Frage von RicVirchow, 54

Sekundäre Pflanzenstoffe gegen Pestizide?

Hey,

wie wir ja alle wissen ist es oft schwer alle Arten von Früchte und Gemüsearten aus Bio-Anbau zu finden und außerdem kann es sich nicht jeder leisten. Da bleibt für viele nichts anderes übrig, als sich konventionell zu ernähren.

Wie wir aber auch alle wissen werden seit der Industrialisierung vor allem in der westlichen Welt oder zur Versorgung der westlichen Welt z.B. aus Südamerika sehr viele verschiedene chemische Pflanzenschutzmittel (Pestizide) benutzt. In Europa zwar nicht so extrem, wie in den USA, weil es viele gesetzliche Verordnungen dagegen gibt, aber trotzdem sind fast alle davon im Verdacht für Organismen gesundheitsschädlich zu wirken oder sogar kanzerogen.

Außerdem ist bekannt, dass diese Chemikalien bei fast allen Produkten angewendet werden, wenn auch nicht in der gleichen Menge (Äpfel werden stärker behandelt, als bspw. Melonen oder Tomaten)

Und da wir diese nahezu täglich aufnehmen, nehmen wir ja auch die Pestizide täglich auf, wobei auch Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Pestiziden aus verschiedenen Lebensmitteln vorkommen können.

Allerdings weiß man durch Studien über fast alle Frucht und Gemüsearten, dass sie Stoffe enthalten (damit sind besonders die sekundären Pflanzenstoffe gemeint), die die Immunabwehr mobilisieren, die Zellmembranen stärken oder bestimmte Botenstoffe von Krebszellen oder ihre Enzyme hemmen und auch die Leber dabei helfen den Körper schneller zu entgiften.

Kann es dadurch auch sein, dass wir durch den regelmäßigen Verzehr dieser sekundären Pflanzenstoffe, z.B. aus grünen Tee, Kurkuma, Brokkoli, Äpfeln, Granatapfel, Tomaten etc. die gesundheitsschädigende Wirkung der Pestizidrückstände ausgleichen können?

Ich habe auch in einem Buch von einem Onkologen gelesen: "Es ist besser Früchte und Gemüse mit Pestizidrückständen zu essen, als gar keine Früchte und Gemüse."

Was meint ihr?

Danke

Expertenantwort
von Agronom, Community-Experte für Biologie, 26

Erstmal scheint dir nicht klar zu sein, dass auch im Bio-Anbau Pflanzenschutzmuttel eingesetzt werden, dabei geht man nach dem Leitsatz "natürlich = gut" verwendet also solche Wirkstoffe, welche aus der Natur stammen. Beispiele dafür sind das Bt-Toxin oder Pyrethrine die insektizide Wirkung haben. Das gilt soweit für organisch chemische Mittel, bei anorgansichen Mitteln gibt es dort auch viele Zulassungen, dabei handelt es sich meist um Kupfer oder Schwefelpräparate, die eine fungizide Wirkung haben. Hier kannst du dir dazu alle zugelassenen Wirkstoffe anschauen: www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/psm_oekoliste-DE.pd...

Auch stellt man immer wieder fest, dass die Unterschiede in den Rückständen von Pflanzenschutzmitteln (zwischen ökologischem und konventionellem Anbau) im Regelfall eher gering sind, sodass man vom gesundheitlichen Aspekt her nicht eindeutig und uneingeschränkt für ökologisch produzierte Lebensmittel argumentieren kann. https://med.stanford.edu/news/all-news/2012/09/little-evidence-of-health-benefit...

Positive Effekte durch sekundäre Pflanzenstoffe sind ohne Frage gegeben, aber ich schätz negative Effekte durch Pflanzenschutzmittelrückstände als niedrig ein, sodass es da keinen besonderen "Gegeneffekt" braucht bzw. sich ein solcher nicht wirklich bemerkbar machen würde.

Antwort
von Grobbeldopp, 23

Ja das sind alles so Ideen, auf die man kommen kann wenn man versucht sich über gesunde Ernährung und Pestizide zu informieren.

Pestizide stellen kein Problem dar in der Ernährung, wenn man konventionell angebaute Lebensmittel isst. Nicht nur werden auch im Bioanbau Pestizide verwendet, vor allem sind die Rückstände davon auf den Lebensmitteln verschwindend gering. Es ist daher egal, ob sie prinzipiell gesundheitsschädlich sind. Das können auch viele viele komplett natürliche Stoffe. Die Dosis macht das Gift.

