Frage von MyDonut94, 132

Seit Wann ist es "verboten" Stolz auf sein Land zu sein?

Hallo Leute,mir schwirrt seit längerem die Frage durch den Kopf seit wann es eigentlich verboten ist Stolz auf sein Land - in dem Fall Deutschland - zu sein. Zumindest sehe ich es so das es langsam als eine Art "Strafe" an zumindest in der Deutschen Bevölkerung, wenn man den Stolz zu seinem Land zeigt. Man wird ja förmlich schief angeschaut und gemieden wenn man so Sätze bringt wie: "Ich bin froh Deutscher zu sein" oder "Deutschland ist eines der schönsten Länder". Viele kommen direkt mit der Aussage das wir das nicht dürfen weil uns immer noch die Vergangenheit des NS-Zeit angehängt wird. Aber verwechselt da man nicht Patriotismus und Nationalismus. Ich meine hat nicht jeder das Recht auf sein Land in irgendeiner weise "Stolz" zu sein. Ich mein klar die NS-Zeit war nichts worauf man stolz sein kann. Viele vergessen die Nachkriegszeit, wo alle zusammengehalten haben, aufgestanden sind und das Land zu dem gemacht haben was es heute ist. Weil oftmals ist es ja wirklich so das selbst in der Schule einem "eingebrannt" wird das wir als Deutsche nicht Stolz sein dürften auf das was wir haben, nicht das dieses so im Unterricht gesagt wird, sondern in der Art und Weise wie es das Lehrsystem den Schülern beibringt, da dieses anscheinend bzw. eventuell wieder in dieses Extrem ginge wie damals mit Judenhass und Rassenverfolgung wenn wir Stolz auf unser Land sind.

Trotz alldem der Vergangenheit - der Verfolgung - der Hass auf andere Rassen -die Kriege die unsere Vorfahren angefangen haben, dürfen wir da nicht auch endlich mal Stolz sein auf das was wir bzw. die Generationen vor uns das aufgebaut haben, das Land wie es heute ist? Auf den Aufbau einer freiheitlichen Ordnung, auf einen hohen Lebensstandard, Wohlstand und soziale Absicherung, auf eine kulturelle Infrastruktur, auf die friedliche Revolution von 1989/90 in der DDR und die Vereinigung beider deutscher Staaten. Ohne die Mobilisierung großer humaner und finanzieller Ressourcen und ohne das Gefühl der Verbundenheit und das nachhaltige Moment der Solidarität?

Dürfen nicht auch wir mal sagen: "Ja ich bin Stolz ein Deutscher zu sein" ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zehnvorzwei, 60
Ja ich bin Stolz auf mein Land

Hei, MyDonut94, just heute ist der 67. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik Deutschland - und der Rückblick bietet hinreichend Anlass, mit Genugtuung und Zufriedenheit auf sein Land zu blicken, wenn man bedenkt, was alles geschehen ist und hätte passieren können.

Ich habe oben mit "ja" geklickt, obgleich das Wort "stolz" so eine Sache ist ... ja, ich bin gern Deutscher und bekenne mich dazu, alman, aleman,  german zu sein, obgleich es einem - manchmal  - schwerfällt, wenn Ausländer totgetrampelt und Wohnhäuser und Wohnheime von Ausländern brennen ... Dann schäme ich mich auch. Und so. Grüße!

Kommentar von MyDonut94 ,

Ich verstehe das und ja es fällt denke ich vielen schwer wenn Immigranten totgetrampelt werden oder Wohnheime etc. niedergebrannt werden. Aber ist das nicht ein kleiner Teil von dem was viele bereits geleistet haben? Für viele Immigranten die in relativ kurzer Zeit aufgenommen worden sind? Man muss doch alles in Relation zum Gesamten sehen? Wie viel wird aufgebaut und wie wenig zerstört, natürlich ich möchte das nicht gutheißen was dort verbrochen wird. Aber dennoch....bin ich der Meinung das wir trotzdem "Stolz" sein dürfen

Kommentar von zehnvorzwei ,

Ja... als es in Mölln brannte, war ich gerade in der Türkei. Was hätte ich den Leuten wohl sagen sollen von Aufbauleistung etc.? Sie erlebten, dass ihre Landleute umgebracht wurden - und das war ihnen, Menschen auf der Straße, in dieser Situation wichtiger. Mir fiel nichts besseres ein als zu sagen: "Ich schäme mich dafür, dass so etwas (wieder) in Deutschland passieren kann." Ja, ich bin alman, german und leugne es nicht und habe es nie verleugnet - auch da nicht. Grüße!

