Frage von mara1100, 156

Selbsthass wegen Liebe?

Hallo... Ich kenne seit 2 Monaten einen Jungen, der mir von Anfang an gefallen hat. Sehr bald stand ich auf ihn und er hat mir geschrieben, dass er etwas für mich empfindet. Mein Problem ist, dass es mir vorkommt, als ich zweifle ich mehr und mehr an meinen Gefühlen, je ernster es wird. Das Gleiche auch schon bei den Jungen, auf die ich vorher stand und bei meiner besten Freundin (freundschaftliche Liebe). Das Problem ist, dass wir uns demnächst unterhalten wollen und ich ihm ziemlich deutlich zu verstehen gegeben habe, dass ich auch an ihm interessiert bin. Alles spricht dafür, dass ich auf ihn stehe, wäre da nicht das "zu viel denken". Manchmal zweifle ich total an meinen Gefühlen, ob ich welche habe/wie stark sie sind, manchmal bin ich mir sicher. Ich denke den ganzen Tag an ihn, grinse wie verrückt wenn es um ihn geht etc. Ich bin allgemein sehr selbstkritisch und zweifle an allem, was ich tue und an mir selbst. Dass ich nicht weiß, wie ich fühle, macht mich so fertig, dass ich mir wünschte, er würde nichts für mich empfinden. Ich ertrage den Gedanken nicht, ihn zu verletzen. Er ist so ein guter Mensch und einfach nur perfekt. Er verdient die Welt. Ich weiß nicht, ob das Zweifeln u.a. damit zusammenhängt, dass ich nie zeige, wenn mich irgendwas verletzt und auch nicht darüber rede und mir verbiete, zu weinen. Ich hab das Gefühl, dass ich nicht weiß, wer ich bin weil ich immer vorgebe, keinen Schmerz zu fühlen und die Grenze zwischen Vorgeben und Sein ziemlich verwischt ist. Alles, worum es mir geht, ist, ihn nicht zu verletzen. Egal was das mit mir macht. Dazu sollte ich sagen, dass ich mal gemobbt wurde, mich manchmal selber nicht ausstehen kann und extrem sensibel und mitfühlend bin. Ich will allgemein keine Menschen verletzen, aber ihn erst recht nicht. Habt ihr eine Ahnung, was los ist? Wie ich ihm gegenüber empfinde und wieso ich dauernd nur zweifle, sogar an meinen eigenen Gefühlen? Hasse mich selbst dafür

Expertenantwort
von JZG22061954, Community-Experte für Liebe, 23

Vorab möchte ich dich auf die Antwort und die anschließende Unterhaltung mit der Userin camille1994 verweisen deren Ausführungen es mir ersparen das gesagte zu wiederholen.

Du selbst schätzt dich wie folgt ein  " Ich bin allgemein sehr selbstkritisch und zweifle an allem, was ich tue und an mir selbst. " Im Prinzip hast Du den sozusagen Schwachpunkt an dir selbst bereits ganz gut erkannt und es ist keineswegs deine selbstkritische Art, es sind die Zweifel an dir selbst an deinem Tun und Handeln was an dir nagt und was sich auch destruktiv auf dich auswirkt und da solltest Du dir mehr Selbstbewusstsein aneignen.

Desweiteren schreibst Du "  Ich weiß nicht, ob das Zweifeln u.a. damit zusammenhängt, dass ich nie  zeige, wenn mich irgendwas verletzt und auch nicht darüber rede und mir  verbiete, zu weinen. Ich hab das Gefühl, dass ich nicht weiß, wer ich  bin weil ich immer vorgebe, keinen Schmerz zu fühlen und die Grenze  zwischen Vorgeben und Sein ziemlich verwischt ist. " Es ist sicherlich nicht verkehrt sich einen gewissen Panzer zum Selbstschutz anzulegen und oft ist es auch angebracht zumindest nach Außen hin Stärke zu zeigen. Für dich selbst aber solltest Du wenn Du mit dir alleine bist auch andere Kriterien zulassen und da kann das Eingeständnis der Schwäche auch deine persönliche Stärke ausmachen. Das Du über deine Probleme mit niemandem redest, das macht die Sache nicht einfacher aber wenn es natürlich in deinem Umfeld keine Vertrauensperson gibt mit der Du darüber reden könntest, dann ist es natürlich auch nachvollziehbar das Du dich nach Außen hin verschließt.

