Seit wann legen Menschen eigentlich so übersteigerten Wert auf Treue?

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6 Antworten

Beim Orgasmus und dem Sex werden die Hormone Oxycotin ("Bindungshormon") und Prolaktin (stärkt die Paarbeziehung) ausgeschüttet. Studien haben ergeben, dass diese Hormone sehr wichtig für die Monogamie sind. Auch in der Steinzeit wurde diese Hormone schon ausgeschüttet, allerdings in geringeren Mengen. Dadurch gab es damals auch schon eine gewisse Partnerschaft zwischen Mann und Frau allerdings mit beidseitigen Seitensprüngen

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Schon seit Jahrhunderten wird vor allem von den Frauen erwartet, dass sie absolut treu sind, denn die Männer fürchten ja stets, dass sie ihre Ressourcen ggf. darauf verwenden müssen ein Kuckuckskind groß zu ziehen. In manchen Kulturen kann man daher noch heute recht brachiale Methoden sehen, um der Frau den Spaß am Sex zu nehmen bzw. Kontakte zu potentiellen Liebhabern weitmöglichst einzuschränken (Beschneidung FGM, Verhüllung, Hausarrest, Zwang zu männlicher Begleitung außerhalb des Hauses...).

Untreue Männer wurden und werden da schon eher geduldet, da man diesen oft einen stärkeren Sexualtrieb zugesteht und dieser ggf. auch bei Mätressen und Prostituierten ausgelebt werden darf, da ein Mann ja auch nicht schwanger nach Hause zurück kommt. Hier ist lediglich die Gefahr, dass er sich neu verliebt, was dann den Fortbestand der Ehe gefährden würde. Daher ist für viele ein Bordellbesuch auch weniger "schlimm" als eine Affäre mit der Kollegin. Aus einer Zeit, wo Ehen oft arrangiert waren, ist überliefert, dass Bürgerfrauen teilweise froh waren, dass sie sich ihrem Ehemann nicht so oft hingeben mussten und dieser außerhalb ein "Ventil" hatte.

Eifersucht ist auch stets die Angst vor dem Vergleich (was ist, wenn mein Partner mit Anderen mehr Spass hat?!) Heute haben viele das romantische Bild ewiger Treue im Kopf während es in der Praxis meist auf serielle Monogamie hinausläuft: Man darf zwar beliebig viele Sexpartner haben - aber bitte immer schön nacheinander und dem jeweiligen Lebensabschnittsgefährten muss man dann auch jeweils absolut treu sein. Während oft behauptet wird "Sex ist nicht wichtig für eine Beziehung" wird dem langjährigen Partner dann oft die Freundschaft gekündigt, wenn dieser mal den "unwichtigen" Sex anderswo probiert hat... . Warum muss man eine gute Partnerschaft aufgeben, nur weil einer der Beiden mal Lust auf fremde Haut hat?

Eine gute Partnerschaft definiert sich nicht durch die Exklusivität gymnastischer Übungen. Daher habe ich mit meiner Frau, mit der ich sei über 30 Jahren zusammen bin, die Abmachung, dass wir uns auch in Swinger-, FKK- und Saunaclubs amüsieren, Affären "mit Herz" aber bleiben lassen. Diesem Grundsatz sind wir beide TREU - haben aber trotzdem Sex mit Anderen... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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In der ganzen Geschichte sind Frauen eher "weniger Wert" als Männer. Wenn Männer mehrere Partner haben war es schon immer 'halb so wild' und Frauen sind schnell 'schlampen' - bis heute. Frauen haben zwar heute mehr rechte als noch vor 100 jahren, aber wenns um sex geht wird es wohl erstmal noch so bleiben.

Treue ist gesellschaftlich angesehen. Vater Mutter Kind und fertig, bis ans Lebensende.
Realistisch betrachtet eine sehr romantische Vorstellung, die seltenst so funktioniert. Wie viele Männer haben eine ganz besondere 'Sekretärin'? Wie viele Frauen gehen gern mal zur 'Massage'? Der Wunsch nach Sex mit anderen ist so normal wie die Verdauung. Das Neue, das Fremde - Das reizt. Warum wohl finden so viele 'sex mit der ex' oder 'Versöhnungssex' so erregend? Es findet eine "künstliche Entfremdung" statt, während man sich streitet. Die Glückshormone die gut für die Partnerschaft sind werden weniger. Der Partner "fühlt sich fremd an" und das ist das, was dem menschen am Versöhnungssex so gefällt. Hormonell ist es als wäre es ein völlig neuer Partner.

Treue mag schön und gut sein, es ist auch wirklich schön, wenn das klappt. Allerdings raste ich persönlich nicht komplett aus, wenn mein Partner mich betrügen würde. Nur weil er sex mit ner anderen hatte, liebt er mich nicht weniger. Klar ist es blöd betrogen zu werden, das schlimmste daran ist der Vertrauensbruch. Hier wird treue vorausgesetzt. Möchte man die Beziehung anders gestalten muss man die "Spielregeln" vorher festlegen. So können auch offene Beziehungen funktionieren, in denen gegenseitige "Seitensprünge" erlaubt sind. :)

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Ich denke mal, spätestens sei die Männer herausgefunden haben, woher die Kinder kommen.

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In früheren Zeiten, in denen der gemeinsame Besitz wichtiger war als eine "Beziehung", waren Frauen zuweilen stolz darauf, wenn ihr Mann mit vielen anderen Frauen Sex hatte.

Ich schätze mal, dass die Treue als Bestandteil der Liebe (Liebe war bei früheren Eheschließungen übrigens nicht das wichtigste) erst wirklich wichtig wurde, als die gemeinsamen Badehäuser wegen der Syphilisgefahr geschlossen wurden.

Für die Treue der Frau gab es natürlich auch noch den Grund, dass der Mann sicher sein wollte, dass die gemeinsamen Kinder auch wirklich von ihm waren.

Die Treue des Mannes war zu allen Zeiten nicht ganz so wichtig.


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Früher standen auch auf Ehebruch harte Strafe. Bis hin zur Todesstrafe und das galt schon im alten Rom und altem Griechenland.

Also scheint es so das die Monogamie wesentlich älter ist und auch schon sehr lange verankert ist. Und übertrieben ist das nicht es ist normal.

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Kommentar von Eronimos
02.01.2016, 10:29

Galt das für Frau und Mann gleichermaßen oder wurden Ehebrecher je nach Geschlecht unterschiedlich (oder gar nicht) bestraft?

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