Kommentar von zehnvorzwei ,

Sternchens Dank!

Antwort
von TheAllisons, 40
Keins von allem

Man kann auch stolz auf sein Land sein, ohne es immer wieder öffentlich zu machen. Und in der heutigen Zeit sollten wir stolz sein, ein Volk zu sein, egal ob deutsch oder anders. Jeder Mensch hat eine Daseinsberechtigung.

Kommentar von MyDonut94 ,

Natürlich muss man dieses nicht immer Kundgeben, aber es reicht ja schon alleine die Aussage man wäre stolz auf sein Land.

Antwort
von Otohime, 11
Nein ich bin nicht Stolz auf mein Land

Es gibt kein Land das mir gehört - ich bin Teil einer Kultur und einer Gesellschaft. Beide sind so vielfältig, daß schon der Begriff der Nation mir längst überholt scheint.

Stolz sein kann ich im Übrigen allenfalls auf eine erbrachte Leistung oder ein erreichtes Ziel, nicht aber auf die durch Zeit und Ort meiner Geburt zufällig determinierte Zugehörigkeit zu dieser oder jener Nation, Religion, Kulturkreis etc. da ich selbst nichts dazu beigetragen habe.

Verboten ist und war es nie, stolz auf "sein Land" zu sein unbegründet dagegen seit eh' und je.

Man darf auch durchaus sagen, daß man stolz ist, Deutscher zu sein, weil es in Deutschland nicht verboten ist Sinnlosigkeiten von sich zu geben.
Allerdings steht dann zu erwarten daß dieser unbegründete Stolz dann eben bei vielen lediglich Unverständnis und Kopfschütteln bewirkt, gepaart mit leisem Grauen, wenn man daran denkt wohin solcher Stolz schnell führt.

Antwort
von Eirene2007, 39
Weder noch// Ich nehme es so wie es ist

Na klar kann man das machen.

Ich persönlich finde es halt affig, da ein Mensch keinerlei Einfluss darauf hat, in welches Land er hineingeboren wird. 

Ich bin auch in Deutschland aufgewachsen und lebe hier, trotzdem bin ich nicht stolz auf Deutschland.. Wieso auch. Es ist ein Stück Land eingegrenzt durch Menschen...

Ich bin (relativ) froh, dass ich hier geboren worden bin, da das gesellschaftliche Leben recht friedlich geregelt ist.

Antwort
von Wuestenamazone, 25
Weder noch// Ich nehme es so wie es ist

Kein Mensch kann entscheiden in welchem Land er geboren ist

Antwort
von silberwind58, 59
Ja ich bin Stolz auf mein Land

Natürlich darf und kann man stolz sein. Mit der Vergangenheit hatt diese Generation nichts zu tun und auch mein Vater nicht! Der hat das alles auch nicht gewollt. Ja,Du hast ganz recht,wir dürfen stolz sein auf unser Land.

Antwort
von 666Phoenix, 25

Seit Wann ist es "verboten" Stolz auf sein Land zu sein?

Nur mal so am Rande: wenn Du bei dieser Frage "Stolz" groß schreibst, habe ich absolut keinen Stolz, auf Dich und Co. stolz zu sein!

Aber zum Inhalt! Wer sagt Dir denn, dass dieser Stolz verboten sei?

Andere Frage: worauf bist Du denn stolz, wenn Du an Dein Land denkst?