Ein weiteres Problem nennst Du an der folgenden Stelle "...mich manchmal selber nicht ausstehen kann und extrem sensibel und mitfühlend bin. " Sensibel und mitfühlend zu sein, dagegen gibt es nichts einzuwenden aber deine Art von Selbsthass ist absolut unangebracht und es gibt dafür auch explizit keinen Grund. Du merkst es doch selber, es gibt Menschen wie diesen Jungen die dich wie auch immer mögen und das tun sie ja nicht, weil Du so mies bist. Sie mögen dich, weil Du dennoch etwas an dir hast, was Du selber möglicherweise nicht mal wahrnehmen willst oder kannst. Natürlich aber wird es auch immer Menschen geben die dir nicht wohl gesonnen sind und oft selber nicht sagen können warum das so ist und auch damit musst Du klar kommen und noch bevor es für dich unerträglich wird, dich auch ganz entschieden und offensiv gegen sie zu Wehr setzen.

Was nun diesen Jungen betrifft so kann ich nur sagen, trefft euch ein ums andere mal und es gibt absolut keinen Grund um etwas übers Knie zu brechen. Erzähle dem Jungen auch das erforderliche über dich aber achte darauf ihn nicht zu überfordern, sprich er sollte die Möglichkeit bekommen dich kennenzulernen und verstehen zu lernen ohne aber gleich mit dem vollen Repertoire was dich betrifft konfrontiert zu werden. Für dich selbst sollten diese Treffen auch eine Möglichkeit sein um dein Gefüchlschaos in den Griff zu bekommen.

Kommentar von mara1100 ,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Die Konversation mit Camille1994 habe ich mir zu Herzen genommen. Die Sache ist, dass ich immer so getan habe als wäre ich selbstbewusst und irgendwann dachte ich, ich wäre es wirklich,habe aber erst seit ich ihn kenne so realisiert. Was ich dagegen tun soll, weiß ich nicht. Es gibt Dinge an mir die ich durchaus mag aber trotzdem habe ich anscheinend nicht wirklich viel Selbstbewusstsein. Meistens geht es mir schlecht, wenn ich zuhause bin. Oft ist es nicht spät genug um ins Bett zu gehen und meine Eltern, die nicht selten Auslöser dafür sind, dass es mir nicht so gut geht,sollen auf gar keinen Fall davon mitbekommen... Ich mag es einfach nicht, wenn ich andere um Hilfe bitte(/n muss),mal von gutefrage abgesehen. Außerdem kenne ich viele, die mir nur knappe Antworten geben, mich nicht verstehen würden und mir nicht helfen können. Ich weiß, dass ich gute Seiten habe, und dass Menschen mich mögen. Ich denke aber trotzdem immer, dass Leute (auch Freunde von mir) manchmal von mir genervt sind wegen meiner Art. Ich denke auch viel darüber nach, was andere von mir halten, auch wenn ich trotzdem öfter mache, was ich will (solange es nicht alleine und/oder allzu peinlich ist) Grundsätzlich denke ich eigentlich immer, mir wäre die Meinung anderer egal. Manchmal glaube ich aber eher, dass ich nur weiß, dass sie mir egal sein *sollte*. Sie sagen, ich soll ihm das Erforderliche über mich erzählen.. Was wäre da erforderlich? Soll ich ihm das mit den Selbstzweifeln sagen? Sonst kann er ja nicht wissen, dass es nicht an ihm liegt... Bzw was würden Sie mir allgemein raten, ihm zu sagen ubd was nicht?

Kommentar von JZG22061954 ,

Gerne und danke für die ergänzenden Informationen.

Die Sache mit den Selbstzweifeln wäre ganz gut geeignet um sie dem Jungen zu erzählen. In dieser Phase der Bekanntschaft ( so nenne ich das mal ) muss der Junge keine Details wissen wie zum Beispiel deine Probleme mit den Eltern oder das mit der Psychiatrie sind Dinge die Du ihm momentan nicht erzählen brauchst. Du bist in deinem Wesen alles andere als einfach und es geht hier auch darum den Jungen nicht zu überfordern oder zu verschrecken und ich kann natürlich schlecht einschätzen wie souverän der Junge mit dem was Du ihm erzählen wirst umgehen kann. Gestalte das Gespräch also nicht wie einen Vortrag, unterhaltet euch und an geeigneter Stelle baust Du immer wieder mal etwas ein was Du ihm mitteilen möchtest und das muss auch nicht alles bei einem Treffen auf einen Schlag sozusagen geschehen.

