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sexueller kindesmissbrauch

gefragt von Becci101181Becci101181 am 31.07.2008 um 9:51 Uhr

eine freundin von mir hat mich um rat gebeten, ich kann ihr aber keinen geben, weil mich die sache so schockiert hat. sie hat mir erzählt, dass sie als junges mädchen, schätze sie war so ca. 10 jahre alt, regelmäßig von ihrem großvater angefaßt worden ist. sie hat ihren großvater, der vor jahren verstorben ist abgöttig geliebt. jetzt hat sie stress mit ihrem freund, weil er nicht verstehen kann, dass sie ihren großvater nach alldem immer noch lieb hat anstatt ihn zu hassen. ich konnte merken, dass es ihr nicht leicht gefallen ist, mir überhaupt davon zu erzählen was da mit ihrem großvater gelaufen ist.
ich weiß absolut nicht, wie ich ihr da helfen kann


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Indy72
beantwortet von Indy72 am 31. Juli 2008 09:55
5x
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Was willst Du ihr da Raten. Der Opa ist tot und wass passiert ist, ist nicht mehr zu ändern. Allerdings "Anfassen" kann alles mögliche bedeuten und die Grenze zwischen dem normalem Körperkontakt und mißbrauch ist fließend. Eindeutig vom Mißbrauch könnte man nur sprechen, wenn sich das Opfer zumindest verbal wehrt. Ich denke für die Freundin ist erstmal das Gespräch darüber auch eine Art Therapie.

Kommentar von Simple_avatar5smallrusseliana am 31. Juli 2008 09:56

sehr gut geantwortet. DH

Kommentar von A0fc7a6b9daf733da0cf5d86e1f16950smallmoon73 am 31. Juli 2008 10:05

Das sehe ich nicht so, ein Kind ist oftmals nicht in der Lage sich verbal zu äußern. Gerade wenn der Mißbrauch fließend ist und es zu keiner Vergewaltigung gekommen ist, sondern nur angefaßt worden ist. Kinder begreifen daß in dem Moment nicht so wirklich , was da passiert, wissen, daß es irgendwie nicht richtig ist. Gerade wenn es eine Mischung aus nomaler Zärtlichkeit und sexuellen Berührungen ist. Erst oder spätestens im Erwachsenenalter begreift das Kind, was da passiert ist und das es nicht richtig war, das es sexuell mißbraucht worden ist. Das ist ein Schock! Aber in jedem Fall sollte sie zum Therapeute um den Mißbrauch aufzuarbeiten.

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 31. Juli 2008 11:07

Aus eigener Erfahrung sage ich dir, dass einen guten Therapeuten zu finden mindestens so schwer ist, wie seine Komplexe los zu werden, nachdem man den richtigen Therapeuten gefunden hatte. Und selbst ein Psychotherapeut kpcht auch nur mit wasser und die meisten Therapien basieren auf Gesprächen oder dass man die Ursache seiner Probleme erstmal definiert, benennt und dann los wird. Der nOpa ist schon Tot. Warum sollte man sich noch die Erinnerung kaputt machen?

Kommentar von Nordfriesin am 1. August 2008 11:18

So ein Blödsinn!!! Ein Kind ist häufig so eingeschüchtert oder kennt es nicht anders (Das heisst abe rnicht dass es kein Mussbrauch ist!!!) so dass es gar nicht in der Lage ist sich zu wehren!!! Du scheinst über Missbrauch an Kindern nicht wirklich zu wissen was Du schreibst also warum antwortest DU? Grundwissen in Psychologie hast Du jedenfalls defintiv NICHT!!!!!


Puma81
beantwortet von Puma81 am 31. Juli 2008 09:56
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Oh Gott... Das ist verdammt schwer... Ich bin leider keine Psychologin, aber ich weiss, dass manche Opfer (und das ist sie!!!) eine seltsame aber enge Bindung zum Täter aufbauen... Es war ja noch dazu ihr eigener Großvater! Das ist so schlimm!!! Sie ist traumatisiert, vermutlich weiss sie selbst nicht, warum sie ihn lieb hatte. Vielleicht ist sie innerlich wütend, aber kann es nicht zum Ausdruck bringen oder verdrängt gewisse Gedanken und Gefühle... Vielleicht sollte sie sich Rat von einem Profi holen. Ich denke, wer sowas nicht am eigenen Leib und Seele mitgemacht hat, kann das nicht nachvollziehen...