Auf seine Geschichte? Auf die Beiträge, die es bringt zur Lösung aktueller internationaler Probleme? Auf VW, die in der ganzen Welt zwecks Profitmaximierung beschei.en, bis es nicht mehr geht?

Auf die Flüchtlingspolitik, die uns international wieder in den Ruf der "Herrenmenschen" und "sauberen Arier" bringt? Auf die "exakte" Trennung von Staat und Kirche (die eine komplette Farce ist!)? Auf die Gleichstellung aller Bürger, wonach im Osten nach 26 Jahren "Einheit" immer noch nur 80% des Einkommensniveaus im Vergleich zum Westen herrscht? 

Worauf also??

Kommentar von MyDonut94 ,

Ja ich schreibe "Stolz" groß in dem Sinn aus dem Aschehaufen (das Deutschland war - eigene Schuld) wieder sich mit mal mehr mal weniger Hilfe von anderen jedoch zu großen teilen selbst wiederaufgebaut hat. Wiegesagt bei einem anderem Beitrag, stolz lässt sich in vielerlei Hinsicht beschreiben.

Um zu sagen worauf ich Stolz bin dann lies bitte nochmal die Letzte Hälfte meines Beitrages durch dann siehst du worauf ich stolz bin in Deutschland.

Genau deswegen habe ich auch in meiner Fragestellung verboten in "" geschrieben, genau aus dem Grund das es natürlich nicht verboten ist, aber in vielerlei Hinsicht von vielen dieses Thema Behandelt wird als wäre es verboten. Ich werde mir das in Zukunft merken und versuchen solche Dinge genauer zu beschreiben das solche Missverständnisse nicht passieren.

Man kann nicht auf alles stolz sein, man kann nicht darauf stolz sein das Menschen aufgrund ihrer Religion oder ihrer Einstellung verfolgt worden sind, man kann nicht darauf stolz sein das hier Flüchtlingsheime angezündet werden und Immigranten zusammengetreten werden.

Natürlich bin ich auf die Geschichte stolz (klammer bitte 1910-1945/46 aus ich denke das ist wohl klar).

Nenne mir bitte die aktuellen Probleme von Flüchtlingskrise//Ukraine/Syrien etc. ich bin gerne bereit sie dir zu beantworten.

Das VW nun mal eine Firma ist die Profit machen möchte ist klar, natürlich nicht über diesen Weg, dieser ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei. ZU VW kann ich dazu nicht wirklich viel sagen da ich die Sache nicht verfolgt habe, weil es mich schlicht und einfach nicht interessiert, bzw. interessiert hat. Wir können das aber auch gerne weiter ausführen. Wenn du möchtest, ich lass dir da freie Wahl. 

Das mit dem Vergleich des Einkommensniveaus stimmt auch nicht ganz, zum Großteil haben sich die Gehälter (ich beziehe mich jetzt nur auf die Tarifstandards) bis auf 3% Unterschied angenähert. Dieses ist natürlich auch Branchen abhängig als z.B. Elektroniker verdient man ca. auch 300-400€ mehr im Norden als im Süden. Es wird immer Schwankungen geben egal in welchen Bereichen - Grund Angebot und Nachfrage...

Ich hoffe ich konnte soweit eine gute Antwort geben, auf konstruktive Kritik und weitere Dinge freue ich mich und bin gerne bereit darauf zu antworten.

Kommentar von 666Phoenix ,

Stolz ist seine Sache. Wie sagte Baruch de Spinoza: "Die Freude, die einem Mann entspringt, der zuviel von sich hält".

Der letzte Teil Deiner Frage lautet so:

"dürfen wir da nicht auch endlich mal Stolz sein auf das was wir bzw. die Generationen vor uns das aufgebaut haben, das Land wie es heute ist? Auf den Aufbau einer freiheitlichen Ordnung, auf einen hohen Lebensstandard, Wohlstand und soziale Absicherung, auf eine kulturelle Infrastruktur, auf die friedliche Revolution von 1989/90 in der DDR und die Vereinigung beider deutscher Staaten. Ohne die Mobilisierung großer humaner und finanzieller Ressourcen und ohne das Gefühl der Verbundenheit und das nachhaltige Moment der Solidarität?"