Das Selbstbewusstsein ist in der Tat teilweise ein Schwachpunkt bei dir und teilweise deshalb, weil Du unter anderem auch schreibst   " Ich weiß, dass ich gute Seiten habe, und dass Menschen mich mögen. " und das ist immerhin eine durchaus selbstbewusste Einschätzung. Dann aber kommt wieder dein Denkprozess in Gang und das ist an sich ja nicht verkehrt. Es wird allerdings dann kontraproduktiv, wenn deine Gedanken beginnen sich im Kreise zu drehen und Du nicht von der Stelle kommst, dann läuft dir sprichwörtlich die Zeit davon und Du triffst unter Umständen falsche Entscheidungen. Das ist so ähnlich wie bei einem Schachspieler, dem steht für die gesamte Partie eine bestimmte Bedenkzeit zur Verfügung und diese muss er möglichst effektiv nutzen um nicht in Zeitnot zu geraten und dadurch dann auch bei genügend Zeit sonst vermeidbare Fehler zu begehen.

Bezüglich der Meinung anderer, die sollte dir natürlich nicht so vollkommen egal sein, sprich Du sollst sie dir anhören und abwegen, ob etwas daran ist was zutreffen könnte und was Du für dich nutzbringend verwerten könntest, dennoch aber solltest Du auch unbeirrt deinen eigenen Weg gehen und Du musst auch damit klar kommen, das Du es nie jedem recht machen kannst.

Kommentar von mara1100 ,

Vorab: Habe erst jetzt, also nach dem Treffen, gelesen, was sie geschrieben haben Ich habe ihm von den Zweifeln erzählt aber mehr auf das was ich tue/denke/fühle beschränkt. Er hat super verständnisvoll reagiert und meinte, das wäre alles absolut okay für ihn Das mit meinen Eltern habe ich nicht erzählt und das mit der Psychiatrie auch nicht, dazu ist es zu früh Wir haben nicht nebensächlich darüber gesprochen, weil ich ihn ein paar Tage vorher per Whatsapp darauf hingewiesen habe, dass es etwas Ernsteres zu bereden gäbe. Ich habe mich nicht direkt getraut anzufangen, also hat er mir immer wieder auf die Sprünge geholfen und meint auch, dass er mich für total mutig, ehrlich und offen hält Ich helfe anderen Menschen gerne,die dann meinen, dass sie das ganz toll fänden usw, weswegen ich teilweise weiß, was sie so von mir halten. Dass ich zu viel nachdenke, weiß ich auch.. Die "Meinung" von der ich spreche,ist eher auf die Sticheleien bezogen... das habe ich nur falsch ausgedrückt. Die und die Menschen von denen sie kommen sollten mir egal sein Das Streben nach Perfektionismus ist eigentlich blöd, trotzdem hätte ich (wie wohl jeder) nur gute Seiten. Ich weiß aber, dass es nicht möglich ist

Kommentar von JZG22061954 ,

OK und danke für die Informationen. Du hast also ganz genau das erzählt, was auch ich dir vorgeschlagen habe und es hört sich auch ganz gut an wie das bei dem Treffen gelaufen ist.

Kommentar von mara1100 ,

Es ist sehr gut gelaufen... Er akzeptiert es und lässt mir meinen Freiraum

Kommentar von JZG22061954 ,

Danke für das Feedback und dann ist ja alles bestens.

Kommentar von mara1100 ,

Ich sehe es erst jetzt aber danke auch. Jetzt habe ich nur wieder ein neues Problem...

