Selfpublishing ohne Fangemeinde?

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3 Antworten

Was verstehst du denn unter "sich lohnen"?

Finanziell lohnt es sich für die meisten Autoren nicht einmal, wenn sie von einem seriösen Publikumsverlag publiziert werden. Vom Schreiben Leben kann in Deutschland nur eine Handvoll Autoren. Für den Rest ist es nicht mehr als ein Zubrot, eine kleine Aufwandsentschädigung. Geld mit dem Schreiben kann man erst bei hohen Auflagen verdienen, und die werden erst produziert, wenn der Verlag davon ausgeht, dass sich auch viele Exemplare des Buches verkaufen werden.

Wenn du nun das Geld in Lektorat und Co. investierst (was sicherlich der Qualität deines Manuskripts zuträglich ist), geht es dir nicht anders als einem Verlag. Du investierst in ein Werk. Die Frage ist, wie du es ohne das entsprechende Netzwerk bewerben willst, ohne Vorstellung auf Messen, ohne Lesungen, ohne Printwerbung. Und selbst wenn der Verkauf ordentlich läuft und deine paar Hundert oder paar Tausend Exemplare nicht wie Blei in den Läden liegen, wirst du nicht den großen Reibach machen, schlicht weil du im Vorfeld ja schon die Auslagen hattest. Du wirst froh sein können, wenn du diese Auslagen wieder reinbekommst.

Finanziell wird es sich also kaum lohnen. Ob es der große Schub für´s Selbstbewusstsein ist, wenn man sich selbst veröffentlicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.


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Kommentar von whatever55555
16.07.2016, 21:13

Ich hätte "sich lohnen" besser definieren sollen. Ich will ganz ehrlich eigentlich nur die Kosten wieder reinbringen und nicht mal etwas dazu verdienen. Mein Ziel ist es, mit der Geschichte Fans und Leser zu gewinnen, die das Buch mögen und mit mir zelebrieren :D

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Ehrlich gesagt würde ich das mit nein beantworten. Ich habe selber ein Buch veröffentlicht und ich hatte sehr gute Verkaufszahlen, aber das nur, weil ich schon seit Jahren auf einer Internetseite geschrieben habe und dort über tausend Leser hatte. Ich kann es mir kaum vorstellen, dass ich ohne das viel verkauf gemacht hätte.

Das Thema "Buch veröffentlichen" ist in der heutigen Zeit immer umständlicher. Beinahe jeder versucht es und darum wird es auch immer schwerer, bei einem Verlag genommen zu werden. Die kriegen pro Tag tausend Einsendungen und oft hört man erst nach einem halben Jahr wieder von denen. Für den Selfpublishing Teil muss man wirklich ziemlich Werbung betreiben, aber ich denke als unbekannter Autor ist es einfacher. Zumindest kann man dann einem Verlag schon einmal was vorweisen, wenn man es wieder versucht. 

Kommt halt ganz auf dich darauf an, ob du wirklich so viel Werbung betreiben willst. Ich bin leider eher der Mensch, der immer das Gefühl hat, ich übertreibe es mit Werbung und darum lasse ich es sein.

Falls es dir einfach um dein Werk geht, schreib doch auf Internetseiten. Dort sammeln sich mit der Zeit viele Leser an und es gibt immer wieder Verlage, die finden dort ihre Bücher.

P.s. ein Cover kann man ganz gut selber machen und muss dafür keine paar hundert Euro ausgeben. 

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Ich denke eher nicht

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