Frage von Hamelin, 93

Seit wann wird die AfD von der Öffentlichkeit als "Nazipartei" bezeichnet?

Die Frage ist nicht polemisch gemeint! Als ich vor ein paar Jahren mit Kumpels über die Partei gesprochen habe sagten alle immer so etwas wie "Joa, die sind rechts von der CDU aber keine Nazis, die Ansätze sind ganz interessant." Wenn ich heute mit jemandem über die Partei rede heißt es nur noch: "Diese dumme Nazipartei." Wann und warum kam es zu diesem Stimmungswandel?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von StevenArmstrong, 11

Hallo,

1. "Wann?"

das dürfte gewesen sein, nachdem Bernd Lucke, ein konservativer wirtschaftliberaler und Gründer der AfD, diese verlassen hatte, da die nationalkonservativen Gruppen ind er Partei die Führung übernahmen.

(Vermute ich zumindest)

2. "Warum?"

http://kattascha.de/?p=1923

https://blog.campact.de/2016/03/steuern-bildung-hartz-iv-was-die-afd-wirklich-wi...

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-03/afd-partei-programm-entwurf

MfG

Steven Armstrong

Antwort
von ninamann1, 24

Wenn Du liest was die so von sich geben ,ist es klar erkenntlich.

Am 30.01.16 gab AfD-Chefin Frauke Petry dem Mannheimer Morgen ein Interview: Was passiert, wenn ein 
Flüchtling über den Zaun klettert? 

Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschenBoden betritt. (...) 

Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?

Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.“ 

Ihre Stellvertreterin Beatrix von Storch antwortete am gleichen Tag auf facebook mit einem schlichten „Ja“ auf die 

Frage: „Wollt Ihr etwa Frauen mit Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verhindern?“

Björn Höcke (Partei-und Fraktionsvorsitzender AfD Thüringen): 

„Ich gehe nicht davon aus, dass man jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen kann.“ (Thüringer Allgemeine, 06.05.2014) 

„Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.“ (FAZ, 16.10.15) 

Armin Paul Hampel (AfD-Chef Niedersachsen):

Ich will das auf keinen Fall herunter spielen, aber es ist doch 
klar, dass ein Gutteil dieser angeblichen Brandanschläge von den Flüchtlingen selbst kommt, meist aus Unkenntnis 
der Technik. Mal ehrlich, viele von ihnen dürften es gewohnt sein, in ihren Heimatländern daheim Feuer zu machen.“ (Der Spiegel 51/2015, S. 25)

André Poggenburg (AfD-Landeschef und Spitzenkandidat Sachsen-Anhalt): „Wie krank im Geschlecht und im Geiste, wie unnatürlich verkommen ist diese rot-grüne Gefolgschaft? Deutschland schafft sich gerade selbst ab" (FAZ, 16.10.15) 

Uwe Junge (AfD- Landesvorsitzender und Spitzenkandidat RLP, früher – ohne es anzugeben - ein Jahr lang Mitglied in der radikal islamfeindlichen Partei „Die Freiheit“):„Ungesteuerte Massenzuwanderung ist ein Verbrechen an unseren Kindern.“ „Willkommenskultur“ vermutete er, könne „Unwort des Jahres“ werden. (AZ, 06.01.16) 

Dubravko Mandic, Vorsitzender des baden-württembergischen AfD-Schiedsgerichts,bezeichnete US-Präsident Obama wiederholt als „Quotenneger“. 

Frauke Petry nennt den Mindestlohn: „Jobkiller-Gesetz“ (Pressemitteilung 28.04.2015).

Jörg Meuthen (AfD-Co-Chef) - aus dem Wahlprogramm seiner AfD in Baden-Württemberg, wo er Spitzenkandidat ist: „Die Politik hat den Klimawandel zu einer menschengemachten Klimakatastrophe hochstilisiert. In Deutschland geschürte Ängste vor Treibhausgasen und vor der Kernenergie führten und führen zur einseitigen Bevorzugung der sogenannten Erneuerbaren Energien.“ (...) „Klima als mindestens 30-jähriges Mittel vom Wetter ändert sich naturgesetzlich immer, war noch nie konstant und kann daher ebenso wenig wie das Wetter geschützt werden.“  

Da ist dann noch mehr zu lesen

http://www.brigitte-zypries.de/dl/2016_02_16_zitatsammlung_afd.pdf

Kommentar von Philippus1990 ,

Und das ist nationalsozialistisches Gedankengut? Also für mich nicht. Nicht einmal rechtsextrem.

Kommentar von ninamann1 ,

Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.

Wie nennst Du das dann ?

Kommentar von Velodogs ,

Wird dieses geradezu krampfartige herbeifabulieren irgendwelcher Nazivergleiche nicht langsam langweilig...?

Kommentar von Sagittarius1989 ,

was hat das mit Nazis zu tun?? Nina du solltest dich mal Bilden und nichts einbilden

Kommentar von ninamann1 ,

Die Nationalsozialisten adaptierten auch den Begriff „Tausendjähriges Reich“, um nach der wechselvollen deutschen Geschichte eine Zeit der Kontinuität unter ihrer Herrschaft zu propagieren. So verkündete Adolf Hitler am 1. September 1933 offiziell, dass der von ihm geführte Staat ein „Drittes Reich“ sei, das „tausend Jahre“ dauern werde.[23] Der Begriff „Tausendjähriges Reich“ sowie der Begriff „Drittes Reich“, wie ihn die Nationalsozialisten verwendeten, griffen die „Symbole apokalyptischer Geschichtsspekulation für die Endphase der Geschichte auf“.[30] Vondung bemerkte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Drittes_Reich

Dann bilde Du Dich bitte mal

Kommentar von Vortragshalter ,

Einbilden?