Antwort
von DerGeileHarald, 74

Ich glaub du hast einfach nur angst das wenn du dann später mit ihm redest du was falsches sagt und ihr dann doch nicht zusammen seid aber wenn du den ganzen tag an ihn denkst und er sich mit dir treffen möchte ist alles kein problem und du musst nur,,ja" sagen wenn er dich fragt so wie ich das jetzt verstanden habe

Kommentar von mara1100 ,

Mein einziges Problem ist, dass ich an meinen eigentlich offensichtlichen Gefühlen zweifle und nicht weiß, wieso

Antwort
von camille1994, 53

Das was du gerade durchlebst ist eine sehr intensive Art der Selbstzweifel-Phase. Ich weiß jetzt nicht wie alt du bist aber Jugendliche in der Pubertät durchleben häufig diese Phase. Bei dir ist es nur viel extremer als es normal ist. Versuche doch einfach mal ein Tagebuch zuschreiben um dort deine Gefühle in solch einer Phase niederzuschreiben. Und überlege die einmal selbst was du gut an die findest oder rede mit Freunden und frage sie was sie an dir mögen. Wenn du von anderen hörst was sie an dir mögen ist es schon ein großer Schritt nach vorne. Und mach dir nachher selber klar das jeder auf seine Art besonders, einzigartig und bezaubernd ist. Was die vermeintliche Liebe zu dem Jungen angeht würde ich dir raten dich erstmal mit ihm zu treffen und danach deine Gefühle neu ordnen. Nach der ersten Begegnung haben sich die Gefühle ganz anders gemischt. Ich wünsche dir weiterhin viel Glück und wenn du jemanden zum reden brauchst kannst du jederzeit mit mir reden.

~Camille

Kommentar von mara1100 ,

Ich bin 16. Ich schreibe öfter Texte über meine Gefühle, meist aber eher so verliebte auf ihn bezogen. Manchmal fühle ich mich komplett allein gelassen und dass ich niemanden habe, der mich versteht oder dem ich was bedeute. Aber eigentlich weiß ich, dass ich ihm was bedeute. Das ist es ja. Ich denke an nichts anderes mehr als an ihn und was ich fühle und was ich tun soll. Mal bin ich total sicher, auf ihn zu stehen, mal nicht, mal sicher, mal nicht. Was denkst du? Meinst du ich habe Gefühle für ihn, zweifle aber an mir oder dass ich keine Gefühle für ihn habe?

Kommentar von mara1100 ,

Und vielen, vielen Dank. Ich hasse es, Schwäche zu zeigen und Hilfe anzunehmen, aber er ist mir so viel wichtiger als mein Stolz. Ich würde sehr gerne mit dir darüber reden!

Kommentar von camille1994 ,

Ich denke dein Problem hat ganz klar etwas mit Unsicherheit zu tun. Du würdest in deinem Leben schon oft verletzt und bist nun einfach zu unsicher. Ich denke schon das du dich stark zu ihm hingezogen fühlst aber du dir auch oft selbst im Weg stehst. Versuche dich mit ihm zu treffen und all deine Zweifel zur Seite zu schieben. Vielleicht entdeckst du so ganz neue Gefühle für ihn und spürst diese Unsicherheit nicht mehr

Kommentar von camille1994 ,

Schwäche zu zeigen ist nichts schlimmes. Jeder hat seine Schwächen und jeder braucht jemanden zum reden. Meine Patienten kommen oft zu mir in die Sitzung und wollen einfach nur mit mir reden und einfach sich alles von der Seele reden. Deswegen bin ich gerne für dich da

Kommentar von mara1100 ,

Ich habe mich ja schon mit ihm getroffen ... Und ich kann ihn ja nicht ewig hinhalten und mal "testen, wie es sich anfühlt".Außerdem wollten wir das nächste Mal schon über uns Reden, wie das jetzt aussieht und so weiter. Ich denke, ich werde ihm von meinen Selbstzweifeln erzählen... Ich finde es eigentlich nicht so toll, da es egozentrisch rüber kommt und mitleidssuchend, aber ich will vollkommen ehrlich zu ihm sein. Ich habe nur so eine Angst, ihn zu verletzen..

Kommentar von mara1100 ,

Dankeschön. Sind Sie Psychologin?

