentum (welches mit "Eigentum" gemeint ist, nehme ich an?)

Die SF Staffelung hat damit rein gar nichts zu tun. Jeder VN der 35  Jahre eine unfallfreie Versicherung hat bekommt auch SF35 (wenn die Staffel der Bedingungen so weit geht). Das hat nichts mit irgendwelchem "Eigentum" zu tun.

Kommentar von Nemo75 ,

Das frag mal bei Deiner Versicherung nach!

Kommentar von siola55 ,

SF 20 bekommt man nur wenn man Eigentum hat. 

Da die Frau nie ein Fahrzeug versichert hatte sieht es stark nach Versicherungsbetrug aus. 

Möchte nicht wissen was die Versicherung im Schadensfall macht.

Leider alles nur Vermutungen - und zudem noch falsche!!!

Dies ist kein Versicherungsbetrug, sondern nur Anwendung von Wissen und aktuell gültigen Versich.bedingungen (AKB) bei der Kravag!

Dass die Frau überhaupt kein Fahrzeug jemals versichert hat, stimmt auch nicht und für die Rabattübertragung genügt allein der Führerscheinbesitz seit 36 Jahren!

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