Sagt mir bitte eure Meinung zu folgendem Satz, der mir kürzlich eingefallen ist:"Deine Worte klirren in meinem Kopf wie Weingläser,die an der Wand zerschellen"?

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4 Antworten

Mein ganz persönlicher Eindruck als Laie aufgrund des einen Beispielsatzes: Du könntest echt Potenzial haben!

Wenn es dir Spass macht, verfolg dieses Hobby auf jeden Fall. Deine eigene Freude daran ist wichtiger als Anerkennung von anderen.

Um noch etwas ins Detail zu gehen: Deine Metapher gefällt mir sehr gut, sie ist originell und ausdrucksstark. Auch die Alliteration ist gelungen. Ich würde allerdings statt "klirren" ein anderes Verb benutzen, denn klirrende Gläser stehen im Normalfall dafür, dass man miteinander anstösst, und nicht dafür, dass es Scherben gibt. Andererseits kannst es auch für einen Überraschungseffekt nutzen, dass du erst diese positive Assoziation hervorrufst und sie dann mit dem Nebensatz förmlich zerstörst.

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Kommentar von earnest
07.07.2016, 20:58

Ein kleiner Einand: Es handelt sich meiner Ansicht nach nicht um eine Metapher, sondern um einen Vergleich (erkennbar am "wie").

Deine Kritik ist sehr "pädagogisch" verklausuliert. Du magst, wie du sagst, die "Metapher", nimmst sie aber gleich danach auseinander.

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Kommentar von psychedelia
08.07.2016, 00:47

Vielen Dank luteka.:) Dass du mir Potential zutraust motiviert mich und freut mich.:) Ja hast vollkommen recht, man soll das machen was einem Freude macht, dadurch hat man eine gute Voraussetzung besser zu werden.:) 

Ich glaube, dass es ein Vergleich ist, erkennbar durch das "wie", das verwechselt man oft. 

Dein Einwand ist begründet, viell fällt mir ja noch eine treffliche Formulierung ein.:) 

Das mit dem Überraschungseffekt hatte ich noch gar nicht bedacht.:o Respekt für deine analytischen Fähigkeiten. 

Das feierliche Anstoßen mit Gläsern hat bekanntlich eine positive Konnotation, welche sofort durch den  darauffolgenden zerstörerischen Akt zerschlagen wird. Interpretieren kann dies viell, damit, dass der Austausch mit Worten zwischen zwei Menschen normal als positiv gilt, jedoch durch hier zerstört wird, da sich eine der Personen emotional verletzt fühlt. 

Diese ausbaufähige Interpretation wäre vielleicht ein guter Ansatz.:)

lg 

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Ich schließe mich hier earnest an: Dein Vergleich klingt zu gewollt.

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Kommentar von psychedelia
08.07.2016, 00:31

Schade.:/ Könntest mir eine bessere Version dieses Satzes als Kommentar hinterlassen? Will mich verbessern.:)

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Gar nicht so übel, obwohl der Vergleich sehr weit hergeholt ist. Zudem führt das Bild an der Wand zerstörter Gläser in andere, vom eigentlich gemeinten ablenkende Richtungen.

1. Polterabend
2. Die Sitte in manchen Kulturen, Gläser nach dem Trinken über die Schulter an die Wand zu werfen.

So wie bei guter Werbung die Bilder nicht vom beworbenen Produkt wegführen sondern auf es hinführen sollten, sollte auch bei Metaphern und Vergleichen das Bild nicht vom Thema wegführen, sondern es eher unterstützen.

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Kommentar von psychedelia
08.07.2016, 10:00

Danke für deinen hilfreichen Kommentar.:) 

Du hast Recht, die Verbindung kann von Außenstehenden schwer oder missverständlich verstanden werden. Optimal ist die formulierung absolut nicht.

Vielleicht fällt mir ja demnächst etw besseres ein.

Ich persönlich habe den Vergleich gewählt, da ich das mutwillige rumschmeißen/zerstören in einem emotionalen Esakalations-zustand, nachvollziehen kann bzw es mir als befreiend vorstelle . 

Weingläser habe ich gewählt, da durch diese angedeutet wird, dass der Verdruß über das negative Gespräch im 1. Teil des Satzes, bei der Person offensichtlich sofort zu Alkoholismus führt.

Darüberhinaus lässt das, wie ich finde, den fikitiven Charakter, verrucht wirken und viell sogar etw einsam/kompliziert und resigniert. Der Otto-Normal-Mensch würde nicht aufgrund eines enttäuschenden Gespräches, im Rauschzustand, hemmungslos Weingläser durch die Wohnung schmeißen. Das macht den Charakter interessant. 

Aber viell ist das Alles nur in meinem Kopf nachvollziehbar.:D 

liebe Grüße

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Das ist für mich ein unpassendes Bild.

Mit "klirren" verbinde ich nicht das kurze Geräusch eines an die Wand geworfenen Weinglases. "Klirren" klingt bei mir nach ..., Klirren vibriert.

Und fürs "Zerschellen" finde ich ein Weinglas zu mickrig. Da denke ich doch eher an eine Riesenflasche Schampus ("Methusalem"), die bei einer Schiffstaufe an der Bordwand explodiert.

Kurzum: Der Vergleich kommt mir sehr gesucht vor. Ich finde ihn missglückt. 

Gruß, earnest

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Kommentar von psychedelia
07.07.2016, 21:10

Danke für dein Feedback. Interessierst du dich nur für Linguistik, oder verfügst du über so etwas wie Referenzen, die deine Fähigkeiten in diesem Bereich untermauern?:)

Zerschellen erschien mir trefflich da es für mich energisch klingt.es handelt sich ja mehrere Weingläser und wäre man emotional, würde man diese mit voller wucht und schnell aufeinander aufolgend an die Wand donnern. 

Klirren ist zugegebenermaßen nicht ideal für die beschreibung der zerbrechenden gläser. für eine erschütterung oder ein zusammenstoßen von gläsern ist klirren wahrscheinl besser geeignet.

 jedoch ist es die beste wort um das geräusch "im kopf" zu beschreiben. bei mir persönlich ist es so, dass ich  ( zb in stresssituationen oder wenn ich zu übertrieben,zu intensiv und zu lange über negative themen/erinnerungen nachdenke) häufig einen unangenehmen,schrillen,hellen,leidigen ton im kopf vernehme, der mehr o weniger lang andauert. diesem ton wird der begriff
 "klirrend" absolut gerecht. schon allein wie sich das wort klirrend beim lauten aussprechen anhört, iwie aufgekratzt, hell.  

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