Wie sollte man sich Senioren gegenüber verhalten, die sich aus Vergesslichkeit laufend wiederholen? Meine Oma erzählt mir oft vier Mal hintereinander die gleiche Geschichte....sollte man sie darauf aufmerksam machen, dass sie sich ständig wiederholen? Oder besser zuhören und nichts sagen? Wobei, bei meiner Oma hab ich den Eindruck, sie hat schon gemerkt, dass sie oft vergisst, was sie schon gesagt hat...wie verhält man sich da am besten?

Einfach nicht darauf aufmerksam machen, immer "mitspielen" und so tun als ob man die Geschichte zum ersten Mal gehört hat. Alles andere würde sie nur verunsichern und traurig machen, Altersdemenz ist auch für die Dementen kein toller Zustand.

das kommt immer auf das "WIE" an - mein Mann gehört auch zu diesen Menschen - er freut sich oft, dass er mir etwas Neues berichten kann, was für mich alles andere als neu ist! Ich sage ihm das dann auch liebevoll und einfühlsam - wir sprechen dann über die ach so neue Geschichte und schließen das Thema lachend gemeinsam ab. Beim nächsten Mal sage ich nur noch "Schatz, das hast Du mir alles schon berichtet, aber ich höre Dir doch immer wieder gerne zu!" Dann lacht er, und wir sprechen über echt Aktuelles!
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Hallo, wenn Du magst, dann google mal nach "Validation" von Nicole Richard. Es geht drum, das Gesagte der Dementen für "gültig" zu erklären, vom Realitätsorientierungsprogramm ist man schon lange wieder weg, also NICHT kritisieren! Ncht verbessern, nichts machen, nur für ok erklären. Es gibt noch ein tolles Buch: "Warum ich meine Mutter belüge.....", vielleicht findest Du es ja günstig bei eBay und Co., dann lies es mal- sehr interessant! Dir und der Omi alles Gute!

Zuerst mal diesen Menschen zu gute halten, daß sie schon in einem höheren Alter sind, immer freundlich bleiben und ganz liebevoll daran erinnern, daß sie diese Aussage schon mal gemacht haben.
Ich sage es bei älteren Menschen, zu denen ich ein gewisses Vertrauensverhältnis habe- wir haben das sogar so abgesprochen. Die Betreffenden kämen sich nämlich s...blöd vor, wenn ich rumheucheln würde. Das wäre für sie noch schlimmer als der Umstand, dass ich sie ausbremse und sage 'schon bekannt'. Gleichzeitig haben wir aber auch vereinbart, dass sie gerade aufgrund der Ehrlichkeit keine Hemmung entwickeln, überhaupt was zu erzählen eben aus der Angst raus. Es geht wohl vor allem darum, dass die Betroffenen ihre Defizite akzeptieren, anerkennen und dann auch wissen, dass der andere sie genauso anerkennt. Aber immer alles mit Gefühl!!

Ich habe auch öfter mit alten Menschen zu tun. Wenn sie immer wieder das gleiche sagen, zeige ich das eher nicht. Wenn ich aber hören muß: "Das hast du mir nie gesagt" oder z.B.: "Das ist jetzt aber eine Lüge" dann sage ich schon etwas. Meistens wissen sie ohnehin, dass sie vergesslich sind. Am Abend ist die Konzentration der alten Menschen zumeist ganz unten. Da wissen sie oft gar nix mehr, dann ist ihr Kopf einfach müde. Man muß das nach Gefühl machen, mit sehr viel Taktgefühl und Einfühlungsvermögen. Wenn man ihnen die Hand hält, kann man fast alles sagen.

Ja aber nicht zu oft dran erinnern denn sie könnte irgendwann ganz verstummen und lieber gar nichts mehr sagen.Um sich nicht ständig zu wiederholen!Demenz, ja?

Ich würde nichts sagen sonst könnte es sie belasten ( falls sie es doch merkt)
schliess ich mich an! keinen vorwurf machen, aber höflich darauf hinweisen

das ist eine krankheit oder geistige verwirrtheit, glaube ich.

Ich sage es schon.Wohlwissend, dass das auch bald wieder vergessen ist. Noch schlimmer ist, dass man immer Recht geben muss, weil sich der alte Mensch nicht mehr erinnert. Da werden manchmal absurde Behauptungen aufgestellt, die nicht diskutiert werden können. Da muss man sich schon schwer beherrschen, nicht ungeduldig zu werden.

ja, oma, hast Du schon erzahlt, aber sage mal, wie war denn das....(anderes tema anfangen)
Ehrlich sein, aber liebevoll verpacken. Kein Mensch moechte belogen werden