Wenn Du Dir einmal das Wahlprogramm von der AfD durchliest, merkst Du das dieses Wahlprogramm keine wirkliche Zukunft hat.
Man kann kurz und knapp sagen: Die AfD zu wählen lohnt sich nur wirklich, wenn man reich ist.

Lies Dir einmal das Wahlprogramm der AfD durch und realisiere endlich das diese Partei keine wirkliche Alternative ist.

Antwort
von MAB82, 38

Wann und warum kam es zu diesem Stimmungswandel?

Ungefähr seitdem Bernd Lucke ging und Frauke Petry die Führung übernahm. Dadurch änderten sich Grundsätze und Schwerpunkte der Partei und sie wurde meiner Meinung nach"extremer".

Kommentar von Hamelin ,

Ah, ok dann hat es tatsächlich mit Änderungen innerhalb der Partei zu tun und nicht nur mit der öffentlichen Wahrnehmung.

Kommentar von MAB82 ,

Wer pro Europa eingestellt ist, war sicher auch zu Zeiten Bernd Luckes kein Sympatisant der Partei, aber richtig öffentlich negativ wurde es erst nach seinem Rausschmiss.

Kommentar von Philippus1990 ,

"Pro Europa"? Du meinst wohl "Pro EU". Europa ist ein uralter Kontinent, die EU ein ziemlich neues politisches Gebilde.

Antwort
von eccojohn, 13

Nicht die Öffentlichkeit bezeichnet die AfD so - das sind nur ganz spezielle Leute, die vorsätzlich so  handeln - eben ein typisches Totschlags-Argument einsetzen.

Ich kann mich daran erinnern, das mal jemand einen guten Spruch brachte: "Der Feind sitzt nicht RECHTS - der Feind sitzt nicht LINKS - nein, der Feind sitzt  MITTEN  UNTER  UNS !"

Ich denke mal, das durfte wohl auch hier den waren Kern am besten treffen.  Sicher, die AfD ist irgendwie schon zurecht umstritten, zeigt noch keine klare Linien, aber ansonsten ..... - Verbrecher, Nazis, Halunken und und und....wenn man das böswillige Gelaber mal wegnimmt, eine politische Partei die durchaus einen ernstzunehmenden Zuspruch findet, der wahrlich nicht nur mit PROTEST allein zu erklären ist, und die sicherlich nicht so viel und so gravierende Fehler gemacht hat wie andere, und wie die, die mit "Dreck" nach ihr werfen. 

Wenn ich mich so an die Anfänge der  "Grünen"  im selbstgestrickten Norweger-Pulli und mit Fahrrad auftretend erinnere.... - oh je, denen hat seinerzeit auch keiner zugetraut, das sie mal im Bundestag Politik machen und wirklich ernst genommen würden.

Allerdings:

Ich mag beide Parteien nicht wirklich - einen unehrlichen Umgang jedoch noch viel weniger. Dann doch lieber etwas Unerfahrenheit und vielleicht noch etwas "Dummheit" als die überheblichen und vorsätzlich verlogenen Wahlversprechen der sog. Volksparteien, die mit wesentlich mehr Überzeugung gebrochen werden, als sie je gegeben wurden - egal von wem ! 


Antwort
von vitus64, 32

Seit die sich von ihren rein Euro-kritischen Wurzeln entfernt haben und primär ausländerfeindliche und antiislamische Standpunkte vertreten.

Kommentar von Philippus1990 ,

Was für "ausländerfeindliche" Standpunkte vertritt die AfD denn?

Antwort
von atzef, 25

"Nazipartei" ist ja keine offizielle Bezeichnung, sondern allenfalls eine informelle.

Da musst du also die fragen, die dies tun oder zumindest in diese Richtung gehen.

Da könntest du mal eine e-mail mit der Frage an den AfD-Bundesvorstand richten. Der hat ja bekanntlich seinen saarländischen Landesverband wegen rechtsextremer Tendenzen aufgelöst, ihn also praktisch selber irgendwie als "Nazipartei" tituliet.

Antwort
von orange000, 28

das ist weil Afd die einzige Partei ist die gegen Masseneinwanderung ist, und somit das wic.htigste Thema seit Jahrzehnten ist. Es gibt ja keine richtige Partei die so richtig mitte ist, außer CSU aber die sind zu klein und zu eng an CDU. Eins muss man zu CDU sagen , die SPD hätte es bei der Masseneinwanderung nicht anders gemacht.

Antwort
von Wippich, 23

Nach den Wahlergebnissen kann diese ja so dumm nicht sein.

Ich glaube das viele sich noch nicht Trauen Ihre wahre Meinung zu sagen.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Nach den Wahlergebnissen kann diese ja so dumm nicht sein.

Weil Wähler ja niemals dumm wählen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl\_November\_1932

Und bevor das Geheule der AfDler wieder losgeht:

Nein, damit vergleiche ich die AfD nicht mit der NSDAP, sondern zeige auf, dass gute Wahlergebnisse wohl kaum ein Beweis für gute Konzepte fürs Land sind.

Kommentar von Wippich ,

Du lebst bestimmt im Schwarzwald.

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