Du schreibst "Allerdings weiß man durch Studien....sekundäre Pflanzenstoffen tun dies und jenes"

Die meisten dieser Studien sind In vitro und wenige an Tieren, andere Datenfischerei, und ergebnislose Studien werden kaum veröffentlicht. Da kommen dann so Sachen raus wie Brokkoli schützt vor Krebs, in Wirklichkeit ist man sehr weit davon entfernt das nachgewiesen zu haben. Leider griffen und greifen manche Medien solche Forschung gerne auf.

Wenn jemand generalisierend von Wirkungen sekundärer Pflanzenstoffe spricht ist es meistens fragwürdig. Das sind ja abertausende von Stoffen.

Genauso: Die Immunabwehr mobilisieren, da geht ein rotes Warnlämpchen an wenn ich das höre. Das Immunsystem des Menschen ist kompliziert, man kann es nicht "aktivieren" oder "mobilisieren" im Sinne von positiver Wirkung. Allergien sind z.B. auf ein schön aktives Immunsystem zurückzuführen. Immunmodulierende Stoffe sind zweischneidige Schwerter, és ist nicht unbedingt etwas was man über sein Essen hören möchte.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Deutschland befindet sich immer noch im Kriegszustand mit den Alliierten? Ach so, aus der Ecke kommt das. Kein Bedarf.

Antwort
von gschyd, 4

Das eine Wort Deiner ersten Aussage

wie wir ja alle wissen ist es oft schwer alle Arten von Früchte und Gemüsearten aus Bio-Anbau zu finden ...

irritierte mich sehr ... denn für mich heisst Bio-Anbau eben auch (wieder) stärker im Einklang mit der Natur also vor allem saisonal & regional (und ab und zu Exotisches :)

Das führt zudem sozusagen von selbst zu einer abwechslungsreichen Ernährung - http://www.saison.ch/de/migros-welten/green-gourmet/saisontabelle/

Zudem kaufe ich sehr oft auf dem Wochenmarkt direkt vom Gemüse- resp. Obstbauer (teils biologisch, teils mit sehr moderatem Pestizideinsatz), schaue zudem auch bei Eier, Milch&Milchprodukte, Fleisch & Fisch auf Bio - wobei ich Fleisch&Fisch in moderaten Mengen konsumiere - tue mir wie auch der Umwelt Gutes - und das ist auch mit sehr kleinem Budget möglich (wenn man bewusst einkauft).

Antwort
von Hooks, 37

Genau den Satz des Onkologen hätte ich Dir jetzt geschrieben ;-)

Ein gesunder Körper wird auch mit Gift fertig.

Man muß halt wissen, was man will. Kurkuma enthält männliche Hormone, die will ich nicht. Knoblauch und Ingwer genauso.

Paranüsse schwemmen durch ihr Selen Schwermetalle aus, Kokosöl auch, aber zuviel davon macht Selenvergiftung (Kopfweh und Bett-Gefühl, wie ein leichter Infekt).

Rohes ist immer gut, ballaststoffreiches aus. Nierenanregend wirkt z.B. Goldrute, die blüht jetzt überall, dadurch wird auch so allerlei ausgeschieden.

Kommentar von Hooks ,

Verzichte auf erhitzte

Milchprodukte (denaturiertes Eiweiß) wie auch auf Homogenisierung, dann
tust Du schon eine Menge für Deinen Körper.

Natriumglutamat oder
Aspartam sind auch shwere Gifte, lies halt die Zutatenliste und kaufe
genrell lieber Dinge mit kurzer Liste. Hilft auch nicht immer, ich hörte
"die Tendenz geht hin zum schlanken Label" - also erfindet man EnzYme,
die nicht angegeben werden müssen, um z.B. die Backeigenschaften z u
verändern beim Getreide. Brot und Brötchen sollte man selber backen, am besten direkt uas Körnern, die man selbst mahlt oder im Bioladen mahlen läßt. Müsli auch selbermachen, smoothies auch.



Kommentar von Grobbeldopp ,

Hooks hör auf Blödsinn zu labern. Natriumglutamat ist ebenso wenig ein schweres Gift wie Aspartam.

Kommentar von Hooks ,

Informiere Dich selbst, bevor Du andere beleidigst.

http://www.gesundheitspapst.com/suesstoff-aspartam-unser-taeglich-nervengift-geb...

Wieso aber ist Aspartam generell gefährlich?