Diesen Aufbau hat Deutschland nur geschafft, weil es (die BRD) sich weigerte, Reparationen zu zahlen, von ihren Übersee-Brüdern (die zwar Alliierte Im Krieg waren, bei denen aber in Kriegszeiten mehr Leute durch Verkehrsunfälle umkamen als auf dem Kriegsschauplatz, und die kaum wirtschaftliche Zerstörungen hinnehmen mussten) alles schön serviert im Rahmen von Land Lease und Marshall-Plan (European Recovery Program) bekam, weil sie massenhaft Fremdarbeiter beschäftigte und ausbeutete, Bi- und Trizonen schaffte, eine eigene Währung einführte und die damals von den Sowjets favorisierte Wiedervereinigung torpedierte.

"Freiheitliche" Ordnung? Hoher Lebensstandard, Wohlstand, soziale Absicherung usw. - alles hohle Phrasen, zu denen einige hier ganz sicher eine andere Meinung haben dürften.

Über die sog. "friedliche Revolution" erübrigt sich jede Diskussion, nachdem klar wurde, wie die sog. ersten freien Wahlen in der Volkskammer manipuliert und wie die Treuhand das letzte bisschen DDR-Vermögen verschleudert hat. "Vereinigung" - Ha, das war ein formeller Beitritt zum GG und eine faktische Einverleibung!

Also, sei stolz, auf was immer Du willst!

Kommentar von MyDonut94 ,

Meiner Meinung nach merkt man hier das man langsam wie auch schon ganz am Anfang in meinem Beitrag gesagt merkt das man hier Nationalismus mit Patriotismus/Vaterlandsliebe verwechselt.

Dein Zitat aus deinem Beitrag lässt meinen das du damit ausdrücken willst das die Menschen die sich für was besseres halten eig. die Freude am Leben verlieren sollten da - alle Menschen gleich sind. Hoffe ich interpretiere es richtig so - kommt für mich so rüber, aber in Interpretation war ich nie wirklich gut :).

Wobei ich da finde das es immerhin noch ein großer Unterschied zwischen "ich liebe mein Land" und "Ich liebe mein Land denn wir sind die besten und keiner ist besser als wir" (Grundgedanke des Nationalismus).

Wenn man mein Denken des Stolzes ein bisschen weiter ausführt und auf ein denke ich vernünftiges Ergebnis zu bringen wäre das.

Ich finde mein Land toll - ich verbreite diese Nachricht - andere Leute sollen das mitbekommen - diese Nachricht weiterbringen - neue Leute sollen auch kommen und evtl. dieses Land auch kennenlernen und "lieben Lernen" und demnach auf sich Stolz darauf sind das sie es hier her geschafft haben und hier wohnen können weil sie sich es aufgebaut haben. (Den Weg -die Arbeit den sie gegangen sind etc. - ich denke es ist verständlich was ich damit sagen will). Natürlich kann man jetzt sagen - ja das ist ja aber wieder dieses Prinzip man stelle sein Land über die anderen Länder weil seins ja des "beste" wäre. Ja tut man auch irgendwo aber, ist das nicht überall so? Überall wird doch um Leute gerungen sei es in der Werbung für neue Artikel oder in der Politik - so ziemlich überall. Von dem her ja darf man das auch so sagen.