Kommentar von camille1994 ,

Ich. In ach dafür das du ganz ehrlich bist, zu ihm gehst und das alles was du mir heute erzählt hast auch ihm erzählst. Du kannst ihn ja sagen in was für einem Gefühlschaos du dich inmoment befindest. Wenn du ihm wirklich so viel bedeutest wird er es verstehen

Kommentar von camille1994 ,

Ja ich studiere noch Psychologie aber an meiner Uni haben wir schon unsere eigenen Patienten😊 bitte sag weiterhin Du zu mir😉

Kommentar von camille1994 ,

Oh Gott tut mir leid für Rechtschreibfehler aber meine Autokorrektur macht manchmal einfach was sie will

Kommentar von mara1100 ,

Ich glaube, ich werde ihm sagen, dass es nicht an ihm liegt, sondern eben an den Selbstzweifeln. Ist schwer für mich, da das nur eine einzige Freundin weiß, der ich das nur gesagt habe, weil ich mit ihr über ihn reden wollte & das ja wichtig war. Alle anderen denken soweit ich weiß, dass ich selbstbewusst bin. Ich hoffe wirklich, dass es ihn nicht verletzt, aber ich schätze ihn eher als verständnisvoll ein...

Kommentar von mara1100 ,

Und ich finde Psychologie total toll.Ich würde auch gerne Psychologin werden! Aber ist das dann nicht so, dass man immer für andere da ist aber niemand für einen selbst, weil sie denken, man kommt mit allem klar?

Kommentar von camille1994 ,

Es ist gut wenn du ihm sagst das es nicht an ihm liegt. Aber bitte verstell dich nicht weiterhin so drastisch. Ich kann verstehen das du in der Schule keine Schwäche zeigen willst, aber indem du immer versuchst dich so selbstbewusst und stark darzustellen schwächt es doch nur. Du kannst auch Schwäche zeigen

Kommentar von camille1994 ,

Als Psychologin ist es natürlich wichtig Verständnis zu vermitteln. Auch wenn es die selbst nicht so gut geht musst du den Kontakt zu deinen Patienten aufrecht erhalten und ihnen Geborgenheit schenken, aber es ist nicht so das niemand für dich da ist.

Kommentar von mara1100 ,

Ich habe Klassenkameraden, die mich gerne so oft es geht runtermachen, "aus Spaß". Ich tue so als würde ich das locker wegstecken, weil das Menschen sind die auf Leute eintreten, wenn sie schon am Boden liegen. Zuhause ist es auch nicht leicht, mein Vater steht nicht hinter mir, sagt mir, dass ich nichts Besonderes bin, sowieso nicht viel erreichen bin und wenn was zwischen meinen Eltern nicht läuft, bin ich auch schuld. Ja, das verstehe ich. Finde es einen tollen Beruf. Und das ist gut...

Kommentar von camille1994 ,

Durch diese Ereignisse haben wahrscheinlich auch dazu geführt das du so eine extreme Art der Selbstzweifel-Phase hast. Auf dich wird immer wieder draufgetreten. Aber versuche dich zu wehren. Versuche 20 Sekunden lang Mut zu haben und sag in diesen 20 Sekunden den Menschen die dir etwas Böses wollen deine Meinung. Was deine Eltern bzw. deinen Vater angeht, verhält er sich nicht so wie ein Vater sich verhalten sollte. Lass die Menschen die dich so behandeln nicht zu nah an dich dran. Du bist unabhängig von Ihnen und du brauchst sie nicht. Ich weiß es ist schwer so zu denken aber versuche sie links liegen zu lassen.

Kommentar von mara1100 ,

Ich sage ihnen auch meist meine Meinung und es ist besser geworden. Nur noch selten sagen sie etwas aber ich hatte eine Zeit lang überhaupt keine Freunde und hatte psychische Probleme deswegen, war auch in der Psychiatrie. Weiß so gut wie keiner. Ich kann es nur nicht vergessen und mein Vater liebt mich zwar und das weiß ich auch, trotzdem ist ihm nichts recht. Und was gegen ihn sagen darf ich nicht

Kommentar von camille1994 ,

Eine Psychatrie ist kein schöner Ort und ich empfinde für jeden Menschen große Trauer der dort eingeliefert wird. Aber dies ist noch ein weiterer Punkt der entscheidend für Selbstzweifel sein kann. Das dein Vater dich liebt ist gut trotzdem darf er die nicht das Gefühl von Minderwertigkeit geben. Natürlich darfst du über deinen Vater reden.