Aspartam ist sehr instabil und zerfällt bei Temperaturen ab 29 Grad
Celsius (Körpertemeratur liegt bei 37 Grad Celsius!) in u.a. zwei
gefährliche Stoffgruppen. Asparginsäure und Methylalkohol. Asparginsäure
ist ein Nervengift, welches leicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden
und dort Schäden wie Alzheimer, Parkinson, Multipler Sklerose und
chronische Nervenleiden hervorrufen kann. Methylalkol ist nicht minder
gefährlich. Es wird im Körper in das noch gefährlichere Nervengift
Formaldehyd abgebaut und Formaldehyd wird vom Körper bekanntlich nicht
verstoffwechselt. Es reichert sich an und hinterlässt im Menschen über
die Jahre, Spuren der Verwüstung.

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-aspartam-suessstoff.html

Aspartam, der Süssstoff mit vielen Nebenwirkungen, ist nicht halb so
unbedenklich, wie die Studien der Hersteller behaupten. Bei seiner
Verstoffwechselung entstehen gefährliche Nervengifte. Gedächtnisverlust,
Depressionen, Blindheit und Verlust des Hörvermögens sind nur einige
ihrer Wirkungen auf den menschlichen Organismus.

https://www.sein.de/die-unterschaetzten-gefahren-von-aspartam/

Ursprünglich wurde Aspartam bis in die
siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts im Waffenarsenal der CIA als
potentieller und daher sicherlich auch recht potenter biochemischer
Kampfstoff (kein Witz!) eingelagert. Dann erkannten die Chemiker von G.
D. Searle and Company das lukrative Potential des Giftes (was ist ein
Kampfstoff sonst?) und machten 1965, man glaubt es kaum, tatsächlich
einen Süßstoff daraus – nachdem es vorher als Mittel gegen
Magengeschwüre taxiert worden war. Dass es tatsächlich im Körper
verheerende Auswirkungen (wie ein Kampfstoff eben) auslöst, werden wir
später noch sehen. G. D. Searle and Company wurde 1985 von Monsanto
übernommen, jenem US-Chemiegiganten, der aus den negativen Schlagzeilen
nicht mehr herauskommt.

Die Zulassung von Aspartam unter dem Produktnamen NutraSweet durch
die FDA (Food&Drug-Administration, die Arzneimittelzulassungsbehörde
der Vereinigten Staaten) ist eine obskure und abenteuerliche Geschichte
von toten Laborratten, die plötzlich wieder lebten, bis hin zu
gefälschten Dokumenten. Wie der renommierte Neurochirurg und
außerordentliche Professor am Ärztezentrum der Universität von
Mississippi, Dr. Russel L. Blaylock, in seinem Buch „Excitotoxins, The
taste that kills“ eindrücklich darlegt, waren hier offensichtlich
Vorteilsnahme, Korruption und aggressiv gefälschte Labortests im Spiel.

Mike Wallace vom US-Fernsehsender CBS News bemerkte dazu, dass kaum
jemand wisse, dass die Zulassung von Nutra- Sweet tatsächlich eins der
Verfahren mit den meisten Einsprüchen in der Geschichte der FDA gewesen
ist. Die Verbraucher hätten der FDA seinerzeit mehr als 7000
Gegenreaktionen mitgeteilt. Trotzdem kam einfach ein Bevollmächtigter
der FDA und entschied selbstherrlich, dass Nutra-Sweet ohne Rücksicht
auf die Beweislage zugelassen würde. Dieser Mann war Arthur Hull Hays,
ein durch Präsident Reagan Ernannter, der wenige Monate, nachdem er
Nutra-Sweet zugelassen hatte, aus der FDA ausschied und eine lukrative
Beraterposition bei Monsanto (!) annahm.

Kommentar von Hooks ,

Gefährliche Nebenwirkungen

Werbung und Verkäufer propagieren immer nur
eine Wirkung von Aspartam, nämlich die Süßung. Daneben gibt es aber sage
und schreibe fast hundert dokumentierte Nebenwirkungen. Zum Beispiel
haben spektakuläre Studien von Dr. Morando Soffritti und seinem Team am
Ramazzini-Institut für Krebsforschung in Bologna nachgewiesen, dass
Aspartam stark gesundheitsgefährdend wirken und zu Lymphomen, Leukämien,
Nierenkrebs und weiteren Tumoren führen kann. Ein Trend zu einer
erhöhten Tumorrate war demnach bereits bei Dosierungen vorhanden, die
unterhalb der Grenzwerte für den Verzehr beim Menschen liegen.

Aspartam ist keineswegs das harmlose Produkt, als das es von Monsanto vermarktet wird.

Kommentar von Hooks ,

Golfkriegs-Syndrom von Aspartam verursacht?

