Frage von Juschu21, 56

Selbst kündigen während der Probezeit und bei Bezug von Krankengeld?

Ich habe da ein konkretes Anliegen.

Ich bin nun im zweiten Monat meiner neuen Beschäftigung (Verdienst größer 50.000,-) , gesetzlich krankenversichert und befinde mich noch in der 6-monatigen Probezeit. Ich werde sehr wahrscheinlich min. 20 Wochen im Status "AU" sein.

Ich hatte einen schlimmen Unfall und werde definitiv im meinen Job beeinträchtigt sein, dazu kommen noch div. Strapazen Jobtechnisch dazu (= kein Eight to five Job)

A) Erhalte ich weiterhin Krankengeld wenn der Arbeitgeber mich kündigt? B) Erhalte ich weiterhin Krankengeld wenn ich das Arbeitsverhältnis selbst kündige?

Ich werde mir mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Job suchen und möchte allerdings dem Arbeitgeber sehr ehrlich und korrekt ggü. treten. Mit was müsste ich bei Variante B rechnen?

LG

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Juschu21,

Schau mal bitte hier:
Krankheit arbeitslos

Antwort
von autmsen, 19

Wenn Dich Dein AG kündigt solltest Du so schnell als möglich auch als AU Deine Lebensveränderung bei der ARGE melden. Damit Du zügig dort weiter versichert bist. 

Wenn Du selbst kündigst, kannst Du mit einigem Recht mit einer Sperre durch die ARGE rechnen. Dann musst Du wohl die Sozialversicherungsbeiträge selbst zahlen. 

Möchte Dir sehr dringend davon abraten. Gerade wegen der Prognose. 

Leite allerdings so früh als möglich das erste Beratungsgespräch mit der Rentenversicherung ein. Schaue online, wo Dein nächster Ansprechpartner ist. Wenn nicht anders möglich, nehme digital Kontakt auf und bitte um Beratung. 

Es ist mit einiger Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass sich an Deine Genesung zunächst eine Reha anschließt. Sehr gerne drückt sich die ARGE vor den Kosten und schiebt sie auf die RV ab. Mit der RV lässt sich dann auch gleich wegen Umschulung und so fort verhandeln. Dieser zweite Schritt kann bereits bei der Reha - unter denkbaren Umständen - berücksichtigt werden. 

Du kannst den AG ehrlich informieren. Allerdings solltest Du ihn auf gar keinen Fall auffordern, Dich zu kündigen. Kommt es raus wird die Sperre länger. 

Wäre auf jeden Fall dann noch die Frage zu klären, ob es sich um einen BG handelt. BG = Berufsgenossenschaft. Diese ist auch für Unfälle auf dem Arbeitsweg zuständig. 

Im Bedarfsfall Mitglied in einem Sozialverband werden. Es gibt mehrere. Frage gerne vorher digital an, ob sie einen Fall wie Deinen beratend und juristisch begleiten können und wollen. 

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