Kommentar von A0fc7a6b9daf733da0cf5d86e1f16950smallmoon73 am 31. Juli 2008 09:57

Gute Antwort.


anonym
beantwortet von SeaSide am 31. Juli 2008 10:21
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Sie muß zum Psychoanalytiker. Ziel: sicher herausfinden, was wirklich passiert ist - nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Smash
beantwortet von Smash am 31. Juli 2008 10:37
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Was tatsächlich passiert sagt sie vielleicht gar nicht oder verdrängt es. Aus so einem traumantischen Erlebnis kann sich eine Depression entwickeln. Oft tritt die im Alter zwischen 20 und 30 Jahren dann auf. Sie sollte zu einem erfahrenen Arzt gehen oder eine Therapie machen. Viele Menschen verkraften das eben nicht ohne Hilfe. Habe das leider selber viel Leid erleben müssen.


anonym
beantwortet von gerisbg am 1. August 2008 14:23
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hallo becci,

vorweg finde ich es toll dass deine freundin zu dir so grosses vertrauen hat, aber auch dass sie offen mit ihrem freund darüber gesprochen hat. männer können damit oft nicht umgehen - also muss sie mit ihm auch geduld haben.

ein paar fakten aus eigener familiärer erfahrung:

für ein kind ist alles was die eltern/grosseltern machen normal und vor allem gut. und deshalb liebt ein kind seine eltern/grosseltern (auch wenn die kinder geschlagen, missbraucht, vernachlässigt werden). das ist tatsache und wir erwachsenen sollten das so akzeptieren.

wenn ein kind missbraucht wurde - und hier wiederum gibt es keine abstufungen (begrapschen oder beischlaf..) - kommt es meist erst als erwachsener drauf dass da etwas nicht "normal" gelaufen ist. liebesbeziehungen als erwachsene person verlaufen dann oft etwas anders als bei anderen und vor allem in der gefühlswelt des missbrauchten wiederholen sich erlebnisse aus der kindheit auch in beziehungen wieder (daraus lässt sich auch erkennen dass es eben nicht "normal" ist missbraucht zu werden).

wichtig ist für deine freundin vor allem eines: sich mit sich selbst zu beschäftigen, darüber nachdenken wie sie als erwachsene jetzt damit umgehen will und kann, mit vertrauten personen darüber reden (macht sie ja schon) und auch dazu zu stehen dass sie ihren grossvater dennoch lieben darf (nicht alles was er getan hat war schlecht) - aber wenn sie möchte darf sie ihn auch hassen - alle gefühle sind erlaubt - gefühle dürfen sich auch im laufe des lebens ändern - und nur sie selbst ist herrin über ihre gefühle.

vielleicht gibst du auch ihrem freund diese zeilen - oder sprich mit ihm darüber. es ist für ihn - sicher wie für dich auch - schwer seine freundin zu verstehen und da er sie liebt würde er wohl am liebsten vergessen machen. aber das geht nicht und drum sollten die beiden versuchen das aufzuarbeiten und dann auch einmal abhaken können.

was den kindern böses widerfahren ist lässt sich nicht rückgängig machen - aber es lässt sich damit leben.

ich wünsche dir als freundin viel kraft um hier beizustehen, und deiner freundin und ihrem freund genug liebe um damit umgehen zu können.

wenn du möchtest können wir auch darüber mailen. gib mir einfach bescheid.

geri


Kommentar von 83d542b2ee0aac425d7a57d61f595235smallBecci101181 am 4. August 2008 10:29

würde dein angebot gerne annehmen, dass wir darüber mailen. ich finde deine antwort sehr gut. DH!


Kermit65
beantwortet von Kermit65 am 31. Juli 2008 09:56
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Hallo Becci,

dass ist sehr traurig was Dir Deine Freundin erzählt hat. Aber Respekt, dass sie den Mut dazu hatte. Sie hat großes Vertrauen in Dich und Du solltest dich für ihre Offenheit bei ihr auch bedanken! Klaro, dass dich das sehr schockiert hat, dass ginge mir nicht anders. Ich denke, du solltest mit deiner Freundin sprechen ob sie evt. zu einer Beratungsstelle gehen möchte um mit Menschen zu sprechen die sich damit auskennen und ihr ganz anderen Rat geben können, als du es könntest. Vielleicht ist es auch nötig und Deine Freundin möchte das, wenn sie zu einem Psychologen geht. Du könntest ihr helfen jemanden zu finden und sie, wenn sie das mag, dahin begleiten (kannst ja im wartezimmer warten). Sage ihr, dass du schockiert und unsicher bist, ihr gerne helfen möchtest und nur nicht weiß wie. Was ihr Freund dazu denkt, dass kannst du nicht stuern und ändern. Du kannst nur deiner Freundin beistehen in allem was sie vor hat zu tun! Alles Liebe Ameise


heligirl
beantwortet von heligirl am 31. Juli 2008 10:04
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Wieso regt er sich darüber auf? Wie kann man sich denn über Gefühle eines anderen Menschen aufregen? Das kann wohl niemand nachvollziehen, der es nicht selbst erlebt hat. Verstehen kann man es vielleicht nicht, aber viele Kinder blenden ihre Gefühle aus, weil es zu weh tut, die Wahrheit zu realisieren. Wenn sie selbst "kein Problem" in ihrem Erwachsenenleben hat, d.h. es sich z.B. nicht auf ihre Sexualität oder Beziehung auswirkt, dann ist es doch völlig in Ordnung, wenn sie so damit umgeht. Aber eine Therapie kann generell sicher auch nicht schaden, obwohl sie es dann wahrscheinlich auch gefühlsmäßig realisiert und es erst einmal schwieriger wird. Sag ihr auf jeden Fall, dass du da bist, wenn sie Unterstützung brauchst (also wenn du das leisten kannst).