1991 kamen viele US-Soldaten mit ähnlichen
Symptomen aus dem Irak nach Hause: Gelenk- und Muskelschmerzen,
ungewöhnliche Müdigkeit und Erschöpfungszustände, Gedächtnisprobleme,
Depressionen, Störungen der kognitiven und emotionalen Funktionen,
Schwindel, Lähmungen, Sehstörungen. Man fasste dieses Phänomen unter dem
Begriff des Golfkriegs-Syndroms zusammen. In erster Linie wird
abgereichertes Uran hierfür verantwortlich gemacht, das in der
eingesetzten Munition enthalten war. Es gibt aber auch Hypothesen, dass
Cola-Light die Symptome verschuldet hat. Die Soldaten tranken nämlich
riesige Mengen dieses Getränkes, das in Dosen abgepackt war, die
überhitzt gelagert wurden. Durch die Wärme muss Aspartam schon in der
Verpackung in seine Bestandteile zerfallen sein. Aus Methanol wurden
Ameisensäure und Formalin als Hauptbestandteil. Letzteres ist ein hoch
potentes, weil tödliches Nervengift, da es vom Körper nicht abgebaut
werden kann.

Kommentar von Hooks ,

https://gedankenfrei.wordpress.com/2008/08/27/aspartam/

Aspartam
ist eine der gefährlichsten Substanzen, die jemals als Nahrungsmittel
auf die Menschheit losgelassen worden ist.
Würden Sie freiwillig ein
Glas Methanol oder Formalin trinken? Wahrscheinlich nicht, weil es zum
sofortigen Tod führen würde!

Trinken Sie stattdessen lieber eine Cola-Light? Oder kauen Sie ein Kaugummi ohne Zucker? Geben Sie ihren Kindern wegen der

Kariesgefahr lieber eine Cola-Light statt einer normalen Cola?

Im allgemeinen verursachen Nahrungsmittelzusätze keine Hirnschäden,
Kopfschmerzen, der Multiplen Sklerose (MS) ähnliche Symptome, Epilepsie,
Parkinsonsche Krankheit, Alzheimer, Stimmungswechsel, Hautwucherungen,
Blindheit, Hirntumore, Umnachtung und Depressionen oder beschädigen das
Kurzzeitgedächtnis oder die Intelligenz.

Aspartam verursacht das und noch ca. 90 weitere, durch Langzeituntersuchungen bestätigte Symptome. Sie glauben es nicht?

Lesen sie weiter!

Nebenwirkungen von Aspartam

Veröffentlicht von der Federal Drug and Food Administration (F.D.A), der
amerikanischen Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente:


Kommentar von Grobbeldopp ,

Was erwartest du denn jetzt von mir? Auf welche von den paar hundert Fehlern in den reinkopierten Pamphleten (sind die auch von rechtsradikalen Seiten?) soll ich eingehen?

Ich fang mal vorne an: Gelingt es deiner Quelle EINEN richtigen Satz vorzubringen? Nein.

"Aspartam ist sehr instabil und zerfällt bei Temperaturen ab 29 Grad in unter anderem zwei gefährliche Stoffgruppen. Asparginsäure und Methylalkohol."

Totaler Mumpitz.

1. Die Stabilität in flüssigem Medium hängt vom pH ab, keine Ahnung was die 29 Grad sollen.

2. Es heißt Asparaginsäure

3. Asparaginsäure und Methanol sind keine Stoffgruppen

4. Asparaginsäure ist ein häufiger Bestandteil des menschlichen Körpers. Eine Aminosäure, die in körpereigenem Eiweiß vorkommt. Kein Stoff ist Gift unabhängig von der Dosis.

5. Methanol aus Aspartam ist nicht hoch genug konzentriert um Schaden anzurichten.

DAS SIND FÜNF FEHLER IM ERSTEN SATZ!

Lies: http://edoc.sub.uni-hamburg.de/haw//volltexte/2007/134/pdf/ern_y_500a.pdf

Kommentar von Agronom ,

Hooks, du solltest dich mal weniger auf diesen pseudowissenschaftlichen Verschwörungsmist, den du hier als Quellen angibst, stützen. Was meinst du warum die meisten dieser Seiten einen Shop haben? Ja, die wollen letztlich nur mit ihrem Müll leichtgläubige Naivlinge abzocken.

Lieber mal ein Lehrbuch in die Hand nehmen und die Grundlagen lernen, damit man sich dann mal der echten Wissenschaft nähern kann und entsprechende Studien auch richtig verstehen kann.

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