Frage von GLOWmaster,

Sexualität in der Geschichte

In der Schule sollen wir in Biologie eine Mappe über Sexualität erstellen. Ich selber mache die Epoche der Moderne. Wisst ihr was dort typische Unterthemen sind? z.B. Sigmund Freud, die Emanzipation der Homosexualität... was verbindet ihr denn so damit?

Antwort von Kajjo,
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Interessante sexualkundliche Themen der Moderne:

  • Das Aufkommen der Pille als sicheres Verhütungsmittel und die damit verbundene sexuelle Befreiung der Frau.
  • Die Sexuelle Revolution der 68er mit der damit verbundenen Freizügigkeit und Promiskuität.
  • Oswald Kolle und seine Freizügigkeit, über Nacktheit und Sexualität zu reden.
  • Beate Uhse und ihr geschäftlicher Erfolg mit erotischen Produkten.
  • Das Aufkommen von HIV/AIDS in den 80iger Jahren und die weltweite HIV-Pandemie.
  • Das offene Reden über Homosexualität und die sich zunehmend verändernde gesellschaftliche Einstellung zur Homosexualität.
  • Rechtliche Entwicklung des Schwangerschaftsabbruch bis hin zur Fristenlösung und damit zur freien Selbstbestimmung der Frau bezüglich Fortpflanzung.
  • Freie Verfügbarkeit von pornographischen Medien im Internet und die dadurch bedingte frühe Exposition der Jugend gegenüber Hardcore-Sex.
  • Körperkult (z.B. Intimrasur) und Sexualisierung der Medien und Werbung mit Nacktheit, Erotik, Sexsymbolen und damit der gesamten Gesellschaft.
  • Belanglosigkeit von religiösen Vorschriften und religiös bedingter Verklemmtheit durch allgemeinen Glaubensverlust bei der Mehrheit der Bevölkerung.
  • Interessant finde ich auch den Aspekt der modernen Prüderei. Seit einigen Jahren nimmt die Prüderie wieder zu. Die Freizügigkeit bezüglich Nacktheit hatte eher in der DDR und den 68igern im Westen den Höhepunkt, inzwischen sind viele Jungendliche und junge Erwachsene wieder prüde und genieren sich, sich offen nackt zu zeigen, z.B. am Strand, in der Sauna oder beim Umziehen am Badesee. Hier laufen wahrscheinlich aus den USA stammende Tendenzen sowie Intimrasur-Körperkult der modernen Freizügigkeit entgegen; auch der zunehmende Anteil an Mitbürgern mit Migrationshintergrund ist in diesem Zusammenhang möglicherweise wichtig und reduziert wieder die sexuelle Offenheit, die wir dachten, erreicht zu haben.

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