Kommentar von mara1100 ,

Ist zwar 2,3 Jahre her, aber immernoch irgendwie präsent. Hab oft meine negativen Seiten vorgehalten bekommen. Das + Sensibilität verträgt sich nicht so gut. Ich meine nicht, dass ich nicht über ihn reden darf sondern dass ich nicht immer sagen darf, was ich denke, weil das frech ist. Meine Eltern schrenken mich allgemein ein

Kommentar von camille1994 ,

Auch wenn es eine Zeit lang her ist , prägt sich so ein Erlebnis natürlich ein da hast du Recht. So ist es natürlich auch schwerer mit seinen Selbstzweifeln umzugehen wenn man schon so geprägt ist. Ich verstehe was du meinst. Du wirst sehr doll eingeschränkt und kannst auch nicht richtig mit deinen Eltern reden. Das ist sehr schade, da Eltern immer für Ihr Kind offen sein müssten. Deswegen möchte ich dir helfen. Wenn du irgendwann den Drang verspürst mit jemandem reden zu müssen und etwas loslassen zu müssen kannst du mich immer anschreiben😊

Kommentar von mara1100 ,

Vielen Dank! Hab jetzt ein paar Freunde gefragt, was sie an mir mögen... Ich mag es nach wie vor nicht, wenn sie mich so genau kennen aber ich tu das wegen ihm.Danke für alles!

Kommentar von camille1994 ,

Denke bitte immer daran das du nicht allein bist. Ich bin immer da und du kannst mit mir auch über andere Dinge reden die dich runterziehen. Es ist nur wichtig das du weißt du bist nicht allein☺️

Antwort
von OGkRunDMC, 52

Krass ich bin sprachlos .
Ich kann dir jetz zwar nicht helfen aber ich muss sagen als ich das durchgelesen habe musste ich an meine ex denken . Genau das gleiche eins zu eins . Bloß die Sicht von ihrer Seite .

Tut mir leid das ich dir da nicht helfen kann aber ich hab Gänsehaut bekommen als ich das gelesen habe und es kamm wieder alles hoch . Genau so war es bei uns ...

Kommentar von mara1100 ,

Seid ihr deswegen nicht mehr zusammen? bzw kannst du mir erzählen, was passiert ist?

Kommentar von OGkRunDMC ,

Naja es war so das sie auf mich aufmerksam geworden ist durch Freunden .
Dan hab ich mich in sie verliebt und sie natürlich in mich.
Nur sie war ein Mensch die sich nicht binden wollte , oder nicht konnte , den richtigen Grund bzw wieso sie das nicht kann weis ich bis heute nicht .

Nun hab ich halt drum gekämpft sie zu haben weil sie einfach perfekt war auch mit dieser Einstellung .
Sie hat es gemocht geliebt zu werden aber konnte selber ihre Gefühle nicht zeigen .
Nun und irgendwann war dan halt wieder Schluss und seit dem ist es nicht mal mehr so wie wir uns kennen gelernt haben .
Als wir noch nicht zusammen waren und wir noch so offen und gern mit einander unterwegs waren .

Klar sind wir heute noch Freunde da wir uns noch beide gern haben und wir können auch normal mit einander reden und treffen .

Aber man sieht immer diesen einen Blick voneinander und da wird auch immer dieses komische mulmige Gefühl da sein was einen an die schöne Zeit erinnert ...

Ich würde dir raten es zu probieren weil du weist ja nicht was du alles verpassen könntest wenn du es riskierst !! Aber dir muss auch bewusst sein was du alles verlieren kannst . Und ich wiederhole "kannst " , nicht musst !! ;)

Kommentar von mara1100 ,

Danke, dass du es mir erzählt hast! Ich kann meine Gefühle sehr gut zeigen, wenn ich sie deuten kann. Und ich mag es nicht so sehr, geliebt zu werden, wenn ich das Gefühl für diese Person nicht aufbringen kann. Das mit dem Probieren ist halt so die Sache, dass mir Gefühle anderer Menschen meist wichtiger sind als meine eigenen. Wenn ich ihn verliere und es ihn nicht verletzt ist mir das lieber, als ihn zu verletzen, egal ob es mich kaputt macht oder nicht

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