Jetzt zur Nachkriegszeit von Deutschland, da ich den Großteil des Wissens was ich dazu habe nur aus der Schule habe (aber anscheinend muss ich mich da wohl sehr wenig aufgepasst haben, da mir grad eine komplette andere Seite erzählt wird ) fang ich mal so an:

Nachdem Deutschland Anfang Mai 1945 mit der Bedingungslosen Kapitulation kam endete auch der 2.te Weltkrieg und damit begann die Nachkriegszeit. Deutschland wurde in dieser Zeit von den 4 Siegermächten Sowjets, USA, Großbritannien und Frankreich  regiert bzw. aufgeteilt. In dieser Zeit begann auch die Zeit der Entnazifizierung etc. Aber alles Nebensache. Grundgedanke des Marshallplans und der Einführung der Währung den Kommunismus einzudämmen. Da die Sowjetunion da nicht mitmachte entstand so die Grenze im Weiteren verlauf. Damit dieser "marshall-Plan" durchgeführt werden konnte musste erstmals eine neue Währung her da die alte Reichsmark keinen Pfifferling mehr wert war (kleine Touristeninformation nebenan: In Singen am Hohentwiel - Bodensee sieht man diese Auswirkung wie wenig die Reichsmark wert war - dort steht die teuerste Brücke der Welt - und sie ist nicht sonderlich groß) Dann fing die ganze Sache mir Blockade von Land und Wasserverbindungen zu West Deutschland an etc. Weiter brauch ich da nicht ausführen der Rest ist Firlefanz.

Deutschland hat in der Zeit weder was serviert bekommen da der Marshallplan eigentlich wie der Name schon sagt ein Aufbauprogramm für Ganz Europa, Deutschland musste von dem damals 12,4 Milliarden Programm ca. 100% zahlen. Dieses wurde aufgrund bzw. mithilfe des Londoner Schuldenabkommens mit Zinsen + Tilgung mit knapp 13 Milliarden DM zurückgezahlt. Das war die ausschließliche Rückzahlung, hinzu kommt noch Demilitarisierung Deutschlands etc. Es war ein vorgeschossener Kredit und den hat Deutschland stemmen können.

Ausbeutung für Türken etc. gab es nicht da viele Länder (da es im verlauf des Wirtschafswunders in Deutschland, soviel Arbeit gab) um Abkommen gebeten haben das Immigranten in Deutschland schneller und leichter arbeiten könnten. Und einer dieser Staaten war die Türkei, das ist auch der Grund warum auch so viele in der Zeit gekommen sind weil es viel Arbeit gab und sie hier her wollten. Nicht aufgrund irgendwelcher Ausbeutung. Diese ich sage mal Behauptung hätte ich gerne irgendwo gerne mal gesehen.

Deutschland ist und bleibt ein schönes Land und es lohnt sich hier zu Leben und stolz darauf zu sein dazuzugehören - egal ob man hier geboren ist oder nicht.


Da der Text recht lang ist entschuldige ich mich schon mal für Rechtschreibfehler oder wenn Sätze unvollständig sind.

Kommentar von 666Phoenix ,

Du plapperst das nach, was Dir die Regenbogenpresse hier serviert! Bleib schön stolz, für manche ist das das einzige, was sie vorweisen können!

Antwort
von MrHilfestellung, 65
Nein ich bin nicht Stolz auf mein Land

Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn jemand Stolz auf etwas ist zu dem er nichts beigetragen hat. So gut wie jede*r Deutsche hatte einfach nur das Glück hier geboren zu sein oder in einem Land geboren zu sein, in dem es einfach ist nach Deutschland einzuwandern. Du sagst ja selbst, dass du das Stolz auf das sein, willst was deine Vorfahren geleistet haben. Ich kann nicht verstehenen, warum man auf die Taten anderer Stolz ist.

Ich finde Patriotismus nicht gut, aber ich toleriere ihn (im Gegensatz zum Nationalismus), dass du aber wegen "Deutschland ist eins der schönsten Länder" schief angeguckt wirst glaub ich dir nicht. Das ist ja nichtmal Patriotismus.

Kommentar von MyDonut94 ,

Natürlich gilt die Aussage "Deutschland ist eines der schönsten Länder" als Form des Patriotismus - Patriotismus ist (wenn man Wikipedia glauben mag) ein Synonym für Vaterlandsliebe. Ich frage mich dann - ist das nicht dann auch eine Art der "Liebe" wenn man sagt es ist eines der schönsten Länder?

