Frage von JackDrummer, 61

SEK-Vorrausetzungen?

Hallo, Leute, mein "Großer Traum" ist das SEK/GSG9, also die Spezialeinheit der deutschen Ordnungshüter. Erst einmal, ich bin kein Kiddie, mir ist bewusst, dass man schlecht bezahlt wird, diesem Beruf sein Leben opfern muss und das ganze enorme Willenskraft, körperliche Fitness und absolute Professionalität erfordert. Dennoch habe ich einen unerschütterlichen Grund und bin dazu bereit. Nun wüsste ich gerne, was genau die Vorraussetzungen im Detail sind bzw. was man alles können muss. Mir ist bewusst, dass dies auf der offiziellen Seite ausgeführt ist, dennoch hoffe ich auf weitere Details. Danke im Voraus.

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 8

diesem Beruf sein Leben opfern muss

Im Sinne von "den Beruf als Berufung ansehen" hast du Recht. Im Sinne von "im Beruf sterben" hast du Unrecht. Der Beruf des einfachen Polizeibeamten ist ungleich gefährlicher (auch lebensbedrohender) als der des Spezialisten im SEK oder der GSG9.

Zu all den Sondereinheiten kommt man, wie zu jeder Spezialisierung innerhalb der Polizei, indem man als einfacher Polizist anfängt, sich dann bewirbt und, je nach Eignung, Leistung und Befähigung, vielleicht genommen wird.

Abgesehen davon, wie lange willst du beim SEK bleiben? Bis zur Pension
geht nicht. Irgendwann ist zwangsläufig Schluss und du musst gucken,
wo du die nächsten 25 Jahre unterkommst. Die Tätigkeit beim SEK oder der GSG 9 ist nur ein  kleiner Abschnitt innerhalb eines Polizistenlebens.

Kommentar von JackDrummer ,

Danach hatte ich vor, mit meiner Erfahrung in den privaten Sektor zu gehen

Antwort
von Nomex64, 11

wüsste ich gerne, was genau die Vorraussetzungen im Detail sind

Das ist schon mal die falsche Einstellung. Wenn du nur irgendwelche Voraussetzungen erfüllen willst ist das die falsche Einstellung.

Voraussetzung ist, ohne Wenn und Aber, an die körperliche Leistungsfähigkeit und weit darüber hinaus zu gehen.

Dazu kommt noch das du physisch entsprechende Vorraussetzungen mitbringst. Wer in solch eine Einheit will um sich selbst zu beweisen hat relativ geringe Chancen.

Erstes Ziel sollte sein ein guter Polizist zu werden, alles andere ist Beiwerk.

Kommentar von Sirius66 ,

Richtig. Und - ich weiß, ich bin da SEHR pingelig ...

Einer der allerersten Maßnahmen auf diesem Weg zum großen Ziel wäre die kleine Nebensächlichkeit, Voraussetzungen nur mit einem r und zwei s zu schreiben. Vor ALLEM kommt ein Deutschtest!

Und wenn man erstmal die ersten Schritte gemacht hat: Richtig bewerben, EAV bestehen und Polizist WERDEN/SEIN - hat man auch ein Auge für die Erfordernisse einer speziellen Verwendung.

Gruß S.

Antwort
von FlorianBln96, 36

http://sek-einsatz.de/bewerbung-ausbildung/auswahlverfahren-sek/2143

Auf dieser Seite wird alles erklärt, was du wissen musst.

Viel Glück

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 11

diesem Beruf sein Leben opfern muss und das ganze enorme Willenskraft, körperliche Fitness und absolute Professionalität erfordert

Damit sollen wir dich ernst nehmen? Sein Leben opfern ... Naja. Du willst Held sein? Sehr ernsthaft.

Der Rest passt auf JEDEN Beruf. Auch eine Krankenschwester, eine Floristin, ein Straßenreiniger kann diese Motivation haben. Wieder so ein Helden-Pathos.

Du musst Polizist werden. Dazu musst du durch ein EAV.  Diese ersten Voraussetzungen sind ganz leicht zu googeln.

Ein Schritt nach dem anderen. Nur wer den 10. nicht vor dem 1. macht, ist in meinen Augen KEIN KIDDIE.

Gruß S.

Kommentar von JackDrummer ,

Das mit dem leben opfern ist wie "Jederzeit verfügbar sein" und nicht wie "ich opfere mein leben für eine höhere Sache" gemeint

Kommentar von Sirius66 ,

Dann sag Zeit und nicht Leben - ein Psychologe in der Einstellungskommission hört auch genau hin.

Antwort
von Seeehrguterrat, 31

Schlecht bezahlt? Hätte ich gar nicht gedacht , wie viel verdient man da ?

Kommentar von JackDrummer ,

Nicht mehr als ein normaler Polzist (ca.) aber man hat mehr Risiko.

Kommentar von Drizzt1977 ,

Warum alle zum SEK wollen, erschließt sich mir manchmal nicht. Ewig warten auf einen Einsatz, dann Mist bauen und trotzdem nur selten für grade stehen :P

Streifendienst hat da mehr Abwechslung, da hat man aber auch mit allen Idioten quer durch die Bevölkerung zu tun und nicht nur den offensichtlich schwerer Bewaffneten Bekloppten ^^ Muss aber jeder selber wissen.

Ab 40 muss man aber auch als SEKler überlegen, was man später machen will. Da ist selten ein ruhiges Altenteil in Sicht und man muss wieder "normale" Polizeiarbeit machen, von der man dann aber kaum wirklich Ahnung hat.

Kommentar von Sirius66 ,

Heldenverehrung ... völlig falsche Vorstellungen und falsche Motivation.

Sein Leben opfern ... mit diesen Worten wäre er bei der Einstellungskommission gleich raus.

Gruß S.

Kommentar von keineahnungaf ,

150€ mehr (Gefahrenzulage)als ein Polizist, und die verdienen echt nicht viel

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