Frage von georgiaaa, 285

Selbstständige Hebamme, wie viel verdient sie?

Ich weiß dass die Versicherung 6000€/Jahr kostet. Das hat mir letztens eine Hebamme gesagt.
Ich frage mich wie viel eine niedergelassene Hebamme denn dann am Ende des Monats so für sich übrig hat? Weiß das jemand?
Wenn wir mal von einer Praxis mit 3-4 Hebammen ausgehen mit den gängigen kursangeboten.

Antwort
von Manuel353, 216

Hebammen in privaten Praxen und in Selbstständigkeit
Bist du als Hebamme in einer privaten Einrichtung angestellt, muss sich dein Arbeitgeber nicht an den Tarif halten und zahlt Hebammen dadurch häufig weniger Gehalt als öffentliche Einrichtungen. Durch den gesetzlichen Mindestlohn, der seit Januar 2015 gilt, darf dein Gehalt aber auch hier nicht unter 1470 Euro brutto liegen. Als Hebamme hast du auch die Möglichkeit, dein eigener Chef zu sein. Die Selbstständigkeit bringt zwar viele Möglichkeiten aber auch ein hohes Risiko mit sich. Die Einnahmen ergeben sich aus den Aufträgen, die mit festgelegten Sätzen der Krankenversicherungen vergütet werden. Problematisch sind allerdings die hohen Abgaben, die gezahlt werden müssen, um im Schadensfall versichert zu sein. So zahlen Hebammen 3689 Euro jährlich an die Berufshaftversicherung und sogar 4611,25 Euro, wenn bereits ein Schaden vorlag. Verrechnet man die Einnahmen und Ausgaben, haben selbstständige Hebammen am Ende des Tages einen Verdienst von knapp 7,50 Euro in der Stunde. Aufgrund der schlechten finanziellen Situation haben seit Beginn 2010 fast 20 Prozent der selbstständigen Hebammen ihren Dienst niedergelegt. Planst du dennoch den Weg in die Selbstständigkeit solltest, du diesen Schritt daher sorgfältig vorbereiten.

Autor: Lena Kuschke

Diesen Text habe ich mir aus dem Netz kopiert. 

Kommentar von isebise50 ,

Inzwischen muss eine Hebamme, die freiberuflich Geburtshilfe anbietet, über 6200 Euro nur für ihre Berufshaftpflichtversicherung bezahlen.

Der Versicherungsmarkt ist inzwischen so dezimiert, dass der Deutsche Hebammenverband zurzeit nur bis Juni 2016 eine Versicherung hat. Für die freiberuflich tätigen Hebammen ist diese Situation dramatisch, denn sie dürfen nur arbeiten, wenn sie eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen haben.

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