Ist es nicht erlaubt auf das was andere Erbaut haben - das was wir heute nutzen dürfen stolz zu sein? Leben wir heute wirklich in einem Land in dem nur noch man auf das Stolz sein darf was man selbst erbaut hat? Leben wir in einem Staat in dem nur noch eine Art des Narzissmus gilt?  Indem nur noch deins Gut ist und nicht das der Gemeinschaft?

Kommentar von MrHilfestellung ,

Für mich ist Stolz, der Stolz auf etwas Selbsterschaffenes oder Selbstgeschaffenes. Das hat nichts mit Narzissmus zu tun, aber ich kann mir ja nicht selbst auf die Schulter klopfen und sagen "ich bin stolz", wenn mein Vater was geleistet hat.

Ich finde das "Schönfinden" noch keine Vaterlandsliebe ist. Ich finde zum Beispiel München auch super schön, aber abgesehen vom Aussehen würde ich dort niemals wohnen wollen.

Kommentar von MyDonut94 ,

Stolz gibt es in vielerlei Hinsicht - Stolz wie du es sagst auf das was man selber erschaffen hat. Stolz kann aber auch als Art der Zufriedenheit auf andere oder Hochachtung auf ihr Tun und handeln.

Aber man merkt (nimm es bitte nicht als Angriff) das wir beide an 2 unterschiedlichen Fronten stehen. Wobei ich jetzt nicht sagen möchte welche richtig welche falsch ist. Vermutlich gibt es dieses richtig/falsch Prinzip auch hier gar nicht.

Ich denke hier ist es halt wirklich Auslegungssache was man als Patriotismus // Vaterlandsliebe // Stolz  etc. versteht

Kommentar von Soldier79 ,

80 Millionen Menschen machen täglich Deutschland zu dem, was es ist. Und somit hat jeder etwas dazu beigetragen und trägt täglich etwas dazu bei.

Antwort
von Soldier79, 42
Ja ich bin Stolz auf mein Land

Ich bin stolz darauf, was meine Generation ausmacht und auch die meiner Eltern, Großeltern. Die Vielfältigkeit und das enorme Wirtschaftspotential und auch das internationale Ansehen Deutschlands macht mich stolz und dass ich ein Teil davon bin.

Kommentar von 666Phoenix ,

Ich bin stolz darauf, was meine Generation ausmacht

Dass sie z. B. nur im unteren Teil des zweiten Drittels der Pisa-Studien herummosert? Gratuliere!

Kommentar von MyDonut94 ,

Dieses war dann 2003 was bereits 13 Jahre her ist aktueller Stand ist das Deutschland auf Platz 16 ist mit einer Gesamtwertung von ca 515 Punkten(Durchschnitt). Das Grundproblem in Deutschland im Bezug auf die Bildung ist das lernschwache oder auch leistungsschwache Schüler besser gefördert werden sollten - was auch so langsam eintritt. Natürlich im vergleich zu den Restlichen Industriestaaten schneidet Deutschland schlecht ab, jedoch mit einer Tendenz Richtung Besserer Bildung. Aktuell liegt sogar Deutschland über dem OECD durchschnitt.

Kommentar von Soldier79 ,

Man kann sich natürlich ein oder zwei negative Punkte raussuchen und damit alle Einwohner über einen Kamm scheren. Demnach würdest Du also auch im unteren Teil des Zweiten Drittels herummosern?

Antwort
von lesterb42, 13

Dass ich Deutscher bin, ist eine biologische Zufälligkeit. Nichts besonderes aber etwas bestimmtes. Das hat mit der persönlichen Leistung nichts zu tun.
Auch nicht wenn man in Bayern oder (Gott wie schlimm) in der "DDR" geboren wurde. Reiner Zufall und nichts auf das man stolz sein könnte.

Antwort
von Bennyhengst, 37

Jeder darf stolz auf sich, seine Herkunft und sein Land sein. Verboten ist das ja nicht. Jede Nation hat eine dunkle Vergangenheit über die man schweigt. Patriotismus hat nichts mit Rassismus oder Diskriminierung Zutun.

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