jabberwakky
beantwortet von jabberwakky am 31. Juli 2008 10:14
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Das hat nichts mit Liebe zu tun.Das ist eine Abhängigkeit.Und eine Erziehungssache die sie in dem Alter erfahren hat.Schei. Bibel.

Kommentar von 83d542b2ee0aac425d7a57d61f595235smallBecci101181 am 31. Juli 2008 14:07

Kannst Du das mal bitte erklären? Das habe ich ja jetzt mal gar nicht verstanden.....

Kommentar von A9fcc5456f76832d2967c1d84f7b13bcsmalljabberwakky am 31. Juli 2008 14:14

Wenn Du Deinen Kind von Anfang an eintrichterst das der Sexuelle übergriff nichts schlimmes ist,ist das Kind überzeugt das es gut ist.Als Opa hast Du auch erzieherische Einwirkung.Und in der Bibel steht schon Du sollst Vater und Mutter ehren.Heißt,Du hast Probleme im späteren Leben die schwer verarbeitbar sind.


Jona1234
beantwortet von Jona1234 am 1. August 2008 10:19
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Hallo becci

In diesem Fall waere fuer deine Freundin eine Familienaufstellung nach Hellinger wahrscheinlich das beste. in solcher Familienaufstellung kommen die wahren verscheutteten Gefuehle heraus und trotz dem vielem grausamen, was sie erleben musste, dient diese Aufstellung dazu, ihr zu ermoeglichen, dem Grossvater, obwohl bereits tot, das zu sagen,w as sie ihm noch alles zu sagen hat, und danach ihm fuer seine Greultaten trotz allem zu vergeben, und so frei zu sein, von den ganzen Belastungen die sie noch in sich traegt.

Ihr Freund kann da auf alle Faelle mitgehen.

er sollte jedoch sich mal ueber den Missbrauch selbst informieren, durch http://www.ungeheilt.de/partner/

denn er als Freund ist in Fachkreisen als "Verbuendeter" beschrieben, da er mit der missbrauchten Frau jetzt eine intime Beziehung hat. Auf der angegebenen WEbseite fidnet er auch Beucher wie z.b. Trotz alledem, etc. denn er muss verstehen lernen, was es heisst mit einem Menschen zusammenzusein, diesen Menshcen zu lieben, dem solches angetan wurde. wenn er dies beherzigt und auch verstehen lernt, was es alles damit auf sich hat, haben die bieden eine sehr tolle Zukunft vor sich, d sie dadurch auf eine sehr tiefergehene Ebene der Parnterschaft kommen, als sie bisherig sind.

sag den beiden liebe Gruesse von mir und ich wuensche ihnen die Hilfe Gottes genuegend Kraft und gegenseitiges Verstehen und Verstaendnis und eine ewige Liebe.

sag ihnen, ich wies aus eigener Erfahrung, wenn die beiden hier nicht zusammen taetig werden und idese Problematik angehen, werden sie damit ihr ganzes Leben immer wieder zu tun haben, ob sie wollen oder nicht, und es wird auch zum Bruch in der Beziehung kommen. sorry das ich das hier schreibe, ist hart doch ehrlich.

liebe Gruesse ros


bierskoda
beantwortet von bierskoda am 18. Dezember 2008 14:50
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Die meisten Kommis kann ich nicht nachvollziehen. Die Freundin ist inzwischen erwachsen und kann heute erkennen, was mit ihr und ihrem Opa seinerzeit abgelaufen ist. Genaues weiß man sowieso nicht. Mutmaßen, dass sie nicht alles sagt, kann man zwar, aber das sind Vermutungen, weil man den Fall nicht kennt. Sie liebt ihren Opa heute noch, und darf man da sagen: Ihr Opa war ihre erste Liebe? Ich höre schon alle aufheulen, und ich weiß, es war eine Straftat. Aber es darf auch gesagt werden: Phsychotherapeuten wissen auch, dass nicht jede dieser Straftaten zu späteren Traumatisierungen führt. Das scheint ja hier der Fall zu sein. Nur der Freund scheint es nicht nachvollziehen zu können. Was man eventuell auch verstehen kann.


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